Zürcher Nachrichten - Papst beendet Frankreich-Reise mit Aufruf zu "kreativen" Friedensbemühen

EUR -
AED 4.173754
AFN 72.734997
ALL 92.091564
AMD 412.932221
ANG 2.03473
AOA 1043.296859
ARS 1732.852854
AUD 1.61908
AWG 2.04568
AZN 1.929488
BAM 1.954534
BBD 2.289268
BDT 139.940586
BGN 1.913212
BHD 0.428426
BIF 3405.598941
BMD 1.136489
BND 1.452823
BOB 13.917169
BRL 5.931122
BSD 1.136639
BTN 109.032814
BWP 15.540139
BYN 3.440523
BYR 22275.181494
BZD 2.28585
CAD 1.610182
CDF 2659.383884
CHF 0.94578
CLF 0.027905
CLP 1101.973859
CNY 7.629534
CNH 7.629352
COP 3815.090791
CRC 516.199703
CUC 1.136489
CUP 27.278531
CVE 110.195561
CZK 24.397631
DJF 202.391574
DKK 7.47517
DOP 67.669145
DZD 152.174741
EGP 59.207998
ERN 17.047333
ETB 185.215973
FJD 2.543687
FKP 0.85784
GBP 0.857646
GEL 2.971883
GGP 0.85784
GHS 13.223609
GIP 0.85784
GMD 83.51982
GNF 9995.613402
GTQ 8.680454
GYD 237.819094
HKD 8.915715
HNL 30.510506
HRK 7.5356
HTG 148.750193
HUF 367.764373
IDR 20524.988662
ILS 3.499931
IMP 0.85784
INR 109.087871
IQD 1488.848715
IRR 1562487.493719
ISK 137.015231
JEP 0.85784
JMD 179.923457
JOD 0.805706
JPY 179.039019
KES 147.459877
KGS 99.384244
KHR 4613.072818
KMF 492.099369
KPW 1022.840328
KRW 1546.732948
KWD 0.351005
KYD 0.947199
KZT 499.820645
LAK 25501.818062
LBP 101779.516769
LKR 376.202939
LRD 195.485956
LSL 18.677166
LTL 3.355756
LVL 0.687451
LYD 7.270419
MAD 10.945203
MDL 20.094249
MGA 4985.836285
MKD 61.530145
MMK 2386.439659
MNT 4086.894742
MOP 9.183773
MRU 45.530908
MUR 53.949235
MVR 17.558737
MWK 1970.849416
MXN 20.271643
MYR 4.63937
MZN 72.632755
NAD 18.677166
NGN 1509.756778
NIO 41.823277
NOK 10.81955
NPR 174.457672
NZD 2.006818
OMR 0.43696
PAB 1.136579
PEN 3.862168
PGK 5.14176
PHP 71.020892
PKR 314.915459
PLN 4.372112
PYG 6675.675904
QAR 4.142817
RON 5.279009
RSD 117.533411
RUB 96.029915
RWF 1678.135155
SAR 4.268554
SBD 9.092493
SCR 15.813794
SDG 683.595104
SEK 11.326401
SGD 1.45299
SHP 0.858051
SLE 28.014039
SLL 23831.593749
SOS 649.622085
SRD 42.829764
STD 23523.024669
STN 24.485756
SVC 9.944646
SYP 14776.628339
SZL 18.67248
THB 38.218977
TJS 10.484847
TMT 3.989076
TND 3.36572
TOP 2.736392
TRY 55.667729
TTD 7.714207
TWD 36.153975
TZS 2994.65152
UAH 51.002064
UGX 4449.196379
USD 1.136489
UYU 45.56129
UZS 13428.538127
VES 968.778839
VND 29519.729679
VUV 133.879635
WST 3.120478
XAF 655.957
XAG 0.018625
XAU 0.000275741732
XCD 3.071418
XCG 2.048391
XDR 0.803557
XOF 655.957
XPF 119.331742
YER 268.95031
ZAR 18.679706
ZMK 10229.764221
ZMW 22.134954
ZWL 365.948947
SSP 6492.297005
MXV 2.295711
  • Euro STOXX 50

    -1.5400

    6301.28

    -0.02%

  • DAX

    -34.2200

    25374.42

    -0.13%

  • TecDAX

    -6.3300

    3969.15

    -0.16%

  • SDAX

    124.0200

    18248.52

    +0.68%

  • Goldpreis

    -158.3000

    4162.9

    -3.8%

  • MDAX

    -135.7600

    30895.59

    -0.44%

  • EUR/USD

    -0.0018

    1.1375

    -0.16%

Papst beendet Frankreich-Reise mit Aufruf zu "kreativen" Friedensbemühen
Papst beendet Frankreich-Reise mit Aufruf zu "kreativen" Friedensbemühen / Foto: Benoit Tessier - POOL/AFP

Papst beendet Frankreich-Reise mit Aufruf zu "kreativen" Friedensbemühen

Zum Abschluss seines Frankreich-Besuchs hat Papst Leo XIV. die Europäer eindringlich zu Friedensanstrengungen aufgerufen. Es sei notwendig, "Mut bei den Verhandlungen zu zeigen und bereit zu sein, bestimmte Positionen für das übergeordnete Wohl des Friedens aufzugeben", sagte der Papst am Montag in Metz im Beisein von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron. Ohne den Ukraine-Krieg ausdrücklich zu nennen, beklagte er ein "sinnloses Gemetzel, das jeden Tag unzählige zivile Opfer fordert".

Textgröße:

Das Streben nach Frieden in Europa und weltweit sei nicht naiv, sondern bedürfe "kreativer Anstrengungen", sagte der Papst unter Rückgriff auf den EU-Gründervater Robert Schuman. Dabei müssten sich die Staaten "vor der Illusion der Wiederaufrüstung hüten", betonte er. Europa müsse sich fragen, ob es sich tatsächlich um den Frieden bemühe oder sich nicht vielmehr schon auf künftige Kriege vorbereite.

Leo XIV. warnte zudem vor Unaufrichtigkeit in internationalen Beziehungen. "Heutzutage werden die zwischenmenschlichen Beziehungen und die Beziehungen zwischen den Staaten immer barbarischer", sagte er. "Das gegebene Wort wird missachtet, stattdessen rühmt man sich der Lüge und der Täuschung", sagte der aus den USA stammende Papst.

Europa könne "dieser Abwärtsspirale ein Ende setzen", da es die Achtung vor dem anderen bewahrt habe. Es habe in den letzten 80 Jahren bewiesen, dass es möglich sei, unterschiedliche Interessen geltend zu machen, "indem man sich begegnet, anstatt sich zu bekämpfen", fügte er hinzu.

Leo XIV. ging erneut auf die Situation der Migranten in Europa ein, "die vor Kriegsschauplätzen und Verfolgung fliehen oder auf der Suche nach einem besseren Leben fernab von Armut und Elend sind". Er verwies auf die "historische Tragweite" der aktuellen Entwicklung, "nämlich eine beispiellose Begegnung zwischen Völkern und Kulturen". Diese ermögliche eine "kreative Wiederentdeckung unserer Wurzeln" und rufe zum Hören auf den Anderen auf.

Macron rief seinerseits dazu auf, in Europa zum "Mut der Gründerväter" zurückzukehren. Eine "Rückkehr zu den Nationalismen" müsse vermieden werden, betonte er.

Der französische Präsident hatte ursprünglich sämtliche EU-Staats- und Regierungschefs nach Metz eingeladen. Letztlich waren nur Monaco und Luxemburg durch ihre Staatschefs vertreten. Aus Deutschland nahm die saarländische Ministerpräsidentin Anke Rehlinger (SPD) teil. "Dass Papst Leo XIV. ausgerechnet Metz gewählt hat, um über Frieden und die Zukunft Europas zu sprechen, ist von großer Symbolkraft", sagte die Bevollmächtigte für die deutsch-französischen kulturellen Beziehungen.

Am Morgen hatte der Papst bei einem Treffen mit Vertretern anderer Religionsgemeinschaften vor einer Instrumentalisierung der Religion gewarnt. "Sich auf den Namen Gottes zu berufen, um Gewalt und Unterdrückung zu legitimieren, stellt in der Tat eine Entweihung dieses Namens dar", sagte er. Nichts, was die Menschenwürde entstelle, könne sich auf göttliche Eingebung berufen. Der religiöse Diskurs müsse dazu aufrufen, "die Herzen und die Worte zu entwaffnen".

Papst Leo XIV. appellierte an die anderen Religionsgemeinschaften, dem Leben zu dienen, "es mit Fürsorge und Zärtlichkeit zu umgeben, vor allem in schwierigen Zeiten, bis zum Ende" - eine erneute Anspielung auf die in Frankreich vor kurzem legalisierte Sterbehilfe, die der Papst scharf kritisiert hatte.

Am Nachmittag feierte der Papst eine Messe in der Kathedrale von Metz, die für ihre spektakulären Buntglasfenster bekannt ist. Daran nahm auch das Ehepaar Macron teil, obwohl der Präsident zuvor erklärt hatte, dies nicht zu tun.

Die vergangenen Tage hatte der Papst in Paris und Lourdes verbracht. Ein Höhepunkt war eine Messe mit 800.000 Teilnehmern auf der Place de la Concorde und den Champs-Elysées. In Ansprachen im Elysée und bei der Unesco hatte sich der Papst für einen verantwortungsvollen Umgang mit neuen Technologien ausgesprochen und vor Auswüchsen einer ungeregelten KI gewarnt.

Im Pilgerort Lourdes war der Papst mit Menschen zusammengetroffen, die in ihrer Kindheit in ihren Pfarreien oder an katholischen Schulen missbraucht worden waren. Mehrere von ihnen billigten dem Papst anschließend ein "tiefes Verständnis" für die Problematik zu. Der Papst mahnte seinerseits die französischen Bischöfe zu "höchster Wachsamkeit".

Besondere Aufmerksamkeit schenkte der Papst jungen Menschen - zunächst bei einem Gebetstreffen mit 80.000 jungen Erwachsenen im Stade de France, aber immer wieder auch in seinen Ansprachen. "Den jungen Menschen möchte ich sagen: Habt den Mut, die Mission des Friedenstiftens verantwortungsbewusst zu erfüllen", legte er ihnen in Metz ans Herz.

A.Weber--NZN