Zürcher Nachrichten - IWF erwartet mehr Wirtschaftswachstum für Deutschland - Warnung vor Abwärtsrisiken

EUR -
AED 4.113798
AFN 72.801755
ALL 94.434604
AMD 405.145357
ANG 2.004598
AOA 1028.179862
ARS 1694.925572
AUD 1.603272
AWG 2.018839
AZN 1.921466
BAM 1.958005
BBD 2.25534
BDT 137.905333
BGN 1.957608
BHD 0.423088
BIF 3355.584608
BMD 1.120022
BND 1.433495
BOB 13.173898
BRL 5.61411
BSD 1.119761
BTN 106.636112
BWP 15.383121
BYN 3.372153
BYR 21952.42267
BZD 2.252086
CAD 1.591332
CDF 2587.250219
CHF 0.932368
CLF 0.027909
CLP 1098.25925
CNY 7.495352
CNH 7.495565
COP 3572.667188
CRC 509.767362
CUC 1.120022
CUP 26.875272
CVE 110.602394
CZK 24.345629
DJF 199.050166
DKK 7.474901
DOP 68.67172
DZD 150.645197
EGP 59.116757
ERN 16.800323
ETB 180.468757
FJD 2.53461
FKP 0.848191
GBP 0.844927
GEL 2.900644
GGP 0.848191
GHS 13.087473
GIP 0.848191
GMD 82.881653
GNF 9805.788905
GTQ 8.560642
GYD 234.27388
HKD 8.790293
HNL 30.173819
HRK 7.534718
HTG 146.473022
HUF 363.612804
IDR 20065.186333
ILS 3.44471
IMP 0.848191
INR 106.426521
IQD 1467.788261
IRR 1993481.58207
ISK 136.486123
JEP 0.848191
JMD 177.830304
JOD 0.794103
JPY 177.270237
KES 145.380554
KGS 97.945542
KHR 4558.487618
KMF 492.809858
KPW 1008.019365
KRW 1501.321375
KWD 0.349279
KYD 0.933139
KZT 502.245717
LAK 25116.484066
LBP 100297.931157
LKR 370.477297
LRD 191.803985
LSL 18.491844
LTL 3.307133
LVL 0.67749
LYD 7.196115
MAD 10.916899
MDL 20.122396
MGA 5040.096722
MKD 61.639429
MMK 2352.218801
MNT 4027.776625
MOP 9.052096
MRU 45.052855
MUR 53.315384
MVR 17.304219
MWK 1949.957241
MXN 20.561917
MYR 4.581672
MZN 71.580937
NAD 18.491708
NGN 1489.370791
NIO 41.278403
NOK 10.659761
NPR 170.61818
NZD 1.993751
OMR 0.430653
PAB 1.119736
PEN 3.842232
PGK 4.986056
PHP 70.287513
PKR 310.28516
PLN 4.369148
PYG 6402.211294
QAR 4.076885
RON 5.33903
RSD 117.416328
RUB 94.445843
RWF 1652.031808
SAR 4.207999
SBD 9.047614
SCR 15.554618
SDG 673.690009
SEK 11.156966
SGD 1.433023
SHP 0.846257
SLE 27.631034
SLL 23486.297128
SOS 640.093954
SRD 42.166015
STD 23182.185076
STN 24.612474
SVC 9.798036
SYP 14562.520032
SZL 18.49141
THB 37.58007
TJS 10.335642
TMT 3.931276
TND 3.699994
TOP 2.696743
TRY 55.290648
TTD 7.615476
TWD 36.030867
TZS 2945.964731
UAH 50.514999
UGX 4636.222127
USD 1.120022
UYU 45.010699
UZS 13322.656921
VES 980.804672
VND 29024.23883
VUV 133.34079
WST 3.11034
XAF 655.957
XAG 0.01889
XAU 0.000269197127
XCD 3.026915
XCG 2.018173
XDR 0.791913
XOF 655.957
XPF 119.331742
YER 264.555432
ZAR 18.461702
ZMK 10081.531564
ZMW 22.29321
ZWL 360.646487
SSP 6449.38256
MXV 2.322057
  • Euro STOXX 50

    -34.2000

    6167.01

    -0.55%

  • DAX

    172.6000

    25259.9

    +0.68%

  • TecDAX

    -4.3600

    3988.8

    -0.11%

  • Goldpreis

    6.9000

    4184.2

    +0.16%

  • MDAX

    30.5900

    30020.49

    +0.1%

  • SDAX

    -30.3500

    18067.85

    -0.17%

  • EUR/USD

    0.0040

    1.1201

    +0.36%

IWF erwartet mehr Wirtschaftswachstum für Deutschland - Warnung vor Abwärtsrisiken
IWF erwartet mehr Wirtschaftswachstum für Deutschland - Warnung vor Abwärtsrisiken / Foto: Lillian SUWANRUMPHA - AFP

IWF erwartet mehr Wirtschaftswachstum für Deutschland - Warnung vor Abwärtsrisiken

Der Internationale Währungsfonds (IWF) setzt seine Wirtschaftsprognose für Deutschland und die Weltwirtschaft hoch. Das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) wächst im laufenden Jahr voraussichtlich um 1,3 Prozent, wie aus dem am Dienstag beim IWF-Jahrestreffen in Bangkok veröffentlichten Weltwirtschaftsausblick hervorging. Das sind 0,6 Prozentpunkte mehr als noch im Juli prognostiziert. Auch seine Erwartung für die globale Wirtschaftsleistung hob der IWF leicht um 0,1 Prozentpunkte auf 3,1 Prozent an - warnte aber vor Abwärtsrisiken.

Textgröße:

Der IWF rechnet nun damit, dass sich das weltweite Wirtschaftswachstum etwas weniger verlangsamt als zuvor erwartet, da die Industrieländer sich angesichts der seit dem Iran-Krieg gestiegenen Energiepreise widerstandsfähig gezeigt hätten. Während allerdings viele dieser Staaten von steigenden Investitionen in die Künstliche Intelligenz (KI) profitiert hätten, stünden ärmere Länder, die aus diesem Boom keinen Nutzen zögen, angesichts der Energiepreise vor schweren Entscheidungen, erklärte der IWF. Daher sprach er in seinem Bericht von einem "zweigeteilten" Ausblick.

"Die Weltwirtschaft hat sich als widerstandsfähig erwiesen, doch diese Widerstandsfähigkeit steht unter Druck, und die Risiken für das Wachstum sind eher nach unten gerichtet", gab IWF-Chefökonomin Silvana Tenreyro an. Der Krieg im Iran und der KI-Boom hätten zu einer "fragmentierten" Weltwirtschaft geführt, erklärte der IWF in dem Bericht.

Ein länger andauernder Krieg und anhaltende geopolitische Spannungen könnten "den Inflationsdruck wiederbeleben", die Haushalts- und Außenhandelslage belasten und "energieimportierende sowie einkommensschwache Länder am härtesten treffen", fuhr der IWF fort. Zugleich "könnte der derzeitige technologische Rückenwind abrupt zum Erliegen kommen, wenn die Erwartungen hinsichtlich KI-bezogener Gewinne und Produktivitätssteigerungen neu bewertet" würden. Das könne zu einem Rückgang von Investitionen führen und die finanziellen Rahmenbedingungen verschärfen.

Die vom IWF prognostizierte Zweiteilung zeigte sich deutlich im Ausblick für die einzelnen Regionen und Länder: Für Saudi-Arabien etwa senkte der Fonds die Wachstumsprognose stark und geht nun davon aus, dass das BIP 2026 um 3,3 Prozent schrumpft. Die Region dürfte sich nach einem Ende des Iran-Kriegs schnell erholen, es sei aber unsicher, wann es dazu komme, erklärte der IWF.

Für China erwartet der IWF, dass das chinesische BIP wegen der schwachen Inlandsnachfrage im laufenden Jahr nur um 4,5 Prozent wächst. Noch im vergangenen Jahr war die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt um 5,0 Prozent gewachsen. Für die USA geht der IWF unverändert von 2,3 Prozent mehr Wirtschaftsleistung aus.

In der Eurozone wächst die Wirtschaftsleistung dem IWF-Ausblick zufolge 2026 um 1,1 Prozent und damit um 0,2 Punkte mehr als zuvor erwartet. Nach oben korrigierte der IWF seine Prognose auch für Spanien, dessen BIP demnach in diesem Jahr mit 2,5 Prozent deutlich wächst. Frankreichs Wachstumsprognose setzten die Ökonomen hingegen um 0,2 Punkte auf 0,4 Prozent herab.

IWF-Chefökonomin Tenreyro warnte, dass angesichts von Abwärtsrisiken "dringende Maßnahmen" seitens aller Länder erforderlich seien. Sie forderte die Regierungen auf, zur Entlastung der Bevölkerung von hohen Energiepreisen und sonstigen Kosten ausschließlich vorübergehende und gezielte finanzpolitische Maßnahmen zu ergreifen.

Parallel dazu sollte "die Geldpolitik weiterhin fest auf Preisstabilität ausgerichtet bleiben", fuhr sie fort und deutete so an, dass Zinserhöhungen zur Eindämmung der Inflation angemessen seien. Der IWF erwartet für 2026, dass der weltweite Anstieg der Verbraucherpreise auf 4,7 Prozent klettert.

"Die Wirtschaft hat sich widerstandsfähig gezeigt, aber diese Widerstandsfähigkeit kommt an ihre Grenzen", führte Tenreyro aus. Die Aufgabe bestehe nun darin, "von der Bewältigung der Krise zum Wiederaufbau überzugehen".

T.L.Marti--NZN