Zürcher Nachrichten - Derbe Worte und Koalitionsstreit über Erbschaftsteuer bei politischem Aschermittwoch

EUR -
AED 4.244439
AFN 75.682523
ALL 93.181233
AMD 421.813862
ANG 2.068517
AOA 1060.965341
ARS 1724.041795
AUD 1.633976
AWG 2.081769
AZN 1.966929
BAM 1.959124
BBD 2.327388
BDT 141.84066
BGN 1.960551
BHD 0.435728
BIF 3454.846855
BMD 1.155736
BND 1.479003
BOB 13.548988
BRL 5.995039
BSD 1.155531
BTN 110.231552
BWP 15.554988
BYN 3.475306
BYR 22652.424122
BZD 2.324023
CAD 1.605381
CDF 2626.987666
CHF 0.939804
CLF 0.026853
CLP 1056.850913
CNY 7.793358
CNH 7.792977
COP 3612.21796
CRC 518.866887
CUC 1.155736
CUP 30.627002
CVE 110.451925
CZK 24.209199
DJF 205.773793
DKK 7.47641
DOP 67.632997
DZD 153.629294
EGP 58.11306
ERN 17.336039
ETB 184.859777
FJD 2.558164
FKP 0.856374
GBP 0.854724
GEL 3.016601
GGP 0.856374
GHS 12.861823
GIP 0.856374
GMD 84.95138
GNF 10151.135489
GTQ 8.81592
GYD 241.760192
HKD 9.068817
HNL 31.048842
HRK 7.536543
HTG 151.147759
HUF 363.001632
IDR 20580.53633
ILS 3.41231
IMP 0.856374
INR 110.298409
IQD 1514.591929
IRR 1588660.175204
ISK 142.247966
JEP 0.856374
JMD 182.815436
JOD 0.819394
JPY 183.91977
KES 149.435779
KGS 101.069384
KHR 4676.915038
KMF 493.499788
KPW 1040.162672
KRW 1633.57452
KWD 0.356822
KYD 0.963009
KZT 537.748433
LAK 26071.558578
LBP 103477.78361
LKR 385.193555
LRD 209.739492
LSL 18.641144
LTL 3.412588
LVL 0.699093
LYD 7.360297
MAD 10.703561
MDL 20.059514
MGA 4975.443163
MKD 61.629566
MMK 2426.368061
MNT 4157.566429
MOP 9.340049
MRU 46.306165
MUR 54.433886
MVR 17.855966
MWK 2003.747725
MXN 19.667185
MYR 4.723259
MZN 73.863194
NAD 18.641144
NGN 1574.181633
NIO 42.521963
NOK 10.937636
NPR 176.366661
NZD 1.966421
OMR 0.444384
PAB 1.155561
PEN 3.898355
PGK 5.088127
PHP 70.984142
PKR 321.03451
PLN 4.310837
PYG 6896.522238
QAR 4.210924
RON 5.244741
RSD 117.32565
RUB 96.79334
RWF 1697.776073
SAR 4.338551
SBD 9.302037
SCR 15.893513
SDG 694.031673
SEK 11.017625
SGD 1.478163
SHP 0.856245
SLE 28.301064
SLL 24235.203577
SOS 660.493893
SRD 43.597244
STD 23921.400218
STN 24.761642
SVC 10.110893
SYP 15026.878383
SZL 18.646153
THB 38.331715
TJS 10.677601
TMT 4.056633
TND 3.392107
TOP 2.782735
TRY 55.342553
TTD 7.836092
TWD 37.007812
TZS 3062.697847
UAH 51.653399
UGX 4290.27927
USD 1.155736
UYU 46.299357
UZS 13811.044303
VES 890.042754
VND 30207.469861
VUV 137.084144
WST 3.159384
XAF 657.054762
XAG 0.017853
XAU 0.000266
XCD 3.123434
XCG 2.082579
XDR 0.817165
XOF 657.017497
XPF 119.331742
YER 274.098336
ZAR 18.686886
ZMK 10403.0056
ZMW 21.724672
ZWL 372.146496
  • Euro STOXX 50

    13.5900

    6559.06

    +0.21%

  • SDAX

    95.8100

    18648.88

    +0.51%

  • TecDAX

    61.2500

    4124.37

    +1.49%

  • MDAX

    296.2700

    32561.13

    +0.91%

  • Goldpreis

    -9.2000

    4411.2

    -0.21%

  • DAX

    173.2800

    26473.02

    +0.65%

  • EUR/USD

    0.0026

    1.1557

    +0.22%

Derbe Worte und Koalitionsstreit über Erbschaftsteuer bei politischem Aschermittwoch
Derbe Worte und Koalitionsstreit über Erbschaftsteuer bei politischem Aschermittwoch / Foto: Michaela STACHE - AFP/Archiv

Derbe Worte und Koalitionsstreit über Erbschaftsteuer bei politischem Aschermittwoch

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) als "Meckerfritze" und AfD-Chefin Alice Weidel als "blonder Eisschrank": Die Parteien haben den politischen Aschermittwoch auch zu persönlichen Angriffen auf ihre politischen Gegner genutzt. Wenige Wochen vor den Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz nutzten die Redner ihre Auftritte zum teils derben Schlagabtausch, die Koalitionsparteien SPD und CSU stritten über die Erbschaftsteuer.

Textgröße:

Der politische Aschermittwoch ist traditionell von kräftiger Wortwahl der Politiker geprägt. Zur größten Kundgebung kamen etwa 4000 Menschen zur CSU in Passau.

CSU-Chef Markus Söder nahm vor allem AfD, Linke und Grüne ins Visier. Linken-Bundestagsfraktionschefin Heidi Reichinnek nannte er in seiner launigen, zuweilen derben Rede eine "Rosa Luxemburg für Arme", AfD-Chefin Alice Weidel einen "blonden Kühlschrank aus der Schweiz".

Der Grünen-Bundestagsfraktionschefin Katharina Dröge warf Söder vor, dass ihre Partei im Europaparlament mit der AfD gegen das Mercosur-Abkommen gekämpft habe, obwohl sie der Union immer vorwerfe, gegen die Brandmauer zur AfD zu verstoßen. "Ihr habt kein Recht, anderen immer Belehrungen zu geben", sagte Söder an die Adresse Dröges.

Söder lehnte vehement höhere Belastungen für die Bürger ab. Höhere Benzinpreise oder auch eine höhere Erbschaftsteuer werde es mit ihm nicht geben. Die Erbschaftsteuer sei eine Neidsteuer. Auch eine Lockerung der Schuldenbremse schloss er aus. "Wir machen keine Aufweichung der Schuldenbremse - es reicht mit den Schulden in Deutschland."

SPD-Chef Lars Klingbeil hielt trotz des Neins von Söder an der SPD-Forderung nach einer Erhöhung der Erbschaftsteuer fest. Beim politischen Aschermittwoch der SPD in Vilshofen sagte Klingbeil, eine gerechtere Vermögensverteilung sorge auch für gesellschaftlichen Zusammenhalt. "Bei der riesigen Summe der Erbschaften, die in unserem Land verteilt werden, ist es doch nur gerecht, wenn wir darüber sprechen, dass man über eine moderate Erhöhung mehr Gleichheit auch in diesem Land schaffen kann."

Klingbeil kündigte ein schärferes Vorgehen gegen Steuerbetrüger an. Als Bundesfinanzminister habe er diesbezüglich "einiges vor". Bei Steuerbetrug und internationaler Finanzkriminalität würden sich viele in Deutschland beteiligen. "Da müssen wir uns darum kümmern, sowohl bei denen, die den Sozialstaat nutzen, aber auch bei denen, die reich sind in diesem Land." An keiner Stelle dürfe es Betrug auf Kosten des Staats und der Allgemeinheit geben, betonte der SPD-Vorsitzende.

Mit launigen Worten verspottete Grünen-Fraktionschefin Dröge Kanzler Merz als "Meckerfritzen im Kanzleramt". In Landshut sagte Dröge, der Kanzler erinnere sie an einen "Opa im Feinrippunterhemd" aus dem Ruhrgebiet, der aus seinem Fenster heraus "den ganzen Tag das Volk vollnörgelt". "So einen Kanzler hat dieses Land nicht verdient", sagte Dröge weiter. Eigentlich sei ein Regierungschef nötig, der ein Gefühl von Gemeinschaft, Zusammenhalt und auch Wertschätzung hinbekomme. Merz mache dagegen allen schlechte Laune.

Beim politischen Aschermittwoch der AfD äußerte sich der baden-württembergische Spitzenkandidat Markus Frohnmaier zur Verwandtenaffäre seiner Partei. Frohnmaier sprach von einer "Medienkampagne". Es sei der Versuch, seine Partei kleinzuhalten und deren Erfolg auszubremsen. In der Affäre geht es um die Anstellung von Familienangehörigen bei AfD-Parlamentariern. So wurde bekannt, dass mehrere Familienangehörige von AfD-Landespolitikern aus Sachsen-Anhalt in Bundestagsbüros von AfD-Abgeordneten angestellt sind.

Linken-Chef Jan van Aken attackierte in Stuttgart vor allem Reiche. Bei Milliardären sei das Problem, dass sie sich die Politik kauften, sagte er. Deshalb sei eine Milliardärssteuer nötig - davon hänge ab, ob Schwimmbäder existieren könnten oder nicht.

N.Fischer--NZN