Zürcher Nachrichten - Trump und Epstein: US-Regierung warnt vor "unwahren" Aussagen in neuen Akten

EUR -
AED 4.135358
AFN 74.30766
ALL 92.174985
AMD 408.089217
ANG 2.015714
AOA 1033.546642
ARS 1716.797186
AUD 1.619592
AWG 2.029376
AZN 1.918444
BAM 1.95959
BBD 2.267215
BDT 138.392725
BGN 1.895331
BHD 0.424498
BIF 3374.787384
BMD 1.125867
BND 1.440686
BOB 13.524675
BRL 5.876469
BSD 1.125692
BTN 109.052025
BWP 15.561542
BYN 3.390557
BYR 22067.000075
BZD 2.263878
CAD 1.604846
CDF 2600.753988
CHF 0.932922
CLF 0.028273
CLP 1116.41447
CNY 7.548434
CNH 7.550574
COP 3685.008874
CRC 515.797517
CUC 1.125867
CUP 27.015606
CVE 110.729497
CZK 24.452605
DJF 200.089588
DKK 7.475427
DOP 67.210877
DZD 150.457842
EGP 58.890973
ERN 16.88801
ETB 183.858169
FJD 2.530106
FKP 0.853334
GBP 0.850312
GEL 2.921671
GGP 0.853334
GHS 13.220097
GIP 0.853334
GMD 82.755586
GNF 9901.797609
GTQ 8.602331
GYD 235.465374
HKD 8.834968
HNL 30.22185
HRK 7.537124
HTG 147.405071
HUF 368.853851
IDR 20182.29813
ILS 3.436519
IMP 0.853334
INR 108.275395
IQD 1474.671561
IRR 1966371.237333
ISK 137.232406
JEP 0.853334
JMD 178.204636
JOD 0.798284
JPY 177.641044
KES 146.081722
KGS 98.457532
KHR 4565.830004
KMF 493.130294
KPW 1013.280974
KRW 1515.158936
KWD 0.347702
KYD 0.938014
KZT 505.758102
LAK 25284.899273
LBP 100798.556354
LKR 372.246674
LRD 192.482248
LSL 18.820629
LTL 3.324394
LVL 0.681026
LYD 7.208942
MAD 11.183927
MDL 20.115903
MGA 4973.61864
MKD 61.700146
MMK 2364.184695
MNT 4051.28469
MOP 9.098496
MRU 44.980391
MUR 54.210939
MVR 17.395076
MWK 1951.874793
MXN 20.487452
MYR 4.599398
MZN 71.954607
NAD 18.82155
NGN 1495.895338
NIO 41.418629
NOK 10.829363
NPR 174.48324
NZD 2.006161
OMR 0.432897
PAB 1.125677
PEN 3.900705
PGK 5.097995
PHP 70.532779
PKR 311.766358
PLN 4.38518
PYG 6585.824279
QAR 4.10319
RON 5.343821
RSD 117.455029
RUB 94.346891
RWF 1667.124104
SAR 4.229236
SBD 9.079953
SCR 15.495772
SDG 677.21335
SEK 11.294143
SGD 1.440334
SHP 0.852801
SLE 27.700465
SLL 23608.866271
SOS 643.321284
SRD 42.570738
STD 23303.181044
STN 24.547801
SVC 9.849179
SYP 14638.527581
SZL 18.816722
THB 37.811172
TJS 10.361639
TMT 3.951794
TND 3.354332
TOP 2.710818
TRY 55.325013
TTD 7.632761
TWD 35.848785
TZS 2966.663889
UAH 50.651406
UGX 4491.746576
USD 1.125867
UYU 45.368949
UZS 13277.030654
VES 974.413465
VND 29256.226043
VUV 135.199002
WST 3.130892
XAF 655.957
XAG 0.01869
XAU 0.000272045889
XCD 3.042713
XCG 2.028723
XDR 0.796047
XOF 655.957
XPF 119.331742
YER 266.126937
ZAR 18.759556
ZMK 10134.161233
ZMW 22.118776
ZWL 362.528828
SSP 6431.620713
MXV 2.318114
  • DAX

    291.8500

    25231.2

    +1.16%

  • TecDAX

    102.4400

    4081.92

    +2.51%

  • Goldpreis

    -30.7000

    4171.6

    -0.74%

  • Euro STOXX 50

    63.0500

    6238.5

    +1.01%

  • SDAX

    16.0200

    18194.7

    +0.09%

  • MDAX

    198.6300

    30450

    +0.65%

  • EUR/USD

    0.0014

    1.1259

    +0.12%

Trump und Epstein: US-Regierung warnt vor "unwahren" Aussagen in neuen Akten
Trump und Epstein: US-Regierung warnt vor "unwahren" Aussagen in neuen Akten / Foto: Mandel NGAN - AFP/Archiv

Trump und Epstein: US-Regierung warnt vor "unwahren" Aussagen in neuen Akten

Von der US-Regierung neu veröffentlichte Akten zu dem gestorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein bringen Präsident Donald Trump in Bedrängnis. Dazu gehört ein mutmaßlicher Brief Epsteins, in dem dieser Trump nachsagt, er "begrapsche" gerne "junge, attraktive Mädchen". Das US-Justizministerium nannte das Schreiben "gefälscht" und warnte vor "unwahren" Behauptungen über den Präsidenten auf einigen der fast 30.000 Seiten. Die Dokumente enthalten zudem neue Hinweise auf die Verbindungen des britischen Ex-Prinzen Andrew zu Epstein.

Textgröße:

Insgesamt veröffentlichte das Justizministerium nach einer Auswertung der Nachrichtenagentur AFP gut 11.000 Schriftstücke, Fotos sowie Video- und Audiodateien. Darin kommt Trump wiederholt vor.

Brisant wirkt ein handschriftlicher Brief, der Epstein zugeschrieben wird, und den er an Larry Nassar richtete, den früheren Sportarzt der US-Nationalmannschaft der Turnerinnen, der wegen sexuellen Missbrauchs von mehr als 250 Athletinnen eine lebenslange Haftstrafe absitzt.

Epstein beschwert sich demnach kurz vor seinem Suizid im August 2019 bei Nassar darüber, dass sie beide wegen Sexualvergehen inhaftiert seien, während "der Präsident unsere Vorliebe für junge, attraktive Mädchen teilt". In dem Brief heißt es über Trump weiter: "Wenn eine junge Schönheit vorbeiging, liebte er es, sie zu 'begrapschen'".

Das Justizministerium zweifelte die Echtheit des Schreibens an und verwies auf Fehler - unter anderem sei der Brief drei Tage nach Epsteins Tod abgestempelt worden und in Virginia in den Posteingang gelangt, obwohl der Sexualstraftäter in New York inhaftiert war. Das FBI habe die Fälschung des Briefes bestätigt.

Die neuen Dokumente enthalten zudem eine Notiz der New Yorker Bundesstaatsanwaltschaft vom Januar 2020, die gegen Epsteins Komplizin Ghislaine Maxell ermittelte. Darin heißt es, Trump sei "viel häufiger mit Epsteins Privatjet gereist" als bekannt gewesen sei - zwischen 1993 und 1996 acht Mal.

Das US-Justizministerium zog die Stichhaltigkeit der neuen Akten umgehend in Zweifel: "Einige dieser Dokumente enthalten unwahre und sensationsheischende Behauptungen gegen Präsident Trump, die kurz vor der Wahl 2020 beim FBI eingereicht wurden", schrieb das Ministerium im Onlinedienst X.

"Um es klar zu sagen: Die Behauptungen sind unbegründet und falsch, und wenn sie auch nur einen Funken Glaubwürdigkeit hätten, wären sie sicherlich bereits gegen Präsident Trump als Waffe eingesetzt worden." Das Ministerium teilte nicht mit, welche Dokumente es genau beanstandet.

Trump hatte seine Verwicklung in die Epstein-Affäre am Montag erneut heruntergespielt. "Alle waren mit diesem Mann befreundet", sagte er zu Reportern. Nach Trumps eigener Darstellung hatte er sich mit seinem früheren Nachbarn Epstein überworfen, als dieser Mädchen und junge Frauen aus seinem Club Mar-a-Lago in Florida abwarb.

Der bis in höchste Kreise vernetzte Finanzberater und Millionär Epstein war 2019 tot in seiner Gefängniszelle in New York aufgefunden worden, nach offiziellen Angaben beging der verurteilte Sexualstraftäter Suizid. Ihm wurde vor seinem Tod vorgeworfen, mehr als tausend Mädchen und Frauen missbraucht und teils an Prominente weitergereicht zu haben.

Die nun veröffentlichten Akten liefern zudem neue Details über die Verbindungen des britischen Ex-Prinzen Andrew Mountbatten-Windsor zu Epstein und Maxwell. Zu den Dokumenten gehören E-Mails aus den Jahren 2001 und 2002, die von einem gewissen "A" versendet wurden.

In einer Nachricht vom August 2001 schrieb der Verfasser, er halte sich in Balmoral auf, dem Sommersitz der britischen Königsfamilie in Schottland. Die Epstein-Vertraute Maxwell fragte er: "Hast du mir ein paar neue, unangemessene Freunde besorgt?" Obwohl der Verfasser nicht namentlich genannt wird, deuten mehrere Details auf den ehemaligen Prinzen hin, dem sein Bruder, König Charles III., in einer historischen Entscheidung alle Titel und Ehren aberkannt hatte.

Bisher von der Trump-Regierung veröffentlichte Fotos aus den Epstein-Akten hatten vor allem den früheren Präsidenten Bill Clinton von der Demokratischen Partei gezeigt. Auch andere als "links" geltende Prominente waren darauf zu sehen, wie etwa Regisseur Woody Allen, Rolling-Stones-Sänger Mick Jagger oder Microsoft-Gründer Bill Gates. Ein strafbares Verhalten ist in keinem der Fälle zu erkennen.

Grundlage für die Veröffentlichung der Epstein-Akten ist ein vom Kongress gegen Trumps Willen beschlossenes Transparenzgesetz. Obwohl die Frist zur Freigabe nahezu aller Dokumente am vergangenen Freitag auslief, gab die Regierung zunächst nur einen Teil mit zahlreichen Schwärzungen frei. Sie begründete dies mit den hohen Auflagen zum Opferschutz.

Bei der Veröffentlichung kam es zudem zu Ungereimtheiten. Einige Dokumente waren zunächst auf der Website des Justizministeriums zu sehen, verschwanden dann aber vorübergehend wieder. Dazu gehörten auch Fotos, auf denen Trump zu sehen war.

Die oppositionellen Demokraten beschuldigten den Präsidenten, sich mit der verzögerten Aktenfreigabe selbst schützen zu wollen. Der Minderheitsführer der Demokraten im Senat, Chuck Schumer, sprach in einem Antrag von "eklatanter Vertuschung" und forderte rechtliche Schritte.

D.Smith--NZN