Zürcher Nachrichten - Nach Jahrzehnten des bewaffneten Kampfes: PKK verbrennt erste Waffen

EUR -
AED 4.323115
AFN 75.931348
ALL 95.119009
AMD 440.41605
ANG 2.106976
AOA 1080.630882
ARS 1611.30812
AUD 1.640609
AWG 2.120355
AZN 2.005841
BAM 1.951833
BBD 2.370742
BDT 144.715856
BGN 1.963619
BHD 0.44553
BIF 3500.034619
BMD 1.177157
BND 1.498019
BOB 8.133675
BRL 5.86166
BSD 1.177137
BTN 109.233615
BWP 15.793302
BYN 3.343346
BYR 23072.284099
BZD 2.367389
CAD 1.621829
CDF 2719.233909
CHF 0.920122
CLF 0.026221
CLP 1032.002545
CNY 8.025565
CNH 8.024258
COP 4245.100158
CRC 536.831657
CUC 1.177157
CUP 31.19467
CVE 110.044133
CZK 24.290058
DJF 209.609298
DKK 7.477661
DOP 71.070923
DZD 155.693233
EGP 61.075816
ERN 17.65736
ETB 184.814125
FJD 2.607997
FKP 0.86958
GBP 0.870421
GEL 3.18287
GGP 0.86958
GHS 13.008048
GIP 0.86958
GMD 86.525598
GNF 10329.556182
GTQ 9.001932
GYD 246.265725
HKD 9.227678
HNL 31.336386
HRK 7.539344
HTG 154.143895
HUF 361.752682
IDR 20176.889018
ILS 3.484139
IMP 0.86958
INR 109.007655
IQD 1542.076131
IRR 1555613.441082
ISK 143.696052
JEP 0.86958
JMD 186.10647
JOD 0.834651
JPY 186.751352
KES 151.975489
KGS 102.942863
KHR 4720.401394
KMF 492.052185
KPW 1059.419484
KRW 1726.937373
KWD 0.362989
KYD 0.980948
KZT 551.941587
LAK 25738.545912
LBP 105323.658721
LKR 372.079529
LRD 216.836825
LSL 19.129256
LTL 3.47584
LVL 0.712051
LYD 7.440082
MAD 10.858693
MDL 20.234731
MGA 4872.254688
MKD 61.651359
MMK 2472.296006
MNT 4209.006996
MOP 9.494701
MRU 47.049368
MUR 54.479288
MVR 18.199298
MWK 2043.545569
MXN 20.377893
MYR 4.652719
MZN 75.285144
NAD 19.228911
NGN 1580.310645
NIO 43.225661
NOK 11.028439
NPR 174.774184
NZD 2.001628
OMR 0.454314
PAB 1.177137
PEN 4.045306
PGK 5.086542
PHP 70.116246
PKR 328.279802
PLN 4.231116
PYG 7498.949016
QAR 4.291961
RON 5.097567
RSD 116.981234
RUB 89.736491
RWF 1719.826891
SAR 4.415466
SBD 9.459221
SCR 16.734634
SDG 707.471968
SEK 10.787945
SGD 1.495112
SHP 0.878867
SLE 28.987545
SLL 24684.39658
SOS 672.749738
SRD 44.38594
STD 24364.780515
STN 24.779162
SVC 10.299503
SYP 130.112974
SZL 19.22891
THB 37.810728
TJS 11.099639
TMT 4.125937
TND 3.375503
TOP 2.834313
TRY 52.78892
TTD 7.995089
TWD 37.057346
TZS 3054.646858
UAH 51.820492
UGX 4359.250639
USD 1.177157
UYU 46.826016
UZS 14284.80486
VES 564.631808
VND 31000.438865
VUV 139.172438
WST 3.197923
XAF 654.64308
XAG 0.01453
XAU 0.000243
XCD 3.181327
XCG 2.121478
XDR 0.814166
XOF 655.092296
XPF 119.331742
YER 280.873969
ZAR 19.206739
ZMK 10595.832976
ZMW 22.394053
ZWL 379.044187
  • MDAX

    1013.7500

    31952.1

    +3.17%

  • SDAX

    290.5200

    18268.79

    +1.59%

  • Goldpreis

    41.1000

    4849.4

    +0.85%

  • EUR/USD

    -0.0017

    1.1767

    -0.14%

  • TecDAX

    112.4600

    3765.52

    +2.99%

  • DAX

    547.7700

    24702.24

    +2.22%

  • Euro STOXX 50

    124.4300

    6057.71

    +2.05%

Nach Jahrzehnten des bewaffneten Kampfes: PKK verbrennt erste Waffen
Nach Jahrzehnten des bewaffneten Kampfes: PKK verbrennt erste Waffen / Foto: Shwan MOHAMMED - AFP

Nach Jahrzehnten des bewaffneten Kampfes: PKK verbrennt erste Waffen

Nach Jahrzehnten des bewaffneten Kampfs gegen den türkischen Staat hat die Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) am Freitag mit der Niederlegung ihrer Waffen begonnen. 30 PKK-Kämpfer, darunter vier Kommandeure, verbrannten in einer Höhle im Nordirak ihre Waffen, wie eine Reporterin der Nachrichtenagentur AFP beobachtete. Die Kämpfer sprachen von einem "historischen" und "demokratischen" Akt. Ein türkischer Regierungsvertreter bezeichnete die Verbrennung als "unumkehrbaren Wendepunkt" zu einer Türkei "ohne Terrorismus".

Textgröße:

"Wir hoffen, dass dieser Vorgang Frieden und Freiheit bringt", sagte einer der PKK-Kommandeure bei der Zeremonie. "Unser Volk braucht mehr als je zuvor ein friedliches, freies, gerechtes und demokratisches Leben", fügte er hinzu.

Die kurze Zeremonie wurde am Vormittag in einer Höhle etwa 50 Kilometer westlich von Suleimanija in der autonomen Region Kurdistan im Irak abgehalten. Der Ort wurde aufgrund seiner Symbolkraft ausgesucht - in der Höhle stand einst eine Druckerpresse für kurdische Zeitungen, wie die kurdische Nachrichtenagentur Firat berichtete.

Die Kämpferinnen und Kämpfer wollten anschließend wieder an ihre Stützpunkte in den Bergen zurückkehren. Die Region dient als Rückzugsort für bewaffnete Mitglieder der von der Türkei als Terrororganisation verbotenen PKK.

Unter den rund 300 Zuschauern bei der Zeremonie waren Vertreter des Präsidenten der autonomen Region Kurdistan, Netschirwan Barsani, und der irakische und kurdische Innenminister. Zudem waren mehrere türkische Abgeordnete der pro-kurdischen DEM vor Ort, die zwischen der PKK und der türkischen Regierung vermittelt. Berichten türkischer Medien zufolge waren auch türkische Geheimdienstler anwesend.

Der türkische Regierungsvertreter bezeichnete die Zeremonie als "Meilenstein" im laufenden Entwaffnungsprozess. "Die Türkei ist weiterhin entschlossen, alle Bemühungen für die Entwaffnung, Stabilität und eine dauerhafte Aussöhnung in der Region zu unterstützen", sagte er weiter.

Auch der deutsche Linken-Vorsitzende Jan van Aken war bei der Zeremonie im Nordirak zugegen. "Nun muss das Verbot der PKK auch in Deutschland aufgehoben werden", forderte er in einer Mitteilung. Zudem solle die Bundesregierung "vor dem Hintergrund, dass türkisch- und kurdischstämmige Menschen die beiden größten migrantischen Gruppen in Deutschland sind, (...) eine aktive Rolle als Vermittlerin in diesem Prozess spielen".

Die PKK gilt auch in Deutschland und weiteren westlichen Staaten als Terrororganisation. In der Bundesrepublik gibt es immer wieder Haftstrafen und Ermittlungen gegen PKK-Mitglieder.

Wenige Stunden vor der Waffenniederlegung wehrten die kurdischen Peschmerga im Nordirak nach eigenen Angaben zwei Drohnen ab. Eine der Drohnen sei am späten Donnerstagabend (Ortszeit) bei Suleimanija abgeschossen worden, die zweite rund drei Stunden später in der Provinz Kurki, sagte ein Peschmerga-Sprecher.

Die PKK folgte mit der Waffenniederlegung einem Aufruf ihres inhaftierten Chefs Abdullah Öcalans. Dieser hatte die Kämpfer Ende Februar vom Gefängnis aus zur Auflösung und zum Gewaltverzicht aufgerufen. Zuvor waren der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan und sein rechtsnationalistischer Koalitionspartner MHP im Herbst 2024 überraschenderweise auf Öcalan zugegangen.

Für den Fall einer Auflösung der PKK stellten sie dem 76-Jährigen in Aussicht, seine lebenslange Freiheitstrafe, die er seit 1999 auf der Gefängnisinsel Imrali verbüßt, vorzeitig beenden zu können. Die DEM vermittelte daraufhin. Am 12. Mai gab die PKK ihre Auflösung bekannt und erklärte ihren jahrzehntelangen Kampf für beendet. Der gesamte Entwaffnungsprozess wird voraussichtlich mehrere Monate dauern.

Beobachtern zufolge könnte die militärisch geschwächte PKK dem Friedensprozess zugestimmt haben, um ihr Gesicht zu wahren. Erdogan hingegen sehe die Aussöhnung als Möglichkeit, sich eine weitere Amtszeit als Staatschef zu sichern.

Laut Verfassung darf er bei der Präsidentschaftswahl 2028 nicht erneut antreten. Mit der Unterstützung der pro-kurdischen DEM hätte er jedoch die nötige Mehrheit im Parlament, um vorzeitige Neuwahlen zu erwirken und so doch anzutreten. Diese Unterstützung wolle Erdogan sich durch die Aussöhnung mit der PKK sichern, vermuten Experten wie der Präsident der Deutsch-Türkischen Gesellschaft, Macit Karaahmetoglu, der sich Ende März gegenüber AFP äußerte.

Die PKK hatte ab 1984 gegen den türkischen Staat und für die Rechte der kurdischen Bevölkerung gekämpft. Mehr als 40.000 Menschen wurden in dem Konflikt zwischen der PKK und der türkischen Armee getötet.

O.Meier--NZN