Zürcher Nachrichten - Fangverbote in der Ostsee: Özdemir will Einschnitte für Küstenfischer verhindern

EUR -
AED 4.326058
AFN 77.139899
ALL 96.549397
AMD 445.222644
ANG 2.10837
AOA 1079.46412
ARS 1698.693815
AUD 1.696726
AWG 2.120054
AZN 1.991648
BAM 1.953756
BBD 2.372917
BDT 144.08925
BGN 1.977975
BHD 0.444005
BIF 3486.310929
BMD 1.177808
BND 1.50053
BOB 8.140518
BRL 6.211168
BSD 1.178167
BTN 106.473605
BWP 15.597747
BYN 3.374769
BYR 23085.03183
BZD 2.369421
CAD 1.613214
CDF 2626.511201
CHF 0.916676
CLF 0.025853
CLP 1020.817577
CNY 8.171689
CNH 8.173762
COP 4350.232911
CRC 584.088911
CUC 1.177808
CUP 31.211905
CVE 110.507883
CZK 24.258172
DJF 209.319869
DKK 7.46659
DOP 74.352211
DZD 153.163736
EGP 55.196195
ERN 17.667116
ETB 183.5728
FJD 2.606429
FKP 0.862372
GBP 0.870123
GEL 3.168063
GGP 0.862372
GHS 12.926468
GIP 0.862372
GMD 86.565372
GNF 10317.595829
GTQ 9.036546
GYD 246.482124
HKD 9.204037
HNL 31.120441
HRK 7.531959
HTG 154.558297
HUF 379.805904
IDR 19869.086669
ILS 3.674695
IMP 0.862372
INR 106.344965
IQD 1543.38527
IRR 49615.151504
ISK 144.799462
JEP 0.862372
JMD 184.267215
JOD 0.835086
JPY 184.980006
KES 151.93744
KGS 102.99914
KHR 4755.045332
KMF 491.146061
KPW 1060.062311
KRW 1730.806135
KWD 0.362105
KYD 0.981819
KZT 581.062078
LAK 25322.506925
LBP 105507.31126
LKR 364.588558
LRD 219.141892
LSL 19.033287
LTL 3.47776
LVL 0.712444
LYD 7.463192
MAD 10.813487
MDL 20.022137
MGA 5212.546496
MKD 61.579789
MMK 2473.140934
MNT 4203.780708
MOP 9.481064
MRU 46.995832
MUR 54.226305
MVR 18.208707
MWK 2042.862703
MXN 20.569647
MYR 4.648834
MZN 75.097215
NAD 19.033287
NGN 1609.510075
NIO 43.354641
NOK 11.5385
NPR 170.357767
NZD 1.976408
OMR 0.452871
PAB 1.178177
PEN 3.960257
PGK 5.121642
PHP 69.236319
PKR 329.876375
PLN 4.224973
PYG 7779.860505
QAR 4.293908
RON 5.093072
RSD 117.368304
RUB 90.396418
RWF 1719.581228
SAR 4.416898
SBD 9.498604
SCR 15.920008
SDG 708.45608
SEK 10.670308
SGD 1.501946
SHP 0.883661
SLE 28.914899
SLL 24698.038676
SOS 672.096835
SRD 44.603273
STD 24378.242367
STN 24.474394
SVC 10.308215
SYP 13026.052983
SZL 19.024177
THB 37.451938
TJS 11.027263
TMT 4.128216
TND 3.413828
TOP 2.835878
TRY 51.277982
TTD 7.977654
TWD 37.306474
TZS 3044.633176
UAH 50.838711
UGX 4205.59999
USD 1.177808
UYU 45.462436
UZS 14450.881107
VES 445.192896
VND 30570.000059
VUV 140.969068
WST 3.21111
XAF 655.302006
XAG 0.015944
XAU 0.000245
XCD 3.183084
XCG 2.123288
XDR 0.813984
XOF 655.271438
XPF 119.331742
YER 280.701005
ZAR 19.144735
ZMK 10601.69265
ZMW 21.88429
ZWL 379.253614
  • Euro STOXX 50

    -44.7700

    5925.7

    -0.76%

  • MDAX

    -90.1200

    31434.51

    -0.29%

  • DAX

    -111.9800

    24491.06

    -0.46%

  • SDAX

    -47.3000

    17878.47

    -0.26%

  • TecDAX

    15.0000

    3628.05

    +0.41%

  • Goldpreis

    -152.7000

    4798.1

    -3.18%

  • EUR/USD

    -0.0025

    1.1786

    -0.21%

Fangverbote in der Ostsee: Özdemir will Einschnitte für Küstenfischer verhindern
Fangverbote in der Ostsee: Özdemir will Einschnitte für Küstenfischer verhindern / Foto: JOHN MACDOUGALL - AFP/Archiv

Fangverbote in der Ostsee: Özdemir will Einschnitte für Küstenfischer verhindern

In den Verhandlungen um die erlaubten Fischfang-Mengen in der Ostsee will Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir (Grüne) weitere Einschnitte für deutsche Küstenfischer verhindern. "Die wirtschaftliche Grundlage für die deutsche Küstenfischerei muss erhalten bleiben", sagte Özdemir am Montag am Rande der Verhandlungen in Luxemburg. Kleine Fischer in Küstennähe hätten "keine substanziellen Auswirkungen" auf die Erholung der Fischbestände.

Textgröße:

Insbesondere für Dorsch und Hering gelten in der für deutsche Fischer relevanten westlichen Ostsee seit mehreren Jahren weitgehende Fangverbote. Bestehende Ausnahmen erlauben es kleinen Küstenfischern bislang jedoch, weiter geringe Mengen an Hering zu fangen. Für das kommende Jahr will die EU-Kommission diese Sonderregelungen nun streichen, Deutschland und andere Ostsee-Staaten sind dagegen.

Wegen der Bedrohung der Arten sollen zudem die erlaubten Beifänge deutlich gekürzt werden. Das betrifft Fische, die unerwünscht ins Netz gehen und dabei häufig verenden. Die erlaubte Beifang-Menge für Dorsch soll demnach um 73 Prozent auf insgesamt 93 Tonnen pro Jahr sinken, die Menge für Hering um 50 Prozent auf 394 Tonnen.

Die jährlichen Vorschläge der EU-Kommission basieren auf Empfehlungen des Internationalen Rates für Meeresforschung (ICES). Nach Angaben der Wissenschaftler steht die Artenvielfalt in der Ostsee durch starke Verschmutzung und langjährige Überfischung seit Jahren unter Druck. Viele Bestände sind bedroht. Der Verband der deutschen Kutter- und Küstenfischer kritisiert hingegen schon länger, dass die EU-Fangquoten keine auskömmliche Fischerei mehr zulassen.

Özdemir räumte ein, die EU habe es wegen zu hoher Fangmengen "mit dramatischen Problemen" zu tun. "Wir müssen schauen, dass wir die Fischbestände sichern, dass sie sich wieder erholen können", erklärte der Minister. Die Verantwortung für die Überfischung sehe er allerdings nicht bei den deutschen Küstenfischern. Die EU-Minister müssten "schauen, wo die genau stattfindet", sagte Özdemir mit Blick auf Staaten wie Norwegen und Russland.

"Wir wissen, dass die Fischerei, wie sie Russland praktiziert, sich dramatisch auf die Bestände auswirkt", betonte Özdemir. Er warf russischen Fischern vor, sogar dann zu fischen, "wenn der Dorsch laicht", also seine Eier ablegt. "Das widerspricht allen Grundsätzen einer vernünftigen Fischerei."

Seit Beginn des Angriffskrieges auf die Ukraine ist Russland nicht mehr an Verhandlungen über die Fischereiquoten beteiligt. "Wir führen keine Gespräche mit Russland, aber wir teilen uns die gleichen Fischbestände", erklärte der schwedische Landwirtschaftsminister Peter Kullgren. Nach Einschätzung seines lettischen Amtskollegen Armands Krauze führen EU-Fangverbote deshalb nicht zu einer Erholung. "Indem wir unsere Quoten für Dorsch in der Ostsee senken, helfen wir Russland, noch mehr zu fangen", beklagte er Luxemburg.

S.Scheidegger--NZN