Zürcher Nachrichten - Drama um Buckelwal vor Poel: Rettungskonzept muss womöglich verändert werden

EUR -
AED 4.133853
AFN 73.165428
ALL 92.126574
AMD 412.499777
ANG 2.015275
AOA 1033.321586
ARS 1716.426055
AUD 1.622495
AWG 2.02612
AZN 1.913917
BAM 1.959582
BBD 2.279068
BDT 139.128514
BGN 1.894919
BHD 0.426627
BIF 3396.956026
BMD 1.125622
BND 1.448896
BOB 13.629304
BRL 5.883288
BSD 1.131569
BTN 109.056445
BWP 16.007681
BYN 3.408633
BYR 22062.199401
BZD 2.275762
CAD 1.599459
CDF 2600.188108
CHF 0.931408
CLF 0.027984
CLP 1104.955675
CNY 7.546845
CNH 7.546949
COP 3736.233468
CRC 517.002393
CUC 1.125622
CUP 27.15705
CVE 110.733152
CZK 24.4575
DJF 201.496197
DKK 7.47518
DOP 67.611088
DZD 150.436019
EGP 58.880296
ERN 16.884336
ETB 181.224937
FJD 2.534111
FKP 0.853148
GBP 0.851832
GEL 2.920976
GGP 0.853148
GHS 13.256585
GIP 0.853148
GMD 82.797982
GNF 9954.388548
GTQ 8.644761
GYD 236.696818
HKD 8.83232
HNL 30.200793
HRK 7.537618
HTG 148.095821
HUF 368.865373
IDR 20138.510688
ILS 3.458565
IMP 0.853148
INR 108.290169
IQD 1482.341121
IRR 1965943.452561
ISK 136.999508
JEP 0.853148
JMD 178.225553
JOD 0.79808
JPY 177.456061
KES 146.004427
KGS 98.432333
KHR 4564.399327
KMF 493.02265
KPW 1013.060534
KRW 1520.243451
KWD 0.347659
KYD 0.943007
KZT 501.401008
LAK 25275.851325
LBP 100799.487869
LKR 373.946723
LRD 192.875293
LSL 18.792252
LTL 3.32367
LVL 0.680877
LYD 7.220911
MAD 11.035498
MDL 20.147616
MGA 4985.381985
MKD 61.694068
MMK 2363.670367
MNT 4050.403333
MOP 9.14613
MRU 45.109355
MUR 54.199002
MVR 17.391026
MWK 1955.205858
MXN 20.553021
MYR 4.597158
MZN 71.938848
NAD 18.741621
NGN 1495.017815
NIO 41.270936
NOK 10.823451
NPR 174.490311
NZD 2.003338
OMR 0.432804
PAB 1.131584
PEN 3.900848
PGK 5.008457
PHP 70.463659
PKR 311.85304
PLN 4.374276
PYG 6593.637662
QAR 4.102866
RON 5.342425
RSD 117.529594
RUB 93.844635
RWF 1669.737378
SAR 4.237066
SBD 9.077978
SCR 15.710406
SDG 677.068866
SEK 11.282862
SGD 1.439587
SHP 0.852615
SLE 27.687448
SLL 23603.730164
SOS 646.653768
SRD 42.405007
STD 23298.111438
STN 24.932537
SVC 9.900977
SYP 14635.34297
SZL 18.733906
THB 37.791084
TJS 10.421706
TMT 3.950935
TND 3.364223
TOP 2.710228
TRY 55.31601
TTD 7.676714
TWD 35.894967
TZS 2966.018463
UAH 50.809784
UGX 4492.670723
USD 1.125622
UYU 45.548312
UZS 13304.857024
VES 974.201464
VND 29260.554766
VUV 135.169589
WST 3.130211
XAF 655.957
XAG 0.018331
XAU 0.000268446037
XCD 3.042051
XCG 2.039309
XDR 0.795873
XOF 655.957
XPF 119.331742
YER 266.069002
ZAR 18.762077
ZMK 10131.967744
ZMW 22.251649
ZWL 362.449959
SSP 6430.221514
MXV 2.325538
  • TecDAX

    33.4200

    4012.9

    +0.83%

  • DAX

    88.0900

    25027.44

    +0.35%

  • Goldpreis

    12.0000

    4214.3

    +0.28%

  • Euro STOXX 50

    19.4300

    6194.88

    +0.31%

  • MDAX

    184.4200

    30435.79

    +0.61%

  • SDAX

    88.7200

    18267.4

    +0.49%

  • EUR/USD

    0.0019

    1.1264

    +0.17%

Drama um Buckelwal vor Poel: Rettungskonzept muss womöglich verändert werden
Drama um Buckelwal vor Poel: Rettungskonzept muss womöglich verändert werden / Foto: Danny GOHLKE - AFP/Archiv

Drama um Buckelwal vor Poel: Rettungskonzept muss womöglich verändert werden

Im Drama um den Buckelwal vor der Ostseeinsel Poel hält die private Hilfsinitiative trotz Kritik und Rückschlägen an der geplanten Rettung des Tiers fest. Es gebe die "reale Chance", es zu befreien, sagte der federführend an der Rettung beteiligte Walschutzaktivist Sergio Bambaren am Mittwoch auf Poel. Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) zufolge wird das Rettungskonzept derzeit überarbeitet.

Textgröße:

"Diese Rettung ist so schwierig, dass wir jeden Tag so nehmen müssen, wie er kommt", sagte Bambaren. Seiner Auffassung nach habe der Wal eine Überlebenschance von "50 zu 50". Zur Rettung benötigte Pontons stünden weiterhin ebenso bereit wie Schiffe für den Schleppverband. Experten, Tierärzte und Ingenieure würden immer wieder alles beraten.

Nach der neuen Strandung des zwischenzeitlich frei schwimmenden Tiers am Montag sei dieses inzwischen wieder stabilisiert worden, sagte der Vertreter der von den Behörden geduldeten Rettungsinitiative. Laut deren ursprünglichem Konzept sollte der seit etwa drei Wochen in einer flachen Bucht bei Poel festliegende Wal mit einem System aus Luftkissen und Pontons angehoben und in die Nordsee geschleppt werden.

Backhaus zufolge ist dieses Konzept nach der erneuten Freischwimmen und Stranden des Meeressäugers jedoch "nicht mehr aktuell". Das Tier habe gezeigt, dass er schwimmen wolle und könne. "Wir brauchen jetzt einen neuen Plan. Daran wird gearbeitet", betonte der Minister am Mittwoch auf Poel. Die Zusammenarbeit mit der Initiative laufe gut, diese habe weiterhin Rückendeckung. "Wir dulden alles, was möglich ist." Tierschutz und Sicherheit der Helfer müssten beachtet werden.

Die Kritik an der Aktion reißt unterdessen nicht ab. Der Wal scheine "zu geschwächt und krank", erklärte die Umweltschutzorganisation Nabu am Mittwoch in Berlin. Der "Drang des Menschen", ihm zu helfen, sei nachvollziehbar. Dabei drohe "das Wohl des Tieres" aber aus dem Blick zu geraten. Auch andere Experten lehnen die geplante Befreiung ab, da er ihrer Meinung nur stresst, ohne dessen Tod verhindern zu können.

Der laut Fachleuten in besorgniserregendem Zustand schwebende Wal war wochenlang vor der Ostseeküste umher geirrt und hatte sich mehrfach in Fischernetzen verfangen. Er strandete wiederholt, kam aber selbst frei oder wurde befreit. Seit Ende März liegt er in einer seichten Nebenbucht bei Poel vor Wismar in Mecklenburg-Vorpommern auf Grund.

Behörden und unterschiedliche von diesen hinzugezogene Experten gaben die Hoffnungen für das Tier bereits auf. Mehrfachstrandungen gelten demnach als sicheres Anzeichen für gravierende Gesundheitsprobleme. Hinzu kommen potenzielle Folgeschäden an Organen durch das Liegen im Flachwasser und Hautprobleme durch den geringen Salzgehalt der Ostsee.

Trotzdem dulden die Behörden einen von einer privaten Initiative vor einer Woche gestarteten weiteren Rettungsversuch. Der Ursprungsplan eines Transports mit Luftkissen und Pontons wurde bisher aber nicht umgesetzt, es blieb bei vorbereitenden Arbeiten. Am Montag schwamm sich das Tier dann überraschend nochmals frei, kam jedoch am Ausgang der Bucht wieder an einer flachen Stelle fest. Seither wird es dort betreut. Die Rettungsinitiative wird von zwei Unternehmern finanziert.

Bambaren bezeichnete die Strandung vom Montag als eine Panikreaktion des rund 15 Tonnen schweren Tiers nach einer fahrlässigen Annäherung durch ein Begleitboot. Die Situation sei zunächst "sehr gefährlich" gewesen, weil das Tier schräg auf der Sandbank gelegen und sich bei sinkenden Pegelstand größtenteils über dem Wasser befand, was unter anderem zu Atemproblemem geführt habe. Als Notfallreaktion sei eine Kuhle freigespült worden. Mittlerweile liege das Tier darin sicher.

Die Behörden begleiten und überwachen die private Rettungsaktion mit eigenen Fachleuten, unterstützt werden die Arbeiten unter anderem von Einheiten der Rettungsorganisation DLRG. Die Privatinitiative machte derweil auch durch mutmaßliche internen Streit von sich reden, einige Beteiligte warfen sich gegenseitig Fehler und Unprofessionalität vor.

Große Wale sind in der flachen Ostsee nicht heimisch und können dort nicht dauerhaft leben. Warum der Buckelwal in das Binnenmeer schwamm und im buchtenreichen Küstenbereich immer wieder festkam, ist unklar.

"Die Situation ändert sich ja fast täglich", sagte Backhaus mit Blick auf den Stand der Rettungsbemühungen. Er sei der Initiative und den übrigen Helfern "sehr dankbar für alles, was versucht wird". Zugleich befinde sich der Wal aus Sicht der Wissenschaft weiter in einem sehr kritischen Zustand. "Er zeigt Aktivität, trotzdem ist es ein kranker Patient." Es gehe darum, für das Tier "gemeinsam" alles zu versuchen.

R.Schmid--NZN