Zürcher Nachrichten - Deutschem Start-up absolviert ersten Start einer Orbitalrakete aus Kontinentaleuropa

EUR -
AED 4.250593
AFN 72.324867
ALL 95.930454
AMD 436.637368
ANG 2.071496
AOA 1061.158156
ARS 1617.145032
AUD 1.665045
AWG 2.085575
AZN 1.971949
BAM 1.953338
BBD 2.331262
BDT 142.030979
BGN 1.978023
BHD 0.436948
BIF 3434.010038
BMD 1.157206
BND 1.481046
BOB 8.015931
BRL 6.108085
BSD 1.157441
BTN 108.457108
BWP 15.860489
BYN 3.42671
BYR 22681.245746
BZD 2.327966
CAD 1.594856
CDF 2635.536793
CHF 0.916224
CLF 0.026909
CLP 1062.52355
CNY 7.976273
CNH 7.986744
COP 4289.833615
CRC 539.324876
CUC 1.157206
CUP 30.66597
CVE 110.368555
CZK 24.458023
DJF 205.658378
DKK 7.472359
DOP 69.287759
DZD 153.613393
EGP 60.854389
ERN 17.358096
ETB 182.115406
FJD 2.576756
FKP 0.864491
GBP 0.865538
GEL 3.141849
GGP 0.864491
GHS 12.61934
GIP 0.864491
GMD 84.47616
GNF 10160.272133
GTQ 8.863828
GYD 242.250938
HKD 9.056587
HNL 30.689286
HRK 7.538506
HTG 151.770015
HUF 391.574297
IDR 19578.775346
ILS 3.616675
IMP 0.864491
INR 108.945427
IQD 1515.940404
IRR 1521784.29691
ISK 143.783137
JEP 0.864491
JMD 182.659769
JOD 0.820422
JPY 184.13698
KES 149.857154
KGS 101.195963
KHR 4646.183459
KMF 491.81255
KPW 1041.452386
KRW 1737.904695
KWD 0.354834
KYD 0.964613
KZT 558.775699
LAK 24937.798398
LBP 103627.834229
LKR 363.834554
LRD 212.461728
LSL 19.499067
LTL 3.41693
LVL 0.699982
LYD 7.400305
MAD 10.833822
MDL 20.245095
MGA 4819.76486
MKD 61.649193
MMK 2429.704088
MNT 4130.036574
MOP 9.328386
MRU 46.41584
MUR 56.923438
MVR 17.878826
MWK 2010.068175
MXN 20.624886
MYR 4.578484
MZN 73.94226
NAD 19.464141
NGN 1596.824364
NIO 42.492237
NOK 11.24966
NPR 173.52728
NZD 1.994342
OMR 0.444953
PAB 1.157441
PEN 4.018968
PGK 4.982357
PHP 69.517947
PKR 323.150002
PLN 4.277843
PYG 7552.480583
QAR 4.216841
RON 5.09437
RSD 117.422922
RUB 93.154734
RWF 1689.521367
SAR 4.343819
SBD 9.317499
SCR 16.673401
SDG 695.480938
SEK 10.833142
SGD 1.482144
SHP 0.868205
SLE 28.409612
SLL 24266.052459
SOS 661.347025
SRD 43.210374
STD 23951.836413
STN 25.030375
SVC 10.128234
SYP 128.423928
SZL 19.499125
THB 37.8852
TJS 11.106389
TMT 4.050222
TND 3.361709
TOP 2.786275
TRY 51.314926
TTD 7.864156
TWD 36.992649
TZS 2974.020449
UAH 50.834846
UGX 4334.536595
USD 1.157206
UYU 47.170545
UZS 14123.703968
VES 528.269768
VND 30500.489496
VUV 138.237827
WST 3.181015
XAF 655.134076
XAG 0.016648
XAU 0.000264
XCD 3.127408
XCG 2.086089
XDR 0.814857
XOF 657.873131
XPF 119.331742
YER 276.167476
ZAR 19.76026
ZMK 10416.242604
ZMW 21.90539
ZWL 372.619994
  • Euro STOXX 50

    6.9700

    5581.29

    +0.12%

  • Goldpreis

    67.6000

    4474.9

    +1.51%

  • SDAX

    54.2800

    16517.29

    +0.33%

  • MDAX

    -104.2500

    28125.11

    -0.37%

  • TecDAX

    -19.0500

    3416.31

    -0.56%

  • DAX

    -16.9500

    22636.91

    -0.07%

  • EUR/USD

    -0.0009

    1.1608

    -0.08%

Deutschem Start-up absolviert ersten Start einer Orbitalrakete aus Kontinentaleuropa
Deutschem Start-up absolviert ersten Start einer Orbitalrakete aus Kontinentaleuropa / Foto: STR - Isar Aerospace/AFP

Deutschem Start-up absolviert ersten Start einer Orbitalrakete aus Kontinentaleuropa

Die deutsche Start-up-Firma Isar Aerospace hat am Sonntag den ersten Start einer Orbitalrakete aus Kontinentaleuropa absolviert. Wie während einer Live-Übertragung auf der Videoplattform Youtube zu beobachten war, stürzte die 28 Meter lange Spectrum-Rakete einige Sekunden nach ihrem Stadt vom norwegischen Weltraumbahnhof Andöya ins Meer. Die Betreiberfirma, die Regierungen in Berlin und München und der Bundesverband Luft- und Raumfahrtindustrie werteten den Jungfernflug jedoch als Erfolg.

Textgröße:

Wie in der Live-Übertragung zu sehen war, flog die unbeladen gestartete Spectrum-Rakete auf ihrem Jungfernflug zunächst steil nach oben. Nach einigen Sekunden geriet sie in Schieflage, drehte sich um 180 Grad und stürzte ins Meer. "Dank strikter Sicherheitsverfahren" von Isar Aerospace und dem Weltraumbahnhof auf der norwegischen Arktis-Insel Andöya sei das an dem Raketenstart beteiligte Personal zu keiner Zeit gefährdet gewesen, teilte das Münchner Unternehmen im Onlinedienst Twitter mit.

Der staatlich betriebene Weltraumbahnhof auf Andöya meldete derweil einen "Vorfall", weshalb ein "Krisensystem" aktiviert worden sei. Laut der örtlichen Polizei gab es aber weder Verletzte noch materielle Schäden.

"Unser erster Testflug hat all unsere Erwartungen erfüllt", erklärte Isar-Aerospace-Chef Daniel Metzler im Onlinedienst X. Nach einem "sauberen Start" sei die Rakete etwa 30 Sekunden geflogen. Vorab hatte Metzler gesagt, eine solche Flugdauer im ersten Versuch wäre "ein großer Erfolg".

Metzlers Unternehmen, eine 2018 erfolgte Ausgründung der Technischen Universität München, führte auf X aus: "Mit diesem Testflug konnten wir erfolgreich wertvolle Daten und Erfahrungen für künftige Missionen sammeln." An der zweiten und dritten Spectrum-Rakete wird demnach schon gebaut. Vorab hatte Metzler auf die Bedeutung des Testflugs in der aktuellen geopolitischen Lage hingewiesen.

Wegen ungünstiger Wetterbedingungen war der Testflug mehrfach verschoben worden. Metzler hatte im Vorfeld versucht, die Erwartungen zu dämpfen. Dass die Rakete den Orbit erreicht, sei nicht zu erwarten. Schließlich habe noch kein Unternehmen eine Rakete gleich bei ihrem ersten Orbitalflug in eine Erdumlaufbahn gebracht.

Orbitalraketen sind dazu gedacht, Ladungen wie Satelliten in die Erdumlaufbahn oder noch weiter ins All zu transportieren. Die Spectrum-Rakete kann nach Herstellerangaben mit bis zu einer Tonne beladen werden.

Der Start der Spectrum-Rakete war der erste einer Orbitalrakete in Kontinentaleuropa außerhalb Russlands. Zugleich war es der erste Raketenstart in Europa, der fast ausschließlich aus privaten Mitteln finanziert wurde.

Weitere Unternehmen wie die deutschen Firmen Rocket Factory Augsburg und HyImpulse, die französischen Firmen Latitude und MaiaSpace oder das spanische Unternehmen PLD Space arbeiten nach Angaben der Europäischen Raumfahrtbehörde ESA ebenfalls daran, sich im Markt für Mikro- oder Mini-Trägerraketen zu etablieren und Europa einen "unabhängigen und souveränen Zugang zum Weltraum zu sichern".

Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) sprach von einem "Meilenstein für unsere Wettbewerbsfähigkeit in der Raumfahrt". Isar Aerospace werde "einen entscheidenden Beitrag dazu leisten, Europas unabhängigen Zugang zum Weltraum zu sichern".

Der Bundesverband Luft- und Raumfahrtindustrie (BDLI) erklärte in Berlin, der Spectrum-Testflug sei "ein wegweisender Schritt für die deutsche Raumfahrt und ein starker Beweis unserer Innovationskraft". BDLI-Hauptgeschäftsführerin Marie-Christine von Hahn mahnte, um nicht "politisch erpressbar" zu sein, müsse Europa "dringend seine Souveränität im All sicherstellen".

Das Satellitennetzwerk Starlink des US-Unternehmers Elon Musk sei "nicht alternativlos - und darf es auch nicht sein", mahnte die Verbandschefin. Für eine unabhängige Raumfahrt in Deutschland und Europa forderte sie "500 Millionen Euro für das nationale Raumfahrtprogramm und sechs Milliarden für die Europäische Weltraumorganisation (ESA)".

Der bayerische Staatsminister für Digitales, Fabian Mehring (Freie Wähler), erklärte in München, mit "dem ersten privaten Weltraumflug eines bayerischen Unternehmens" habe Isar Aerospace "ein neues Zeitalter europäischer Raumfahrtgeschichte" eingeleitet. Er gratulierte Isar Aerospace zu einem Stück "bayerischer Innovationsgeschichte".

"Europas Zugang zum All ist für uns kein wildes Zukunftsszenario, sondern verheißungsvolle Realität", fügte Mehring hinzu. Er sprach von Bayerns Entwicklung als einem "Silicon Valley Europas". "Eingeklemmt zwischen Trump und Putin" müssten Deutschland und Europa jetzt lernen, auf eigenen Beinen zu stehen, wenn sie "unsere westlichen Werte bewahren und unsere Art in Freiheit, Wohlstand und Frieden zu leben erhalten" wollten.

O.Hofer--NZN