Zürcher Nachrichten - Tel Aviv trotzt dem Krieg

EUR -
AED 4.396731
AFN 77.817676
ALL 96.633692
AMD 453.329176
ANG 2.143089
AOA 1097.83457
ARS 1729.352468
AUD 1.702011
AWG 2.156462
AZN 2.039423
BAM 1.955494
BBD 2.410093
BDT 146.224712
BGN 2.010547
BHD 0.451307
BIF 3544.601811
BMD 1.197203
BND 1.509945
BOB 8.268777
BRL 6.222465
BSD 1.196598
BTN 109.914828
BWP 15.657488
BYN 3.402326
BYR 23465.178004
BZD 2.406644
CAD 1.621444
CDF 2681.734654
CHF 0.916602
CLF 0.026164
CLP 1033.114564
CNY 8.326128
CNH 8.30948
COP 4394.165854
CRC 593.899773
CUC 1.197203
CUP 31.725878
CVE 110.246395
CZK 24.298668
DJF 212.767411
DKK 7.466817
DOP 75.287294
DZD 154.645006
EGP 56.071477
ERN 17.958044
ETB 186.070884
FJD 2.623191
FKP 0.868725
GBP 0.866422
GEL 3.226409
GGP 0.868725
GHS 13.079066
GIP 0.868725
GMD 87.39575
GNF 10500.227976
GTQ 9.180412
GYD 250.349842
HKD 9.339919
HNL 31.578671
HRK 7.53436
HTG 156.703555
HUF 380.275952
IDR 20043.152925
ILS 3.708785
IMP 0.868725
INR 110.191817
IQD 1567.535462
IRR 50432.174852
ISK 144.777925
JEP 0.868725
JMD 187.578344
JOD 0.848805
JPY 183.289346
KES 154.4388
KGS 104.695501
KHR 4810.248488
KMF 493.247274
KPW 1077.413043
KRW 1709.522081
KWD 0.366883
KYD 0.997244
KZT 602.915806
LAK 25780.187663
LBP 107157.553697
LKR 370.52747
LRD 221.375414
LSL 19.02661
LTL 3.535029
LVL 0.724176
LYD 7.514732
MAD 10.819274
MDL 20.066865
MGA 5339.210445
MKD 61.63438
MMK 2514.103837
MNT 4277.177094
MOP 9.616778
MRU 47.767939
MUR 53.981893
MVR 18.508609
MWK 2074.975824
MXN 20.55437
MYR 4.691876
MZN 76.333354
NAD 19.026689
NGN 1669.451383
NIO 44.033121
NOK 11.46487
NPR 175.861322
NZD 1.977324
OMR 0.46032
PAB 1.196623
PEN 4.003841
PGK 5.122136
PHP 70.371645
PKR 334.748308
PLN 4.205343
PYG 8035.6439
QAR 4.35082
RON 5.095894
RSD 117.401305
RUB 91.634445
RWF 1745.827247
SAR 4.489949
SBD 9.670618
SCR 16.465834
SDG 720.117452
SEK 10.562347
SGD 1.510601
SHP 0.898212
SLE 29.090341
SLL 25104.746579
SOS 682.68479
SRD 45.603892
STD 24779.684116
STN 24.495866
SVC 10.470233
SYP 13240.555793
SZL 19.01879
THB 37.293058
TJS 11.182306
TMT 4.19021
TND 3.422165
TOP 2.882577
TRY 51.974413
TTD 8.121799
TWD 37.457606
TZS 3064.839423
UAH 51.150068
UGX 4284.276983
USD 1.197203
UYU 45.282358
UZS 14477.556759
VES 429.168708
VND 31205.095136
VUV 143.270697
WST 3.262808
XAF 655.846319
XAG 0.010177
XAU 0.000217
XCD 3.235501
XCG 2.156536
XDR 0.81435
XOF 655.84358
XPF 119.331742
YER 285.40063
ZAR 18.820276
ZMK 10776.267075
ZMW 23.782483
ZWL 385.498864
  • EUR/USD

    0.0006

    1.1966

    +0.05%

  • DAX

    -71.6500

    24822.79

    -0.29%

  • Euro STOXX 50

    -61.3900

    5933.2

    -1.03%

  • TecDAX

    10.5900

    3723.54

    +0.28%

  • Goldpreis

    211.0000

    5551.2

    +3.8%

  • MDAX

    -87.4800

    31640.37

    -0.28%

  • SDAX

    -7.8800

    18319.79

    -0.04%


Tel Aviv trotzt dem Krieg




Trotz anhaltender Gefechte, Terrorgefahr und geopolitischer Eskalationen verzeichnet die Börse in Tel Aviv neue Höchststände. Was paradox klingt, folgt einer klaren Logik: Märkte sind vorwärtsgerichtet. Sie bewerten nicht den heutigen Frontverlauf, sondern die erwartete Ertragskraft von Unternehmen, die künftige Zins- und Inflationslage sowie Kapitalflüsse. In Israel treffen mehrere kräftige Treiber zusammen – von einem robusten Tech-Ökosystem über einen starken Shekel bis hin zu Erwartungen an Rekonstruktion, Effizienzgewinne und eine stabilisierende Geldpolitik.

1) Vorwärtsprämie: Börsen handeln Zukunft, nicht Gegenwart
Die israelischen Leitindizes reflektieren die Erwartung, dass nach Phasen akuter Eskalation eine Phase geringerer Unsicherheit und höherer Investitionstätigkeit folgt. Kursanstiege nach Angriffswellen oder Raketeneskalationen zeigen, dass Investoren eine Normalisierung antizipieren und in Kursen einpreisen. Die Rally ist somit weniger ein Votum für die Gegenwart als für die Fähigkeit der Wirtschaft, Schäden rasch zu absorbieren und wieder zu wachsen.

2) Tech- und Pharma-Anker stützen die Bewertung
Israels Kapitalmarkt ist strukturell anders gewichtet als viele europäische Börsen: Ein hoher Anteil an Technologie-, Software-, Cybersecurity- und Pharmawerten dämpft zyklische Schwankungen. Diese Sektoren sind global skaliert, verdienen in Hartwährungen und profitieren von struktureller Nachfrage – von Cloud-Sicherheit über KI-Infrastruktur bis Medizintechnik. Kriegslagen verlangsamen zwar lokale Aktivitäten, der Export- und Lizenzcharakter vieler israelischer Firmen federt jedoch den Inlandsdruck ab. Das erklärt, warum Gewinnschätzungen weniger stark einbrechen als befürchtet – und warum Bewertungsmultiplikatoren sich wieder ausdehnen können.

3) Der starke Shekel als Vertrauensbarometer
Die Aufwertung des Schekel gegenüber dem US-Dollar dient Anlegern als Stimmungs- und Stabilitätssignal. Ein fester Schekel senkt Importpreise (insbesondere bei Energie und Vorprodukten) und wirkt inflationsdämpfend. Das reduziert Zinsrisiken, stützt inländische Kaufkraft und verbessert die realen Finanzierungskonditionen für Unternehmen. Für ausländische Investoren senkt eine aufwertende Währung zudem das Währungsrisiko – ein zusätzlicher Magnet für Kapitalzuflüsse.

4) Geldpolitik: Hoher Zins, aber planbar
Die Bank of Israel hält seit geraumer Zeit einen Leitzins, der real – bei moderater Inflation – straff, aber nicht rezessionsfördernd wirkt. Wichtig ist die Planbarkeit: Solange Inflationserwartungen verankert bleiben und der Wechselkurs stabil ist, entsteht Spielraum für spätere, vorsichtige Lockerungen. Genau diese Option handeln Märkte im Voraus: Sinken die Risikoprämien, wachsen die Bewertungsmultiplikatoren – Kurse steigen, bevor Zinsentscheidungen tatsächlich fallen.

5) „Reconstruction Trade“: Bau, Infrastruktur, Schutzräume
Neben Tech treiben bau- und immobiliennahe Segmente die Hausse. Der erwartete Bedarf an Schutzräumen, Sanierungen und moderner Infrastruktur (von verstärkten Gebäuden bis digitaler Sicherheit) nährt die These, dass Bau- und Werkstoffkonzerne über Jahre volle Auftragsbücher haben. Märkte haben dies früh eingepreist; besonders Indizes mit hohem Bauanteil trieben die Leitindizes an. Auch Versicherer und Banken profitieren indirekt von höherer Kreditnachfrage und einem aktiveren Primärmarkt.

6) Kapitalmarkt-Dynamik: Mehr IPOs, höhere Umsätze
Wenn die Börse zuverlässig Liquidität bereitstellt, belebt sich der Emissionsmarkt – ein Kreislauf, der die Rally verstärkt. Mehr Börsengänge und Kapitalerhöhungen bringen frische Titel und Geschichten in den Markt, erhöhen die Markttiefe und locken weitere institutionelle Anleger an. Zugleich verbessert eine rege Emissionstätigkeit die Profitabilität der Börsenbetreiber selbst – wiederum ein positiver Rückkopplungseffekt im Index.

7) Internationale Nachfrage nach israelischen Assets
Trotz erhöhtem Risiko gelingt es dem Staat, am globalen Anleihemarkt hohe Volumina zu platzieren – und zwar mit starker Überzeichnung. Das signalisiert, dass große Adressen die Schuldentragfähigkeit weiterhin positiv einschätzen. Sinkende Risikoaufschläge – selbst von erhöhtem Niveau aus – stützen den Aktienmarkt, weil sie Diskontsätze drücken und die Bewertung künftiger Cashflows erhöhen.

8) Institutionelle Resilienz und makroökonomische Puffer
Vor dem Krieg baute Israel fiskalische Puffer auf, während die Unabhängigkeit der Notenbank und klare Inflationsziele die geldpolitische Glaubwürdigkeit stärken. Diese institutionellen Fundamente begrenzen die Tiefe von Rezessionsphasen und beschleunigen Erholungen. Dass die Wirtschaft in Quartalsdaten wieder Tritt fasst, passt ins Bild: Märkte honorieren resiliente Arbeitsmärkte, robuste Bankbilanzen und die Aussicht, dass Kriegsmehrausgaben mittelfristig nicht jede Wachstumsdividende aufzehren.

9) Sektorale Kriegsdividenden vs. gesamtwirtschaftliche Kosten
Rüstungsnahe Firmen (Elektronik, Drohnen, Schutzsysteme) erleben kriegsbedingte Nachfrageimpulse; Cybersicherheitsanbieter profitieren von erhöhter Hybridbedrohung. Das hebt Indizes – aber die gesamtwirtschaftliche Rechnung bleibt ambivalent: Verteidigungsausgaben erhöhen Defizite, Ratingagenturen mahnen und die Realwirtschaft trägt die Last der Unsicherheit. Für die Börse zählt kurzfristig: Gewinnsicht einzelner Sektoren > konjunkturelle Bremswirkung, solange Finanzierungsbedingungen stabil bleiben.

10) Risiken, die die Rally jederzeit stoppen könnten
Trotz Kursgewinnen bleibt das Abwärtsrisiko hoch: Eine Ausweitung des Nordkonflikts, ein schärferer Ölpreisschock, ein plötzlicher Shekel-Rückschlag oder ein weiterer Rating-Schritt nach unten könnten Multiplikatoren rasch einengen. Ebenso könnte eine hartnäckig hohe Inflation die Notenbank zu längerer Zinsstrenge zwingen. Die aktuelle Hausse ist deshalb kein Freibrief, sondern ein Markt-Votum unter Vorbehalt.



Vorgestellt


Wirtschaft: Ist Indien wegen Großbritannien so arm?

Die Wirtschaft von Indien stagniert, ein Großteil der Bevölkerung Indiens lebt in bitterer Armut, aber wo liegt der Grund? Ist die ehemalige Kolonialmacht Großbritannien schuld an der Armut von Indien?Schauen Sie sich das Video an, es könnte Sie interessieren....!

Wirtschaft: Afrika, das Milliarden-Grab von China

China ist der größte Kreditgeber in ganz Afrika. Aber aus einem bisher unerklärlichen Grund scheint Pekings Strategie in Bezug auf Afrika zu einem Ende zu kommen. Und die große Frage ist: Warum? Ist Afrika etwa zum finanziellen Milliarden-Grab von China geworden?Schauen Sie isch das Video an, Sie werden vielleicht erstaunt sein was Sie sehen...

Politik: Georgien als Marionetten-Staat von Russland?

Russland ist ein Terror-Staat, dies beweist der kriminelle Angriff der Russen auf das Nachbarland Ukraine; sein "Präsident" Wladimir Putin (72) ist ein ruchloser Kriegsverbrecher! Da passt es in das sprichwörtliche Bild, dass die Russen Marionetten als willfährigen Lakaien benötigen, ist Georgien und sind die Georgier ein solcher Marionetten-Staat der Terror-Russen? Proteste haben sich in ganz Georgien ausgebreitet. Die Regierung blickt zunehmend nach Moskau, während achtzig Prozent der Georgier den Westen wollen. Was bringt die Zukunft, ist Georgien der jüngste Triumph des Massenmörder Wladimir Putin?Schauen Sie sich das Video an, Sie werden vielleicht erstaunt sein...