Zürcher Nachrichten - Trump-Zölle: Am Supreme Court werden Zweifel laut

EUR -
AED 4.25303
AFN 75.850441
ALL 92.783565
AMD 422.814421
ANG 2.072702
AOA 1063.112355
ARS 1706.861717
AUD 1.63265
AWG 2.085982
AZN 1.966157
BAM 1.956019
BBD 2.32762
BDT 141.865864
BGN 1.964518
BHD 0.435845
BIF 3454.896839
BMD 1.158074
BND 1.478227
BOB 13.469274
BRL 6.043295
BSD 1.155644
BTN 110.216759
BWP 15.569741
BYN 3.51489
BYR 22698.260197
BZD 2.32432
CAD 1.606058
CDF 2632.303424
CHF 0.940183
CLF 0.026882
CLP 1058.01492
CNY 7.809129
CNH 7.807588
COP 3626.857719
CRC 519.953653
CUC 1.158074
CUP 30.688974
CVE 110.276379
CZK 24.224891
DJF 205.799459
DKK 7.475961
DOP 67.64698
DZD 152.343062
EGP 57.684621
ERN 17.371117
ETB 186.943212
FJD 2.587369
FKP 0.855859
GBP 0.854734
GEL 3.02283
GGP 0.855859
GHS 12.655306
GIP 0.855859
GMD 85.12161
GNF 10151.872232
GTQ 8.817301
GYD 241.744945
HKD 9.086924
HNL 30.979725
HRK 7.534893
HTG 151.162988
HUF 363.271775
IDR 20609.209607
ILS 3.42223
IMP 0.855859
INR 110.708737
IQD 1513.930074
IRR 1591874.73433
ISK 142.223246
JEP 0.855859
JMD 183.015724
JOD 0.82105
JPY 184.225909
KES 149.727676
KGS 101.273663
KHR 4676.442173
KMF 494.497526
KPW 1042.26739
KRW 1639.127784
KWD 0.357474
KYD 0.963083
KZT 536.256074
LAK 26083.46628
LBP 103484.336078
LKR 384.566362
LRD 209.747154
LSL 18.696468
LTL 3.419493
LVL 0.700508
LYD 7.358696
MAD 10.719106
MDL 20.03851
MGA 4975.556384
MKD 61.52763
MMK 2431.715117
MNT 4164.447886
MOP 9.341003
MRU 46.412789
MUR 54.557058
MVR 17.891724
MWK 2004.024097
MXN 19.699986
MYR 4.724362
MZN 74.012314
NAD 18.696306
NGN 1573.10531
NIO 42.534573
NOK 10.922275
NPR 176.350822
NZD 1.96116
OMR 0.445275
PAB 1.155709
PEN 3.897969
PGK 5.191513
PHP 71.32698
PKR 320.996895
PLN 4.307285
PYG 6936.655884
QAR 4.213035
RON 5.243415
RSD 117.351096
RUB 97.187511
RWF 1699.446014
SAR 4.338711
SBD 9.320859
SCR 16.061993
SDG 695.406695
SEK 11.01473
SGD 1.479906
SHP 0.857978
SLE 28.37571
SLL 24284.24233
SOS 660.456745
SRD 43.977298
STD 23969.804004
STN 24.502423
SVC 10.111869
SYP 15057.284538
SZL 18.69409
THB 38.316017
TJS 10.672801
TMT 4.064841
TND 3.388216
TOP 2.788365
TRY 55.470497
TTD 7.82974
TWD 36.943742
TZS 3068.839589
UAH 51.700481
UGX 4293.443034
USD 1.158074
UYU 46.304778
UZS 13758.300894
VES 891.843711
VND 30198.529696
VUV 136.583757
WST 3.166743
XAF 656.013364
XAG 0.017637
XAU 0.000264
XCD 3.129755
XCG 2.082779
XDR 0.818819
XOF 656.019029
XPF 119.331742
YER 274.694898
ZAR 18.742628
ZMK 10424.05836
ZMW 21.842065
ZWL 372.899516
  • Goldpreis

    9.1000

    4446.4

    +0.2%

  • EUR/USD

    0.0017

    1.159

    +0.15%

  • MDAX

    199.4900

    32464.39

    +0.61%

  • Euro STOXX 50

    -5.8800

    6539.59

    -0.09%

  • DAX

    140.6100

    26440.31

    +0.53%

  • TecDAX

    42.7500

    4105.87

    +1.04%

  • SDAX

    80.4100

    18633.51

    +0.43%

Trump-Zölle: Am Supreme Court werden Zweifel laut
Trump-Zölle: Am Supreme Court werden Zweifel laut / Foto: Mandel NGAN - AFP

Trump-Zölle: Am Supreme Court werden Zweifel laut

Das Oberste US-Gericht hat mit Verhandlungen über die Zollpolitik von US-Präsident Donald Trump begonnen. Mehrere Richter des Supreme Court ließen am Mittwoch Zweifel erkennen, ob Trump mit Hilfe eines Notstandsgesetzes weitreichende Importaufschläge gegen Handelspartner weltweit verhängen durfte. Gerichte unterer Instanzen hatten Trumps Vorgehen für illegal erklärt.

Textgröße:

Eine Mehrheit der neun Richter am Obersten Gericht hinterfragte die Zölle bei der mündlichen Anhörung. Der Vorsitzende Richter John Roberts, einer von sechs Konservativen am Gericht, verwies auf den Wortlaut des Notstandsgesetzes (IEEPA) aus dem Jahr 1977, auf das sich Trump beruft. "Das Gesetz enthält das Wort 'Zölle' nicht", betonte Roberts.

Die liberale Richterin Sonia Sotomayor bestritt die Angaben der Regierung zur Wirkung der Zölle auf US-Unternehmen und -Bürger: "Sie wollen sagen, Zölle seien keine Steuern, aber genau das sind sie", betonte Sotomayor. Nur der Kongress sei befugt, Steuern zu beschließen, nicht aber der Präsident. Der von Trump ernannte Richter Neil Gorsuch bemerkte dazu, wenn der Kongress einmal weitreichende Kompetenzen an den Präsidenten abgebe, könne er "diese Macht niemals zurückerhalten".

Der Anwalt der Trump-Regierung, John Sauer, argumentierte dagegen, eine Aufhebung der Zölle würde "katastrophale Folgen für die Wirtschaft und die nationale Sicherheit" haben und die USA "gnadenlosen Handelsvergeltungsmaßnahmen" anderer Länder aussetzen. Länder wie China hatten indes gerade wegen der hohen US-Importaufschläge Gegenmaßnahmen verhängt.

Die Zölle sind zentraler Bestandteil von Trumps Wirtschaftspolitik unter dem Motto "America first" (Amerika zuerst). Er wirft der EU und anderen Handelspartnern vor, die USA mit ihren Exportüberschüssen jahrelang "über den Tisch gezogen" zu haben.

Der Präsident hatte den Supreme Court deshalb vorab vor einer negativen Entscheidung gewarnt. Bei einem Aus für die Zölle würden die Vereinigten Staaten zum "Dritte-Welt-Land", behauptete er. Dann fielen milliardenschwere Einnahmen weg und die heimische Industrie sei ungeschützt. Ursprünglich wollte Trump sogar selbst an der Anhörung teilnehmen, verzichtete dann aber darauf.

Geklagt gegen die Trump-Zölle haben kleinere US-Unternehmen, darunter ein Spielzeug- und ein Weinhändler, die unter höheren Importkosten leiden. Zudem sind zwölf US-Bundesstaaten vor Gericht gezogen. Bis zu einer Entscheidung dürften Monate vergehen. Das Oberste Gericht ist mit sechs konservativen und drei progressiven Richtern besetzt und hatte Trump zuvor bei einer Reihe von Themen vorläufig Rückendeckung gegeben.

Am Freitag hatte ein Berufungsgericht einen Großteil der von Trump verhängten Einfuhrzölle für rechtswidrig erklärt. Der Präsident sei nicht befugt, derart weitreichende Zölle zu verhängen, sondern lediglich der Kongress in Washington, erklärte das unter anderem für Handelsfragen zuständige Berufungsgericht in der Hauptstadt Washington.

Das Berufungsgericht erklärte, das von Trump bemühte Gesetz von 1977 verleihe dem US-Präsidenten zwar "weitreichende Befugnisse", um auf einen "erklärten nationalen Notstand" zu reagieren. Diese enthielten aber nicht ausdrücklich die Befugnis, "Zölle, Abgaben oder Ähnliches zu erheben".

Vor dem Obersten Gerichtshof geht es um die Strafzölle, die Trump ab Anfang April in mehreren Schritten gegen zahlreiche Staaten verhängt hatte - und die grundsätzlich auf jede Art von importierten Waren angewendet werden. So gilt für die EU ein allgemeiner Zollsatz von 15 Prozent. Nicht betroffen sind höhere branchenspezifische Zölle etwa auf Aluminium, Stahl und Autos.

E.Schneyder--NZN