Zürcher Nachrichten - Drama um notleidenden Wal in Ostsee: Tier schwimmt sich frei und kommt wieder fest

EUR -
AED 4.178503
AFN 72.817958
ALL 94.307534
AMD 417.52196
ANG 2.037089
AOA 1043.346278
ARS 1680.769414
AUD 1.651341
AWG 2.048008
AZN 1.93225
BAM 1.956432
BBD 2.287709
BDT 139.595071
BGN 1.923854
BHD 0.428258
BIF 3384.665992
BMD 1.137782
BND 1.473596
BOB 7.842256
BRL 5.890069
BSD 1.135895
BTN 107.07969
BWP 15.499673
BYN 3.232373
BYR 22300.534107
BZD 2.284324
CAD 1.615042
CDF 2582.766022
CHF 0.920534
CLF 0.026602
CLP 1046.982471
CNY 7.7413
CNH 7.743707
COP 3922.311237
CRC 516.953106
CUC 1.137782
CUP 30.151232
CVE 110.763235
CZK 24.277888
DJF 202.270638
DKK 7.476521
DOP 67.555825
DZD 151.788141
EGP 56.327508
ERN 17.066735
ETB 179.147185
FJD 2.578327
FKP 0.86098
GBP 0.861978
GEL 3.009454
GGP 0.86098
GHS 12.800022
GIP 0.86098
GMD 83.058454
GNF 9989.728998
GTQ 8.658529
GYD 237.458319
HKD 8.921738
HNL 30.393523
HRK 7.536331
HTG 148.454055
HUF 354.703076
IDR 20406.12649
ILS 3.408797
IMP 0.86098
INR 107.733255
IQD 1487.898492
IRR 1564507.623398
ISK 144.0318
JEP 0.86098
JMD 179.011531
JOD 0.80665
JPY 183.89464
KES 147.400055
KGS 99.498748
KHR 4574.054744
KMF 493.797784
KPW 1024.004515
KRW 1757.771222
KWD 0.352325
KYD 0.946517
KZT 550.471387
LAK 25245.118479
LBP 101714.675008
LKR 382.811546
LRD 206.553058
LSL 18.809207
LTL 3.359576
LVL 0.688233
LYD 7.294317
MAD 10.712788
MDL 20.160659
MGA 4842.479059
MKD 61.64892
MMK 2388.717343
MNT 4073.536608
MOP 9.172959
MRU 45.114269
MUR 54.28369
MVR 17.578643
MWK 1969.628551
MXN 19.953521
MYR 4.665593
MZN 72.702936
NAD 18.809207
NGN 1565.725144
NIO 41.794718
NOK 11.244822
NPR 171.458449
NZD 2.016111
OMR 0.437478
PAB 1.134927
PEN 3.89355
PGK 4.984333
PHP 69.725601
PKR 316.112646
PLN 4.284775
PYG 6940.914354
QAR 4.147219
RON 5.235849
RSD 117.403259
RUB 85.734578
RWF 1669.085812
SAR 4.264425
SBD 9.16137
SCR 15.065958
SDG 682.668892
SEK 11.077933
SGD 1.474663
SHP 0.849469
SLE 28.216233
SLL 23858.731208
SOS 649.094488
SRD 42.461874
STD 23549.797521
STN 24.526241
SVC 9.938677
SYP 125.76147
SZL 18.808446
THB 38.041816
TJS 10.492303
TMT 3.982238
TND 3.342235
TOP 2.739507
TRY 53.048437
TTD 7.714288
TWD 36.245165
TZS 2989.734767
UAH 51.074789
UGX 4199.208158
USD 1.137782
UYU 45.533301
UZS 13633.162054
VES 706.281792
VND 29934.4848
VUV 136.478022
WST 3.169289
XAF 656.659583
XAG 0.020121
XAU 0.000284
XCD 3.074914
XCG 2.046999
XDR 0.816724
XOF 656.705807
XPF 119.331742
YER 271.503336
ZAR 18.796699
ZMK 10241.409173
ZMW 20.502378
ZWL 366.365453
  • DAX

    -296.8900

    24697.94

    -1.2%

  • Euro STOXX 50

    -49.4500

    6218.08

    -0.8%

  • Goldpreis

    6.9000

    4054.5

    +0.17%

  • TecDAX

    -52.7400

    3839.98

    -1.37%

  • MDAX

    -345.3500

    31627.29

    -1.09%

  • SDAX

    -224.3300

    17630.15

    -1.27%

  • EUR/USD

    0.0026

    1.1403

    +0.23%

Drama um notleidenden Wal in Ostsee: Tier schwimmt sich frei und kommt wieder fest

Drama um notleidenden Wal in Ostsee: Tier schwimmt sich frei und kommt wieder fest

Das Drama um den vor der Ostseeküste festsitzenden Buckelwal dauert weiter an. Am Montag verließ das notleidende Tier nach drei Wochen weitestgehender Regungslosigkeit seine bisherige Position in einer seichten Bucht vor der Insel Poel, kam allerdings wenig später erneut auf einer Sandbank in flachem Wasser fest. Die weitere Entwicklung war offen, Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) sprach gleichwohl von einem "Lichtblick" und einer "Chance" für das Tier.

Textgröße:

Der Wal kam damit einer seit Tagen vorbereiteten Rettungsaktion durch eine Privatinitiative zuvor, die das hilfslose Tier mit einem System aus Luftkissen und Pontons anheben und bis in Nordsee oder Atlantik schleppen will. Es soll sich um eine Art allerletzten Hilfsversuch für den bereits mehrfach gestrandeten Wal handeln, der von Behörden und hinzugezogenen Experten praktisch schon aufgegeben worden war.

Backhaus zufolge beobachteten und berieten die von zwei Unternehmern finanzierte Initiative und die Behörden die neue Lage. Denkbar waren demnach etwa Versuche, den Wal zum Weiterschwimmen zu animieren. Es handle sich nicht um eine neue Strandung des Tiers, betonte der Minister vor Ort. Nach Angaben der Helfer, die den Wal von Booten aus beobachteten, liege dieser nicht vollständig auf. "Er ruht sich aus."

Nach Angaben des an der Rettungsinitiative beteiligten Walkenners und Umweltaktivisten Sergio Bambaren schwamm sich das Tier bei hohem Wasserstand selbst frei und wurde von den Helfern an einen "sicheren Ort" geleitet. In den "nächsten Tagen" solle versucht werden, es ins offene Meer zu bringen, schrieb der Peruaner am Montag im sozialen Netzwerk Instagram. Die Überlebenschance liege weiter "bei 50 zu 50".

Der Wal wurde erstmals am 3. März im Hafen von Wismar beobachtet und irrt seither vor der deutschen Ostseeküste umher. Er strandete dabei mehrfach vor Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern, zuletzt kam er in einer Seitenbucht vor der Insel Poel bei Wismar fest. Es ist unklar, warum das ungefähr vier bis fünf Jahre alte Tier in die für ihn als Lebensraum ungeeignete Ostsee geriet und was ihm fehlt.

Das Landesumweltministerium und Fachleute kamen schon vor rund drei Wochen zu dem Schluss, dass der Meeressäuger in schlechtem Zustand, mutmaßlich schwer krank und womöglich sogar sterbend sei. Ende März wurden sämtliche Bemühungen zur aktiven Rettung mangels realistischer Erfolgsaussichten und aus tierschutzrechtlichen Bedenken beendet. Es galt als wahrscheinlich, dass der Wal in der Bucht verenden würde.

Gleichwohl entschied das Landesumweltministerium in der vergangenen Woche, einen neuerlichen Rettungsversuch durch die unter anderem von Mediamarkt-Gründer Walter Gunz getragene private Initiative zu dulden. Die Verantwortung dafür liegt allein bei der Initiative, die Behörden überwachen die Aktion jedoch mit eigenen Fachleuten und stehen mit den Verantwortlichen im ständigem Austausch. Die Initiative erhalte "vollständige Hilfestellung", sagte Ressortchef Backhaus am Montag.

Demnach waren unter anderem sechs Boote der Rettungsorganisation DLRG in die Walbegleitung eingebunden, die Wasserschutzpolizei befand sich ebenfalls vor Ort. Die Behörden im benachbarten Schleswig-Holstein wurden informiert, weil der Wal auch in ihren Bereich schwimmen könnte.

Für den Montag war eigentlich der Start der Hebeaktion der Initiative erwartet worden, die Vorbereitungen dafür laufen seit Tagen. In der Bucht wurde ein Arbeitsponton platziert, Helfer saugten Meeresgrund rund um das Tier ab. Ein Schlepper für den Geleitzug in Richtung Atlantik, wo Buckelwale heimisch sind, hält sich ebenfalls bereit.

Nach Angaben des Ministers schwamm das Tier dann aber am Montag gegen 07.00 Uhr los, wohl begünstigt durch höhere Wasserstände infolge starken Winds. Es schwamm zeitweise noch tiefer in die schmale Bucht hinein, wurde von Begleitbooten aber wieder in die andere Richtung gelotst.

Auf Livebildern war zu sehen, wie Schlauchboote und Jetskis den Wal begleiteten. Dieser kam nach einiger Zeit wieder auf einer Sandbank noch innerhalb der Seitenbucht fest, befindet sich nun allerdings näher am Ausgang in tiefere Bereiche. Das Tier habe eine "ziemliche Kraftanstrengung" hinter sich und bekomme nun Ruhe, sagte Backhaus.

Es handle sich um einen Erfolg. Bei der gesamten Rettungsaktion gehe es darum, dem Tier noch eine Chance zu eröffnen, die es für sich nutzen könne. "Das hat er jetzt gemacht", sagte der Minister vor Medienvertretern. "Jetzt hoffen wir mal, dass wir weiterkommen."

O.Pereira--NZN