Zürcher Nachrichten - Nach Flutkatastrophe in Texas zunehmend verzweifelte Suche nach Vermissten

EUR -
AED 4.254415
AFN 76.45815
ALL 92.767003
AMD 423.410914
ANG 2.073379
AOA 1063.459921
ARS 1723.633132
AUD 1.629398
AWG 2.088111
AZN 1.96965
BAM 1.95513
BBD 2.33356
BDT 142.16943
BGN 1.96516
BHD 0.436729
BIF 3463.77428
BMD 1.158453
BND 1.478874
BOB 13.457213
BRL 6.028362
BSD 1.158588
BTN 110.711575
BWP 15.597587
BYN 3.524146
BYR 22705.677553
BZD 2.330271
CAD 1.606415
CDF 2635.479795
CHF 0.939053
CLF 0.026941
CLP 1060.319982
CNY 7.808726
CNH 7.811686
COP 3631.437173
CRC 520.414888
CUC 1.158453
CUP 30.699003
CVE 110.225793
CZK 24.188959
DJF 205.8807
DKK 7.475503
DOP 67.795885
DZD 154.025615
EGP 58.135689
ERN 17.376794
ETB 187.428931
FJD 2.553404
FKP 0.856093
GBP 0.854759
GEL 3.023308
GGP 0.856093
GHS 12.801379
GIP 0.856093
GMD 85.14226
GNF 10178.379534
GTQ 8.840741
GYD 242.400639
HKD 9.087061
HNL 31.059952
HRK 7.535159
HTG 151.606073
HUF 363.802935
IDR 20849.256722
ILS 3.436285
IMP 0.856093
INR 110.857401
IQD 1517.860095
IRR 1592351.483705
ISK 142.200064
JEP 0.856093
JMD 183.547089
JOD 0.821396
JPY 184.572252
KES 149.8804
KGS 101.306416
KHR 4691.734973
KMF 494.659597
KPW 1042.607983
KRW 1637.148784
KWD 0.357661
KYD 0.965565
KZT 534.074639
LAK 26136.703131
LBP 103743.396942
LKR 384.438233
LRD 210.295198
LSL 18.728938
LTL 3.42061
LVL 0.700737
LYD 7.361477
MAD 10.740719
MDL 19.946077
MGA 4990.224969
MKD 61.555443
MMK 2432.50473
MNT 4165.971899
MOP 9.362429
MRU 46.450079
MUR 54.366575
MVR 17.898703
MWK 2009.05936
MXN 19.730417
MYR 4.70344
MZN 74.036731
NAD 18.728938
NGN 1568.49915
NIO 42.634835
NOK 10.903996
NPR 177.136992
NZD 1.960873
OMR 0.445431
PAB 1.158588
PEN 3.899813
PGK 5.130175
PHP 71.440054
PKR 321.555186
PLN 4.313621
PYG 6978.51773
QAR 4.235293
RON 5.236556
RSD 117.358226
RUB 98.408476
RWF 1700.309874
SAR 4.340128
SBD 9.323905
SCR 16.026056
SDG 695.654019
SEK 11.013061
SGD 1.479593
SHP 0.858258
SLE 28.390719
SLL 24292.177953
SOS 662.164467
SRD 43.771563
STD 23977.636876
STN 24.491288
SVC 10.138394
SYP 15062.20497
SZL 18.733094
THB 38.263496
TJS 10.68826
TMT 4.06617
TND 3.385696
TOP 2.789277
TRY 55.504834
TTD 7.851207
TWD 36.915495
TZS 3058.31343
UAH 51.828764
UGX 4310.46676
USD 1.158453
UYU 46.423487
UZS 13747.360818
VES 893.835467
VND 30357.259198
VUV 135.919513
WST 3.167779
XAF 655.7181
XAG 0.017561
XAU 0.000262
XCD 3.130777
XCG 2.088175
XDR 0.819086
XOF 655.723758
XPF 119.331742
YER 274.835983
ZAR 18.788139
ZMK 10427.464404
ZMW 21.827236
ZWL 373.021373
  • EUR/USD

    0.0004

    1.1585

    +0.03%

  • DAX

    -101.7000

    26338.61

    -0.39%

  • Euro STOXX 50

    -9.1400

    6530.45

    -0.14%

  • SDAX

    -147.1900

    18486.32

    -0.8%

  • TecDAX

    -12.6300

    4093.24

    -0.31%

  • MDAX

    -107.4100

    32356.98

    -0.33%

  • Goldpreis

    4.7000

    4478.4

    +0.1%

Nach Flutkatastrophe in Texas zunehmend verzweifelte Suche nach Vermissten
Nach Flutkatastrophe in Texas zunehmend verzweifelte Suche nach Vermissten / Foto: RONALDO SCHEMIDT - AFP

Nach Flutkatastrophe in Texas zunehmend verzweifelte Suche nach Vermissten

Nach einer verheerenden Sturzflut im US-Bundesstaat Texas ist am Wochenende mit wachsender Verzweiflung nach dutzenden noch vermissten Menschen gesucht worden. Unter ihnen waren Mädchen, die sich in einem Sommerlager am Guadalupe-Fluss aufgehalten hatten. Das Camp wurde durch die sintflutartigen Wassermassen überschwemmt. Die Zahl der Todesopfer stieg bis zum Sonntagvormittag (Ortszeit) weiter auf 59 an, wie der texanische Vizegouverneur Dan Patrick mitteilte.

Textgröße:

Es sei "traurigerweise" zu erwarten, dass die Totenzahl noch weiter steigen werde, fügte Patrick im Fernsehsender Fox News hinzu. Am Samstag waren 27 Mädchen aus dem Sommercamp als vermisst gemeldet worden. Das Lager wurde überschwemmt, als sie sich bereits zum Schlafen hingelegt hatten. Verzweifelte Eltern suchten in Aufnahmezentren für die Flutopfer oder über die Onlinenetzwerke nach ihren Kindern.

Am stärksten von der Katastrophe betroffen war der Landkreis Kerr, dort gab es die meisten Todesopfer. Aber auch andere Landkreise wurden von den Fluten heimgesucht.

In Kerr County liegt auch das christliche Sommerlager "Camp Mystic", wo sich zum Zeitpunkt der Katastrophe am Freitag rund 750 Mädchen aufhielten. Die meisten von ihnen konnten nach Behördenangaben gerettet werden. Auch weitere Camper am Ufer des Guadalupe wurden in Sicherheit gebracht. Insgesamt seien 850 Menschen erfolgreich evakuiert worden, sagte Polizeichef Larry Leitha am Samstag.

Der Wasserstand des Flusses war am Freitag binnen 45 Minuten um acht Meter angestiegen. Die Überschwemmungen am US-Nationalfeiertag waren durch heftige Regenfälle von bis zu 300 Litern pro Quadratmeter ausgelöst worden - ein Drittel der durchschnittlichen jährlichen Niederschlagsmenge im Landkreis Kerr.

Im "Camp Mystic" seien die Fluten bis auf die Höhe der Hüttendächer angeschwollen, schrieb der texanische Gouverneur Greg Abbott nach einem Besuch des Lagers im Onlinedienst X. In der Stadt Kerrville berichtete der Restaurantbetreiber Gerardo Martinez: "Das Wasser stand bis zu den Baumwipfeln, etwa zehn Meter oder so hoch." Autos und ganze Häuser seien von den Wassermassen in den Fluss gerissen worden.

Im "Camp Mystic" spielten sich dramatische Szenen ab. Abbott berichtete von einem Mädchen, das vor der Überschwemmung auf einen Baum geflüchtet und von dort von einem Hubschrauber geborgen worden sei.

Das Ferienlager bot nach dem Desaster ein Bild der Zerstörung: Decken und Teddybären lagen schlammbedeckt herum, die Fenster von Hütten waren zerschmettert, offenbar durch die Kraft der Wassermassen. Eine der Wände des Speisesaals war komplett zerstört.

In dem Camp durchforstete am Samstag der 40-jährige Michael die Trümmer auf der Suche nach seiner achtjährigen Tochter. "Meine Tochter war hier", sagte er und deutete auf eine steinerne Hütte mit eingebrochenen Fenstern. In der Hütte fand er ein Handtuch mit dem Namen seiner Tochter, ihr Armband und ein Familienfoto. Michael, der seinen Nachnamen nicht nennen wollte, sagte, er hoffe bei der Suche nach seiner Tochter auf "ein Wunder".

Die Suche werde nicht aufhören, "solange wir nicht alle Mädchen gefunden haben, die sich in diesen Bungalows befunden haben", versicherte Gouverneur Abbott.

Der Leiter des texanischen Katastrophenschutzes, Nim Kidd, teilte mit, die Rettungsteams seien in der Luft, am Boden und im Wasser im Einsatz. An der Suche waren rund 500 Rettungskräfte sowie 14 Hubschrauber im Einsatz, auch Drohnen wurden eingesetzt.

Der US-Wetterdienst NWS sagte weiteren Starkregen und neue Überschwemmungen in der Region voraus. Die Behörde rief Anwohner in Flussnähe auf, höher gelegene Gebiete aufzusuchen.

Präsident Donald Trump kündigte Bundeshilfen für die betroffenen Gebiete an. Der Präsident werde für eine Verbesserung der Technologien beim Wetterdienst NWS und der Klimabehörde NOAA sorgen, sagte Heimatschutzministerin Kristi Noem. "Wir müssen dieses alte System erneuern", kündigte sie an.

Kommunalvertreter sagten, sie seien nicht vor der Sturzflut gewarnt worden. "Wir haben nicht gewusst, dass diese Flut kommt", sagte etwa der Beamte des Landkreises Kerr, Rob Kelly.

Noem sagte, sie werde ihre Regierung über die Kritik an den Vorhersagen informieren. Die Trump-Regierung war nach Mittel- und Personalkürzungen beim NWS und der NOAA von Wissenschaftlern und Katastrophenschutzbehörden kritisiert worden. Trump ignoriert in seiner Politik die wissenschaftlichen Erkenntnisse zum menschengemachten Klimawandel.

Sturzfluten sind in der von der jetzigen Katastrophe betroffenen Region im Zentrum und Süden von Texas nicht unüblich. Sie entstehen, wenn der Boden heftige Regenfälle nicht aufnehmen kann. Wissenschaftlern zufolge führt der Klimawandel allerdings dazu, dass extreme Wetterereignisse wie Überschwemmungen, Dürren und Hitzewellen häufiger und heftiger auftreten als in der Vergangenheit.

L.Rossi--NZN