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Die AfD-Vorsitzenden Alice Weidel und Tino Chrupalla haben sich offen für Gespräche mit dem BSW gezeigt - sind aber nicht auf den Vorschlag von Wahlkampfduellen eingegangen. "Als AfD stehen wir selbstverständlich für einen Dialog und einen demokratischen Austausch", erklärten beide am Mittwoch in Berlin. "Deshalb nehmen wir diesen Vorstoß grundsätzlich positiv auf, gerade weil wir gemeinsam für Diplomatie und die sofortige Beendigung des Ukraine-Kriegs eintreten."
Zugleich verwiesen die AfD-Chefs auf die Eigenverantwortung der Parteien im Wahlkampf. "Letztlich ist aber jede wahlwerbende Partei für ihren Wahlkampf selbst verantwortlich", erklärten Weidel und Chrupalla. Mit Blick auf die bevorstehenden Landtagswahlen im September fügten sie hinzu: "Das BSW steht vor der Herausforderung, die Fünf-Prozent-Hürde bei den kommenden Landtagswahlen zu überspringen."
Für den Fall, dass dem BSW der Einzug in die Landtage gelinge, signalisierte die AfD Gesprächsbereitschaft. "Sollte es das erreichen, ist die AfD selbstverständlich zu Gesprächen bereit."
Deutlich ablehnender äußerte sich der AfD-Bundestagsabgeordnete Maximilian Krah. "Das BSW will nun also von der AfD vor dem verdienten Untergang gerettet werden. Wir sollten ihm diesen Gefallen nicht tun", sagte Krah dem Portal "The Pioneer".
Das BSW hatte in einem Brief an die beiden AfD-Vorsitzenden Debatten zwischen Weidel und BSW-Gründerin Sahra Wagenknecht vorgeschlagen - "auf einem großen Marktplatz im Osten der Republik".
"Frau Weidel kneift und hat Angst, ein Duell mit Sahra Wagenknecht zu verlieren", sagte BSW-Chef Fabio de Masi dem "Spiegel". Es sei "unsouverän, den Menschen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern ein spannendes Duell zu verwehren".
In Sachsen-Anhalt wird am 6. September ein neuer Landtag gewählt, in Mecklenburg-Vorpommern findet dies am 20. September statt. Jüngsten Umfragen zufolge könnte das BSW in Mecklenburg-Vorpommern erstmals einziehen, in Sachsen-Anhalt lag die Partei zuletzt unter der Fünfprozenthürde. Die AfD führt in beiden Ländern laut Meinungsforschern deutlich.
P.E.Steiner--NZN