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Frühere Tumorerkrankungen haben die CSU-Politikerin Ilse Aigner nach eigener Aussage entspannter für den Politikbetrieb gemacht. "Deswegen erklärt sich vielleicht, dass ich heute manches etwas gelassener sehe, weil ich weiß, was wirklich wichtig ist und was nicht - wie im politischen Betrieb die Aufgeregtheiten, die man manchmal erlebt oder produziert", sagte Aigner nach Angaben vom Donnerstag in einem Podcast der Zeitungen "Münchner Merkur" und "tz".
Bereits mit 17 Jahren wurde Aigner demnach ein Tumor am Rücken entfernt, der lange unentdeckt geblieben war und durch den eine Querschnittslähmung drohte. Aigner, die damals gerade ihren Realschulabschluss machten, berichtete in dem Podcast von "unglaublich" starken Schmerzen. Noch während einer Untersuchung habe damals eine Lähmung eingesetzt. "Die Ärzte haben dann meine Eltern telefonisch um Einverständnis gebeten, dass sie operieren können, weil es so dringend war", berichtete Aigner. "Das hätte auch schiefgehen können."
Eine weitere schwere Erkrankung bewältigte die bayerische Landtagspräsidentin während ihrer Zeit als Agrarministerin im von 2008 bis 2013 regierenden Kabinett der damaligen Kanzlerin Angela Merkel (CDU), als bei Aigner Schilddrüsenkrebs diagnostiziert wurde. Sie machte nach einer Operation eine Strahlentherapie mit einer Tablette und musste sich zeitweise völlig isolieren. Die Einsamkeit durch die Abschottung in der Klinik "war wirklich extrem", sagte sie. Es gab aber "eine gute, sehr gute Heilungschance".
Aigner werden gute Chancen zugerechnet, im kommenden Jahr Nachfolgerin von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zu werden. Unterstützung bekommt sie neben der CSU auch aus Reihen von CDU, SPD und Grünen. Sie wäre die erste Frau im Amt des deutschen Staatsoberhaupts.
S.Scheidegger--NZN