Zürcher Nachrichten - Internationales Entsetzen über Angriff mit 50 Toten auf Bahnhof in Kramatorsk

EUR -
AED 3.993937
AFN 76.864205
ALL 100.150505
AMD 421.872211
ANG 1.959584
AOA 948.887505
ARS 1006.649526
AUD 1.641567
AWG 1.960006
AZN 1.843178
BAM 1.952894
BBD 2.195423
BDT 127.75988
BGN 1.955877
BHD 0.409812
BIF 3129.784997
BMD 1.087382
BND 1.462397
BOB 7.513819
BRL 6.057585
BSD 1.087277
BTN 90.970626
BWP 14.733076
BYN 3.558388
BYR 21312.684567
BZD 2.191728
CAD 1.496879
CDF 3078.377699
CHF 0.96796
CLF 0.037206
CLP 1026.640491
CNY 7.910273
CNH 7.923676
COP 4343.003171
CRC 576.034856
CUC 1.087382
CUP 28.815619
CVE 110.101158
CZK 25.347248
DJF 193.601012
DKK 7.461658
DOP 64.333378
DZD 146.399934
EGP 52.636881
ERN 16.310728
ETB 62.842306
FJD 2.443619
FKP 0.837893
GBP 0.841541
GEL 2.952212
GGP 0.837893
GHS 16.799001
GIP 0.837893
GMD 73.697362
GNF 9296.027454
GTQ 8.436446
GYD 227.481485
HKD 8.489718
HNL 26.92868
HRK 7.51158
HTG 143.523782
HUF 390.016682
IDR 17631.896952
ILS 3.935893
IMP 0.837893
INR 91.003043
IQD 1424.184209
IRR 45770.637366
ISK 149.906993
JEP 0.837893
JMD 170.015436
JOD 0.770627
JPY 169.65495
KES 143.534091
KGS 91.989808
KHR 4467.270084
KMF 492.311573
KPW 978.64406
KRW 1507.383108
KWD 0.332358
KYD 0.906027
KZT 514.673117
LAK 24111.120211
LBP 97369.05726
LKR 330.512571
LRD 212.023513
LSL 19.831988
LTL 3.210756
LVL 0.657746
LYD 5.243174
MAD 10.680406
MDL 19.283304
MGA 4919.679019
MKD 61.523447
MMK 3531.773883
MNT 3751.467813
MOP 8.743489
MRU 43.042355
MUR 50.639246
MVR 16.691574
MWK 1885.394342
MXN 19.532967
MYR 5.080224
MZN 69.483691
NAD 19.829257
NGN 1725.786071
NIO 40.019711
NOK 11.98235
NPR 145.551397
NZD 1.823414
OMR 0.418588
PAB 1.087282
PEN 4.06575
PGK 4.260562
PHP 63.596616
PKR 302.59961
PLN 4.279772
PYG 8228.716999
QAR 3.966298
RON 4.972761
RSD 117.068618
RUB 95.357217
RWF 1442.340387
SAR 4.0789
SBD 9.196646
SCR 14.793073
SDG 637.206125
SEK 11.687517
SGD 1.462784
SHP 0.837893
SLE 24.843743
SLL 22801.858017
SOS 621.369625
SRD 31.909227
STD 22506.609204
SVC 9.512532
SYP 2732.079961
SZL 19.839386
THB 39.373553
TJS 11.579968
TMT 3.81671
TND 3.369486
TOP 2.579977
TRY 35.827122
TTD 7.382995
TWD 35.66776
TZS 2925.057038
UAH 44.953505
UGX 4018.020778
USD 1.087382
UYU 43.814799
UZS 13711.595757
VEF 3939097.933374
VES 39.674163
VND 27581.441023
VUV 129.096191
WST 3.048593
XAF 654.98232
XAG 0.037502
XAU 0.000452
XCD 2.938704
XDR 0.82008
XOF 654.979313
XPF 119.331742
YER 272.226296
ZAR 19.970641
ZMK 9787.73878
ZMW 28.188922
ZWL 350.136517
  • Euro STOXX 50

    46.4300

    4943.87

    +0.94%

  • TecDAX

    39.1600

    3360.28

    +1.17%

  • MDAX

    -7.7800

    25410.5

    -0.03%

  • SDAX

    -142.6800

    14367.9

    -0.99%

  • EUR/USD

    -0.0028

    1.0865

    -0.26%

  • DAX

    207.9300

    18615

    +1.12%

  • Goldpreis

    13.7000

    2408.4

    +0.57%

Internationales Entsetzen über Angriff mit 50 Toten auf Bahnhof in Kramatorsk
Internationales Entsetzen über Angriff mit 50 Toten auf Bahnhof in Kramatorsk

Internationales Entsetzen über Angriff mit 50 Toten auf Bahnhof in Kramatorsk

Der Bahnhof in Kramatorsk war voller Flüchtlinge, als er am Freitag von einer Rakete getroffen wurde. Mindestens 50 Menschen wurden nach ukrainischen Angaben bei dem Angriff getötet, unter ihnen fünf Kinder. Die Attacke in der ostukrainischen Stadt löste weltweit Entsetzen aus, US-Präsident Joe Biden sprach von einer "schrecklichen Gräueltat", der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj warf Russland "grenzenlose Bösartigkeit" vor. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen machte sich derweil ein Bild von den Gräueltaten im Kiewer Vorort Butscha.

Textgröße:

Nach Angaben von Gouverneur Pawlo Kyrylenko wurden bei dem Angriff in Kramatorsk auch dutzende Menschen verletzt. 98 Menschen seien in umliegende Krankenhäuser gebracht worden. AFP-Reporter vor Ort sahen mindestens 30 Tote unter Plastikplanen und in Leichensäcken. Zuvor hatte ein AFP-Journalist am Morgen am Bahnhof hunderte Menschen gesehen, die auf einen Zug zur Flucht Richtung Westen warteten.

Vor dem Bahnhofsgebäude standen ausgebrannte Autos, am Eingang und in der Bahnhofshalle waren Blutlachen und verkohlte Sitzbänke zu sehen. Auf dem Bahnhofsvorplatz lagen die Überreste einer großen Rakete mit der russischen Aufschrift "Für unsere Kinder". Der Platz war mit verlassenen Gepäckstücken, Scherben und Splittern übersät.

Selenskyj warf Russland in einer ersten Reaktion vor, die Zivilbevölkerung seines Landes "zynisch zu vernichten". "Dies ist das grenzenlose Böse", schrieb er auf Twitter. "Und wenn es nicht bestraft wird, wird es nie aufhören."

Auch Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) verurteilte den Raketenangriff. "Die Bilder, die wir aus Butscha gesehen haben, aus Mariupol und vielen anderen Orten, der dramatische Angriff, den wir heute berichtet bekommen haben - all das erschüttert uns", sagte Scholz während eines Besuchs in London. "Und es ist, das muss hier mit allen klaren Worten gesagt werden, grausam."

"Die Tötungen von Zivilisten sind Kriegsverbrechen, und die Verantwortung für diese Verbrechen trägt der russische Präsident", fügte Scholz hinzu.

US-Präsident Joe Biden verurteilte den Angriff auf den Bahnhof in Kramatorsk als "eine weitere von Russland verübte schreckliche Gräueltat". Frankreichs Präsident Emmanuel sprach von einer "abscheulichen" Tat, sein Außenminister Jean-Yves Le Drian nannte den Angriff ein "Verbrechen gegen die Menschlichkeit".

Russland hat angekündigt, sich militärisch künftig auf die Donbass-Region im Osten der Ukraine zu konzentrieren. Kiew und die Regionalbehörden hatten die Bewohner der Region daher aufgefordert, in Richtung Westen zu fliehen. Beobachter gehen davon aus, dass Russland weitere Gebiete im Osten der Ukraine erobern will, um eine Landverbindung von der seit 2014 annektierten ukrainischen Halbinsel Krim zu den pro-russischen "Volksrepubliken" Donezk und Luhansk im Donbass zu schaffen.

Russland wies am Freitag jegliche Verantwortung für den Angriff auf den Bahnhof Kramatorsk zurück und beschuldigte die Ukraine: "Das Regime in Kiew" habe den Bahnhof beschossen, um die Flucht von Bewohnern zu verhindern und sie als "menschliche Schutzschilde" zur Verteidigung ukrainischer Armeestellungen zu missbrauchen, erklärte das Verteidigungsministerium in Moskau. Alle Äußerungen ukrainischer Regierungsvertreter über einen angeblich von Russland verübten Angriff auf den Bahnhof in Kramatorsk seien "eine Provokation".

Bereits nach dem Fund dutzender Leichen von Zivilisten im Kiewer Vorort Butscha vor einer Woche nach dem Abzug russischer Truppen war Russland ähnlich vorgegangen und hatte von einer "Provokation" durch die ukrainische Regierung gesprochen.

Am Freitag reisten EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell nach Kiew. Vor einem Treffen mit Selenskyj besuchten sie Butscha, wo sie zusammen mit dem slowakischen Regierungschef Eduard Heger ein Massengrab in Augenschein nahmen. "Meine Botschaft an das ukrainische Volk: Die Verantwortlichen für die Gräueltaten werden zur Verantwortung gezogen werden", schrieb von der Leyen auf Twitter.

Der österreichische Bundeskanzler Karl Nehammer brach am Freitag ebenfalls zu einem Besuch in die Ukraine auf. Am Samstag will er nach Angaben seines Büros Präsident Selenskyj und andere Regierungsvertreter treffen. Geplant sei außerdem ein Besuch in Butscha.

L.Muratori--NZN