Zürcher Nachrichten - Koalition will Wirtschaft stärken: Senkung von Industriestrompreis und Flugsteuer

EUR -
AED 4.238559
AFN 73.275567
ALL 95.851232
AMD 434.984974
ANG 2.065631
AOA 1058.154368
ARS 1599.832353
AUD 1.671152
AWG 2.077075
AZN 1.962706
BAM 1.960694
BBD 2.324502
BDT 141.613485
BGN 1.972424
BHD 0.435693
BIF 3422.557442
BMD 1.15393
BND 1.486498
BOB 7.974872
BRL 5.952088
BSD 1.154081
BTN 107.494003
BWP 15.833454
BYN 3.419706
BYR 22617.035015
BZD 2.321084
CAD 1.606444
CDF 2649.424085
CHF 0.922106
CLF 0.026796
CLP 1058.061586
CNY 7.945501
CNH 7.950788
COP 4225.312174
CRC 537.035856
CUC 1.15393
CUP 30.579154
CVE 110.633035
CZK 24.518136
DJF 205.077165
DKK 7.472866
DOP 70.072437
DZD 153.534387
EGP 62.600951
ERN 17.308955
ETB 180.186156
FJD 2.637897
FKP 0.86563
GBP 0.872537
GEL 3.098274
GGP 0.86563
GHS 12.722148
GIP 0.86563
GMD 85.39123
GNF 10125.739029
GTQ 8.829
GYD 241.531963
HKD 9.044217
HNL 30.7291
HRK 7.53505
HTG 151.478109
HUF 384.293474
IDR 19584.563731
ILS 3.606569
IMP 0.86563
INR 107.288464
IQD 1511.648769
IRR 1522178.383373
ISK 144.402881
JEP 0.86563
JMD 181.954181
JOD 0.818154
JPY 184.178805
KES 150.127781
KGS 100.90982
KHR 4630.722545
KMF 492.728324
KPW 1038.53091
KRW 1742.700445
KWD 0.356968
KYD 0.961797
KZT 546.892745
LAK 25328.771244
LBP 103334.46337
LKR 364.097281
LRD 212.092275
LSL 19.559012
LTL 3.407257
LVL 0.698001
LYD 7.37338
MAD 10.803675
MDL 20.3066
MGA 4806.119742
MKD 61.643834
MMK 2422.816482
MNT 4122.202256
MOP 9.317317
MRU 46.295887
MUR 54.166051
MVR 17.839896
MWK 2003.796475
MXN 20.613864
MYR 4.660148
MZN 73.79418
NAD 19.558861
NGN 1593.831436
NIO 42.366544
NOK 11.22975
NPR 171.990405
NZD 2.019834
OMR 0.443682
PAB 1.154076
PEN 3.983944
PGK 4.97228
PHP 69.521423
PKR 322.06686
PLN 4.27901
PYG 7465.473036
QAR 4.206074
RON 5.096563
RSD 117.404331
RUB 92.553745
RWF 1684.738323
SAR 4.331989
SBD 9.276183
SCR 17.36024
SDG 693.511809
SEK 10.880296
SGD 1.483377
SHP 0.865747
SLE 28.444146
SLL 24197.355132
SOS 659.470549
SRD 43.100508
STD 23884.028632
STN 24.953744
SVC 10.098206
SYP 127.565756
SZL 19.559185
THB 37.652623
TJS 11.061151
TMT 4.050296
TND 3.372362
TOP 2.778387
TRY 51.374713
TTD 7.82951
TWD 36.86819
TZS 3000.218926
UAH 50.54617
UGX 4329.807754
USD 1.15393
UYU 46.735646
UZS 14026.024145
VES 546.259675
VND 30389.909905
VUV 138.624554
WST 3.197397
XAF 657.595593
XAG 0.015799
XAU 0.000247
XCD 3.118555
XCG 2.079983
XDR 0.811766
XOF 654.853549
XPF 119.331742
YER 275.385483
ZAR 19.486651
ZMK 10386.679864
ZMW 22.302573
ZWL 371.565104
  • EUR/USD

    -0.0051

    1.1543

    -0.44%

  • MDAX

    -289.5800

    28916.26

    -1%

  • DAX

    -130.8100

    23168.08

    -0.56%

  • Euro STOXX 50

    -39.8500

    5692.86

    -0.7%

  • SDAX

    -78.6400

    16724.07

    -0.47%

  • TecDAX

    -16.3500

    3467.91

    -0.47%

  • Goldpreis

    23.0000

    4702.7

    +0.49%

Koalition will Wirtschaft stärken: Senkung von Industriestrompreis und Flugsteuer
Koalition will Wirtschaft stärken: Senkung von Industriestrompreis und Flugsteuer / Foto: RALF HIRSCHBERGER - AFP

Koalition will Wirtschaft stärken: Senkung von Industriestrompreis und Flugsteuer

Staatlich subventionierter Industriestrompreis, Senkung der Luftverkehrssteuer und ein Deutschlandfonds für Investitionen in Startups: Bei ihrem Koalitionsausschuss am Donnerstagabend haben Union und SPD mehrere Beschlüsse zur Stärkung der Wirtschaft gefasst. Kanzler Friedrich Merz (CDU) sagte, Ziel sei es, die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen in Deutschland zu stärken und Arbeitsplätze zu sichern. Wirtschaftsverbände begrüßten die Entscheidungen, forderten aber weitere Schritte.

Textgröße:

"Ein starkes Deutschland braucht eine starke Wirtschaft und sichere, gut bezahlte Arbeitsplätze", betonte Merz. Die Energiepreise seien dabei zentral. Für die Zeit von 2026 bis 2028 solle deshalb ein Industriestrompreis für stromintensive Firmen gelten. Angestrebt werde ein Preis von fünf Cent je Kilowattstunde. Vize-Kanzler und Finanzminister Lars Klingbeil bezifferte die Kosten für den Staat auf drei bis fünf Milliarden Euro.

Der Ausbau erneuerbarer Energien soll zudem durch den Bau neuer Gaskraftwerke abgesichert werden. Damit sorge die Koalition dafür, "dass der Strombedarf in Deutschland auch dann gedeckt wird, wenn Wind und Sonne nicht zur Verfügung stehen", sagte der Kanzler. Vereinbart wurde, dass im kommenden Jahr Gaskraftwerke im Umfang von acht Gigawatt ausgeschrieben werden, die bis zum Jahr 2031 in Betrieb gehen sollten.

"Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht", sagte SPD-Ko-Chefin und Arbeitsministerin Bärbel Bas bei einer gemeinsamen Pressekonferenz der Koalitionsspitzen. Es gebe "eine große Unsicherheit" besonders mit Blick auf Industriearbeitsplätze etwa in der Stahl- und Autobranche. Diese wolle die Koalition sichern, weshalb die Senkung der Energiekosten wichtig sei.

Klingbeil zeigte sich "sehr zufrieden" mit den Vereinbarungen. Er kündigte an, er werde mit Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) in den nächsten Tagen Details zum Deutschlandfonds bekannt geben. Als Beispiel nannte der Ko-SPD-Chef etwa die Förderung von Startups im Sicherheitsbereich. Laut Koalitionsvertrag sollte der Staat zehn Milliarden Euro bereit stellen, die über privates Kapital Investitionen in vielfacher Höhe ermöglichen sollen. Summen wurden aber am Donnerstag nicht genannt.

Die Koalition setze auf "economy first", sagte CSU-Chef Markus Söder. Die Energiepreise seien bisher "ein echter Standortnachteil für Deutschland", auch im europäischen Vergleich. Mit den Beschlüssen werde nun die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft verbessert.

Union und SPD vereinbarten auch eine Rücknahme der Anhebung der Luftverkehrssteuer. Dies soll laut Merz eine Entlastung im Volumen von 350 Millionen Euro bringen. Die Einigung sei "ein klares Signal, dass Fliegen in Deutschland wettbewerbsfähig ist", sagte Söder.

Der Verband der Chemischen Industrie (VCI) begrüßte den Beschluss zum Industriestrompreis, forderte aber weitere Schritte. Der Industriestrompreis sei "ein nützlicher Baustein, ersetzt aber keine echte Standortoffensive", erklärte der VCI-Hauptgeschäftsführer Wolfgang Große Entrup. "Wir brauchen jetzt Entlastung auf breiter Front – bei Energie, Steuern und Bürokratie."

Die Gewerkschaft IG Metall äußerte sich ebenfalls zustimmend zur Einigung. Gegenüber den Zeitungen der Funke Mediengruppe erklärte sie jedoch, der Industriestrompreis sei "kein singuläres Allheilmittel, sondern muss mit weiterer kluger Industriepolitik ergänzt werden".

Der Bundesverbandes der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) begrüßte die Rücknahme der Anhebung der Luftverkehrssteuer als "wichtiges Signal". Die Bundesregierung setze "der jahrelang weiter steigenden Kostenspirale bei Steuern und Gebühren für Luftverkehr ab Deutschland ein Ende", erklärte der Hauptgeschäftsführer Joachim Lang. Nötig seien aber "noch weitere Schritte".

Nach der Pressekonferenz zogen sich die Koalitionsspitzen zu weiteren Beratungen zurück. Auf die Frage, ob er auch eine Einigung im Streit um die Zulassung neuer Verbrenner-Fahrzeuge nach 2035 und das Rentenpaket erwartet, sagte Merz: "Zweimal ja." Nach dem Ende der Beratungen vor 23.00 Uhr gab es dann aber keine neuen Ankündigungen. Bis Weihnachten sollen noch zwei weitere Koalitionsausschüsse stattfinden.

R.Bernasconi--NZN