Zürcher Nachrichten - Rechnungshof-Präsident kritisiert Regierung: Ineffizienz und "Staatsversagen"

EUR -
AED 4.173394
AFN 72.159531
ALL 94.465745
AMD 416.26938
ANG 2.034595
AOA 1042.639552
ARS 1681.01139
AUD 1.646476
AWG 2.046921
AZN 1.9375
BAM 1.956126
BBD 2.284281
BDT 139.503251
BGN 1.921499
BHD 0.427769
BIF 3385.419563
BMD 1.136389
BND 1.473326
BOB 7.837306
BRL 5.898999
BSD 1.134189
BTN 107.325888
BWP 15.516518
BYN 3.196419
BYR 22273.232292
BZD 2.28098
CAD 1.617241
CDF 2578.467913
CHF 0.921783
CLF 0.026517
CLP 1043.637495
CNY 7.716651
CNH 7.731107
COP 3911.361413
CRC 516.281506
CUC 1.136389
CUP 30.114319
CVE 110.283381
CZK 24.233843
DJF 201.963661
DKK 7.47484
DOP 66.480495
DZD 151.635526
EGP 56.502185
ERN 17.045841
ETB 182.849467
FJD 2.550284
FKP 0.8636
GBP 0.861616
GEL 3.000284
GGP 0.8636
GHS 12.703117
GIP 0.8636
GMD 82.383014
GNF 9937.525121
GTQ 8.651442
GYD 237.239541
HKD 8.909867
HNL 30.347791
HRK 7.532439
HTG 148.292759
HUF 354.49689
IDR 20375.46199
ILS 3.379116
IMP 0.8636
INR 107.342945
IQD 1485.74763
IRR 1562592.247895
ISK 144.205948
JEP 0.8636
JMD 178.628986
JOD 0.805737
JPY 183.896783
KES 147.332824
KGS 99.376904
KHR 4556.699321
KMF 493.192686
KPW 1022.75086
KRW 1750.630813
KWD 0.351828
KYD 0.945158
KZT 551.941992
LAK 24895.149288
LBP 101576.582899
LKR 382.633774
LRD 206.584432
LSL 18.855943
LTL 3.355462
LVL 0.68739
LYD 7.294216
MAD 10.663477
MDL 20.086259
MGA 4737.768801
MKD 61.602713
MMK 2385.889167
MNT 4072.618644
MOP 9.160227
MRU 45.349359
MUR 54.762625
MVR 17.55706
MWK 1966.619125
MXN 20.003744
MYR 4.678539
MZN 72.626964
NAD 18.855943
NGN 1559.797039
NIO 41.736405
NOK 11.207367
NPR 171.72011
NZD 2.01246
OMR 0.436945
PAB 1.134189
PEN 3.846541
PGK 4.975764
PHP 69.553887
PKR 315.437986
PLN 4.2882
PYG 6918.153052
QAR 4.123187
RON 5.232166
RSD 117.41288
RUB 85.334925
RWF 1666.070354
SAR 4.258391
SBD 9.150154
SCR 15.974768
SDG 681.83371
SEK 11.045017
SGD 1.473323
SHP 0.848429
SLE 28.177536
SLL 23829.521743
SOS 648.205185
SRD 42.568846
STD 23520.966274
STN 24.503761
SVC 9.923654
SYP 125.607505
SZL 18.853059
THB 37.885515
TJS 10.530755
TMT 3.977363
TND 3.371562
TOP 2.736153
TRY 52.858928
TTD 7.690282
TWD 36.148998
TZS 2976.131147
UAH 50.909361
UGX 4184.697466
USD 1.136389
UYU 45.277546
UZS 13638.273099
VES 705.417114
VND 29910.905467
VUV 136.163016
WST 3.156635
XAF 656.06346
XAG 0.01976
XAU 0.000284
XCD 3.07115
XCG 2.044041
XDR 0.815932
XOF 656.066347
XPF 119.331742
YER 271.170899
ZAR 18.790993
ZMK 10228.862567
ZMW 20.443407
ZWL 365.916924
  • MDAX

    164.8400

    32084.09

    +0.51%

  • TecDAX

    29.2100

    3912.23

    +0.75%

  • Euro STOXX 50

    43.3200

    6258.02

    +0.69%

  • DAX

    165.1800

    24905.54

    +0.66%

  • Goldpreis

    -9.2000

    3999.6

    -0.23%

  • SDAX

    -37.7700

    17925.94

    -0.21%

  • EUR/USD

    -0.0013

    1.1348

    -0.11%

Rechnungshof-Präsident kritisiert Regierung: Ineffizienz und "Staatsversagen"
Rechnungshof-Präsident kritisiert Regierung: Ineffizienz und "Staatsversagen" / Foto: Vincenzo PINTO - AFP/Archiv

Rechnungshof-Präsident kritisiert Regierung: Ineffizienz und "Staatsversagen"

Der Präsident des Bundesrechnungshofs, Kay Scheller, hat in mehreren Bereichen scharfe Kritik an der Bundesregierung und ihren nachgeordneten Behörden geübt. In der "Welt am Sonntag" sprach er von Ineffizienz und "Staatsversagen". Unter anderem prangerte Scheller den Umgang mit den milliardenschweren Sondervermögen des Bundes an. "Offensichtlich fließt das Geld nicht in dem Maße in Investitionen, wie es bei diesen schuldenfinanzierten Programmen sein sollte", sagte er.

Textgröße:

"Dadurch entstehen im Kernhaushalt Spielräume für Konsumausgaben. Das kann nicht sein, das widerspricht der geforderten und angebrachten Zusätzlichkeit dieser Mittel", mahnte Scheller. Erschwerend hinzu kämen "ineffiziente Strukturen" in den Bundesbehörden. Notwendig seien mehr Mut zu Einsparungen und eine Prioritätensetzung bei den Staatsausgaben.

Besonders kritisierte Scheller das Beschaffungsamt der Bundeswehr. Die Strukturen, mit denen ein Versickern von Geld verhindert werden solle, hätten "im Laufe der Jahre zu einem System der organisierten Verantwortungslosigkeit geführt", sagte der Rechnungshof-Präsident. "Alle sichern sich immer nochmal ab und nochmal ab. Das können wir uns nicht mehr leisten."

Es gebe in dem Amt zu viele Akteure, sagte Scheller. Wichtig sei, "die Geschwindigkeit in der Entscheidungsfindung erhöhen", denn es verändere sich derzeit rasant, was die Streitkräfte für das Bestehen auf dem Gefechtsfeld der Zukunft brauchten. Da gebe es "nicht jahrelang Zeit, den Bedarf zu prüfen". Trotzdem müsse die Beschaffung aber wirtschaftlich erfolgen. Das sei "noch Luft nach oben."

Wegen der Probleme bei der Deutschen Bahn sprach Scheller von einem "Staatsversagen". "Der Bund ist Alleineigentümer und damit verantwortlich", stellte er klar. "Die Eisenbahn in Deutschland ist seit vielen Jahren in einer Dauerkrise. Jedes Jahr gibt es bei der Pünktlichkeit einen noch tieferen Tiefpunkt", beschrieb der Präsident des Bundesrechnungshofes die Lage. Der Bund müsse hier sagen, welche Leistungen er erwarte, "und er muss steuernd eingreifen können".

Kritisch äußerte sich Scheller auch über die Förderung der Elektromobilität durch die Bundesregierung. "Vielen Bürgern fällt es schwer, hier eine Strategie zu erkennen - ich gehöre dazu. Rein in die E-Auto-Förderung, raus, jetzt wieder rein - was soll der Verbraucher davon halten?", sagte Scheller. "Das ist nicht gut, wenn der Staat so auftritt. Das wirkt planlos. Wo ist der langfristige Plan?"

Grundsätzlich müssten Subventionen hinterfragt werden, verlangte Scheller. So gebe es immer noch klimaschädliche Subventionen und Steuervergünstigungen wie beispielsweise die Diesel-Förderung für Busse im ÖPNV.

Zu den Debatten über den Sozialstaat sagte Scheller: "Er sollte ausgerichtet sein auf die wirklich Schwachen und auf die wirklich Hilfsbedürftigen." Fragwürdig sei hingegen, "dass mit dem Sozialstaat bis weit in die Mittelschicht hinein gefördert wird". Dies müsse daher auf den Prüfstand. "Was können wir uns noch leisten, wenn wir Spielraum für neue Aufgaben brauchen?" Kritik übte Scheller etwa am Ausbau der Mütterrente, aber auch an der Festschreibung des Rentenniveaus.

N.Fischer--NZN