Zürcher Nachrichten - Kubas Notstand - Ruf um Hilfe

EUR -
AED 4.273979
AFN 72.734083
ALL 95.431856
AMD 426.518907
ANG 2.083699
AOA 1068.34855
ARS 1631.883706
AUD 1.624538
AWG 2.094802
AZN 1.972339
BAM 1.955428
BBD 2.335556
BDT 142.522902
BGN 1.943417
BHD 0.437317
BIF 3453.027024
BMD 1.163779
BND 1.485256
BOB 8.012477
BRL 5.846851
BSD 1.15958
BTN 110.900915
BWP 15.683018
BYN 3.183795
BYR 22810.063171
BZD 2.332157
CAD 1.606236
CDF 2624.320862
CHF 0.910139
CLF 0.026537
CLP 1044.433409
CNY 7.907585
CNH 7.893277
COP 4284.579422
CRC 524.800221
CUC 1.163779
CUP 30.840136
CVE 110.24404
CZK 24.281104
DJF 206.49074
DKK 7.472583
DOP 68.347005
DZD 154.977534
EGP 61.641055
ERN 17.456681
ETB 186.940457
FJD 2.567413
FKP 0.86595
GBP 0.863611
GEL 3.096093
GGP 0.86595
GHS 13.46344
GIP 0.86595
GMD 84.371826
GNF 10167.435172
GTQ 8.842319
GYD 242.563882
HKD 9.11834
HNL 30.851134
HRK 7.533099
HTG 151.916385
HUF 357.722583
IDR 20613.139867
ILS 3.364478
IMP 0.86595
INR 110.824961
IQD 1519.011194
IRR 1540144.775318
ISK 143.761123
JEP 0.86595
JMD 183.055196
JOD 0.825057
JPY 184.87906
KES 150.704693
KGS 101.772356
KHR 4649.113495
KMF 494.606256
KPW 1047.402073
KRW 1757.154638
KWD 0.360201
KYD 0.966316
KZT 547.605885
LAK 25413.168248
LBP 103865.452281
LKR 387.866256
LRD 212.199655
LSL 19.126863
LTL 3.436336
LVL 0.703958
LYD 7.389595
MAD 10.697566
MDL 20.113176
MGA 4872.073683
MKD 61.628283
MMK 2443.315365
MNT 4166.219018
MOP 9.359321
MRU 46.33719
MUR 55.314759
MVR 17.922476
MWK 2010.717706
MXN 20.092875
MYR 4.599955
MZN 74.362255
NAD 19.126863
NGN 1591.036832
NIO 42.690225
NOK 10.777423
NPR 177.441263
NZD 1.981618
OMR 0.447765
PAB 1.15958
PEN 3.953548
PGK 5.057039
PHP 71.437446
PKR 322.842019
PLN 4.237726
PYG 7066.656432
QAR 4.239594
RON 5.245733
RSD 117.387681
RUB 82.63062
RWF 1695.27768
SAR 4.352572
SBD 9.362812
SCR 15.932971
SDG 698.84148
SEK 10.821612
SGD 1.485965
SHP 0.868878
SLE 28.628537
SLL 24403.860596
SOS 662.674007
SRD 43.239038
STD 24087.870117
STN 24.505869
SVC 10.146071
SYP 128.626754
SZL 19.122364
THB 37.790265
TJS 10.772552
TMT 4.073226
TND 3.394555
TOP 2.8021
TRY 53.224262
TTD 7.870504
TWD 36.524609
TZS 3032.426834
UAH 51.321342
UGX 4391.165117
USD 1.163779
UYU 46.421174
UZS 13912.354873
VES 612.392587
VND 30680.116854
VUV 136.688789
WST 3.171062
XAF 655.832308
XAG 0.015042
XAU 0.000255
XCD 3.14517
XCG 2.089903
XDR 0.815645
XOF 655.832308
XPF 119.331742
YER 277.735537
ZAR 19.02528
ZMK 10475.408283
ZMW 21.82885
ZWL 374.736277
  • Goldpreis

    0.0000

    4523.2

    0%

  • EUR/USD

    0.0036

    1.1641

    +0.31%

  • MDAX

    301.1700

    32108.27

    +0.94%

  • DAX

    281.7600

    24888.56

    +1.13%

  • TecDAX

    77.2900

    4036.09

    +1.91%

  • SDAX

    232.9500

    18736.95

    +1.24%

  • Euro STOXX 50

    59.1300

    6019.45

    +0.98%


Kubas Notstand - Ruf um Hilfe




Die Karibikinsel Kuba durchlebt Anfang 2026 die schwerste Wirtschafts‑ und Energiekrise seit dem Ende der Sowjetunion. Nachdem der US‑Präsident im Januar 2026 eine vollständige Blockade für jegliche Öllieferungen nach Kuba verfügte und sogar Strafzölle auf Exporte aus Ländern ankündigte, die das Land trotz Embargo mit Treibstoff versorgen, versiegten innerhalb weniger Wochen die Lieferungen aus Venezuela und Mexiko. Seit Dezember 2025 fließt kein venezolanisches Öl mehr nach Kuba, die mexikanischen Exporte wurden auf Druck aus Washington vorübergehend gestoppt.

Kuba war seit Jahrzehnten von Rohölimporten abhängig; eigene Vorkommen decken nur einen Bruchteil des Bedarfs. Das Embargo führte dazu, dass Raffinerien stillstanden, Tankstellen von Polizei und Soldaten bewacht werden und lange Schlangen entstehen. Der Mangel an Kerosin zwang die Behörden, die Betankung von Verkehrsflugzeugen für einen Monat auszusetzen; internationale Airlines wie Air Canada kündigten an, ihre Flüge einzustellen oder Zwischenstopps in der Dominikanischen Republik einzulegen.

Notfallmaßnahmen und humanitärer Hilferuf
Um die wenigen verfügbaren Energiereserven zu schonen, ordnete die kubanische Regierung drastische Notmaßnahmen an. Staatsunternehmen arbeiten nur noch vier Tage pro Woche, der innerstaatliche Verkehr wurde stark eingeschränkt, Universitäten stellten Präsenzunterricht ein und touristische Einrichtungen konzentrieren sich auf wenige Orte. Der stellvertretende Premierminister betonte im staatlichen Fernsehen, dass der Treibstoff vorrangig für Gesundheit, Lebensmittelerzeugung und Verteidigung verwendet werde und man in dieser „Herausforderung“ nicht kollabieren werde.

Das Regime ruft in dieser Situation offen um Hilfe. Es fordert ein Ende der Blockade und appelliert an befreundete Regierungen, humanitäre Unterstützung zu leisten. Mexiko, bislang wichtigster Energielieferant, stoppte zunächst seine Ölexporte, sagte aber Hilfslieferungen in Form von Lebensmitteln und anderen Produkten zu. Anfang Februar trafen zwei mexikanische Marineschiffe mit mehr als 800 Tonnen Hilfsgütern ein, weitere Lieferungen wurden angekündigt. Auch Chile und eine internationale Solidaritätsflottille planen Unterstützung.

Die kubanische Führung streckt zudem die Hand in Richtung Washington aus. Präsident Miguel Díaz‑Canel erklärte, man sei zu Dialog bereit, allerdings ohne Druck oder Vorbedingungen und unter Wahrung der Souveränität. Gleichzeitig bezeichnete er die Blockade als „aggressiv und kriminell“ und kündigte Maßnahmen an, um die Krise zu bewältigen. Gespräche mit Russland über zusätzliche Ölimporte laufen hinter den Kulissen, während das Land seine Sonnenenergie‑Kapazitäten ausbaut und die eigene Ölförderung erhöhen will.

Die humanitäre Lage im Land
Für die Bevölkerung ist die Situation dramatisch. Stromausfälle von bis zu zehn Stunden sind an der Tagesordnung, Wasserpumpen fallen aus und Menschen kochen wieder mit Holzkohle oder reißen Türen aus, um Feuerholz zu haben. An vielen Tankstellen müssen Autofahrer schon am Abend Schlange stehen, um am nächsten Morgen vielleicht Benzin zu bekommen. Die Regale staatlicher Lebensmittelgeschäfte sind fast leer – häufig gibt es nur noch geringe Mengen Zucker, Reis oder Bohnen. In Havanna türmt sich der Müll; manche Menschen durchsuchen Abfallberge, um verwertbare Rohstoffe oder Essensreste für Tiere zu finden.

Die Energiekrise wirkt sich auch auf den internationalen Verkehr aus. Die Behörden warnten Fluggesellschaften, dass auf neun Flughäfen kein Jet‑Fuel verfügbar sei, sodass Langstreckenflüge zusätzliche Zwischenstopps einlegen müssen. Banken kürzten ihre Öffnungszeiten, kulturelle Veranstaltungen wurden gestrichen und der öffentliche Nahverkehr steht weitgehend still.

Auf dem Land berichten Menschen, dass sie Türen und Möbel verbrennen, um ihre Familien zu ernähren, und dass Kerosinlampen durch improvisierte Laternen ersetzt werden müssen. Die Preise steigen rapide; die Währung verliert an Wert, und viele greifen auf den Schwarzmarkt zurück. Seit 2021 haben über zwei Millionen Menschen das Land verlassen, und die Inflation liegt Medienberichten zufolge bei mehr als 15 Prozent. Tropische Krankheiten wie Dengue und Chikungunya nehmen zu, weil die Müllentsorgung zusammengebrochen ist.

Internationale Reaktionen
Die Vereinten Nationen und humanitäre Organisationen zeigen sich angesichts der sich abzeichnenden humanitären Katastrophe alarmiert. Das Büro des Hohen Kommissars für Menschenrechte erklärte, die Verknappung von Treibstoff gefährde die Versorgung von Krankenhäusern, die Produktion und Lagerung von Impfstoffen sowie die Trinkwasserversorgung. Über 80 Prozent der Wasserpumpen sind auf Strom angewiesen, und die Stromausfälle untergraben den Zugang zu sicherem Wasser und Hygiene. Das UN‑Menschenrechtsbüro forderte alle Staaten auf, einseitige sektorale Maßnahmen zu beenden, weil sie die Wirtschaft schwächen und soziale Unruhen schüren.

Der US‑Präsident wiederum verschärft den Druck. Er drohte Ländern mit Zöllen, die Öl nach Kuba liefern, und erklärte, Kuba werde „bald scheitern“. Die US‑Botschaft in Havanna warnte eigene Staatsbürger vor massiven Stromausfällen und dem Anstieg regierungsnaher Proteste. Zugleich betont Washington, dass es bei einem Fall des Regimes keine klare Strategie habe; diplomatische Kreise sprechen davon, dass die Insel „zu Tode ausgehungert“ werden soll.

Die USA haben jedoch nach dem Hurrikan Melissa neun Millionen Dollar an humanitärer Hilfe zugesagt, darunter Reis, Bohnen, Pasta, Dosenfisch und Solarlampen für die östlichen Provinzen. Gleichwohl befürchten viele Kubaner, dass Hilfsgüter nicht ausreichen und die Krise zu Hunger und Krankheiten führt.

Ausblick auf die Zukunft
Die Lage in Kuba ist unübersichtlich. Einige Experten vergleichen die Krise mit der „Sonderperiode“ der 1990er Jahre, als das Bruttoinlandsprodukt um ein Drittel einbrach und Öl Mangelware war. Heute ist die Ausgangslage noch schlechter, weil die USA die Insel komplett vom Energiemarkt abschneiden und zugleich die internationale Solidarität bröckelt. Während Russland und China zwar erneuerbare Energieprojekte unterstützen, bleibt unklar, ob sie genügend Öl liefern können, um das System am Laufen zu halten.

Das Castro‑Regime, vertreten durch Präsident Miguel Díaz‑Canel und den langjährigen Sicherheitschef Alejandro Castro Espín, ist politisch angeschlagen. Die Führung hofft auf Verhandlungen mit Washington und auf Unterstützung aus Lateinamerika und Asien. Doch im Schatten der Krise wachsen Unzufriedenheit und Auswanderungsdruck. Ob die karibische Insel die Energieknappheit übersteht oder ob sie in einen vollständigen staatlichen Zusammenbruch abgleitet, hängt davon ab, ob die internationale Gemeinschaft einen humanitären Ausweg ermöglicht und die Blockade gelockert wird.



Vorgestellt


Wirtschaft: Ist Indien wegen Großbritannien so arm?

Die Wirtschaft von Indien stagniert, ein Großteil der Bevölkerung Indiens lebt in bitterer Armut, aber wo liegt der Grund? Ist die ehemalige Kolonialmacht Großbritannien schuld an der Armut von Indien?Schauen Sie sich das Video an, es könnte Sie interessieren....!

Wirtschaft: Afrika, das Milliarden-Grab von China

China ist der größte Kreditgeber in ganz Afrika. Aber aus einem bisher unerklärlichen Grund scheint Pekings Strategie in Bezug auf Afrika zu einem Ende zu kommen. Und die große Frage ist: Warum? Ist Afrika etwa zum finanziellen Milliarden-Grab von China geworden?Schauen Sie isch das Video an, Sie werden vielleicht erstaunt sein was Sie sehen...

Politik: Georgien als Marionetten-Staat von Russland?

Russland ist ein Terror-Staat, dies beweist der kriminelle Angriff der Russen auf das Nachbarland Ukraine; sein "Präsident" Wladimir Putin (72) ist ein ruchloser Kriegsverbrecher! Da passt es in das sprichwörtliche Bild, dass die Russen Marionetten als willfährigen Lakaien benötigen, ist Georgien und sind die Georgier ein solcher Marionetten-Staat der Terror-Russen? Proteste haben sich in ganz Georgien ausgebreitet. Die Regierung blickt zunehmend nach Moskau, während achtzig Prozent der Georgier den Westen wollen. Was bringt die Zukunft, ist Georgien der jüngste Triumph des Massenmörder Wladimir Putin?Schauen Sie sich das Video an, Sie werden vielleicht erstaunt sein...