Zürcher Nachrichten - Führerschein soll durch Online-Theoriestunden und Fahren mit Eltern günstiger werden

EUR -
AED 4.240081
AFN 75.628368
ALL 93.094431
AMD 422.645236
AOA 1059.875198
ARS 1721.451062
AUD 1.632666
AWG 2.081073
AZN 1.960779
BAM 1.957382
BBD 2.325079
BDT 142.166128
BHD 0.435356
BIF 3451.219115
BMD 1.154548
BND 1.477081
BOB 13.616122
BRL 5.950424
BSD 1.154433
BTN 109.991846
BWP 15.540425
BYN 3.447757
BYR 22629.142525
BZD 2.321797
CAD 1.607587
CDF 2626.597054
CHF 0.936656
CLF 0.026764
CLP 1053.386652
CNY 7.787777
CNH 7.78805
COP 3623.583811
CRC 524.423831
CUC 1.154548
CUP 30.595524
CVE 110.355143
CZK 24.252671
DJF 205.577926
DKK 7.475687
DOP 67.403891
DZD 153.435674
EGP 57.977825
ERN 17.318221
ETB 186.734934
FJD 2.552707
FKP 0.854422
GBP 0.853529
GEL 3.019111
GGP 0.854422
GHS 13.217797
GIP 0.854422
GMD 84.858232
GNF 10141.283867
GTQ 8.808042
GYD 241.567323
HKD 9.059716
HNL 30.942739
HRK 7.535736
HTG 151.000729
HUF 364.102928
IDR 20602.91063
ILS 3.450656
IMP 0.854422
INR 110.101227
IQD 1512.309126
IRR 1587157.25621
ISK 141.801407
JEP 0.854422
JMD 182.759286
JOD 0.818586
JPY 183.670703
KES 149.294395
KGS 100.965522
KHR 4674.737561
KMF 492.992624
KRW 1636.329207
KWD 0.356802
KYD 0.962069
KZT 537.51976
LAK 26047.276614
LBP 103379.244923
LKR 385.891872
LRD 209.531155
LSL 18.653014
LTL 3.409081
LVL 0.698374
LYD 7.363014
MAD 10.723059
MDL 20.012
MGA 4968.058138
MKD 61.579768
MMK 2424.478032
MNT 4152.523128
MOP 9.331022
MRU 46.142691
MUR 54.34422
MVR 17.837556
MWK 2001.835191
MXN 19.697421
MYR 4.717023
MZN 73.196549
NAD 18.653014
NGN 1572.829598
NIO 42.484703
NOK 10.940093
NPR 175.983703
NZD 1.967517
OMR 0.443929
PAB 1.154443
PEN 3.901587
PGK 5.106171
PHP 70.691785
PKR 320.66916
PLN 4.304272
PYG 6888.626947
QAR 4.208838
RON 5.240513
RSD 117.333228
RUB 95.656399
RWF 1700.459557
SAR 4.329967
SBD 9.311477
SCR 15.843758
SDG 693.313001
SEK 10.996308
SGD 1.476692
SLE 28.284795
SOS 659.727467
SRD 43.810462
STD 23896.814398
STN 24.519817
SVC 10.101251
SZL 18.634899
THB 38.167052
TJS 10.678523
TMT 4.052464
TND 3.38974
TRY 55.124598
TTD 7.829395
TWD 37.197283
TZS 3053.783117
UAH 51.582842
UGX 4282.461019
USD 1.154548
UYU 46.467957
UZS 13804.275968
VES 877.76273
VND 30081.173158
VUV 136.747913
WST 3.151905
XAF 656.481872
XAG 0.017457
XAU 0.000262
XCD 3.120224
XCG 2.080581
XDR 0.816156
XOF 656.493254
XPF 119.331742
YER 273.877749
ZAR 18.627802
ZMK 10392.318525
ZMW 21.726747
ZWL 371.764013
  • Euro STOXX 50

    -2.3900

    6548.83

    -0.04%

  • Goldpreis

    50.9000

    4492

    +1.13%

  • TecDAX

    -4.7700

    4085.41

    -0.12%

  • SDAX

    -22.3700

    18548.77

    -0.12%

  • MDAX

    208.9600

    32433.85

    +0.64%

  • DAX

    31.8300

    26423.25

    +0.12%

  • EUR/USD

    0.0009

    1.1555

    +0.08%

Führerschein soll durch Online-Theoriestunden und Fahren mit Eltern günstiger werden
Führerschein soll durch Online-Theoriestunden und Fahren mit Eltern günstiger werden / Foto: Armando BABANI - AFP

Führerschein soll durch Online-Theoriestunden und Fahren mit Eltern günstiger werden

Weniger Sonderfahrten, Online-Theorieunterricht und die Möglichkeit privater Übungsfahrten: Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) will den Erwerb eines Führerscheins günstiger machen. "Der Führerschein ist in Deutschland einfach zu teuer", sagte Schnieder am Mittwoch in Berlin bei der Vorstellung von mit Ländervertretern überarbeiteten Eckpunkten zur Führerscheinreform. Der TÜV-Verband kritisierte die Reformpläne und erklärte, "eine 'Fahrprüfung light' darf es nicht geben".

Textgröße:

Geplant sei etwa die Erprobung der sogenannten "Laienausbildung", bei der Fahrschülerinnen und -schüler mit Nahestehenden im Auto Fahrpraxis erwerben können, sagte Schnieder. Dafür solle zunächst eine auf fünf Jahre befristete "Experimentierklausel" eingeführt werden, mit der die Bundesländer diese Möglichkeit ausprobieren können.

Die Kosten für den Führerschein waren laut Statistischem Bundesamt von 2021 bis 2024 überdurchschnittlich stark gestiegen - jeweils stärker als die Verbraucherpreise insgesamt. Schnieder verwies auf das Beispiel Luxemburg: Dort koste der Führerschein im Schnitt 1500 Euro, in Deutschland seien es durchschnittlich 3400 Euro.

In Luxemburg und Österreich gebe es bereits eine Laienausbildung, sagte Schnieder. Nach erfolgreicher Theorieprüfung, sechs praktischen Fahrstunden und einer theoretischen Einweisung mit der Begleitperson sollen die Fahrschüler den Plänen zufolge 1000 Kilometer Fahrpraxis in Begleitung in einem gekennzeichneten Auto sammeln.

Danach werden weitere Fahrschullektionen fällig, darunter die Sonderfahrten. "Wir haben im Moment zwölf Sonderfahrten, europarechtlich vorgeschrieben ist überhaupt keine", sagte Schnieder. Diese speziellen Fahrstunden sollen daher für den Pkw-Führerschein auf drei reduziert werden - je eine auf der Autobahn, über Land- und Bundesstraßen und bei Dunkelheit.

Die Eckpunkte sehen unter anderem auch vor, dass die Vorbereitung auf die Theorieprüfung komplett online, etwa per App, erfolgen kann. Auch "wollen wir den Fragenkatalog für die Theorieprüfung entrümpeln", sagte Schnieder. Die Zahl der Fragen solle um ein Drittel auf etwa 840 reduziert werden.

Die Fahrschulen wären weiterhin verpflichtet, nach den EU-Regeln vorgegebenes Wissen zu vermitteln, fuhr Schneider fort. Er unterstrich zur geplanten Reform: "Keiner unserer Vorschläge geht zulasten der Verkehrssicherheit - das ist und bleibt die rote Linie."

Den Eckpunkten zufolge soll die praktische Fahrprüfung überdies künftig nur noch 40 Minuten dauern, die Fahrtzeit dabei 25 Minuten. Derzeit sind es 55 Minuten mit einer Fahrtzeit von 30 Minuten.

Der TÜV-Verband bezeichnete die überarbeiteten Pläne als "unausgewogen" und kritisierte "pauschale Kürzungen des Fragenkatalogs und der Prüfungszeiten". Mit einer "Fahrprüfung light" würden "Erfolge bei der Verkehrssicherheit der letzten Jahrzehnte zunichte" gemacht, erklärte TÜV-Experte Richard Goebelt.

Der Verband hatte die Einführung verpflichtender Lernstandskontrollen vorgeschlagen. Diese seien "ein einfaches Instrument, um die Durchfallquoten in der Theorie zu senken", erklärte Goebelt. "Weniger Wiederholungsprüfungen sind das wirksamste Instrument, wenn man echte Kostenreduzierungen erreichen möchte."

Die Zahl der Fahrprüfungen in Deutschland erreichte laut TÜV-Verband 2025 ein neues Allzeithoch. Jedoch seien die seit Jahren immer neuen Rekordzahlen bei den Prüfungen "geprägt durch die Wiederholungsprüfungen", sagte Goebelt.

Auf eine Einschätzung, wieviel Geld sich mit den Reformplänen bei den Führerscheinkosten sparen ließe, wollte sich Schnieder am Mittwoch nicht festlegen. Es werde nicht sofort ein "neues Preisschild" am Führerschein stehen. Wer einen Führerschein machen wolle, solle nicht abwarten, sondern loslegen, sagte Schnieder daher.

Fahrschulen hatten einen massiven Einbruch der Anmeldezahlen zum Führerschein beklagt, nachdem Schnieder die Reform im vergangenen Herbst angekündigt hatte. SPD-Parlamentsgeschäftsführer Dirk Wiese kritisierte am Mittwoch Verzögerungen: Schnieder habe hier "sehr viel Zeit ins Land streichen lassen", dies habe zu einer "erheblichen Verunsicherung" geführt.

Der Linkspartei gingen Schnieders Pläne unterdessen nicht weit genug. "Die theoretische Fahrausbildung gehört als reguläres Angebot an die Schulen", bekräftigte Parteichefin Ines Schwerdtner. Damit würde die "Bezahlbarkeit des Führerscheins spürbar und sofort" verbessert.

P.E.Steiner--NZN