Zürcher Nachrichten - Bundestag diskutiert in Schlussdebatte über Für und Wider der Impfpflicht

EUR -
AED 4.15888
AFN 72.475623
ALL 91.876073
AMD 412.282825
ANG 2.027479
AOA 1039.579009
ARS 1726.983441
AUD 1.630218
AWG 2.041221
AZN 1.916389
BAM 1.954271
BBD 2.28626
BDT 139.570778
BGN 1.906394
BHD 0.427956
BIF 3403.796443
BMD 1.132439
BND 1.449391
BOB 13.66149
BRL 5.871019
BSD 1.135087
BTN 108.801298
BWP 15.991133
BYN 3.416251
BYR 22195.800476
BZD 2.282963
CAD 1.613283
CDF 2615.933623
CHF 0.947008
CLF 0.027921
CLP 1102.474236
CNY 7.592719
CNH 7.603692
COP 3753.796809
CRC 518.48281
CUC 1.132439
CUP 27.242959
CVE 110.180237
CZK 24.441084
DJF 202.137353
DKK 7.475715
DOP 67.495691
DZD 151.656518
EGP 58.816628
ERN 16.986582
ETB 185.414109
FJD 2.546572
FKP 0.857246
GBP 0.854458
GEL 2.950034
GGP 0.857246
GHS 13.286778
GIP 0.857246
GMD 83.800313
GNF 9908.839272
GTQ 8.672328
GYD 237.507282
HKD 8.885619
HNL 30.47348
HRK 7.533887
HTG 148.560463
HUF 366.264113
IDR 20313.687191
ILS 3.48072
IMP 0.857246
INR 108.68168
IQD 1487.049427
IRR 1918116.346315
ISK 136.991323
JEP 0.857246
JMD 179.645451
JOD 0.802878
JPY 179.090101
KES 146.900338
KGS 99.030303
KHR 4603.478808
KMF 492.610621
KPW 1019.19528
KRW 1539.929897
KWD 0.349958
KYD 0.945968
KZT 499.313667
LAK 25476.937922
LBP 101650.408497
LKR 375.099838
LRD 194.68023
LSL 18.590331
LTL 3.343797
LVL 0.685001
LYD 7.260158
MAD 11.011229
MDL 20.153784
MGA 4985.988098
MKD 61.526852
MMK 2377.668859
MNT 4075.840209
MOP 9.175101
MRU 45.46142
MUR 54.085412
MVR 17.496778
MWK 1968.316223
MXN 20.483444
MYR 4.627828
MZN 72.374534
NAD 18.591315
NGN 1502.58797
NIO 41.778044
NOK 10.909768
NPR 174.075932
NZD 2.013601
OMR 0.435428
PAB 1.135127
PEN 3.907842
PGK 5.137866
PHP 71.062237
PKR 314.457776
PLN 4.362437
PYG 6640.656693
QAR 4.138316
RON 5.273997
RSD 117.54941
RUB 94.417066
RWF 1676.05139
SAR 4.257169
SBD 9.096481
SCR 15.668675
SDG 681.152935
SEK 11.347382
SGD 1.448655
SHP 0.85593
SLE 27.914406
SLL 23746.666218
SOS 648.678051
SRD 42.604049
STD 23439.196771
STN 24.480302
SVC 9.932315
SYP 14723.969563
SZL 18.581049
THB 38.073198
TJS 10.454857
TMT 3.97486
TND 3.36631
TOP 2.726641
TRY 55.528459
TTD 7.70077
TWD 36.176097
TZS 2989.641786
UAH 50.705501
UGX 4449.576881
USD 1.132439
UYU 45.734816
UZS 13428.491413
VES 971.62009
VND 29406.038315
VUV 134.769599
WST 3.135179
XAF 655.957
XAG 0.01852
XAU 0.000271920184
XCD 3.060473
XCG 2.045817
XDR 0.800693
XOF 655.957
XPF 119.331742
YER 267.705212
ZAR 18.623601
ZMK 10193.317607
ZMW 22.192143
ZWL 364.644832
SSP 6469.160711
MXV 2.31868
  • Goldpreis

    30.7000

    4217.4

    +0.73%

  • EUR/USD

    -0.0010

    1.1324

    -0.09%

  • SDAX

    51.3700

    18430.47

    +0.28%

  • Euro STOXX 50

    -51.2400

    6269.02

    -0.82%

  • DAX

    -200.0100

    25199.19

    -0.79%

  • MDAX

    -40.6700

    30842.53

    -0.13%

  • TecDAX

    -1.7800

    4001.32

    -0.04%

Bundestag diskutiert in Schlussdebatte über Für und Wider der Impfpflicht
Bundestag diskutiert in Schlussdebatte über Für und Wider der Impfpflicht

Bundestag diskutiert in Schlussdebatte über Für und Wider der Impfpflicht

Der Bundestag hat am Donnerstag in der entscheidenden Schlussdebatte über das Für und Wider einer Impfpflicht debattiert. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) rief die Union auf, ihrer staatspolitischen Verantwortung gerecht zu werden. Durch die Impfpflicht ab 60 "verhindern wir 90 Prozent der Todesfälle, die durch eine Impfpflicht ab 18 vermeidbar wären", warb der Minister für die Zustimmung zu dem entsprechenden Antrag aus den Koalitionsfraktionen.

Textgröße:

"Stehen Sie zu Ihrer Verantwortung", sagte Lauterbach an die Unionsabgeordneten gewandt. Dieser Gesetzentwurf sieht eine Impfnachweispflicht für alle Menschen ab 60 Jahren bis Oktober vor. Zudem soll es auch für alle jüngeren Erwachsenen eine Beratungspflicht geben. Über das weitere Vorgehen soll dann in den kommenden Monaten je nach Pandemie-Entwicklung entschieden werden.

Auf dieses Modell hatten sich die Befürworter einer Impfpflicht ab 18 mit den Initiatoren des Antrags für eine Beratungspflicht mit einer anschließenden möglichen Impfpflicht ab 50 geeinigt.

Die Unionsfraktion will eine mögliche spätere Impfpflicht vorbereiten, für die konkrete Einführung wäre dann aber ein erneuter Bundestagsbeschluss nötig. Zwei weitere Anträge wenden sich grundsätzlich gegen eine Impfpflicht.

Auch der FDP-Abgeordnete Andrew Ullmann, der ursprünglich den Antrag zu einer Beratungspflicht mit anschließender möglicher Impfpflicht ab 50 vorgelegt hatte, warb im Bundestag nun für den ausgehandelten Kompromiss zu einer Reglung für alle ab 60. "Wir wollen keinen dritten Corona-Winter erleben, wir wollen frei sein", sagte er in der Debatte. Zudem müsse das Gesundheitssystem vor Überlastung geschützt werden.

Der Grünen-Gesundheitspolitiker Janosch Dahmen forderte die Union auf, dem Antrag zur Impfpflicht ab 60 doch noch zu einer Mehrheit zu verhelfen. "Die Union benimmt sich in einer besonderen Gewissensfrage besonders gewissenlos". Die CDU/CSU müsse sich auf ihre Verantwortung besinnen. "Wir haben die Verantwortung, jetzt Vorsorge für den Herbst zu tragen."

Der gesundheitspolitische Sprecher der Unionsfraktion, Tino Sorge (CDU), warb für den Antrag seiner Fraktion als einen "ausgewogenen Vorschlag". Man könne über eine Impfpflicht "nicht sofort und pauschal gleich entscheiden", gab er zu bedenken. Den Befürwortern der Impfpflicht ab 60 warf er vor, sie wollten "eine Impfpflicht auf Vorrat mit Macht durchziehen". Zwar müsse Vorsorge getroffen werden. Das heiße aber nicht, pauschal eine Impfpflicht zu beschließen.

FDP-Vize Wolfgang Kubicki warb für seinen Antrag, auf eine Impfpflicht zu verzichten. "Wir hatten keine Überlastung des Gesundheitssystems und werden voraussichtlich auch keine bekommen", sagte er in der Debatte. "Es ist nicht die Aufgabe des Staates, erwachsene Menschen gegen ihren Willen zum Selbstschutz zu zwingen."

Die AfD-Fraktionsvorsitzende Alice Weidel wandte sich gegen jegliche Impfpflicht. Der Vorstoß aus den Reihen der Koalitionsfraktion sei eine "totalitäre Anmaßung", sagte sie in der Debatte. "Nach unserer Freiheit sind jetzt unsere Körper ran."

Über die Vorlagen soll am Mittag abgestimmt werden. Zunächst müssen die Abgeordneten noch entscheiden, in welcher Reihenfolge abgestimmt werden soll. Zunächst war für keine der Vorlagen eine Mehrheit in Sicht.

E.Leuenberger--NZN