Zürcher Nachrichten - Kubas Notstand - Ruf um Hilfe

EUR -
AED 4.276365
AFN 72.772893
ALL 95.55733
AMD 428.432865
ANG 2.084864
AOA 1068.946526
ARS 1631.302538
AUD 1.623996
AWG 2.095973
AZN 1.977724
BAM 1.955958
BBD 2.34518
BDT 142.940965
BGN 1.944504
BHD 0.439634
BIF 3459.365367
BMD 1.164429
BND 1.487614
BOB 8.045617
BRL 5.819938
BSD 1.164389
BTN 110.827502
BWP 15.653201
BYN 3.200846
BYR 22822.814734
BZD 2.34178
CAD 1.608333
CDF 2625.788289
CHF 0.909786
CLF 0.026532
CLP 1044.202098
CNY 7.912006
CNH 7.900734
COP 4282.596386
CRC 529.840644
CUC 1.164429
CUP 30.857377
CVE 110.273459
CZK 24.259779
DJF 207.345905
DKK 7.472172
DOP 68.505255
DZD 154.998318
EGP 60.915722
ERN 17.46644
ETB 187.730501
FJD 2.560352
FKP 0.866894
GBP 0.862568
GEL 3.097588
GGP 0.866894
GHS 13.519037
GIP 0.866894
GMD 84.36125
GNF 10204.782807
GTQ 8.878681
GYD 243.608687
HKD 9.122547
HNL 30.978376
HRK 7.532342
HTG 152.471696
HUF 356.41208
IDR 20649.989617
ILS 3.364386
IMP 0.866894
INR 110.874284
IQD 1525.317007
IRR 1541005.766622
ISK 143.609191
JEP 0.866894
JMD 183.514865
JOD 0.825593
JPY 185.056926
KES 150.88628
KGS 101.829744
KHR 4671.358339
KMF 494.882696
KPW 1047.986434
KRW 1762.224058
KWD 0.360228
KYD 0.970374
KZT 551.16228
LAK 25522.957862
LBP 104294.800437
LKR 377.258939
LRD 213.076345
LSL 19.010758
LTL 3.438257
LVL 0.704351
LYD 7.422601
MAD 10.714122
MDL 20.213551
MGA 4892.375293
MKD 61.644993
MMK 2444.831501
MNT 4167.536064
MOP 9.395521
MRU 46.563572
MUR 55.053927
MVR 17.931686
MWK 2019.054881
MXN 20.103843
MYR 4.602523
MZN 74.390686
NAD 19.010758
NGN 1596.564487
NIO 42.853287
NOK 10.765155
NPR 177.323602
NZD 1.982226
OMR 0.447715
PAB 1.164389
PEN 3.965904
PGK 5.08039
PHP 71.355077
PKR 324.191669
PLN 4.2348
PYG 7219.584814
QAR 4.257145
RON 5.243658
RSD 117.462958
RUB 83.197739
RWF 1702.930632
SAR 4.355122
SBD 9.368046
SCR 17.281866
SDG 699.240399
SEK 10.797462
SGD 1.487308
SHP 0.869364
SLE 28.670172
SLL 24417.503143
SOS 665.451047
SRD 43.263179
STD 24101.336016
STN 24.50188
SVC 10.188782
SYP 128.698542
SZL 19.006458
THB 37.813651
TJS 10.718122
TMT 4.075503
TND 3.403761
TOP 2.803666
TRY 53.238292
TTD 7.902606
TWD 36.546194
TZS 3036.639565
UAH 51.565456
UGX 4389.336705
USD 1.164429
UYU 46.503567
UZS 13977.072179
VES 612.734933
VND 30689.699242
VUV 138.391668
WST 3.172834
XAF 656.007322
XAG 0.014966
XAU 0.000255
XCD 3.146929
XCG 2.098461
XDR 0.816101
XOF 656.010139
XPF 119.331742
YER 277.891525
ZAR 19.015009
ZMK 10481.258335
ZMW 21.919681
ZWL 374.945767
  • Goldpreis

    0.0000

    4523.2

    0%

  • DAX

    410.0200

    25298.58

    +1.62%

  • TecDAX

    39.7100

    4075.8

    +0.97%

  • SDAX

    149.7500

    18886.7

    +0.79%

  • EUR/USD

    0.0038

    1.1643

    +0.33%

  • Euro STOXX 50

    165.1000

    6125.42

    +2.7%

  • MDAX

    623.6700

    32731.94

    +1.91%


Kubas Notstand - Ruf um Hilfe




Die Karibikinsel Kuba durchlebt Anfang 2026 die schwerste Wirtschafts‑ und Energiekrise seit dem Ende der Sowjetunion. Nachdem der US‑Präsident im Januar 2026 eine vollständige Blockade für jegliche Öllieferungen nach Kuba verfügte und sogar Strafzölle auf Exporte aus Ländern ankündigte, die das Land trotz Embargo mit Treibstoff versorgen, versiegten innerhalb weniger Wochen die Lieferungen aus Venezuela und Mexiko. Seit Dezember 2025 fließt kein venezolanisches Öl mehr nach Kuba, die mexikanischen Exporte wurden auf Druck aus Washington vorübergehend gestoppt.

Kuba war seit Jahrzehnten von Rohölimporten abhängig; eigene Vorkommen decken nur einen Bruchteil des Bedarfs. Das Embargo führte dazu, dass Raffinerien stillstanden, Tankstellen von Polizei und Soldaten bewacht werden und lange Schlangen entstehen. Der Mangel an Kerosin zwang die Behörden, die Betankung von Verkehrsflugzeugen für einen Monat auszusetzen; internationale Airlines wie Air Canada kündigten an, ihre Flüge einzustellen oder Zwischenstopps in der Dominikanischen Republik einzulegen.

Notfallmaßnahmen und humanitärer Hilferuf
Um die wenigen verfügbaren Energiereserven zu schonen, ordnete die kubanische Regierung drastische Notmaßnahmen an. Staatsunternehmen arbeiten nur noch vier Tage pro Woche, der innerstaatliche Verkehr wurde stark eingeschränkt, Universitäten stellten Präsenzunterricht ein und touristische Einrichtungen konzentrieren sich auf wenige Orte. Der stellvertretende Premierminister betonte im staatlichen Fernsehen, dass der Treibstoff vorrangig für Gesundheit, Lebensmittelerzeugung und Verteidigung verwendet werde und man in dieser „Herausforderung“ nicht kollabieren werde.

Das Regime ruft in dieser Situation offen um Hilfe. Es fordert ein Ende der Blockade und appelliert an befreundete Regierungen, humanitäre Unterstützung zu leisten. Mexiko, bislang wichtigster Energielieferant, stoppte zunächst seine Ölexporte, sagte aber Hilfslieferungen in Form von Lebensmitteln und anderen Produkten zu. Anfang Februar trafen zwei mexikanische Marineschiffe mit mehr als 800 Tonnen Hilfsgütern ein, weitere Lieferungen wurden angekündigt. Auch Chile und eine internationale Solidaritätsflottille planen Unterstützung.

Die kubanische Führung streckt zudem die Hand in Richtung Washington aus. Präsident Miguel Díaz‑Canel erklärte, man sei zu Dialog bereit, allerdings ohne Druck oder Vorbedingungen und unter Wahrung der Souveränität. Gleichzeitig bezeichnete er die Blockade als „aggressiv und kriminell“ und kündigte Maßnahmen an, um die Krise zu bewältigen. Gespräche mit Russland über zusätzliche Ölimporte laufen hinter den Kulissen, während das Land seine Sonnenenergie‑Kapazitäten ausbaut und die eigene Ölförderung erhöhen will.

Die humanitäre Lage im Land
Für die Bevölkerung ist die Situation dramatisch. Stromausfälle von bis zu zehn Stunden sind an der Tagesordnung, Wasserpumpen fallen aus und Menschen kochen wieder mit Holzkohle oder reißen Türen aus, um Feuerholz zu haben. An vielen Tankstellen müssen Autofahrer schon am Abend Schlange stehen, um am nächsten Morgen vielleicht Benzin zu bekommen. Die Regale staatlicher Lebensmittelgeschäfte sind fast leer – häufig gibt es nur noch geringe Mengen Zucker, Reis oder Bohnen. In Havanna türmt sich der Müll; manche Menschen durchsuchen Abfallberge, um verwertbare Rohstoffe oder Essensreste für Tiere zu finden.

Die Energiekrise wirkt sich auch auf den internationalen Verkehr aus. Die Behörden warnten Fluggesellschaften, dass auf neun Flughäfen kein Jet‑Fuel verfügbar sei, sodass Langstreckenflüge zusätzliche Zwischenstopps einlegen müssen. Banken kürzten ihre Öffnungszeiten, kulturelle Veranstaltungen wurden gestrichen und der öffentliche Nahverkehr steht weitgehend still.

Auf dem Land berichten Menschen, dass sie Türen und Möbel verbrennen, um ihre Familien zu ernähren, und dass Kerosinlampen durch improvisierte Laternen ersetzt werden müssen. Die Preise steigen rapide; die Währung verliert an Wert, und viele greifen auf den Schwarzmarkt zurück. Seit 2021 haben über zwei Millionen Menschen das Land verlassen, und die Inflation liegt Medienberichten zufolge bei mehr als 15 Prozent. Tropische Krankheiten wie Dengue und Chikungunya nehmen zu, weil die Müllentsorgung zusammengebrochen ist.

Internationale Reaktionen
Die Vereinten Nationen und humanitäre Organisationen zeigen sich angesichts der sich abzeichnenden humanitären Katastrophe alarmiert. Das Büro des Hohen Kommissars für Menschenrechte erklärte, die Verknappung von Treibstoff gefährde die Versorgung von Krankenhäusern, die Produktion und Lagerung von Impfstoffen sowie die Trinkwasserversorgung. Über 80 Prozent der Wasserpumpen sind auf Strom angewiesen, und die Stromausfälle untergraben den Zugang zu sicherem Wasser und Hygiene. Das UN‑Menschenrechtsbüro forderte alle Staaten auf, einseitige sektorale Maßnahmen zu beenden, weil sie die Wirtschaft schwächen und soziale Unruhen schüren.

Der US‑Präsident wiederum verschärft den Druck. Er drohte Ländern mit Zöllen, die Öl nach Kuba liefern, und erklärte, Kuba werde „bald scheitern“. Die US‑Botschaft in Havanna warnte eigene Staatsbürger vor massiven Stromausfällen und dem Anstieg regierungsnaher Proteste. Zugleich betont Washington, dass es bei einem Fall des Regimes keine klare Strategie habe; diplomatische Kreise sprechen davon, dass die Insel „zu Tode ausgehungert“ werden soll.

Die USA haben jedoch nach dem Hurrikan Melissa neun Millionen Dollar an humanitärer Hilfe zugesagt, darunter Reis, Bohnen, Pasta, Dosenfisch und Solarlampen für die östlichen Provinzen. Gleichwohl befürchten viele Kubaner, dass Hilfsgüter nicht ausreichen und die Krise zu Hunger und Krankheiten führt.

Ausblick auf die Zukunft
Die Lage in Kuba ist unübersichtlich. Einige Experten vergleichen die Krise mit der „Sonderperiode“ der 1990er Jahre, als das Bruttoinlandsprodukt um ein Drittel einbrach und Öl Mangelware war. Heute ist die Ausgangslage noch schlechter, weil die USA die Insel komplett vom Energiemarkt abschneiden und zugleich die internationale Solidarität bröckelt. Während Russland und China zwar erneuerbare Energieprojekte unterstützen, bleibt unklar, ob sie genügend Öl liefern können, um das System am Laufen zu halten.

Das Castro‑Regime, vertreten durch Präsident Miguel Díaz‑Canel und den langjährigen Sicherheitschef Alejandro Castro Espín, ist politisch angeschlagen. Die Führung hofft auf Verhandlungen mit Washington und auf Unterstützung aus Lateinamerika und Asien. Doch im Schatten der Krise wachsen Unzufriedenheit und Auswanderungsdruck. Ob die karibische Insel die Energieknappheit übersteht oder ob sie in einen vollständigen staatlichen Zusammenbruch abgleitet, hängt davon ab, ob die internationale Gemeinschaft einen humanitären Ausweg ermöglicht und die Blockade gelockert wird.



Vorgestellt


Wirtschaft: Ist Indien wegen Großbritannien so arm?

Die Wirtschaft von Indien stagniert, ein Großteil der Bevölkerung Indiens lebt in bitterer Armut, aber wo liegt der Grund? Ist die ehemalige Kolonialmacht Großbritannien schuld an der Armut von Indien?Schauen Sie sich das Video an, es könnte Sie interessieren....!

Wirtschaft: Afrika, das Milliarden-Grab von China

China ist der größte Kreditgeber in ganz Afrika. Aber aus einem bisher unerklärlichen Grund scheint Pekings Strategie in Bezug auf Afrika zu einem Ende zu kommen. Und die große Frage ist: Warum? Ist Afrika etwa zum finanziellen Milliarden-Grab von China geworden?Schauen Sie isch das Video an, Sie werden vielleicht erstaunt sein was Sie sehen...

Politik: Georgien als Marionetten-Staat von Russland?

Russland ist ein Terror-Staat, dies beweist der kriminelle Angriff der Russen auf das Nachbarland Ukraine; sein "Präsident" Wladimir Putin (72) ist ein ruchloser Kriegsverbrecher! Da passt es in das sprichwörtliche Bild, dass die Russen Marionetten als willfährigen Lakaien benötigen, ist Georgien und sind die Georgier ein solcher Marionetten-Staat der Terror-Russen? Proteste haben sich in ganz Georgien ausgebreitet. Die Regierung blickt zunehmend nach Moskau, während achtzig Prozent der Georgier den Westen wollen. Was bringt die Zukunft, ist Georgien der jüngste Triumph des Massenmörder Wladimir Putin?Schauen Sie sich das Video an, Sie werden vielleicht erstaunt sein...