Zürcher Nachrichten - 40. Tschernobyl-Jahrestag: Selenskyj wirft Russland "nuklearen Terrorismus" vor

EUR -
AED 4.175728
AFN 73.328437
ALL 92.12319
AMD 413.073921
ANG 2.035429
AOA 1043.654828
ARS 1733.645151
AUD 1.619717
AWG 2.047804
AZN 1.929658
BAM 1.955205
BBD 2.290054
BDT 139.988644
BGN 1.913869
BHD 0.428546
BIF 3410.637413
BMD 1.136879
BND 1.453322
BOB 13.921948
BRL 5.940079
BSD 1.137029
BTN 109.070258
BWP 15.545476
BYN 3.441704
BYR 22282.831098
BZD 2.286635
CAD 1.611242
CDF 2643.243691
CHF 0.945292
CLF 0.027864
CLP 1100.237215
CNY 7.628971
CNH 7.629846
COP 3833.658771
CRC 516.376973
CUC 1.136879
CUP 27.287899
CVE 110.615584
CZK 24.397762
DJF 202.045914
DKK 7.476079
DOP 63.523102
DZD 152.155133
EGP 59.224244
ERN 17.053187
ETB 185.279579
FJD 2.543426
FKP 0.858135
GBP 0.857639
GEL 2.972931
GGP 0.858135
GHS 13.250277
GIP 0.858135
GMD 84.129164
GNF 9951.102741
GTQ 8.683435
GYD 237.900764
HKD 8.919101
HNL 30.520983
HRK 7.532055
HTG 148.801276
HUF 367.143218
IDR 20468.826746
ILS 3.501135
IMP 0.858135
INR 109.123401
IQD 1489.360006
IRR 1563038.2821
ISK 136.971423
JEP 0.858135
JMD 179.985245
JOD 0.806063
JPY 178.950458
KES 147.430914
KGS 99.418378
KHR 4614.657011
KMF 492.268388
KPW 1023.191585
KRW 1546.292209
KWD 0.351091
KYD 0.947524
KZT 499.99229
LAK 25510.575738
LBP 101814.469258
LKR 376.332132
LRD 195.553089
LSL 18.68358
LTL 3.356908
LVL 0.687686
LYD 7.272915
MAD 10.948962
MDL 20.10115
MGA 4987.54849
MKD 61.551275
MMK 2387.259195
MNT 4088.298238
MOP 9.186926
MRU 45.546544
MUR 53.967978
MVR 17.564927
MWK 1971.526233
MXN 20.450757
MYR 4.640284
MZN 72.657494
NAD 18.68358
NGN 1505.819136
NIO 41.83764
NOK 10.842985
NPR 174.517583
NZD 2.006494
OMR 0.437134
PAB 1.136969
PEN 3.863495
PGK 5.143526
PHP 71.042411
PKR 315.023605
PLN 4.369538
PYG 6677.968423
QAR 4.144239
RON 5.276139
RSD 117.410088
RUB 96.042466
RWF 1678.71145
SAR 4.27002
SBD 9.168529
SCR 15.90461
SDG 683.84998
SEK 11.322464
SGD 1.452594
SHP 0.858346
SLE 28.023601
SLL 23839.777847
SOS 649.845174
SRD 42.8444
STD 23531.1028
STN 24.494164
SVC 9.948061
SYP 14781.702837
SZL 18.678893
THB 38.129142
TJS 10.488448
TMT 3.990446
TND 3.366876
TOP 2.737332
TRY 55.698665
TTD 7.716856
TWD 36.144685
TZS 2995.679938
UAH 51.019579
UGX 4450.724294
USD 1.136879
UYU 45.576936
UZS 13433.149672
VES 969.111532
VND 29529.867161
VUV 133.925611
WST 3.121549
XAF 655.957
XAG 0.018746
XAU 0.000276277497
XCD 3.072473
XCG 2.049095
XDR 0.803833
XOF 655.957
XPF 119.331742
YER 269.042434
ZAR 18.643117
ZMK 10233.283289
ZMW 22.142556
ZWL 366.074618
SSP 6494.52655
MXV 2.315995
  • EUR/USD

    -0.0002

    1.1371

    -0.02%

  • DAX

    -34.2200

    25374.42

    -0.13%

  • MDAX

    -135.7600

    30895.59

    -0.44%

  • Euro STOXX 50

    -1.5400

    6301.28

    -0.02%

  • TecDAX

    -6.3300

    3969.15

    -0.16%

  • SDAX

    124.0200

    18248.52

    +0.68%

  • Goldpreis

    0.6000

    4169

    +0.01%

40. Tschernobyl-Jahrestag: Selenskyj wirft Russland "nuklearen Terrorismus" vor
40. Tschernobyl-Jahrestag: Selenskyj wirft Russland "nuklearen Terrorismus" vor / Foto: Genya SAVILOV - AFP

40. Tschernobyl-Jahrestag: Selenskyj wirft Russland "nuklearen Terrorismus" vor

Inmitten tödlicher russischer Luftangriffe hat die Ukraine am Sonntag der Atomkatastrophe von Tschernobyl vor 40 Jahren gedacht. Präsident Wolodymyr Selenskyj warf Russland am Jahrestag "nuklearen Terrorismus" vor. Russische Drohnen flögen immer wieder über das stillgelegte Akw Tschernobyl hinweg, im vergangenen Jahr sei die wichtige Schutzhülle des Unglücksreaktors getroffen worden. Durch russische Angriffe auf die Ukraine wurden am Wochenende nach Behörden-Angaben mindestens elf Menschen getötet.

Textgröße:

Mit dem Einmarsch in die Ukraine im Februar 2022 habe Russland "die Welt erneut an den Rand einer menschengemachten Katastrophe" gebracht, erklärte Selenskyj. Hinsichtlich der russischen Drohnen über dem stillgelegten Akw Tschernobyl fügte er hinzu: "Die Welt darf diesen nuklearen Terrorismus nicht weiter zulassen."

Der Super-GAU von Tschernobyl am 26. April 1986 war die schlimmste zivile Nuklearkatastrophe der Geschichte. Damals hatte ein menschlicher Fehler während eines Sicherheitstests eine Explosion in einem der Reaktoren des Akw im Norden der Ukraine - die damals Teil der Sowjetunion war - ausgelöst. In den folgenden Tagen kontaminierte die ausgetretene radioaktive Wolke die Ukraine, Belarus und Russland, ehe sie sich über Europa ausbreitete.

Die Schätzungen über die Zahl der Todesopfer gehen weit auseinander. Ein UN-Bericht aus dem Jahr 2005 bezifferte die Zahl der bestätigten und prognostizierten Todesfälle in den drei am stärksten betroffenen Ländern auf 4000. Die Umweltschutzorganisation Greenpeace schätzte 2006, dass die Katastrophe fast 100.000 Todesfälle verursacht habe.

Die Überreste des Atomkraftwerks sind von einer inneren Strahlungsschutzhülle aus Stahl und Beton umgeben, die nach der Katastrophe hastig errichtet wurde. Eine modernere äußere Schutzhülle umgibt den gesamten Unglücksreaktor. Sie verhindert die Freisetzung radioaktiver Strahlung.

Im Februar 2025 wurde die äußere Schutzhülle durch eine russische Drohne schwer beschädigt. Ende desselben Jahres warnte der Kraftwerksleiter gegenüber der Nachrichtenagentur AFP, ein weiterer Angriff könne zum Einsturz der Schutzhülle führen. Greenpeace erklärte kürzlich, dass die Außenhülle "derzeit nicht repariert werden kann, sie nicht wie vorgesehen funktionieren kann und die Möglichkeit radioaktiver Freisetzungen besteht".

In den ersten Tagen des russischen Angriffskriegs hatten russische Truppen das Gelände von Tschernobyl unter ihre Kontrolle gebracht. Die Eroberung des stillgelegten Akw schürte große Befürchtungen, ein militärischer Zwischenfall könnte dort eine katastrophale nukleare Katastrophe auslösen. Später zogen sich die Truppen von der Anlage zurück.

Am Wochenende flog die russischen Armee wieder massive Angriffe auf das Nachbarland. Dabei wurden in der Nacht zum Sonntag nach ukrainischen Angaben mindestens drei Menschen getötet. In der Region Sumy im Nordosten seien zwei Männer getötet worden, hieß es von der regionalen Militärverwaltung. In der ostukrainischen Stadt Dnipro in der Ostukraine wurde ein weiterer Mensch getötet, wie der dortige örtliche Militärverwaltungschef mitteilte. Mindestens vier weitere Menschen wurden demnach verletzt.

Die Angriffe wurden den Angaben zufolge mit Drohnen und Artillerie verübt. Nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe setzte die russische Armee 144 Drohnen in der Nacht zum Sonntag ein, 124 davon seien abgefangen worden.

Am Samstag waren in Dnipro nach Angaben der örtlichen Behörden mindestens acht Menschen getötet worden. Diese Angriffe dauerten demnach 20 Stunden.

In Sewastopol auf der von Russland annektierten Halbinsel Krim erklärten die Behörden am Sonntag, dass eine ukrainische Drohne einen Mann getötet und drei weitere Menschen verletzt habe. In verschiedenen Vierteln der Hafenstadt seien mehrere Wohnhäuser sowie eine Tanzschule beschädigt worden, erklärte der von den russischen Behörden eingesetzte Gouverneur Michail Raswoschajew.

S.Scheidegger--NZN