Zürcher Nachrichten - Volkswagen kündigt zahlreiche Tarifverträge - Gewerkschaft protestiert

EUR -
AED 4.133647
AFN 72.036548
ALL 91.714361
AMD 408.378956
ANG 2.015178
AOA 1032.145922
ARS 1716.473697
AUD 1.625698
AWG 2.028837
AZN 1.92206
BAM 1.950788
BBD 2.268871
BDT 138.504145
BGN 1.894828
BHD 0.424709
BIF 3381.711465
BMD 1.125568
BND 1.44233
BOB 13.56808
BRL 5.872318
BSD 1.126506
BTN 108.566064
BWP 15.936056
BYN 3.393231
BYR 22061.134952
BZD 2.265579
CAD 1.603681
CDF 2602.822945
CHF 0.935555
CLF 0.027988
CLP 1105.139154
CNY 7.546653
CNH 7.561865
COP 3737.561465
CRC 514.65485
CUC 1.125568
CUP 27.034341
CVE 109.982425
CZK 24.486227
DJF 200.593729
DKK 7.475438
DOP 67.304088
DZD 150.803843
EGP 58.917827
ERN 16.883522
ETB 184.002248
FJD 2.53512
FKP 0.848467
GBP 0.852545
GEL 2.920875
GGP 0.848467
GHS 13.197035
GIP 0.848467
GMD 83.292345
GNF 9909.539701
GTQ 8.605508
GYD 235.633547
HKD 8.831978
HNL 30.238965
HRK 7.504614
HTG 147.424677
HUF 369.092352
IDR 20264.728248
ILS 3.47362
IMP 0.848467
INR 108.345104
IQD 1475.643121
IRR 1906543.542482
ISK 137.003539
JEP 0.848467
JMD 177.424149
JOD 0.798039
JPY 177.696255
KES 145.952487
KGS 98.427598
KHR 4562.076131
KMF 489.622331
KPW 1013.011657
KRW 1534.217032
KWD 0.347541
KYD 0.938788
KZT 499.157529
LAK 25261.097379
LBP 100875.874365
LKR 372.257034
LRD 193.133787
LSL 18.657763
LTL 3.32351
LVL 0.680845
LYD 7.216459
MAD 10.985974
MDL 20.057467
MGA 4974.219878
MKD 61.412215
MMK 2363.449006
MNT 4049.854618
MOP 9.105206
MRU 45.100126
MUR 53.824789
MVR 17.401419
MWK 1953.281489
MXN 20.597103
MYR 4.598959
MZN 71.926425
NAD 18.656936
NGN 1495.137235
NIO 41.453495
NOK 10.830391
NPR 173.703394
NZD 2.008273
OMR 0.432778
PAB 1.126506
PEN 3.886814
PGK 5.025089
PHP 70.681165
PKR 312.049498
PLN 4.379062
PYG 6564.134954
QAR 4.10615
RON 5.34431
RSD 117.519422
RUB 93.763544
RWF 1662.229281
SAR 4.227851
SBD 9.077753
SCR 15.572007
SDG 677.026966
SEK 11.323378
SGD 1.442399
SHP 0.849325
SLE 27.687561
SLL 23602.591339
SOS 643.746042
SRD 42.402968
STD 23296.987359
STN 24.437214
SVC 9.856676
SYP 14634.636849
SZL 18.650083
THB 37.909385
TJS 10.374798
TMT 3.939488
TND 3.349095
TOP 2.710098
TRY 55.190997
TTD 7.642365
TWD 35.965241
TZS 2965.875357
UAH 50.58244
UGX 4472.50891
USD 1.125568
UYU 45.3435
UZS 13314.790686
VES 966.975619
VND 29244.510628
VUV 134.784358
WST 3.124802
XAF 655.957
XAG 0.01858
XAU 0.000270914739
XCD 3.041905
XCG 2.030094
XDR 0.795835
XOF 655.957
XPF 119.331742
YER 266.112464
ZAR 18.793389
ZMK 10131.469762
ZMW 22.152085
ZWL 362.432472
SSP 6429.911266
MXV 2.331036
  • Euro STOXX 50

    -93.5700

    6175.45

    -1.52%

  • Goldpreis

    5.8000

    4192.5

    +0.14%

  • DAX

    -259.8400

    24939.35

    -1.04%

  • TecDAX

    -21.8400

    3979.48

    -0.55%

  • MDAX

    -591.1600

    30251.37

    -1.95%

  • SDAX

    -251.7900

    18178.68

    -1.39%

  • EUR/USD

    -0.0112

    1.1222

    -1%

Volkswagen kündigt zahlreiche Tarifverträge - Gewerkschaft protestiert
Volkswagen kündigt zahlreiche Tarifverträge - Gewerkschaft protestiert / Foto: Ronny HARTMANN - AFP

Volkswagen kündigt zahlreiche Tarifverträge - Gewerkschaft protestiert

Der kriselnde Autobauer Volkswagen hat zahlreiche Tarifverträge zum Jahresende gekündigt - und damit einen Sturm der Entrüstung auf Gewerkschafts- und Betriebsratsseite ausgelöst. "Mit Blick auf den aktuellen Kostendruck" müssten aus Sicht des Unternehmens verschiedene Regelungen in den Verträgen angepasst werden, erklärte Volkswagen am Mittwoch zur Begründung. Nach Angaben der Gewerkschaft IG Metall handelt es sich um zehn Tarifverträge, darunter der Manteltarifvertrag - nicht betroffen ist hingegen der Zukunftstarifvertrag mit der darin enthaltenen Beschäftigungssicherung bis Ende 2030.

Textgröße:

Bei der IG Metall stieß die "reihenweise" Kündigung der Tarifverträge, die demnach "praktisch die gesamte VW-Haustarifpalette" umfasst, dennoch auf scharfen Protest. Die Gewerkschaft warf VW vor, damit etwa tarifliche Zulagen, Ausbildungsübernahmen sowie Schutzregelungen für ältere und gesundheitlich eingeschränkte Beschäftigte infrage zu stellen. Besonders problematisch sei der drohende Eingriff in den Manteltarifvertrag, erklärte die Gewerkschaft. Dort seien Arbeitszeiten gleichermaßen geregelt wie die tarifliche Urlaubszeit von 30 Tagen, aber auch Schutzrechte.

Der Verhandlungsführer der IG Metall, Thorsten Gröger, sprach von einem "üblen Foul" an der Belegschaft und von einem "schamlosen Versuch, in die Geldbeutel der Beschäftigten greifen zu wollen". Volkswagen versuche, "die wirtschaftlichen Herausforderungen des Konzerns bei denen abzuladen, die das Unternehmen jeden Tag am Laufen halten". Die Gewerkschaft werde es "nicht hinnehmen", dass "unternehmerische Kosten und Risiken nun auf die Belegschaft verlagert werden" sollten.

Volkswagen wiederum erklärte, mit der Kündigung der Tarifverträge öffne das Unternehmen den Verhandlungsraum. Der Autobauer und die Gewerkschaft vereinbarten nach VW-Angaben, sich zu weiteren Gesprächen in der zweiten Oktoberhälfte zu treffen.

Vertreterinnen und Vertreter von IG Metall, Betriebsrat und VW-Management hatten sich am Mittwoch in Hannover zu einem sogenannten Überprüfungsgespräch getroffen. Nachdem der Konzernvorstand seinen verschärften Sparkurs vorgestellt hatte, beriefen sich die Arbeitnehmervertreter Mitte September auf eine Klausel des Tarifvertrags von 2024 und erzwangen so das Gespräch.

Volkswagen steckt wie andere deutsche Autobauer derzeit in einer tiefen Krise. Der Konzern hob am Mittwoch hervor, dass "geopolitische Spannungen, Handelsbarrieren und zunehmender Wettbewerb, insbesondere aus China", die gesamte Branche belasteten. Dadurch sei auch die wirtschaftliche Lage von Volkswagen in den vergangenen Jahren "deutlich verschärft" worden.

"Enorm" gestiegen sei infolgedessen auch der Preis- und Wettbewerbsdruck, erläuterte Arne Meiswinkel, Personalvorstand der Marke Volkswagen und Mitglied der erweiterten Konzernleitung. Die Maßnahmen aus dem sogenannten Zukunftsplan 2030 des Autobauers müssten daher "schnell und konsequent umgesetzt werden, um unsere Wettbewerbsfähigkeit zu steigern", erklärte er. "Ich denke, jeder spürt angesichts der Nachrichten aus der gesamten Automobilindustrie, dass wir jetzt handeln müssen."

Der Aufsichtsrat von Volkswagen hatte Anfang September mit dem Zukunftsplan beschlossen, in den kommenden Jahren weltweit weitere 50.000 Stellen zu streichen - zusätzlich zu dem bereits vereinbarten Abbau von 50.000 Arbeitsplätzen. Zudem stehen vier Werke in Deutschland ab 2031 bis 2034 auf der Kippe: Emden, Zwickau, Hannover und Neckarsulm.

Die VW-Gesamtbetriebsratsvorsitzende Daniela Cavallo kritisierte die Kündigung der Tarifverträge am Mittwoch scharf: "Der Vorstand glaubt offenbar, uns erpressen zu können: Einfach Werke mit dem Aus bedrohen und dann zusätzlich im nächsten Schritt die nächsten Tarifeinschnitte durchsetzen wollen." Diese Rechnung werde aber nicht aufgehen, fügte sie hinzu. In der Tarifrunde müssten die Beschäftigten den Vorstand spüren lassen, "dass er auf der falschen Spur unterwegs ist". Sie rechne "mit einer heftigen Auseinandersetzung zum Jahreswechsel".

P.E.Steiner--NZN