Zürcher Nachrichten - Deutschland hält Klimavorgabe 2022 ein - Problembereiche Verkehr und Gebäude

EUR -
AED 4.158885
AFN 72.476375
ALL 91.957242
AMD 412.282859
ANG 2.027479
AOA 1038.446283
ARS 1726.972144
AUD 1.628951
AWG 2.041221
AZN 1.92427
BAM 1.954271
BBD 2.286261
BDT 139.570789
BGN 1.906394
BHD 0.427956
BIF 3403.79672
BMD 1.132439
BND 1.449391
BOB 13.661491
BRL 5.869657
BSD 1.135087
BTN 108.801307
BWP 15.991134
BYN 3.416251
BYR 22195.802284
BZD 2.282963
CAD 1.612978
CDF 2618.761394
CHF 0.946985
CLF 0.027921
CLP 1102.474025
CNY 7.59272
CNH 7.603376
COP 3753.797115
CRC 518.482853
CUC 1.132439
CUP 27.242961
CVE 110.180246
CZK 24.440579
DJF 202.13737
DKK 7.475571
DOP 67.495696
DZD 151.680043
EGP 58.873915
ERN 16.986583
ETB 182.322769
FJD 2.546572
FKP 0.853646
GBP 0.854284
GEL 2.938711
GGP 0.853646
GHS 13.286779
GIP 0.853646
GMD 83.800325
GNF 9908.840362
GTQ 8.672329
GYD 237.507302
HKD 8.885738
HNL 30.405704
HRK 7.535925
HTG 148.560475
HUF 366.279412
IDR 20331.807867
ILS 3.474039
IMP 0.853646
INR 108.696134
IQD 1483.494949
IRR 1918181.617243
ISK 137.002435
JEP 0.853646
JMD 179.645466
JOD 0.802922
JPY 179.249791
KES 146.888967
KGS 99.030307
KHR 4593.172569
KMF 492.610407
KPW 1019.195363
KRW 1538.633417
KWD 0.349812
KYD 0.945968
KZT 499.313707
LAK 25411.928489
LBP 101409.90316
LKR 375.099868
LRD 194.066697
LSL 18.628485
LTL 3.343798
LVL 0.685001
LYD 7.243462
MAD 11.01123
MDL 20.153785
MGA 5011.042416
MKD 61.526857
MMK 2377.87616
MNT 4074.576062
MOP 9.175102
MRU 45.393762
MUR 54.153664
MVR 17.507414
MWK 1965.914326
MXN 20.469348
MYR 4.628847
MZN 72.355183
NAD 18.639574
NGN 1502.871335
NIO 41.509512
NOK 10.905783
NPR 174.075947
NZD 2.01385
OMR 0.435433
PAB 1.135127
PEN 3.907479
PGK 5.033645
PHP 71.076399
PKR 313.74188
PLN 4.362953
PYG 6640.657234
QAR 4.127714
RON 5.273741
RSD 117.549458
RUB 94.416673
RWF 1670.347366
SAR 4.281744
SBD 9.133166
SCR 16.516653
SDG 681.16608
SEK 11.338952
SGD 1.448803
SHP 0.85451
SLE 27.84681
SLL 23746.668152
SOS 647.188061
SRD 42.604048
STD 23439.19868
STN 24.545613
SVC 9.932316
SYP 14723.970762
SZL 18.628691
THB 38.060109
TJS 10.454858
TMT 3.963536
TND 3.366311
TOP 2.726641
TRY 55.528576
TTD 7.70077
TWD 36.148016
TZS 2989.642036
UAH 50.705505
UGX 4449.577244
USD 1.132439
UYU 45.734819
UZS 13385.427708
VES 972.878309
VND 29408.305587
VUV 135.607119
WST 3.143877
XAF 655.957
XAG 0.018454
XAU 0.000270200554
XCD 3.060473
XCG 2.045817
XDR 0.800693
XOF 655.957
XPF 119.331742
YER 267.736839
ZAR 18.599404
ZMK 10193.313246
ZMW 22.192145
ZWL 364.644861
SSP 6469.161241
MXV 2.316578
  • Euro STOXX 50

    -15.6500

    6253.37

    -0.25%

  • DAX

    -102.2800

    25096.91

    -0.41%

  • TecDAX

    5.3800

    4006.7

    +0.13%

  • MDAX

    -157.2000

    30685.33

    -0.51%

  • SDAX

    -52.2100

    18378.26

    -0.28%

  • Goldpreis

    16.0000

    4202.7

    +0.38%

  • EUR/USD

    -0.0024

    1.131

    -0.21%

Deutschland hält Klimavorgabe 2022 ein - Problembereiche Verkehr und Gebäude
Deutschland hält Klimavorgabe 2022 ein - Problembereiche Verkehr und Gebäude / Foto: Daniel ROLAND - AFP/Archiv

Deutschland hält Klimavorgabe 2022 ein - Problembereiche Verkehr und Gebäude

Deutschland hat 2022 etwas weniger Treibhausgase ausgestoßen - doch vom Erreichen der Klimaziele für 2030 bleibt das Land weit entfernt. Problematisch sind weiter die Bereiche Verkehr und Gebäude, die ihre Vorgaben für 2022 klar verfehlten, wie vorläufige Zahlen des Umweltbundesamts (UBA) vom Mittwoch zeigen. UBA-Präsident Dirk Messner mahnte, das Tempo beim Klimaschutz müsse deutlich steigen. Umweltschutzorganisationen forderten Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) auf, sich der Sache anzunehmen.

Textgröße:

Laut UBA lag der deutsche Treibhausgasausstoß 2022 mit rund 746 Millionen Tonnen um 15 Tonnen oder 1,9 Prozent niedriger als 2021; die Jahresvorgabe aus dem Klimaschutzgesetz wurde eingehalten. Seit 1990 sind die Emissionen damit laut Umweltbundesamt in Deutschland um 40,4 Prozent gesunken. 2030 dürfen sie laut Gesetz aber nur noch bei 438 Millionen Tonnen liegen.

"Das Zeitfenster, um die Problematik noch lösen zu können, ist unglaublich eng", sagte UBA-Präsident Messner dazu in Berlin. Um die deutschen Klimaziele für 2030 erreichen zu können, müssten die Emissionen ab sofort jährlich um sechs Prozent sinken.

Im Verkehr stiegen die Emissionen um 0,7 Prozent auf 148 Millionen Tonnen an - damit überschritt der Sektor erneut die maximal erlaubte Treibhausgasmenge. "Wir brauchen dringend einen Plan", sagte Messner. Um die Sektorziele noch zu erreichen, seien unter anderem deutlich mehr E-Autos statt Verbrenner nötig, außerdem müssten private Fahrten viel öfter mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurückgelegt werden.

Messner forderte auch den Abbau umweltschädlicher Subventionen. Angesichts der Klimakrise und der engen Finanzlage im Bundeshaushalt könne er "nicht mehr nachvollziehen", dass es weiterhin staatliche Förderung etwa für Dieselkraftstoff und Flugverkehr gebe. Der UBA-Chef erneuerte zudem die Forderung seiner Behörde nach einem Tempolimit von 120 auf Autobahnen und 80 auf Landstraßen.

Auch der Gebäudesektor überschritt 2022 die Emissionsvorgaben, obwohl der Treibhausgasausstoß sank, und zwar um 5,3 Prozent auf 112 Millionen Tonnen. Laut Messner lag dies insbesondere daran, dass Privathaushalte ebenso wie Gewerbe und Handel in großem Umfang Erdgas einsparten.

Er lobte den Einbau von rund 230.000 Wärmepumpen im vergangenen Jahr. Zugleich seien aber 600.000 "fossile Wärmeanlagen" installiert worden. "Wir müssen jetzt aus den Fossilen raus", mahnte Messner. Außerdem sei die Sanierungsquote im Gebäudebereich zu niedrig.

Bundesbauminister Klara Geywitz (SPD) räumte ein, dass bei den Sanierungen eine "große Herausforderung zu bewältigen" sei. Eine gute staatliche Förderung sei nötig, eine "allgemeine Sanierungspflicht per Gesetz" lehne sie aber ab.

Klimaschutzminister Robert Habeck (Grüne) erklärte, die neuen UBA-Zahlen zeigten "klar unsere politische Aufgabe: In allen Handlungsfeldern gilt es jetzt, ohne Zögern den Klimaschutz zu verstärken, und das mit konkreten Maßnahmen." Unter anderem müsse die Regierung "den Verkehrssektor angehen". SPD-Fraktionsvize Matthias Miersch betonte, jedes Kabinettsmitglied "muss in seinem Zuständigkeitsbereich die notwendigen Maßnahmen einleiten".

Verschiedene Umweltverbände verlangten ein Einschreiten des Kanzlers. "SPD, FDP und Grüne brechen geltendes Recht", erklärte BUND-Geschäftsführerin Antje von Broock. "Die Bundesregierung ist an das Klimaschutzgesetz gebunden und muss seine Ziele in allen Sektoren erreichen. Olaf Scholz muss endlich handeln."

"Heute bekommt Deutschland die Quittung für zögerliche Anstrengungen bei der Verkehrswende und die Klimaschutz-Blockaden der FDP", erklärte Greenpeace-Klimaexperte Benjamin Stephan. Scholz müsse dafür sorgen, dass "die gesamte Bundesregierung die rechtlichen Verpflichtungen wirksam umsetzt".

Ähnlich äußerten sich auch Vertreterinnen und Vertreter der Klima-Allianz und des WWF. Der CDU-Klimapolitiker Thomas Gebhardt erklärte ebenfalls, er erwarte, "dass sich Olaf Scholz endlich um das Thema kümmert".

A.Senn--NZN