Zürcher Nachrichten - US-Supreme Court erklärt Wahlkreis-Zuschnitt in Louisiana für verfassungswidrig

EUR -
AED 4.161518
AFN 73.087584
ALL 91.974375
AMD 411.540167
ANG 2.028765
AOA 1039.105468
ARS 1728.069575
AUD 1.623411
AWG 2.0411
AZN 1.927901
BAM 1.953149
BBD 2.282802
BDT 139.353351
BGN 1.907603
BHD 0.42722
BIF 3396.29108
BMD 1.133157
BND 1.448035
BOB 13.663338
BRL 5.920633
BSD 1.133362
BTN 108.729449
BWP 15.475862
BYN 3.421157
BYR 22209.882191
BZD 2.279507
CAD 1.607474
CDF 2634.590818
CHF 0.945217
CLF 0.027901
CLP 1101.773846
CNY 7.603995
CNH 7.602341
COP 3798.082491
CRC 516.399223
CUC 1.133157
CUP 27.201087
CVE 110.115568
CZK 24.437703
DJF 201.384525
DKK 7.475586
DOP 67.398537
DZD 151.639027
EGP 58.99919
ERN 16.997359
ETB 185.128738
FJD 2.543603
FKP 0.854785
GBP 0.856967
GEL 2.940481
GGP 0.854785
GHS 13.209957
GIP 0.854785
GMD 83.854047
GNF 9968.472335
GTQ 8.65341
GYD 237.148179
HKD 8.891375
HNL 30.42671
HRK 7.541385
HTG 148.328711
HUF 367.071
IDR 20369.63481
ILS 3.475462
IMP 0.854785
INR 108.714597
IQD 1484.78508
IRR 1557921.251666
ISK 136.80654
JEP 0.854785
JMD 179.42651
JOD 0.803424
JPY 178.23095
KES 146.967996
KGS 99.092675
KHR 4599.717385
KMF 490.657066
KPW 1019.841889
KRW 1534.487412
KWD 0.349863
KYD 0.94451
KZT 497.564782
LAK 25430.489682
LBP 101493.872578
LKR 375.16089
LRD 194.37451
LSL 18.568102
LTL 3.345919
LVL 0.685435
LYD 7.250033
MAD 10.977104
MDL 20.11153
MGA 4991.226681
MKD 61.496546
MMK 2378.91816
MNT 4076.218122
MOP 9.159851
MRU 45.381415
MUR 53.949601
MVR 17.518963
MWK 1965.332955
MXN 20.498446
MYR 4.626454
MZN 72.41402
NAD 18.567775
NGN 1501.422099
NIO 41.714128
NOK 10.880555
NPR 173.965386
NZD 2.009875
OMR 0.435696
PAB 1.133362
PEN 3.898678
PGK 5.128041
PHP 70.988336
PKR 313.97652
PLN 4.370476
PYG 6657.964842
QAR 4.131294
RON 5.278472
RSD 117.503891
RUB 94.906114
RWF 1673.414334
SAR 4.25672
SBD 9.094946
SCR 15.710766
SDG 681.593322
SEK 11.331578
SGD 1.448453
SHP 0.854858
SLE 27.881593
SLL 23761.731851
SOS 647.715305
SRD 42.780029
STD 23454.067336
STN 24.466797
SVC 9.917541
SYP 14733.310913
SZL 18.563808
THB 38.045187
TJS 10.432842
TMT 3.96605
TND 3.364434
TOP 2.728371
TRY 55.524254
TTD 7.688566
TWD 36.069645
TZS 2985.87275
UAH 50.836915
UGX 4442.970689
USD 1.133157
UYU 45.438338
UZS 13396.819913
VES 970.7931
VND 29430.926796
VUV 134.751144
WST 3.138064
XAF 655.957
XAG 0.018521
XAU 0.00027227118
XCD 3.062414
XCG 2.042628
XDR 0.801201
XOF 655.957
XPF 119.331742
YER 268.133353
ZAR 18.610272
ZMK 10199.774161
ZMW 22.185697
ZWL 364.876174
SSP 6473.264959
MXV 2.320888
  • Goldpreis

    41.0000

    4209.4

    +0.97%

  • SDAX

    130.5800

    18379.1

    +0.71%

  • Euro STOXX 50

    18.9800

    6320.26

    +0.3%

  • TecDAX

    33.9500

    4003.1

    +0.85%

  • MDAX

    -12.4000

    30883.19

    -0.04%

  • DAX

    24.7900

    25399.21

    +0.1%

  • EUR/USD

    -0.0030

    1.1343

    -0.26%

US-Supreme Court erklärt Wahlkreis-Zuschnitt in Louisiana für verfassungswidrig
US-Supreme Court erklärt Wahlkreis-Zuschnitt in Louisiana für verfassungswidrig / Foto: Alex WROBLEWSKI - AFP

US-Supreme Court erklärt Wahlkreis-Zuschnitt in Louisiana für verfassungswidrig

Rund sieben Monate vor den US-Zwischenwahlen hat das Oberste Gericht der USA den Zuschnitt von Wahlkreisen im südlichen Bundesstaat Louisiana für ungültig erklärt. Ein historisches Wahlrechtsgesetz von 1965, das die Gleichstellung von Minderheiten bei Wahlen sicherstellen sollte, verpflichte Louisiana nicht dazu, einen zweiten mehrheitlich afroamerikanischen Wahlbezirk zu schaffen, entschied der Supreme Court mit der Mehrheit der konservativen Richter am Mittwoch. Die Entscheidung könnte Folgen für den Wahlkreis-Zuschnitt in den gesamten USA haben und die Chancen der Republikaner vor den wichtigen Zwischenwahlen im November verbessern.

Textgröße:

Mit seinem Urteil schränkt das mehrheitlich konservativ besetzte Gericht die Berücksichtigung ethnischer Kriterien bei der Festlegung der Wahlkreise in Louisiana stark ein. Der Zuschnitt der Wahlkreise sei "verfassungswidrig und seine Anwendung würde die verfassungsmäßigen Rechte der Kläger verletzen", sagte der konservative Richter Samuel Alito bei der Urteilsverkündung. Dabei bezog er sich auf eine Gruppe nicht-schwarzer Wähler, die die Klage eingereicht hatte.

Bei der Entscheidung stimmten die sechs konservativen Verfassungsrichter gegen die drei liberalen Richter. Sowohl das mehrheitlich getroffene Urteil als auch der Gegen-Standpunkt wurden verlesen, was beim Supreme Court nur selten vorkommt.

In einer abweichenden Stellungnahme kritisierte die Richterin Elena Kagan, die Entscheidung des Gerichts dränge "das Grundrecht auf Rassengleichheit" bei Wahlen zurück, das der Kongress mit dem Voting Rights Act (VRA) von 1965 gewährt habe. Die Entscheidung lässt den Kern des VRA unberührt, schränkt aber seine Anwendungsmöglichkeiten ein.

Es war zunächst unklar, inwieweit das Urteil Auswirkungen auf die Zwischenwahlen im November haben wird, die sogenannten Midterms. Die Vorwahlen sind bereits im Gange. Es wird jedoch erwartet, dass die Republikaner von US-Präsident Donald Trump in den Bundesstaaten, in denen es die Zeit und die gesetzlichen Bestimmungen zulassen, auf neue Wahlkreis-Zuschnitte pochen werden.

Das Urteil markiert ein Wende bei der gerichtlichen Auslegung des Gleichgewichts zwischen dem Verhindern von ethnischer Diskriminierung und dem Einhalten verfassungsrechtlicher Garantien für die Gleichbehandlung. Es legt die Messlatte höher, wann die ethnische Zugehörigkeit beim Neuzuschnitt von Wahlkreisen berücksichtigt werden darf.

Die Entscheidung bedeutet zudem einen Rückschlag für die US-Demokraten, die seit Monaten in mehreren Bundesstaaten mit den Republikanern um den Zuschnitt von Wahlkreisen kämpfen. Die Republikaner von US-Präsident Donald Trump könnten durch das Urteil dagegen vor den Midterms gestärkt werden.

Aus Sicht des Wahlrechtforums Democracy Docket könnte das Urteil dazu beitragen, den Republikanern zusätzliche 27 Sitze zu sichern und damit die Kontrolle der Trump-Partei im Kongress "für mindestens eine Generation" festigen. "Ohne den Schutz vor rassistischer Diskriminierung könnten Wahlkreiskarten fast ohne Einschränkungen neu gezeichnet werden", hieß es auf der Plattform.

Kritik an dem Urteil kam von den oppositionellen Demokraten. Der Minderheitsführer der Partei im Senat, Chuck Schumer, sprach von einem "verheerenden Schlag" gegen die Wahlrechtsgesetze. Das Versprechen, dass "jede Stimme zählt", sei "eines der heiligsten Versprechen der amerikanischen Demokratie". Diesem habe der Supreme Court mit seinem Urteil "den Rücken gekehrt". Es sei zu befürchten, dass dies zu "weniger Schutz für die Wähler und mehr Macht für die Politiker" führen werde.

Afroamerikaner machen ein Drittel der Bevölkerung von Louisiana aus. Traditionell zieht diese Bevölkerungsgruppe mehrheitlich die Demokraten den Republikanern vor. Nach einer Volkszählung im Jahr 2020 hatte Louisiana seine Wahlkarte derart neu gestaltet, dass es statt zuvor zwei Wahlkreisen mit mehrheitlich schwarzer Bevölkerung nur noch einen gab.

Dagegen wandten sich die Bürgerrechtsvereinigung ACLU und andere Kläger. Sie bezeichneten die Änderung als Verstoß gegen das historische Wahlrechtsgesetz von 1965, das zur Zeit der Bürgerrechtsbewegung in Kraft getreten war und die Gleichstellung von Schwarzen und anderen Minderheiten bei Wahlen sicherstellen sollte.

Das Parlament von Louisiana verabschiedete daraufhin 2024 ein neues Gesetz mit wieder zwei mehrheitlich afroamerikanischen Wahlkreisen. Dagegen wiederum wandte sich eine Gruppe nicht-afroamerikanischer Wähler, deren Klage letztlich beim Supreme Court landete. Diese Kläger argumentierten, dass die Verwendung ethnischer Kriterien beim Wahlkreiszuschnitt verfassungswidrig sei.

Im Repräsentantenhaus in Washington haben die Republikaner derzeit eine knappe Mehrheit. Die Zunahme oder Abnahme der Zahl von Wahlkreisen mit mehrheitlich afroamerikanischen Einwohnern könnte also entscheidenden Einfluss auf den Ausgang der Wahl zu dieser Kongresskammer im November haben. Sollten die Demokraten die Mehrheit im Repräsentantenhaus erlangen, würde dies auch den Handlungsspielraum von Präsident Trump einschränken. Die Midterms gelten als der bisher wichtigste Stimmungstest für Trump. In Umfragen waren seine Republikaner zuletzt abgesackt.

A.Senn--NZN