Zürcher Nachrichten - Trump und Epstein: US-Regierung warnt vor "unwahren" Aussagen in neuen Akten

EUR -
AED 4.241003
AFN 73.32143
ALL 96.264457
AMD 435.49084
ANG 2.066822
AOA 1058.764604
ARS 1597.949484
AUD 1.676973
AWG 2.078272
AZN 1.967396
BAM 1.962489
BBD 2.325728
BDT 141.683564
BGN 1.973561
BHD 0.435685
BIF 3427.417086
BMD 1.154596
BND 1.486969
BOB 8.008298
BRL 6.067751
BSD 1.154731
BTN 109.448969
BWP 15.919471
BYN 3.437216
BYR 22630.074075
BZD 2.322286
CAD 1.604831
CDF 2635.36902
CHF 0.921971
CLF 0.027055
CLP 1068.301597
CNY 7.980392
CNH 7.989998
COP 4249.2467
CRC 536.225485
CUC 1.154596
CUP 30.596784
CVE 110.98555
CZK 24.603629
DJF 205.195187
DKK 7.496448
DOP 68.95827
DZD 153.879614
EGP 60.780401
ERN 17.318934
ETB 180.838585
FJD 2.609838
FKP 0.864865
GBP 0.870276
GEL 3.094767
GGP 0.864865
GHS 12.666364
GIP 0.864865
GMD 84.867224
GNF 10137.349919
GTQ 8.837161
GYD 241.720221
HKD 9.035924
HNL 30.608778
HRK 7.557064
HTG 151.366612
HUF 390.276858
IDR 19617.503194
ILS 3.622683
IMP 0.864865
INR 109.529794
IQD 1512.520257
IRR 1516272.693223
ISK 144.047794
JEP 0.864865
JMD 181.759555
JOD 0.818654
JPY 185.080568
KES 149.986359
KGS 100.96983
KHR 4632.238016
KMF 494.167328
KPW 1039.238007
KRW 1741.130593
KWD 0.355512
KYD 0.962293
KZT 558.235579
LAK 25285.644395
LBP 103394.037822
LKR 363.741444
LRD 212.012665
LSL 19.813301
LTL 3.409221
LVL 0.698404
LYD 7.360592
MAD 10.789123
MDL 20.282399
MGA 4820.437097
MKD 61.637435
MMK 2427.581728
MNT 4133.439787
MOP 9.31702
MRU 46.322813
MUR 54.000874
MVR 17.838939
MWK 2005.532983
MXN 20.922547
MYR 4.530678
MZN 73.836825
NAD 19.813296
NGN 1597.337286
NIO 42.397186
NOK 11.20288
NPR 175.114145
NZD 2.009741
OMR 0.444613
PAB 1.154721
PEN 3.994328
PGK 4.975197
PHP 69.911197
PKR 322.367369
PLN 4.298271
PYG 7549.734427
QAR 4.218027
RON 5.111746
RSD 117.558661
RUB 94.006614
RWF 1686.864195
SAR 4.332448
SBD 9.285301
SCR 16.659944
SDG 693.912357
SEK 10.938258
SGD 1.492666
SHP 0.866246
SLE 28.345751
SLL 24211.30527
SOS 659.855623
SRD 43.413994
STD 23897.798134
STN 24.650616
SVC 10.103439
SYP 127.613163
SZL 19.813287
THB 37.940438
TJS 11.033396
TMT 4.041085
TND 3.37839
TOP 2.779989
TRY 51.302613
TTD 7.845709
TWD 36.998328
TZS 2974.800639
UAH 50.614226
UGX 4301.662877
USD 1.154596
UYU 46.739318
UZS 14091.83988
VES 540.268027
VND 30409.162038
VUV 138.21339
WST 3.180719
XAF 658.200578
XAG 0.0165
XAU 0.000256
XCD 3.120353
XCG 2.081103
XDR 0.816058
XOF 655.810693
XPF 119.331742
YER 275.490657
ZAR 19.766671
ZMK 10392.750198
ZMW 21.737094
ZWL 371.779317
  • DAX

    -312.2200

    22300.75

    -1.4%

  • SDAX

    -288.4000

    16338.41

    -1.77%

  • MDAX

    -609.3300

    27655.45

    -2.2%

  • Goldpreis

    115.3000

    4524.3

    +2.55%

  • TecDAX

    -73.5400

    3349.65

    -2.2%

  • Euro STOXX 50

    -60.1300

    5505.8

    -1.09%

  • EUR/USD

    -0.0029

    1.151

    -0.25%

Trump und Epstein: US-Regierung warnt vor "unwahren" Aussagen in neuen Akten
Trump und Epstein: US-Regierung warnt vor "unwahren" Aussagen in neuen Akten / Foto: Mandel NGAN - AFP/Archiv

Trump und Epstein: US-Regierung warnt vor "unwahren" Aussagen in neuen Akten

Von der US-Regierung neu veröffentlichte Akten zu dem gestorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein bringen Präsident Donald Trump in Bedrängnis. Dazu gehört ein mutmaßlicher Brief Epsteins, in dem dieser Trump nachsagt, er "begrapsche" gerne "junge, attraktive Mädchen". Das US-Justizministerium nannte das Schreiben "gefälscht" und warnte vor "unwahren" Behauptungen über den Präsidenten auf einigen der fast 30.000 Seiten. Die Dokumente enthalten zudem neue Hinweise auf die Verbindungen des britischen Ex-Prinzen Andrew zu Epstein.

Textgröße:

Insgesamt veröffentlichte das Justizministerium nach einer Auswertung der Nachrichtenagentur AFP gut 11.000 Schriftstücke, Fotos sowie Video- und Audiodateien. Darin kommt Trump wiederholt vor.

Brisant wirkt ein handschriftlicher Brief, der Epstein zugeschrieben wird, und den er an Larry Nassar richtete, den früheren Sportarzt der US-Nationalmannschaft der Turnerinnen, der wegen sexuellen Missbrauchs von mehr als 250 Athletinnen eine lebenslange Haftstrafe absitzt.

Epstein beschwert sich demnach kurz vor seinem Suizid im August 2019 bei Nassar darüber, dass sie beide wegen Sexualvergehen inhaftiert seien, während "der Präsident unsere Vorliebe für junge, attraktive Mädchen teilt". In dem Brief heißt es über Trump weiter: "Wenn eine junge Schönheit vorbeiging, liebte er es, sie zu 'begrapschen'".

Das Justizministerium zweifelte die Echtheit des Schreibens an und verwies auf Fehler - unter anderem sei der Brief drei Tage nach Epsteins Tod abgestempelt worden und in Virginia in den Posteingang gelangt, obwohl der Sexualstraftäter in New York inhaftiert war. Das FBI habe die Fälschung des Briefes bestätigt.

Die neuen Dokumente enthalten zudem eine Notiz der New Yorker Bundesstaatsanwaltschaft vom Januar 2020, die gegen Epsteins Komplizin Ghislaine Maxell ermittelte. Darin heißt es, Trump sei "viel häufiger mit Epsteins Privatjet gereist" als bekannt gewesen sei - zwischen 1993 und 1996 acht Mal.

Das US-Justizministerium zog die Stichhaltigkeit der neuen Akten umgehend in Zweifel: "Einige dieser Dokumente enthalten unwahre und sensationsheischende Behauptungen gegen Präsident Trump, die kurz vor der Wahl 2020 beim FBI eingereicht wurden", schrieb das Ministerium im Onlinedienst X.

"Um es klar zu sagen: Die Behauptungen sind unbegründet und falsch, und wenn sie auch nur einen Funken Glaubwürdigkeit hätten, wären sie sicherlich bereits gegen Präsident Trump als Waffe eingesetzt worden." Das Ministerium teilte nicht mit, welche Dokumente es genau beanstandet.

Trump hatte seine Verwicklung in die Epstein-Affäre am Montag erneut heruntergespielt. "Alle waren mit diesem Mann befreundet", sagte er zu Reportern. Nach Trumps eigener Darstellung hatte er sich mit seinem früheren Nachbarn Epstein überworfen, als dieser Mädchen und junge Frauen aus seinem Club Mar-a-Lago in Florida abwarb.

Der bis in höchste Kreise vernetzte Finanzberater und Millionär Epstein war 2019 tot in seiner Gefängniszelle in New York aufgefunden worden, nach offiziellen Angaben beging der verurteilte Sexualstraftäter Suizid. Ihm wurde vor seinem Tod vorgeworfen, mehr als tausend Mädchen und Frauen missbraucht und teils an Prominente weitergereicht zu haben.

Die nun veröffentlichten Akten liefern zudem neue Details über die Verbindungen des britischen Ex-Prinzen Andrew Mountbatten-Windsor zu Epstein und Maxwell. Zu den Dokumenten gehören E-Mails aus den Jahren 2001 und 2002, die von einem gewissen "A" versendet wurden.

In einer Nachricht vom August 2001 schrieb der Verfasser, er halte sich in Balmoral auf, dem Sommersitz der britischen Königsfamilie in Schottland. Die Epstein-Vertraute Maxwell fragte er: "Hast du mir ein paar neue, unangemessene Freunde besorgt?" Obwohl der Verfasser nicht namentlich genannt wird, deuten mehrere Details auf den ehemaligen Prinzen hin, dem sein Bruder, König Charles III., in einer historischen Entscheidung alle Titel und Ehren aberkannt hatte.

Bisher von der Trump-Regierung veröffentlichte Fotos aus den Epstein-Akten hatten vor allem den früheren Präsidenten Bill Clinton von der Demokratischen Partei gezeigt. Auch andere als "links" geltende Prominente waren darauf zu sehen, wie etwa Regisseur Woody Allen, Rolling-Stones-Sänger Mick Jagger oder Microsoft-Gründer Bill Gates. Ein strafbares Verhalten ist in keinem der Fälle zu erkennen.

Grundlage für die Veröffentlichung der Epstein-Akten ist ein vom Kongress gegen Trumps Willen beschlossenes Transparenzgesetz. Obwohl die Frist zur Freigabe nahezu aller Dokumente am vergangenen Freitag auslief, gab die Regierung zunächst nur einen Teil mit zahlreichen Schwärzungen frei. Sie begründete dies mit den hohen Auflagen zum Opferschutz.

Bei der Veröffentlichung kam es zudem zu Ungereimtheiten. Einige Dokumente waren zunächst auf der Website des Justizministeriums zu sehen, verschwanden dann aber vorübergehend wieder. Dazu gehörten auch Fotos, auf denen Trump zu sehen war.

Die oppositionellen Demokraten beschuldigten den Präsidenten, sich mit der verzögerten Aktenfreigabe selbst schützen zu wollen. Der Minderheitsführer der Demokraten im Senat, Chuck Schumer, sprach in einem Antrag von "eklatanter Vertuschung" und forderte rechtliche Schritte.

D.Smith--NZN