Zürcher Nachrichten - "Keine Überreaktionen": Wadephul kündigt maßvolle Reaktion auf Drohnenvorfall in Leipzig an

EUR -
AED 4.256482
AFN 76.49528
ALL 92.133302
AMD 421.320004
ANG 2.074385
AOA 1063.975248
ARS 1748.582886
AUD 1.622963
AWG 2.086227
AZN 1.981774
BAM 1.955336
BBD 2.334256
BDT 142.116273
BGN 1.966114
BHD 0.437002
BIF 3468.106862
BMD 1.159015
BND 1.47585
BOB 13.809497
BRL 6.021432
BSD 1.158925
BTN 110.112668
BWP 15.623168
BYN 3.58055
BYR 22716.692808
BZD 2.330877
CAD 1.609512
CDF 2630.963994
CHF 0.939283
CLF 0.027557
CLP 1084.602199
CNY 7.788816
CNH 7.793663
COP 3740.790257
CRC 525.782025
CUC 1.159015
CUP 30.713896
CVE 110.239789
CZK 24.157406
DJF 206.392593
DKK 7.474928
DOP 68.183818
DZD 154.571643
EGP 58.98853
ERN 17.385224
ETB 189.308323
FJD 2.551282
FKP 0.855403
GBP 0.856437
GEL 3.019209
GGP 0.855403
GHS 13.050635
GIP 0.855403
GMD 85.187262
GNF 10187.582253
GTQ 8.84294
GYD 242.486052
HKD 9.087784
HNL 31.09562
HRK 7.532204
HTG 151.56403
HUF 366.730929
IDR 20564.402066
ILS 3.49414
IMP 0.855403
INR 110.054669
IQD 1518.239687
IRR 1593181.93541
ISK 140.611743
JEP 0.855403
JMD 183.12812
JOD 0.821688
JPY 185.60291
KES 150.034583
KGS 101.356271
KHR 4693.14941
KMF 491.422379
KPW 1043.113786
KRW 1593.378728
KWD 0.358298
KYD 0.965825
KZT 531.220804
LAK 25990.168302
LBP 103789.789052
LKR 380.161419
LRD 209.200279
LSL 18.723337
LTL 3.42227
LVL 0.701077
LYD 7.361317
MAD 10.819126
MDL 20.051366
MGA 5006.876552
MKD 61.4868
MMK 2433.446915
MNT 4172.122145
MOP 9.359659
MRU 46.400188
MUR 54.577377
MVR 17.917986
MWK 2009.735754
MXN 19.704482
MYR 4.682308
MZN 74.032048
NAD 18.723257
NGN 1546.45093
NIO 42.649878
NOK 10.816483
NPR 176.184068
NZD 1.967248
OMR 0.445632
PAB 1.15894
PEN 3.897775
PGK 5.141824
PHP 72.356107
PKR 321.465096
PLN 4.3311
PYG 6841.405891
QAR 4.236295
RON 5.256828
RSD 117.365275
RUB 100.608169
RWF 1708.990261
SAR 4.368095
SBD 9.291037
SCR 15.89328
SDG 697.148183
SEK 11.116321
SGD 1.475872
SHP 0.858675
SLE 28.540785
SLL 24303.962871
SOS 662.37995
SRD 43.792164
STD 23989.269199
STN 24.494504
SVC 10.140593
SYP 15069.51213
SZL 18.719719
THB 38.550571
TJS 10.691455
TMT 4.056552
TND 3.391895
TOP 2.79063
TRY 55.95052
TTD 7.858237
TWD 36.760467
TZS 3068.518671
UAH 51.537547
UGX 4374.98059
USD 1.159015
UYU 46.709116
UZS 13699.807822
VES 916.406569
VND 30218.417001
VUV 137.173228
WST 3.137568
XAF 655.838135
XAG 0.017909
XAU 0.000265
XCD 3.132296
XCG 2.088731
XDR 0.819484
XOF 655.804192
XPF 119.331742
YER 274.715495
ZAR 18.729635
ZMK 10432.525477
ZMW 22.05905
ZWL 373.202338
  • DAX

    -556.8600

    26013.14

    -2.14%

  • MDAX

    -819.7100

    32210.19

    -2.54%

  • Goldpreis

    -104.0000

    4377.5

    -2.38%

  • SDAX

    -234.5500

    18760.65

    -1.25%

  • Euro STOXX 50

    -37.5700

    6382.59

    -0.59%

  • TecDAX

    -46.2200

    4036.46

    -1.15%

  • EUR/USD

    -0.0029

    1.1594

    -0.25%

"Keine Überreaktionen": Wadephul kündigt maßvolle Reaktion auf Drohnenvorfall in Leipzig an

"Keine Überreaktionen": Wadephul kündigt maßvolle Reaktion auf Drohnenvorfall in Leipzig an

Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) hat eine maßvolle Reaktion der Bundesregierung auf den versuchten Sprengstoffanschlags auf den Leipziger Flughafen angekündigt. "Ich habe ja schon bei anderer Gelegenheit gesagt, Deutschland lässt sich in keiner Weise einschüchtern, und das wird auch weiterhin die Grundeinstellung unserer Politik sein", sagte Wadephul am Dienstag während eines Besuchs in Algerien. "Von unserer Seite gibt es keine Überreaktionen, aber Reaktionen, wenn wir angegriffen werden."

Textgröße:

"Wir stehen an der Seite unseres ukrainischen Partners", fügte der Minister hinzu. "Und Russland muss wissen, dass Deutschland ein Stabilitätsfaktor in Europa ist, der immer auch zu Verhandlungen bereit ist, aber der sich in keiner Weise einschüchtern lässt."

Berichten zufolge betrachtet die Bundesregierung einen russischen Geheimdienst als Drahtzieher des versuchten Sprengstoffanschlags auf den Leipziger Flughafen. Die Erkenntnisse der deutschen Sicherheitsbehörden hätten sich so sehr verdichtet, dass der versuchte Drohnen-Anschlag eindeutig Russland zugeschrieben werden könne: Dies berichteten der "Spiegel" und die "Bild" am Dienstag. Die Bundesregierung werde ihre Erkenntnisse im Laufe des Nachmittags der Öffentlichkeit präsentieren - und ebenso ihre geplanten Strafmaßnahmen.

Bislang hatte es die Bundesregierung vermieden, Russland oder ein anderes Land als Urheber des gescheiterten Anschlags zu benennen. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) sprach lediglich von "fremden Mächten". Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hatte vor wenigen Tagen Konsequenzen angekündigt: "Die Bundesregierung erlegt Urhebern hybrider Angriffe einen Preis auf - sie werden dafür bezahlen." Einen konkreten Adressaten benannte er aber nicht.

Innerhalb der Bundesregierung war in den vergangenen Tagen intensiv über Reaktionen beraten worden, auch die Partner auf EU- und Nato-Ebene wurden nach Regierungsangaben konsultiert. Mögliche Maßnahmen sind die Ausweisung weiterer russischer Diplomaten, die Schließung des letzten noch geöffneten russischen Generalkonsulats in Bonn und die Schließung des Russischen Hauses in Berlin, das offiziell als Kultureinrichtung firmiert, aber offenbar auch von den russischen Geheimdiensten genutzt wird.

Am Abend des 4. August war am Flughafen Leipzig eine mit Sprengstoff beladene Drohne entdeckt worden. In ihrer Nähe befanden sich mehrere ukrainische Frachtflugzeuge. Der Flughafen gilt als Umschlagplatz für militärische Hilfslieferungen für die Ukraine im Krieg gegen Russland.

Auch wenn sich der Verdacht rasch gegen Russland richtete, vermied es die Bundesregierung bisher aber, Russland konkret der Urheberschaft zu beschuldigen. Zunächst wollte sie das Ergebnis des so genannten Attribuierungsverfahrens abwarten.

Unter Attribuierung verstehen die Sicherheitsbehörden die konkrete Benennung eines Landes als Drahtzieher eines hybriden Anschlags. Eine solche Attribuierung sei "nur dann wirksam, wenn sie umfassend schlüssig ist, wenn sie in sich ruht und für sich spricht", hatte Regierungssprecher Stefan Kornelius am Montag gesagt.

Unter einem hybriden Angriff wird der Angriff eines ausländischen Akteurs unterhalb der Schwelle eines offenen Kriegs verstanden. Charakteristisch für solche hybriden Angriffe ist es, dass sie verdeckt erfolgen und die Täter im Dunkeln bleiben wollen. Das Attribuierungsverfahren dient dann dazu, Hinweise und Belege zu sammeln und auszuwerten, die zum Drahtzieher des Angriffs führen.

T.Furrer--NZN