Zürcher Nachrichten - Nach Bruch mit Bundespartei: Frühere Thüringer BSW-Spitzen gründen neue Partei

EUR -
AED 4.267367
AFN 76.106226
ALL 92.166394
AMD 421.737742
ANG 2.079689
AOA 1066.696855
ARS 1752.155442
AUD 1.61543
AWG 2.091561
AZN 1.977156
BAM 1.955511
BBD 2.340255
BDT 142.79892
BGN 1.971141
BHD 0.438035
BIF 3474.787043
BMD 1.161978
BND 1.472383
BOB 14.378877
BRL 5.956537
BSD 1.161928
BTN 109.727802
BWP 15.557703
BYN 3.579372
BYR 22774.777927
BZD 2.336955
CAD 1.607888
CDF 2649.311334
CHF 0.936201
CLF 0.027477
CLP 1081.860293
CNY 7.798388
CNH 7.794325
COP 3650.761065
CRC 527.0222
CUC 1.161978
CUP 30.792429
CVE 110.248725
CZK 24.209807
DJF 206.909455
DKK 7.478604
DOP 68.779847
DZD 154.811505
EGP 59.198961
ERN 17.429677
ETB 188.647351
FJD 2.550485
FKP 0.859606
GBP 0.855056
GEL 3.026903
GGP 0.859606
GHS 13.21105
GIP 0.859606
GMD 85.986281
GNF 10213.492257
GTQ 8.87069
GYD 243.094114
HKD 9.110318
HNL 31.192395
HRK 7.538687
HTG 151.957568
HUF 362.374498
IDR 20486.609932
ILS 3.500338
IMP 0.859606
INR 109.795926
IQD 1522.175292
IRR 1597255.598602
ISK 140.87762
JEP 0.859606
JMD 184.18281
JOD 0.823809
JPY 181.564931
KES 150.527779
KGS 101.61397
KHR 4702.305833
KMF 492.679609
KPW 1045.78096
KRW 1564.128062
KWD 0.35904
KYD 0.968357
KZT 529.201878
LAK 26055.153669
LBP 104052.539488
LKR 381.283714
LRD 203.339982
LSL 18.56396
LTL 3.43102
LVL 0.702869
LYD 7.372912
MAD 10.893092
MDL 20.015045
MGA 4985.264062
MKD 61.515919
MMK 2440.234004
MNT 4180.209846
MOP 9.383215
MRU 46.745099
MUR 54.41527
MVR 17.963975
MWK 2014.802569
MXN 19.622565
MYR 4.699387
MZN 74.250227
NAD 18.56396
NGN 1537.541738
NIO 42.763687
NOK 10.815573
NPR 175.564083
NZD 1.968955
OMR 0.44678
PAB 1.161928
PEN 3.897025
PGK 5.238227
PHP 72.87907
PKR 322.224932
PLN 4.313554
PYG 6951.973731
QAR 4.246973
RON 5.254529
RSD 117.332679
RUB 100.555156
RWF 1710.347514
SAR 4.360709
SBD 9.296423
SCR 16.009721
SDG 698.928003
SEK 11.123271
SGD 1.474319
SHP 0.86087
SLE 28.64263
SLL 24366.106537
SOS 664.101964
SRD 43.842026
STD 24050.608214
STN 24.496384
SVC 10.167499
SYP 15108.043901
SZL 18.567259
THB 38.251838
TJS 10.713119
TMT 4.066925
TND 3.391299
TOP 2.797765
TRY 56.264506
TTD 7.865839
TWD 36.818214
TZS 3076.245876
UAH 51.757959
UGX 4386.352475
USD 1.161978
UYU 46.773095
UZS 13704.976835
VES 936.99283
VND 30281.158815
VUV 135.944735
WST 3.158391
XAF 655.86018
XAG 0.017551
XAU 0.000262
XCD 3.140305
XCG 2.094091
XDR 0.821579
XOF 655.86018
XPF 119.331742
YER 275.388702
ZAR 18.555576
ZMK 10459.195691
ZMW 22.222719
ZWL 374.156592
  • Goldpreis

    -63.3000

    4476.6

    -1.41%

  • Euro STOXX 50

    10.3400

    6392.93

    +0.16%

  • DAX

    43.1000

    26046.4

    +0.17%

  • SDAX

    137.0400

    18734.04

    +0.73%

  • TecDAX

    -4.6800

    4022.75

    -0.12%

  • MDAX

    98.2200

    32355.32

    +0.3%

  • EUR/USD

    -0.0010

    1.1621

    -0.09%

Nach Bruch mit Bundespartei: Frühere Thüringer BSW-Spitzen gründen neue Partei
Nach Bruch mit Bundespartei: Frühere Thüringer BSW-Spitzen gründen neue Partei / Foto: JENS SCHLUETER - AFP/Archiv

Nach Bruch mit Bundespartei: Frühere Thüringer BSW-Spitzen gründen neue Partei

Nach dem Bruch mit Parteigründerin Sahra Wagenknecht haben mehrere frühere Spitzenkräfte des Thüringer BSW im Schatten der Landtagswahl im Nachbarland Sachsen-Anhalt eine neue Partei gegründet. Zur Vorsitzenden wurde am Sonntag in Erfurt die ehemalige BSW-Landesvorsitzende und Thüringer Landesfinanzministerin Katja Wolf gewählt, wie ein Sprecher mitteilte. Die Partei nennt sich demnach Thüringen.Gerecht.

Textgröße:

Führend mit dabei in der neuen Partei sind demnach auch die früheren Thüringer BSW-Spitzenvertreter Steffen Schütz sowie Steffi Eschrich. Schütz war neben Wolf Ko-Landeschef des BSW und ist Infrastruktur- und Digitalminister im Kabinett. Eschrich war BSW-Landesgeschäftsführerin.

In der zurückliegenden Woche war ein offener Grundsatzstreit zwischen der BSW-Bundesspitze um Wagenknecht und den Thüringer BSW um dessen Regierungsbeteiligung im Freistaat endgültig eskaliert. Bis auf zwei BSW-Abgeordnete traten alle Abgeordneten aus der Partei und teils auch aus der Fraktion aus.

Das BSW stellt in Thüringen gemeinsam mit CDU und SPD die Regierung und ist Teil einer Dreierkoalition unter Ministerpräsident Mario Voigt (CDU). Der Zerfall des BSW und seiner bisherigen Landtagsfraktion setzt das Bündnis daher unter Druck. Es hat schon jetzt keine absolute Mehrheit im Landtag. Bei Beschlüssen etwa zum Landeshaushalt arbeitet die Koalition mit der Linkspartei zusammen. Stärkste Landtagsfraktion ist die vom Landesverfassungsschutz als rechtsextrem eingestufte AfD.

Voigt und Wolf sowie SPD-Landeschef Georg Maier bekräftigten am Freitag die Stabilität der aktuellen Koalition und ihren Willen zur weiteren Zusammenarbeit. Wolf betonte, sie und ihre Mitstreiter fühlten sich auch nach dem Austritt aus dem BSW der Koalitionsvereinbarung mit CDU und SPD "verpflichtet".

"Wir haben versprochen, für Stabilität und Verlässlichkeit in Thüringen zu sorgen. Jetzt laden wir alle Menschen ein, dieses Versprechen gemeinsam mit uns in die Tat umzusetzen", erklärte Wolf am Sonntag. Der Gründungsvorstand werde so schnell wie möglich einen Gründungsparteitag einberufen, ergänzte die frisch gewählte Vorsitzende der neuen Partei.

Die Gründungsmitglieder beschlossen demnach auch ein Gründungsprogramm mit sechs Kernthemen, die Thüringen.Gerecht künftig in den Mittelpunkt stellen will. Die neue Partei stehe für "gerecht bezahlte Arbeit, die Anerkennung ostdeutscher Lebensleistungen, industrielle Wertschöpfung und Innovation, eine intakte Umwelt, bezahlbare Energie, nachhaltige Investitionen und echte Bürgerbeteiligung", hieß es in einer Mitteilung.

Den Bruch mit dem BSW begründeten Wolf und die übrigen früheren Spitzenpolitiker des Thüringer BSW-Landesverband am Freitag mit der Einmischung der Bundespartei um Gründerin Wagenknecht und deren fehlender Distanz zur AfD. Die BSW-Bundesführung hatte den Landesverband und seine Abgeordneten im Landtag zuletzt offen zu einem Koalitionsbruch gedrängt.

Nach dem Willen der BSW-Bundesspitze sollte CDU-Regierungschef Voigt gestürzt und durch einen "überparteilichen Ministerpräsidenten" ersetzt werden, der mit wechselnden Landtagsmehrheiten auch unter Einbeziehung der AfD regiert. Ein solches Modell favorisiert das BSW auch für andere ostdeutsche Länder, brachte es etwa schon für Sachsen-Anhalt ins Spiel.

Die bisherige BSW-Landtagsfraktion besteht trotz der Parteiaustritte der allermeisten Mitglieder rechtlich bislang noch fort, wie Wolf und Fraktionschefin Hupach am Freitag betonten. Die BSW-Fraktion kommt am Mittwoch für Beratungen zusammen und könnte dann auch Beschlüsse fassen. Parlamentsabgeordnete können grundsätzlich Parteien wechseln und sich anderen Fraktionen anschließen, ohne das sie ihr Mandat zu verlieren.

W.Vogt--NZN