Zürcher Nachrichten - Madurosturz bringt Kubas Ende

EUR -
AED 4.396463
AFN 77.81403
ALL 96.471652
AMD 449.872077
ANG 2.142962
AOA 1097.76974
ARS 1727.205317
AUD 1.710189
AWG 2.156334
AZN 1.996651
BAM 1.952199
BBD 2.391379
BDT 145.092373
BGN 2.010428
BHD 0.451278
BIF 3517.02743
BMD 1.197132
BND 1.503714
BOB 8.2049
BRL 6.223289
BSD 1.187305
BTN 108.906574
BWP 15.62724
BYN 3.383245
BYR 23463.784364
BZD 2.387985
CAD 1.624107
CDF 2681.575286
CHF 0.919032
CLF 0.026044
CLP 1028.384175
CNY 8.325634
CNH 8.31183
COP 4375.169763
CRC 589.909431
CUC 1.197132
CUP 31.723994
CVE 110.062446
CZK 24.307703
DJF 211.439111
DKK 7.466667
DOP 74.701898
DZD 154.638325
EGP 56.16488
ERN 17.956978
ETB 184.607715
FJD 2.630579
FKP 0.868673
GBP 0.868929
GEL 3.226279
GGP 0.868673
GHS 12.978116
GIP 0.868673
GMD 87.390405
GNF 10414.57298
GTQ 9.110234
GYD 248.412833
HKD 9.340005
HNL 31.334073
HRK 7.534265
HTG 155.714082
HUF 380.828004
IDR 20056.747104
ILS 3.701352
IMP 0.868673
INR 110.000556
IQD 1555.424478
IRR 50429.179594
ISK 145.020401
JEP 0.868673
JMD 186.546688
JOD 0.848797
JPY 182.618861
KES 154.369578
KGS 104.689325
KHR 4774.233667
KMF 493.218572
KPW 1077.349054
KRW 1712.832384
KWD 0.366873
KYD 0.989471
KZT 598.174152
LAK 25583.703258
LBP 106326.533513
LKR 367.650323
LRD 219.65484
LSL 19.039522
LTL 3.534819
LVL 0.724133
LYD 7.494146
MAD 10.782756
MDL 20.018907
MGA 5330.19057
MKD 61.642006
MMK 2513.95452
MNT 4276.923065
MOP 9.540862
MRU 47.434308
MUR 53.978306
MVR 18.507754
MWK 2077.023525
MXN 20.562781
MYR 4.691572
MZN 76.329513
NAD 19.039601
NGN 1673.0996
NIO 43.692692
NOK 11.535658
NPR 174.248865
NZD 1.984767
OMR 0.460282
PAB 1.187315
PEN 3.979626
PGK 5.080012
PHP 70.365008
PKR 332.429013
PLN 4.20228
PYG 7958.287467
QAR 4.316456
RON 5.096074
RSD 117.426673
RUB 91.400668
RWF 1732.311935
SAR 4.489582
SBD 9.670043
SCR 16.641512
SDG 720.068939
SEK 10.576827
SGD 1.510272
SHP 0.898159
SLE 29.08998
SLL 25103.255562
SOS 677.353431
SRD 45.846533
STD 24778.212405
STN 24.456728
SVC 10.388794
SYP 13239.769413
SZL 19.033971
THB 37.276893
TJS 11.089844
TMT 4.189961
TND 3.423699
TOP 2.882406
TRY 51.971682
TTD 8.074073
TWD 37.526245
TZS 3050.260885
UAH 50.967202
UGX 4239.19838
USD 1.197132
UYU 44.488312
UZS 14365.442522
VES 429.143219
VND 31203.241809
VUV 143.262187
WST 3.262614
XAF 654.752025
XAG 0.010669
XAU 0.000228
XCD 3.235308
XCG 2.139844
XDR 0.814301
XOF 654.746566
XPF 119.331742
YER 285.395847
ZAR 19.033917
ZMK 10775.594907
ZMW 23.44366
ZWL 385.475969
  • Euro STOXX 50

    -27.1500

    5967.44

    -0.45%

  • MDAX

    -199.7900

    31528.06

    -0.63%

  • SDAX

    -2.9700

    18324.7

    -0.02%

  • Goldpreis

    178.7000

    5299.3

    +3.37%

  • DAX

    -130.5600

    24763.88

    -0.53%

  • EUR/USD

    -0.0084

    1.196

    -0.7%

  • TecDAX

    7.5300

    3720.48

    +0.2%


Madurosturz bringt Kubas Ende




Am 3. Januar 2026 nahm eine spektakuläre Operation der Vereinigten Staaten den venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro fest. Dieser Schlag trifft nicht nur Caracas. Kubas Führung hatte über Jahre enge strategische Bande zum chavistischen Venezuela geknüpft. Die Insel stellte Leibwächter, Geheimdienstmitarbeiter und Zehntausende Ärztinnen, Lehrer und Berater, während Caracas im Gegenzug täglich bis zu 100 000 Fass Rohöl lieferte, das die maroden Kraftwerke der Karibikinsel am Laufen hielt. Die Gefangennahme Maduros beendete diese Symbiose abrupt und traf Havanna ins Mark.

Ein tiefer Riss in der Allianz
Beim nächtlichen Angriff auf Caracas kamen 55 Militärangehörige aus Kuba und Venezuela ums Leben, darunter 32 Kubaner im Alter zwischen 26 und 67 Jahren. Sie gehörten der innersten Sicherheitsgarde des venezolanischen Machthabers an und sollten ihn vor Angriffen schützen. Kubas Außenminister reiste wenige Tage später nach Caracas, um den Gefallenen zu gedenken und die Solidarität mit dem Bruderstaat zu beschwören. Gleichzeitig schwor Washington, die strategische Partnerschaft der beiden sozialistischen Staaten zu zerschlagen. Regierungsnahe Kreise in Havanna räumen ein, dass die Gefangennahme Maduros die zentrale Stütze ihrer Außenpolitik beseitigt hat.

Von Öl abhängig – jetzt versiegt der Strom
Seit den Zeiten Hugo Chávez’ bestand zwischen beiden Ländern ein Tauschgeschäft: Kuba entsandte medizinisches Personal, Trainer und Geheimdienstler nach Venezuela, im Gegenzug floss subventioniertes Öl in die Karibik. Jahrelang lieferte Caracas etwa 100 000 Fass am Tag. Doch mit der wirtschaftlichen Misere in Venezuela schrumpften die Lieferungen. Interne Daten des Staatskonzerns PDVSA zeigen, dass Kuba 2025 im Schnitt nur noch rund 27 400 Fass täglich erhielt; im September lag die höchste Monatsmenge bei 52 000 Fass. Bereits vor dem Sturz Maduros gab es Berichte über eine Kürzung um 15 Prozent. Nach der Operation wird befürchtet, dass die neue venezolanische Führung die Förderung komplett stoppt oder dass US‑Schiffe die Tanker auf dem Weg nach Havanna blockieren. Eine einmalige Lieferung aus Mexiko von 80 000 Fass kurz vor Weihnachten konnte die Lücke kurzfristig lindern, doch Experten warnen, dass solche Hilfen teuer und unregelmäßig sind.

Der Rückgang der Ölimporte hat verheerende Folgen. Die alternden kubanischen Kraftwerke sind auf Schweröl ausgelegt und können ohne Zufuhr nicht produzieren. Die staatliche Elektrizitätsgesellschaft fährt daher einen rigiden Abschaltplan. In Städten wie Havanna dauern tägliche Stromausfälle vier bis fünf Stunden, manche Provinzen sitzen bis zu 20 Stunden im Dunkeln. Im vergangenen Jahr erlebte Kuba fünf landesweite Blackouts. Seit einer Panne im Februar 2025 steigt das Defizit im Stromnetz häufig auf über 1 500 Megawatt; Experten warnten bereits damals, dass eine Kettenreaktion das ganze Netz zum Einsturz bringen könnte. Weil russische Ölimporte von 600 000 Tonnen im Jahr 2022 auf 100 000 Tonnen 2024 fielen, gibt es keinen Ersatz. Mit der Gefangennahme Maduros droht das System zu kollabieren.

Wirtschaft am Abgrund
Die Energiekrise ist nur eine Seite der Misere. Kubas Wirtschaft befindet sich seit der Corona‑Pandemie im freien Fall. Nach offiziellen Angaben schrumpfte das Bruttoinlandsprodukt 2023 um zwei Prozent und 2024 um weitere 1,1 Prozent. Die UN‑Wirtschaftskommission für Lateinamerika rechnet für 2025 mit einem erneuten Rückgang um 1,5 Prozent. Gleichzeitig verharrt die Inflation zwischen 20 und 32 Prozent. Fast 90 Prozent der Familien leben in Armut, Löhne reichen nicht für die Grundversorgung. Lebensmittel, Medikamente und Benzin sind knapp, die Landeswährung verliert rasant an Wert und wird auf dem Schwarzmarkt gehandelt. Tourismus, eine der wenigen Devisenquellen, ist eingebrochen. Mehr als eine Million Menschen – etwa zehn Prozent der Bevölkerung – haben in den vergangenen fünf Jahren das Land verlassen.

Die Energieknappheit verstärkt diese Abwärtsspirale. In Fabriken verrottet Ware, weil Maschinen stillstehen, Kühlketten reißen und Investoren das Land meiden. Bauern verlieren ganze Ernten ohne die Möglichkeit, zu bewässern oder zu lagern. Krankenhäuser schalten Klimaanlagen ab und operieren mit Notstromaggregaten. Jede Stunde ohne Strom bedeutet Verluste, die sich summieren. Gleichzeitig blockieren langjährige US‑Sanktionen die Einfuhr moderner Technologie und Ersatzteile.

Proteste und Panik
Der Unmut der Bevölkerung wächst. Immer häufiger gehen Menschen auf die Straße, um gegen die stundenlangen Stromausfälle, Wasserknappheit und Gaskrisen zu demonstrieren. In der Küstenstadt Gibara mündete ein 20‑stündiger Blackout im September 2025 in spontane Proteste, bei denen Einwohner Töpfe schlugen und eine Stunde lang die Versorgungslage anprangerten; Vertreter der Behörden kamen und versuchten, die Lage zu beruhigen. Auch in anderen Provinzen gibt es Proteste; die Regierung hat Einsatzkräfte entsandt, aber bislang weitgehend auf Gewalt verzichtet. Dennoch fürchten viele, dass mit dem Zusammenbruch der Energieversorgung die Repression zunimmt.

An der Spitze des Staates herrscht Nervosität. Hochrangige Beamte geben zu, dass 2026 trotz geplanter Reparaturen und Investitionen keine Entlastung zu erwarten ist. Gleichzeitig nutzt das Regime nationalistisches Pathos, um die Bevölkerung zu mobilisieren. Der Außenminister betont in Erklärungen, man werde die Insel unter allen Umständen verteidigen und den „patriotischen Geist“ beschwören. Die Regierung macht die USA verantwortlich und erinnert an Jahrzehnte des Embargos. Seit dem Sturz Maduros warnt Washington seinerseits, dass Kuba ein „gescheiterter Staat“ sei, der ohne militärischen Eingriff zusammenbrechen werde.

Externer Druck und ungewisse Zukunft
Auf internationaler Bühne verschärft sich die Lage. Die USA und ihre Verbündeten haben bereits Tanker aus Venezuela beschlagnahmt und Sanktionen gegen die Rohstoffindustrie ausgeweitet. Der Einsatz gegen Maduro wurde von vielen Regierungen als Verstoß gegen das Völkerrecht kritisiert. Gleichzeitig drängen Hardliner in Washington darauf, den Druck zu erhöhen. Senatoren fordern, Venezuela müsse sich von Kuba lösen, und betonen, dass fast alle Leibwächter Maduros Kubaner gewesen seien. Das Weiße Haus erklärte, eine Invasion in Kuba sei vorerst nicht nötig, da das Regime „von allein untergehen“ werde.

Doch es gibt auch Stimmen, die vor einer humanitären Katastrophe warnen, sollte das Inselreich ohne geordnete Übergangspläne kollabieren. Beobachter sehen Parallelen zur Sonderperiode nach dem Zerfall der Sowjetunion, als Kuba seine wichtigste Bezugsquelle verlor und schwere Hungersnöte erlitt. Damals gelang es der Regierung, mit Hilfe venezolanischer Subventionen eine neue Stabilität aufzubauen. Diese Stütze ist nun weg. Ob Mexiko, China oder Russland die Lücke schließen können, ist fraglich. Ohne eine Diversifizierung der Energiequellen, eine Öffnung für private Unternehmen und die Aufhebung der US‑Sanktionen droht Kuba der wirtschaftliche Absturz.

Der Sturz Maduros hat mehr als nur einen Verbündeten getroffen – er könnte Kubas Schicksal besiegeln. Inmitten von Stromausfällen, einer schrumpfenden Wirtschaft und wachsender Panik kämpft die Regierung ums Überleben. Die nächsten Monate werden zeigen, ob die Insel das Ende ihrer jahrzehntelangen Abhängigkeit von venezolanischem Öl in eine neue Epoche der Selbstbestimmung verwandeln kann oder ob der Zusammenbruch unausweichlich ist.



Vorgestellt


Wirtschaft: Ist Indien wegen Großbritannien so arm?

Die Wirtschaft von Indien stagniert, ein Großteil der Bevölkerung Indiens lebt in bitterer Armut, aber wo liegt der Grund? Ist die ehemalige Kolonialmacht Großbritannien schuld an der Armut von Indien?Schauen Sie sich das Video an, es könnte Sie interessieren....!

Wirtschaft: Afrika, das Milliarden-Grab von China

China ist der größte Kreditgeber in ganz Afrika. Aber aus einem bisher unerklärlichen Grund scheint Pekings Strategie in Bezug auf Afrika zu einem Ende zu kommen. Und die große Frage ist: Warum? Ist Afrika etwa zum finanziellen Milliarden-Grab von China geworden?Schauen Sie isch das Video an, Sie werden vielleicht erstaunt sein was Sie sehen...

Politik: Georgien als Marionetten-Staat von Russland?

Russland ist ein Terror-Staat, dies beweist der kriminelle Angriff der Russen auf das Nachbarland Ukraine; sein "Präsident" Wladimir Putin (72) ist ein ruchloser Kriegsverbrecher! Da passt es in das sprichwörtliche Bild, dass die Russen Marionetten als willfährigen Lakaien benötigen, ist Georgien und sind die Georgier ein solcher Marionetten-Staat der Terror-Russen? Proteste haben sich in ganz Georgien ausgebreitet. Die Regierung blickt zunehmend nach Moskau, während achtzig Prozent der Georgier den Westen wollen. Was bringt die Zukunft, ist Georgien der jüngste Triumph des Massenmörder Wladimir Putin?Schauen Sie sich das Video an, Sie werden vielleicht erstaunt sein...