Zürcher Nachrichten - Kubas Notstand - Ruf um Hilfe

EUR -
AED 4.193908
AFN 74.217931
ALL 93.86116
AMD 419.477829
ANG 2.044296
AOA 1047.038219
ARS 1698.960696
AUD 1.641236
AWG 2.055254
AZN 1.945606
BAM 1.953752
BBD 2.300428
BDT 140.774868
BGN 1.930661
BHD 0.430542
BIF 3408.296434
BMD 1.141808
BND 1.474367
BOB 7.905687
BRL 5.852683
BSD 1.142123
BTN 108.801878
BWP 15.445994
BYN 3.264905
BYR 22379.433872
BZD 2.297102
CAD 1.618456
CDF 2578.20254
CHF 0.922937
CLF 0.026823
CLP 1055.670318
CNY 7.737975
CNH 7.744055
COP 3714.997441
CRC 519.559808
CUC 1.141808
CUP 30.257908
CVE 110.645627
CZK 24.262051
DJF 202.92254
DKK 7.477671
DOP 67.028555
DZD 152.153406
EGP 56.663021
ERN 17.127118
ETB 181.975672
FJD 2.54989
FKP 0.851662
GBP 0.851778
GEL 3.020128
GGP 0.851662
GHS 13.090873
GIP 0.851662
GMD 83.927274
GNF 10022.222803
GTQ 8.714939
GYD 238.922636
HKD 8.950918
HNL 30.69755
HRK 7.536165
HTG 149.47459
HUF 356.004712
IDR 20644.513933
ILS 3.437874
IMP 0.851662
INR 109.079359
IQD 1495.19738
IRR 1569700.343007
ISK 143.457179
JEP 0.851662
JMD 180.461582
JOD 0.809587
JPY 184.602971
KES 147.525915
KGS 99.849731
KHR 4575.799296
KMF 493.261391
KPW 1027.627465
KRW 1711.650332
KWD 0.353459
KYD 0.951752
KZT 538.440178
LAK 25757.476713
LBP 102248.893419
LKR 383.188239
LRD 207.242432
LSL 18.62864
LTL 3.371462
LVL 0.690669
LYD 7.313324
MAD 10.670239
MDL 20.071901
MGA 4904.065114
MKD 61.655684
MMK 2397.006778
MNT 4094.17613
MOP 9.221747
MRU 45.741255
MUR 53.756746
MVR 17.641363
MWK 1983.32063
MXN 19.945218
MYR 4.647589
MZN 72.96578
NAD 18.634735
NGN 1573.320304
NIO 41.859106
NOK 11.169854
NPR 174.072343
NZD 1.981274
OMR 0.439389
PAB 1.142108
PEN 3.873588
PGK 5.001546
PHP 70.160711
PKR 317.594281
PLN 4.327509
PYG 6943.78048
QAR 4.160181
RON 5.237591
RSD 117.289972
RUB 87.947546
RWF 1672.748501
SAR 4.286192
SBD 9.189935
SCR 16.812962
SDG 685.659811
SEK 11.091778
SGD 1.476248
SHP 0.852475
SLE 27.803445
SLL 23943.143907
SOS 652.547368
SRD 42.943969
STD 23633.117206
STN 24.72014
SVC 9.993653
SYP 126.206417
SZL 18.634726
THB 38.011205
TJS 10.570656
TMT 3.996327
TND 3.376901
TOP 2.7492
TRY 53.633041
TTD 7.759932
TWD 36.667451
TZS 3002.958116
UAH 50.811249
UGX 4202.667251
USD 1.141808
UYU 46.052321
UZS 13733.098053
VES 809.320716
VND 29992.437715
VUV 137.516329
WST 3.162017
XAF 655.275703
XAG 0.019099
XAU 0.000278
XCD 3.085793
XCG 2.05846
XDR 0.814279
XOF 654.256277
XPF 119.331742
YER 270.694139
ZAR 18.789093
ZMK 10277.644917
ZMW 20.587505
ZWL 367.661662
  • MDAX

    82.1000

    31919.45

    +0.26%

  • TecDAX

    13.8300

    3838.42

    +0.36%

  • Goldpreis

    -11.9000

    4128.9

    -0.29%

  • Euro STOXX 50

    -14.3000

    6269.97

    -0.23%

  • DAX

    -51.1800

    25067.09

    -0.2%

  • SDAX

    53.5800

    18128.23

    +0.3%

  • EUR/USD

    -0.0015

    1.1419

    -0.13%


Kubas Notstand - Ruf um Hilfe




Die Karibikinsel Kuba durchlebt Anfang 2026 die schwerste Wirtschafts‑ und Energiekrise seit dem Ende der Sowjetunion. Nachdem der US‑Präsident im Januar 2026 eine vollständige Blockade für jegliche Öllieferungen nach Kuba verfügte und sogar Strafzölle auf Exporte aus Ländern ankündigte, die das Land trotz Embargo mit Treibstoff versorgen, versiegten innerhalb weniger Wochen die Lieferungen aus Venezuela und Mexiko. Seit Dezember 2025 fließt kein venezolanisches Öl mehr nach Kuba, die mexikanischen Exporte wurden auf Druck aus Washington vorübergehend gestoppt.

Kuba war seit Jahrzehnten von Rohölimporten abhängig; eigene Vorkommen decken nur einen Bruchteil des Bedarfs. Das Embargo führte dazu, dass Raffinerien stillstanden, Tankstellen von Polizei und Soldaten bewacht werden und lange Schlangen entstehen. Der Mangel an Kerosin zwang die Behörden, die Betankung von Verkehrsflugzeugen für einen Monat auszusetzen; internationale Airlines wie Air Canada kündigten an, ihre Flüge einzustellen oder Zwischenstopps in der Dominikanischen Republik einzulegen.

Notfallmaßnahmen und humanitärer Hilferuf
Um die wenigen verfügbaren Energiereserven zu schonen, ordnete die kubanische Regierung drastische Notmaßnahmen an. Staatsunternehmen arbeiten nur noch vier Tage pro Woche, der innerstaatliche Verkehr wurde stark eingeschränkt, Universitäten stellten Präsenzunterricht ein und touristische Einrichtungen konzentrieren sich auf wenige Orte. Der stellvertretende Premierminister betonte im staatlichen Fernsehen, dass der Treibstoff vorrangig für Gesundheit, Lebensmittelerzeugung und Verteidigung verwendet werde und man in dieser „Herausforderung“ nicht kollabieren werde.

Das Regime ruft in dieser Situation offen um Hilfe. Es fordert ein Ende der Blockade und appelliert an befreundete Regierungen, humanitäre Unterstützung zu leisten. Mexiko, bislang wichtigster Energielieferant, stoppte zunächst seine Ölexporte, sagte aber Hilfslieferungen in Form von Lebensmitteln und anderen Produkten zu. Anfang Februar trafen zwei mexikanische Marineschiffe mit mehr als 800 Tonnen Hilfsgütern ein, weitere Lieferungen wurden angekündigt. Auch Chile und eine internationale Solidaritätsflottille planen Unterstützung.

Die kubanische Führung streckt zudem die Hand in Richtung Washington aus. Präsident Miguel Díaz‑Canel erklärte, man sei zu Dialog bereit, allerdings ohne Druck oder Vorbedingungen und unter Wahrung der Souveränität. Gleichzeitig bezeichnete er die Blockade als „aggressiv und kriminell“ und kündigte Maßnahmen an, um die Krise zu bewältigen. Gespräche mit Russland über zusätzliche Ölimporte laufen hinter den Kulissen, während das Land seine Sonnenenergie‑Kapazitäten ausbaut und die eigene Ölförderung erhöhen will.

Die humanitäre Lage im Land
Für die Bevölkerung ist die Situation dramatisch. Stromausfälle von bis zu zehn Stunden sind an der Tagesordnung, Wasserpumpen fallen aus und Menschen kochen wieder mit Holzkohle oder reißen Türen aus, um Feuerholz zu haben. An vielen Tankstellen müssen Autofahrer schon am Abend Schlange stehen, um am nächsten Morgen vielleicht Benzin zu bekommen. Die Regale staatlicher Lebensmittelgeschäfte sind fast leer – häufig gibt es nur noch geringe Mengen Zucker, Reis oder Bohnen. In Havanna türmt sich der Müll; manche Menschen durchsuchen Abfallberge, um verwertbare Rohstoffe oder Essensreste für Tiere zu finden.

Die Energiekrise wirkt sich auch auf den internationalen Verkehr aus. Die Behörden warnten Fluggesellschaften, dass auf neun Flughäfen kein Jet‑Fuel verfügbar sei, sodass Langstreckenflüge zusätzliche Zwischenstopps einlegen müssen. Banken kürzten ihre Öffnungszeiten, kulturelle Veranstaltungen wurden gestrichen und der öffentliche Nahverkehr steht weitgehend still.

Auf dem Land berichten Menschen, dass sie Türen und Möbel verbrennen, um ihre Familien zu ernähren, und dass Kerosinlampen durch improvisierte Laternen ersetzt werden müssen. Die Preise steigen rapide; die Währung verliert an Wert, und viele greifen auf den Schwarzmarkt zurück. Seit 2021 haben über zwei Millionen Menschen das Land verlassen, und die Inflation liegt Medienberichten zufolge bei mehr als 15 Prozent. Tropische Krankheiten wie Dengue und Chikungunya nehmen zu, weil die Müllentsorgung zusammengebrochen ist.

Internationale Reaktionen
Die Vereinten Nationen und humanitäre Organisationen zeigen sich angesichts der sich abzeichnenden humanitären Katastrophe alarmiert. Das Büro des Hohen Kommissars für Menschenrechte erklärte, die Verknappung von Treibstoff gefährde die Versorgung von Krankenhäusern, die Produktion und Lagerung von Impfstoffen sowie die Trinkwasserversorgung. Über 80 Prozent der Wasserpumpen sind auf Strom angewiesen, und die Stromausfälle untergraben den Zugang zu sicherem Wasser und Hygiene. Das UN‑Menschenrechtsbüro forderte alle Staaten auf, einseitige sektorale Maßnahmen zu beenden, weil sie die Wirtschaft schwächen und soziale Unruhen schüren.

Der US‑Präsident wiederum verschärft den Druck. Er drohte Ländern mit Zöllen, die Öl nach Kuba liefern, und erklärte, Kuba werde „bald scheitern“. Die US‑Botschaft in Havanna warnte eigene Staatsbürger vor massiven Stromausfällen und dem Anstieg regierungsnaher Proteste. Zugleich betont Washington, dass es bei einem Fall des Regimes keine klare Strategie habe; diplomatische Kreise sprechen davon, dass die Insel „zu Tode ausgehungert“ werden soll.

Die USA haben jedoch nach dem Hurrikan Melissa neun Millionen Dollar an humanitärer Hilfe zugesagt, darunter Reis, Bohnen, Pasta, Dosenfisch und Solarlampen für die östlichen Provinzen. Gleichwohl befürchten viele Kubaner, dass Hilfsgüter nicht ausreichen und die Krise zu Hunger und Krankheiten führt.

Ausblick auf die Zukunft
Die Lage in Kuba ist unübersichtlich. Einige Experten vergleichen die Krise mit der „Sonderperiode“ der 1990er Jahre, als das Bruttoinlandsprodukt um ein Drittel einbrach und Öl Mangelware war. Heute ist die Ausgangslage noch schlechter, weil die USA die Insel komplett vom Energiemarkt abschneiden und zugleich die internationale Solidarität bröckelt. Während Russland und China zwar erneuerbare Energieprojekte unterstützen, bleibt unklar, ob sie genügend Öl liefern können, um das System am Laufen zu halten.

Das Castro‑Regime, vertreten durch Präsident Miguel Díaz‑Canel und den langjährigen Sicherheitschef Alejandro Castro Espín, ist politisch angeschlagen. Die Führung hofft auf Verhandlungen mit Washington und auf Unterstützung aus Lateinamerika und Asien. Doch im Schatten der Krise wachsen Unzufriedenheit und Auswanderungsdruck. Ob die karibische Insel die Energieknappheit übersteht oder ob sie in einen vollständigen staatlichen Zusammenbruch abgleitet, hängt davon ab, ob die internationale Gemeinschaft einen humanitären Ausweg ermöglicht und die Blockade gelockert wird.



Vorgestellt


Wirtschaft: Ist Indien wegen Großbritannien so arm?

Die Wirtschaft von Indien stagniert, ein Großteil der Bevölkerung Indiens lebt in bitterer Armut, aber wo liegt der Grund? Ist die ehemalige Kolonialmacht Großbritannien schuld an der Armut von Indien?Schauen Sie sich das Video an, es könnte Sie interessieren....!

Wirtschaft: Afrika, das Milliarden-Grab von China

China ist der größte Kreditgeber in ganz Afrika. Aber aus einem bisher unerklärlichen Grund scheint Pekings Strategie in Bezug auf Afrika zu einem Ende zu kommen. Und die große Frage ist: Warum? Ist Afrika etwa zum finanziellen Milliarden-Grab von China geworden?Schauen Sie isch das Video an, Sie werden vielleicht erstaunt sein was Sie sehen...

Politik: Georgien als Marionetten-Staat von Russland?

Russland ist ein Terror-Staat, dies beweist der kriminelle Angriff der Russen auf das Nachbarland Ukraine; sein "Präsident" Wladimir Putin (72) ist ein ruchloser Kriegsverbrecher! Da passt es in das sprichwörtliche Bild, dass die Russen Marionetten als willfährigen Lakaien benötigen, ist Georgien und sind die Georgier ein solcher Marionetten-Staat der Terror-Russen? Proteste haben sich in ganz Georgien ausgebreitet. Die Regierung blickt zunehmend nach Moskau, während achtzig Prozent der Georgier den Westen wollen. Was bringt die Zukunft, ist Georgien der jüngste Triumph des Massenmörder Wladimir Putin?Schauen Sie sich das Video an, Sie werden vielleicht erstaunt sein...