Zürcher Nachrichten - Wahlfiasko für Merz: Wähler strafen CDU ab - Kanzler hält an Reformen fest

EUR -
AED 4.21834
AFN 74.661225
ALL 91.432306
AMD 416.419413
ANG 2.056463
AOA 1054.440663
ARS 1739.601242
AUD 1.608272
AWG 2.06753
AZN 1.957227
BAM 1.955422
BBD 2.310453
BDT 140.872738
BGN 1.933647
BHD 0.432416
BIF 3448.932551
BMD 1.148628
BND 1.465916
BOB 11.270819
BRL 5.906291
BSD 1.147178
BTN 109.921728
BWP 15.556989
BYN 3.470128
BYR 22513.103189
BZD 2.307154
CAD 1.607907
CDF 2654.479062
CHF 0.944743
CLF 0.027911
CLP 1102.062801
CNY 7.693107
CNH 7.700293
COP 3628.597782
CRC 513.200684
CUC 1.148628
CUP 30.438634
CVE 110.243665
CZK 24.347696
DJF 204.280467
DKK 7.475389
DOP 67.706897
DZD 153.990199
EGP 60.011386
ERN 17.229416
ETB 187.378938
FJD 2.545249
FKP 0.85749
GBP 0.857921
GEL 2.990867
GGP 0.85749
GHS 13.215443
GIP 0.85749
GMD 84.42856
GNF 10085.048308
GTQ 8.754306
GYD 240.003554
HKD 9.011042
HNL 30.79504
HRK 7.534658
HTG 149.930985
HUF 364.287725
IDR 20459.4717
ILS 3.487958
IMP 0.85749
INR 110.194179
IQD 1502.809171
IRR 1578903.655694
ISK 139.202636
JEP 0.85749
JMD 181.144944
JOD 0.814422
JPY 180.197158
KES 148.551252
KGS 100.447935
KHR 4649.100291
KMF 491.613064
KPW 1033.765308
KRW 1592.044397
KWD 0.353962
KYD 0.956015
KZT 512.880746
LAK 25706.025284
LBP 102727.519827
LKR 379.706518
LRD 198.461593
LSL 18.650291
LTL 3.391599
LVL 0.694794
LYD 7.28659
MAD 10.868997
MDL 20.161098
MGA 4973.037601
MKD 61.513096
MMK 2411.927194
MNT 4131.777436
MOP 9.269406
MRU 46.150069
MUR 54.640655
MVR 17.746733
MWK 1989.21504
MXN 19.789482
MYR 4.690656
MZN 73.40923
NAD 18.650291
NGN 1529.662418
NIO 42.211831
NOK 10.809019
NPR 175.874964
NZD 1.993627
OMR 0.442634
PAB 1.147178
PEN 3.871151
PGK 5.106012
PHP 72.2606
PKR 317.962167
PLN 4.363465
PYG 6800.683909
QAR 4.193089
RON 5.263476
RSD 117.367287
RUB 96.581309
RWF 1685.17388
SAR 4.316112
SBD 9.18961
SCR 16.119885
SDG 690.903792
SEK 11.290555
SGD 1.465883
SHP 0.858627
SLE 28.314099
SLL 24086.139517
SOS 655.573131
SRD 43.585257
STD 23774.274604
STN 24.49526
SVC 10.038057
SYP 14934.457826
SZL 18.644392
THB 38.275765
TJS 10.582452
TMT 4.031683
TND 3.374547
TOP 2.76562
TRY 56.015171
TTD 7.787493
TWD 36.503811
TZS 3039.911706
UAH 51.253181
UGX 4525.124283
USD 1.148628
UYU 46.131073
UZS 13582.371494
VES 973.444877
VND 29889.590367
VUV 135.48724
WST 3.159056
XAF 655.957
XAG 0.01734
XAU 0.000262
XCD 3.104224
XCG 2.0675
XDR 0.812139
XOF 655.957
XPF 119.331742
YER 271.708303
ZAR 18.688024
ZMK 10339.031894
ZMW 22.547637
ZWL 369.857655
SSP 6560.977546
MXV 2.243573
  • Goldpreis

    25.2000

    4424.9

    +0.57%

  • TecDAX

    -47.7000

    3948.65

    -1.21%

  • SDAX

    -60.3500

    18106.55

    -0.33%

  • Euro STOXX 50

    -86.7000

    6236.2

    -1.39%

  • DAX

    -233.7400

    25304.06

    -0.92%

  • MDAX

    -192.8300

    31083.97

    -0.62%

  • EUR/USD

    0.0010

    1.149

    +0.09%

Wahlfiasko für Merz: Wähler strafen CDU ab - Kanzler hält an Reformen fest
Wahlfiasko für Merz: Wähler strafen CDU ab - Kanzler hält an Reformen fest / Foto: Marcus Brandt - POOL/AFP

Wahlfiasko für Merz: Wähler strafen CDU ab - Kanzler hält an Reformen fest

Historisches Wahlfiasko für die CDU, harter Denkzettel für die Bundes-SPD: Die Wähler in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin haben Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und die Bundesregierung am Sonntag in beispielloser Weise abgestraft. Im Nordosten fuhr die CDU das schlechteste Ergebnis der Parteigeschichte bei einer Landeswahl ein. In Berlin verlor sie klar gegen die Linke. Merz kündigte trotz des Wahldebakels ein Festhalten am Reformkurs der Bundesregierung an: "Die Reformen müssen kommen."

Textgröße:

Für Merz brachten die drei Wahlen im September eine Hiobsbotschaft nach der anderen: In Sachsen-Anhalt vor zwei Wochen halbiert, musste die CDU in Mecklenburg-Vorpommern am Sonntagabend sogar um den Wiedereinzug in den Landtag bangen - es wäre das erstmalige Scheitern der Partei an der Fünf-Prozent-Hürde. In Berlin wurde die CDU laut Hochrechnungen klar von den Linken geschlagen, die regierende schwarz-rote Koalition wurde abgewählt.

Das Wahlergebnis in Mecklenburg-Vorpommern sei ein "Desaster", sagte Merz am Abend in der CDU-Parteizentrale. Er räumte ein, dass auch in der Hauptstadt "der Rückenwind aus Berlin ausgeblieben ist". Die Antwort auf das Ergebnis könne jedoch "kein Zurück in die gute alte Zeit sein", betonte der Kanzler. "Die Antwort muss sein, unser Land fit zu machen für die Zukunft. Ich möchte, dass unser Land wieder ein Land des Aufbruchs wird."

Dafür müsse der eingeschlagene Reformkurs der Bundesregierung fortgesetzt werden. "Was jetzt zu tun ist, erfordert Rückgrat, Standhaftigkeit und Geduld", betonte Merz. Diese Tugenden wolle er "aufbringen als Parteivorsitzender der CDU und vor allem als Bundeskanzler unseres Landes." Damit erteilte er auch Spekulationen über einen "Kanzlertausch" oder Rücktritt als CDU-Vorsitzender eine Absage.

Für die anstehenden Reformen warb Merz erneut um Geduld. In einigen Bereichen werde sich deren Wirkung "auch erst nach einiger Zeit einstellen. Aber genau deswegen können wir diese Entscheidungen jetzt nicht aufschieben". Der Kanzler sprach von einer "schwierigen Situation" - "aber wir übernehmen diese Verantwortung. Ich übernehme diese Verantwortung, denn ich möchte unser Land voranbringen".

Ob Merz verhindern kann, dass die schon laufende Debatte über einen "Kanzlertausch" weiter Fahrt aufnimmt, müssen die nächsten Tage zeigen. Wie ernst die Lage ist, zeigte das Treffen des CDU-Präsidiums bereits am Wahlabend. In der Parteizentrale beriet das Spitzengremium über das weitere Vorgehen. Üblicherweise trifft sich das Präsidium, dem auch alle CDU-Ministerpräsidenten angehören, nach Landtagswahlen erst am Montagvormittag zur Analyse.

Zuletzt hatten sich führende CDU-Politiker demonstrativ hinter den Kanzler gestellt. "Wir stehen zum Kanzler", sagte Parteivize und Familienministerin Karin Prien am Freitag. Die acht CDU-Ministerpräsidenten riefen die Partei in einer am Mittwoch vorgelegten Erklärung zur Geschlossenheit auf und warnten vor schädlichen Personaldebatten. In der Erklärung wurde der Name Friedrich Merz jedoch nicht erwähnt.

Für die Bundes-SPD ist das starke Abschneiden der Sozialdemokraten in Mecklenburg-Vorpommern ein klares Signal an die Parteispitze um Bärbel Bas und Lars Klingbeil, die als Bundesminister maßgeblich die Reformpolitik der Bundesregierung mitbestimmen. Ministerpräsidentin Manuela Schwesig legte mit der SPD zuletzt eine fulminante Aufholjagd hin und landete laut Hochrechnungen bei rund 36 Prozent knapp hinter der AfD.

Im Wahlkampf setzte Schwesig auf eine klare Abgrenzung zur Bundespolitik. So stellte sie sich an die Seite der ostdeutschen CDU-Ministerpräsidenten, die der von der Rentenkommission vorgeschlagenen Abschaffung der so genannten Rente mit 63 eine klare Absage erteilten.

Als Konsequenz aus den jüngsten Wahlen forderte SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf von der Bundesregierung Korrekturen bei ihren Reformvorhaben. "Ich denke, dass die Bundesregierung insgesamt sich jetzt hinterfragen muss", sagte Klüssendorf im ZDF. Die Diskussion der vergangenen Monate habe sich häufig zu sehr auf Kürzungen konzentriert und zu wenig auf die "strukturellen Reformen", die Deutschland brauche, betonte Klüssendorf.

Das Abschneiden seiner Partei in Mecklenburg-Vorpommern nannte Klüssendorf einen "großen Erfolg". Das Ergebnis in Berlin sei hingegen "extrem enttäuschend". Die SPD habe dort über viele Jahre Verantwortung getragen und diese lange Zeit sei nun "ein Stück weit dann ein Rucksack" gewesen, "den wir mitgetragen haben". Es sei nun wichtig, dort "jeden Stein umzudrehen und zu überlegen: Wie können wir dort auch wieder Vertrauen zurückgewinnen", sagte Klüssendorf.

A.P.Huber--NZN