Zürcher Nachrichten - Koalition dämpft Erwartungen an Spitzentreffen am Mittwoch

EUR -
AED 4.239245
AFN 72.116169
ALL 95.251878
AMD 425.017039
ANG 2.066765
AOA 1059.667159
ARS 1668.600407
AUD 1.635038
AWG 2.080664
AZN 1.96334
BAM 1.957285
BBD 2.322913
BDT 141.5656
BGN 1.927624
BHD 0.434924
BIF 3440.351406
BMD 1.154321
BND 1.486328
BOB 7.99807
BRL 5.992056
BSD 1.15325
BTN 110.323295
BWP 15.652812
BYN 3.235956
BYR 22624.692746
BZD 2.31951
CAD 1.609013
CDF 2654.938292
CHF 0.919787
CLF 0.026927
CLP 1059.955215
CNY 7.809732
CNH 7.830089
COP 4160.450132
CRC 532.192375
CUC 1.154321
CUP 30.589508
CVE 110.348748
CZK 24.208187
DJF 205.374977
DKK 7.473877
DOP 67.180695
DZD 154.309362
EGP 60.082183
ERN 17.314816
ETB 185.940217
FJD 2.557285
FKP 0.864902
GBP 0.8648
GEL 3.070308
GGP 0.864902
GHS 13.626342
GIP 0.864902
GMD 84.265618
GNF 10109.453504
GTQ 8.792521
GYD 241.292081
HKD 9.045843
HNL 30.839871
HRK 7.536793
HTG 150.791829
HUF 355.834493
IDR 20982.959621
ILS 3.381041
IMP 0.864902
INR 110.270502
IQD 1510.820443
IRR 1587335.745617
ISK 143.401352
JEP 0.864902
JMD 182.068179
JOD 0.818416
JPY 184.79014
KES 149.427361
KGS 100.945026
KHR 4630.494202
KMF 494.049139
KPW 1038.721863
KRW 1764.240959
KWD 0.357089
KYD 0.961125
KZT 561.686554
LAK 25357.805656
LBP 103280.283365
LKR 388.808345
LRD 210.477004
LSL 19.055932
LTL 3.40841
LVL 0.698238
LYD 7.333566
MAD 10.665294
MDL 20.091161
MGA 4853.578449
MKD 61.645858
MMK 2423.265687
MNT 4131.070709
MOP 9.308744
MRU 46.085978
MUR 55.288441
MVR 17.834596
MWK 1999.909145
MXN 20.117486
MYR 4.701781
MZN 73.772266
NAD 19.055932
NGN 1571.5039
NIO 42.441475
NOK 10.914146
NPR 176.519203
NZD 1.982939
OMR 0.443844
PAB 1.153355
PEN 4.003469
PGK 5.126891
PHP 71.019025
PKR 320.997827
PLN 4.2404
PYG 7097.386479
QAR 4.2163
RON 5.242577
RSD 117.370108
RUB 84.207348
RWF 1693.678061
SAR 4.333089
SBD 9.290649
SCR 15.458572
SDG 693.1573
SEK 10.869439
SGD 1.486575
SHP 0.861817
SLE 28.399787
SLL 24205.537866
SOS 659.097359
SRD 43.069446
STD 23892.115346
STN 24.518077
SVC 10.09144
SYP 127.589528
SZL 19.041121
THB 37.869237
TJS 10.789342
TMT 4.040124
TND 3.392475
TOP 2.779328
TRY 53.216398
TTD 7.811759
TWD 36.390893
TZS 3030.090497
UAH 51.483773
UGX 4348.281242
USD 1.154321
UYU 46.455458
UZS 13816.186406
VES 649.403811
VND 30410.588286
VUV 136.532616
WST 3.14785
XAF 656.452363
XAG 0.016885
XAU 0.000267
XCD 3.11961
XCG 2.078532
XDR 0.817728
XOF 656.466592
XPF 119.331742
YER 275.449816
ZAR 19.037638
ZMK 10390.275805
ZMW 20.269383
ZWL 371.69091
  • TecDAX

    -6.6900

    4067.45

    -0.16%

  • Goldpreis

    -2.2000

    4363.1

    -0.05%

  • Euro STOXX 50

    0.2200

    6062.29

    0%

  • SDAX

    -35.3400

    18398.48

    -0.19%

  • MDAX

    -341.1300

    32125.47

    -1.06%

  • DAX

    -142.8300

    24616.22

    -0.58%

  • EUR/USD

    0.0015

    1.1542

    +0.13%

Koalition dämpft Erwartungen an Spitzentreffen am Mittwoch
Koalition dämpft Erwartungen an Spitzentreffen am Mittwoch / Foto: John MACDOUGALL - AFP/Archiv

Koalition dämpft Erwartungen an Spitzentreffen am Mittwoch

Vertreter der Koalition haben mit Blick auf das bevorstehende Spitzentreffen mit Gewerkschaften und Wirtschaftsverbänden die Erwartungen gedämpft. Es gehe darum, "im Gespräch zu bleiben", nicht jedoch darum, Entscheidungen zu treffen, sagte CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann am Montag. Dafür sei dann "die Politik in der Pflicht". Linnemann verwies hierfür auf den bereits geplanten Koalitionsausschuss von Union und SPD am 30. Juni.

Textgröße:

Am Mittwochabend treffen sich die Spitzen der Koalition mit Gewerkschaften und Arbeitgebern. Dabei sollen diese sich zu den Reformvorhaben der Regierung bei Steuern, Arbeit, Soziales und Bürokratieabbau äußern. Für das Treffen im Kanzleramt sind drei Stunden angesetzt. Regierungssprecher Stefan Kornelius charakterisierte das Treffen am Montag als "ein Gespräch zum Austausch politischer Positionen und Ideen".

Das Treffen dürfe "auf gar keinen Fall ein Get-Together" mit losen Gesprächen werden, aus dem keine konkreten Verabredungen erwachsen, stellte SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf klar. Er habe aber "nicht die Erwartungshaltung, dass schon konkrete inhaltliche Maßnahmen miteinander besprochen werden".

Es sei gut, die Sozialpartner am Tisch zu haben, um über die anstehenden Reformen und "die richtigen Antworten" auf die Herausforderungen zu sprechen, sagte Klüssendorf. Denn die Maßnahmen, die ergriffen werden müssten, verlangten das Vertrauen der Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Das Treffen am Mittwoch müsse den Weg für einen weiteren Austausch ebnen und dürfe keine einmalige Sache bleiben.

Dieser Forderung erteilte die Bundesregierung aber bereits eine Absage: "Es war nie gedacht, dass es eine Verstetigung dieses Treffens gibt", betonte Regierungssprecher Kornelius.

SPD-Fraktionschef Matthias Miersch dämpfte derweil auch die Erwartungen an schnelle Reformbeschlüsse. Was entscheidungsreif ist, solle zwar am 1. Juli entschieden werden, sagte der Miersch am Sonntagabend in der ARD. Dennoch sei auch die parlamentarische Sommerpause dazu da, "weiter dran zu arbeiten".

Es könne nicht alles noch vor der Sommerpause im Bundestag beschlossen werden, stellte in der "Rheinischen Post" CDU-Vize und Nordrhein-Westfalens Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann klar. "Aber ich finde, wir müssen schon klar sagen, wo der Weg hingeht. Dann wären wir schon einen ganz erheblichen Schritt weiter."

Scharfe Kritik an der Koalition kommt von den Grünen. Kanzler Friedrich Merz (CDU) habe sich vorgenommen, "dieses Land mal ordentlich durchzureformieren", sagte Parteichef Felix Banazsak in Berlin. "Und nach einem Jahr kommt er auf die Idee, das erste Mal die Menschen zu fragen, die er dafür endlich braucht - jetzt gibt's ein Treffen mit den Sozialpartnern."

Banaszak rief Merz zu einer anderen Ansprache der Menschen auf. "Wenn mit Reformen eigentlich nur noch Härte, Kälte und Kahlschlag verknüpft ist, dann darf man sich auch nicht wundern, wenn sich dagegen immer mehr Widerstand mobilisiert." Wer in der aktuellen, von großer Unsicherheit geprägten Zeit "Menschen gewinnen will, der muss ihnen auf Augenhöhe und mit Respekt begegnen und nicht von oben herab, wie es der Bundeskanzler in den letzten Monaten getan hat".

Linken-Chef Jan van Aken erwartet, dass es bei dem Treffen am Mittwoch um den Abbau von Arbeitnehmerrechte und "eine ganz große soziale Kürzung" gehen wird. "Wir stehen da völlig klar an der Seite der Gewerkschaften." Van Aken forderte die Bundesregierung außerdem auf, endlich zuzuhören, "wenn die hart arbeitende Mehrheit der Menschen hier in Deutschland etwas zu sagen hat".

Zu schnellen Reformen drängt derweil Gesamtmetall-Präsident Udo Dinglreiter. "Wenn keine Reformen kommen, die die Arbeitskosten und andere Kosten senken, dann wird sich die aktuelle wirtschaftliche Abwärtsspirale weiterdrehen", sagte Dinglreiter der "Zeit" "Dann werden noch mehr Arbeitsplätze abgebaut, dann wird noch mehr Industrie in andere Länder verlagert." Tausende Jobs stünden auf der Kippe."

"Die Unternehmen brauchen jetzt Luft", betonte Dinglreiter. "Das heißt, Geld und Zeit, um diese Krise zu überbrücken." Ziel müsse unter anderem sein, "dass die Sozialabgaben stabilisiert werden und wieder Richtung 40 Prozent gehen".

Union und SPD hatten sich bei ihrem letzten Koalitionsausschuss Mitte Mai auf einen Fahrplan für die Reformprojekte der Bundesregierung geeinigt. Bis zum Beginn der Sommerpause Anfang Juli wollen sich die Koalitionäre demnach auf Reformen des Rentensystems, der Einkommensteuer, des Arbeitsmarkts sowie auf Bürokratieabbau verständigen. Dazu soll ein Koalitionsausschuss am 30. Juni dienen.

O.Meier--NZN