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Die Bundeswehr setzt nach einem Pressebericht beim Wiederaufbau der heereseigenen Flugabwehr auf eine Zwischenlösung, weil es beim Luftverteidigungssystem Skyranger von Rheinmetall Lieferverzögerungen gibt. Wie das "Handelsblatt" am Donnerstag unter Berufung auf Unternehmenskreise berichtete, bereitet sich der Konkurrent Diehl darauf vor, 48 Systeme zur Drohnenjagd an die Bundeswehr zu liefern. Dabei gehe es um das GARMR-System, das Drohnen mithilfe von Radaren erfassen und mit Abwehrdrohnen oder einer Maschinenkanone bekämpfen kann.
Beschafft werden sollten bei Diehl je 24 Fahrzeuge mit Kanone und mit Abfang-Drohnen, berichtete das "Handelsblatt". Die Zeitung verwies darauf, dass der Inspekteur des Heeres, Generalleutnant Christian Freuding, schon angedeutet habe, dass an einer Zwischenlösung zur Ausstattung der deutschen Brigade in Litauen gearbeitet werde, weil Skyranger verspätet kommt.
Die Flugabwehrtruppe des Heeres zur Bekämpfung von Zielen im Nah- und Nächstbereich war 2012 aufgelöst worden. Vor dem Hintergrund des Ukraine-Kriegs beschloss die Bundeswehr 2024, eine neue Flugabwehreinheit aufzubauen. Sie soll schrittweise bis 2028 wiederaufgebaut werden.
Die Lieferverzögerungen bei Skyranger hätten auch mit Sonderwünschen bei der Integration von Lenkflugkörpern und beim Fahrgestell zu tun, hieß es in dem "Handelsblatt"-Bericht. Demnach wollte die Bundeswehr eine andere Variante des Radpanzers Boxer als Rheinmetall.
Nach Angaben aus Branchenkreisen könnte demnach ein Änderungsvertrag im November 2026 geschlossen werden. Die Produktion serienreifer Skyranger auf diesem Fahrgestell könnte dann aber dem zweiten Quartal 2027 erfolgen, worauf eine Erprobungsphase beginnen könnte.
F.Schneider--NZN