Zürcher Nachrichten - Social-Media-Verbot für Kinder: SPD-Vorstoß erfährt Unterstützung und Kritik

EUR -
AED 4.291906
AFN 74.188104
ALL 95.612363
AMD 433.156007
ANG 2.091768
AOA 1072.830672
ARS 1638.484029
AUD 1.630045
AWG 2.106512
AZN 2.010972
BAM 1.956061
BBD 2.354674
BDT 143.446706
BGN 1.949446
BHD 0.442057
BIF 3479.049841
BMD 1.168661
BND 1.492893
BOB 8.078044
BRL 5.785104
BSD 1.169136
BTN 111.336396
BWP 15.888054
BYN 3.309685
BYR 22905.757712
BZD 2.351274
CAD 1.590986
CDF 2706.619162
CHF 0.916447
CLF 0.027048
CLP 1064.499798
CNY 7.982247
CNH 7.98296
COP 4357.294507
CRC 531.861943
CUC 1.168661
CUP 30.969519
CVE 110.279259
CZK 24.381188
DJF 208.186919
DKK 7.472927
DOP 69.658113
DZD 154.76695
EGP 62.802792
ERN 17.529917
ETB 183.829569
FJD 2.568011
FKP 0.863475
GBP 0.863413
GEL 3.137805
GGP 0.863475
GHS 13.105695
GIP 0.863475
GMD 85.904498
GNF 10260.194951
GTQ 8.924039
GYD 244.591626
HKD 9.158166
HNL 31.077151
HRK 7.535554
HTG 153.00782
HUF 362.844148
IDR 20396.642314
ILS 3.43906
IMP 0.863475
INR 111.23761
IQD 1531.478363
IRR 1536789.356921
ISK 143.406371
JEP 0.863475
JMD 183.973001
JOD 0.828547
JPY 184.397214
KES 150.956306
KGS 102.16494
KHR 4689.606366
KMF 491.427992
KPW 1051.798729
KRW 1721.507961
KWD 0.360123
KYD 0.974226
KZT 543.250242
LAK 25673.319558
LBP 104693.036799
LKR 374.113571
LRD 214.527738
LSL 19.565079
LTL 3.450752
LVL 0.706912
LYD 7.416927
MAD 10.805343
MDL 20.178609
MGA 4869.629643
MKD 61.597109
MMK 2453.84549
MNT 4182.178877
MOP 9.43682
MRU 46.681437
MUR 54.868938
MVR 18.061679
MWK 2027.262125
MXN 20.373444
MYR 4.630822
MZN 74.689153
NAD 19.565414
NGN 1599.452824
NIO 43.025011
NOK 10.801864
NPR 178.138795
NZD 1.987606
OMR 0.449355
PAB 1.169151
PEN 4.098677
PGK 5.083679
PHP 72.064337
PKR 325.795044
PLN 4.2543
PYG 7083.91595
QAR 4.273153
RON 5.219126
RSD 117.37212
RUB 88.235831
RWF 1709.421028
SAR 4.385311
SBD 9.37952
SCR 15.61227
SDG 701.753321
SEK 10.839335
SGD 1.492357
SHP 0.872524
SLE 28.807603
SLL 24506.234619
SOS 668.186396
SRD 43.773389
STD 24188.925413
STN 24.502854
SVC 10.229191
SYP 129.17296
SZL 19.561613
THB 38.141008
TJS 10.931113
TMT 4.096157
TND 3.408455
TOP 2.813856
TRY 52.845214
TTD 7.924923
TWD 36.940799
TZS 3041.441932
UAH 51.378143
UGX 4413.514019
USD 1.168661
UYU 47.076288
UZS 14069.638616
VES 571.408376
VND 30762.66634
VUV 138.515007
WST 3.174003
XAF 656.041826
XAG 0.015872
XAU 0.000256
XCD 3.158365
XCG 2.106972
XDR 0.815298
XOF 656.041826
XPF 119.331742
YER 278.871774
ZAR 19.503961
ZMK 10519.353599
ZMW 22.066853
ZWL 376.3084
  • DAX

    352.9600

    24344.23

    +1.45%

  • SDAX

    140.9800

    18149.66

    +0.78%

  • TecDAX

    63.9100

    3771.76

    +1.69%

  • Goldpreis

    55.6000

    4588.9

    +1.21%

  • Euro STOXX 50

    82.3100

    5845.92

    +1.41%

  • MDAX

    676.5900

    31122.33

    +2.17%

  • EUR/USD

    0.0007

    1.1704

    +0.06%

Social-Media-Verbot für Kinder: SPD-Vorstoß erfährt Unterstützung und Kritik
Social-Media-Verbot für Kinder: SPD-Vorstoß erfährt Unterstützung und Kritik / Foto: Saeed KHAN - AFP

Social-Media-Verbot für Kinder: SPD-Vorstoß erfährt Unterstützung und Kritik

In der Debatte über einen besseren Schutz von Kindern im Internet hat der SPD-Vorstoß für ein vollständiges Social-Media-Verbot für Unter-14-Jährige sowohl Unterstützung als auch Kritik erfahren. "Ich begrüße den Vorschlag der SPD, Altersgrenzen für Social Media differenziert zu gestalten, ausdrücklich", sagte die unabhängige Beauftragte der Bundesregierung gegen sexuellen Missbrauch von Kindern und Jugendlichen, Kerstin Claus, den Zeitungen der Mediengruppe Bayern (Dienstagsausgaben).

Textgröße:

Die SPD-Bundestagsfraktion fordert in einem Positionspapier, das der Nachrichtenagentur AFP vorliegt, nach Alter abgestufte Regelungen für die Nutzung von Social-Media-Plattformen. Diese sollen für Kinder unter 14 Jahren "vollständig" verboten werden. Für Jugendliche unter 16 Jahren soll eine "verpflichtende Jugendversion" unter anderem keine von Algorithmen gesteuerten Belohnungs- und Empfehlungssysteme enthalten.

Eine pauschale Verbotsdebatte verkenne die Komplexität des Problems, erklärte Claus. "Im Zweifel muss das Recht auf Schutz von Kindern und Jugendlichen Vorrang haben", sagte sie. Als besonders wichtig bezeichnete es Claus, dass der Vorschlag die gezielte Ausrichtung sozialer Plattformen auf maximale Verweildauer und manipulative Suchtmechanismen thematisiere. "Hier werden Anbieter endlich in die Pflicht genommen", sagte die Missbrauchsbeauftragte. Personalisierte Feeds und Algorithmen, die Abhängigkeit fördern, seien keine technischen Notwendigkeiten, sondern bewusste Entscheidungen mit gravierenden Folgen für Heranwachsende.

Der Grünen-Gesundheitspolitiker Janosch Dahmen begrüßte den SPD-Vorschlag ebenfalls. "Aus medizinischer Sicht können wir die gesundheitlichen Risiken exzessiver Social-Media-Nutzung bei Kindern und Jugendlichen nicht länger relativieren", sagte er den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND, Dienstagsausgaben). Es gehe nicht um ein harmloses Freizeitvergnügen, sondern um ein System, das gezielt auf maximale Bindung und Abhängigkeit ausgelegt sei. "Deshalb halte ich eine klare Altersgrenze für Social Media für gesundheitspolitisch gut begründet", sagte Dahmen.

Auch Bildungsverbände unterstützten ein Social-Media-Verbot. "Altersabstufungen einzuführen, um den Jugendlichen die Möglichkeit zu geben, sich zunächst mit den Funktionalitäten vertraut zu machen, kann sinnvoll sein", sagte der Bundesvorsitzende des Verbandes für Bildung und Erziehung (VBE), Tomi Neckov, dem RND. Smartphones und Social-Media seien Teil der Lebenswirklichkeit von Kindern und Jugendlichen. "Wem der Schutz von Kindern und ihre digitale Souveränität am Herzen liegt, sollte neben pauschalen Verboten daher immer auch Möglichkeiten eröffnen, um im geschützten Raum die Vorteile des Mediums wahrnehmen zu können", sagte Neckov.

Auch einige Unionspolitiker äußerten Offenheit für eine schärfere Regulierung des Zugangs zu Onlinediensten. "Wir müssen Kinder und Jugendliche besser schützen", sagte Unionsfraktionschef Jens Spahn (CDU) der "Augsburger Allgemeinen" (Dienstagsausgabe). "Klar ist aber auch: Pauschale Verbote werden das Problem nicht lösen", betonte Spahn. In seiner Fraktion werde derzeit an Vorschlägen gearbeitet. "Wir brauchen altersgerechte Zugänge, klare Regeln für die Plattformbetreiber und mehr Bildungsangebote für Eltern und Kinder", sagte Spahn.

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) sprach sich ebenfalls für ein Social-Media-Verbot für Kinder aus und forderte eine schnelle Einigung mit der SPD. "Es wird höchste Zeit für eine wirksame Altersbeschränkung für Social Media, die Kinder im Alltag auch praktisch schützt", sagte der CDU-Landesvorsitzende dem Magazin "Focus" (Dienstagsausgabe). "Ein Konsens der Mitte für eine Altersbeschränkung von Social Media wäre das richtige Zeichen", betonte Wüst mit Blick auf den Koalitionspartner.

Scharfe Kritik äußerte indes der Branchenverband der deutschen Informations- und Telekommunikationsbranche Bitkom. "Statt pauschaler Ausschlüsse bestimmter Altersgruppen braucht es einen risikobasierten Ansatz mit altersgerechten Voreinstellungen, technischen Schutzmechanismen und einer konsequenten Förderung von Medienkompetenz, etwa durch verpflichtende Medienbildung in der Schule", sagte Bitkom- Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder dem RND. Er warnte zudem vor deutschen Alleingängen. "Digitale Dienste sind im europäischen Binnenmarkt reguliert und sollten auch weiterhin europäisch einheitlich geregelt werden, um Rechtsklarheit und praktikable Lösungen zu gewährleisten", sagte Rohleder.

P.E.Steiner--NZN