Zürcher Nachrichten - EZB hebt Leitzinsen erstmals seit 2023 wieder an - Einlagenzins bei 2,25 Prozent

EUR -
AED 4.178755
AFN 72.822412
ALL 91.838311
AMD 414.626955
ANG 2.037168
AOA 1044.54648
ARS 1734.921684
AUD 1.620778
AWG 2.048131
AZN 1.935159
BAM 1.954504
BBD 2.294059
BDT 140.157086
BGN 1.915505
BHD 0.429406
BIF 3430.550429
BMD 1.137851
BND 1.455203
BOB 13.958808
BRL 5.900439
BSD 1.138935
BTN 109.07261
BWP 15.509582
BYN 3.441288
BYR 22301.873531
BZD 2.290761
CAD 1.61056
CDF 2662.570312
CHF 0.945708
CLF 0.027709
CLP 1094.100142
CNY 7.638676
CNH 7.64015
COP 3760.312069
CRC 517.84533
CUC 1.137851
CUP 27.337799
CVE 110.119899
CZK 24.38249
DJF 202.823761
DKK 7.475395
DOP 67.73361
DZD 152.221654
EGP 58.862588
ERN 17.06776
ETB 184.769452
FJD 2.545606
FKP 0.858868
GBP 0.859589
GEL 2.97548
GGP 0.858868
GHS 13.229288
GIP 0.858868
GMD 83.63506
GNF 10017.183287
GTQ 8.698387
GYD 238.313064
HKD 8.924624
HNL 30.570063
HRK 7.531315
HTG 149.059874
HUF 366.779304
IDR 20455.14186
ILS 3.472988
IMP 0.858868
INR 109.239922
IQD 1492.097738
IRR 1564359.80361
ISK 137.008873
JEP 0.858868
JMD 180.198958
JOD 0.806765
JPY 179.478314
KES 147.477176
KGS 99.502992
KHR 4631.888698
KMF 492.689799
KPW 1024.065983
KRW 1550.935678
KWD 0.35138
KYD 0.949162
KZT 504.245572
LAK 25547.839172
LBP 101996.087852
LKR 376.097118
LRD 195.913568
LSL 18.582918
LTL 3.359778
LVL 0.688275
LYD 7.282109
MAD 10.930102
MDL 20.21742
MGA 5028.622207
MKD 61.528804
MMK 2389.299296
MNT 4091.79201
MOP 9.202219
MRU 45.820618
MUR 54.014313
MVR 17.579594
MWK 1974.973384
MXN 20.206038
MYR 4.647668
MZN 72.720028
NAD 18.584387
NGN 1510.894962
NIO 41.911479
NOK 10.830975
NPR 174.509479
NZD 2.008585
OMR 0.4375
PAB 1.1382
PEN 3.866637
PGK 5.074502
PHP 71.109992
PKR 315.612699
PLN 4.374245
PYG 6713.490458
QAR 4.151766
RON 5.276098
RSD 117.392509
RUB 95.761103
RWF 1683.369258
SAR 4.273783
SBD 9.103388
SCR 15.851666
SDG 684.41638
SEK 11.310469
SGD 1.455135
SHP 0.859079
SLE 28.04769
SLL 23860.150813
SOS 650.96274
SRD 42.859989
STD 23551.211979
STN 24.46776
SVC 9.966305
SYP 14794.334965
SZL 18.578521
THB 38.2435
TJS 10.507419
TMT 3.993856
TND 3.37188
TOP 2.739671
TRY 55.73261
TTD 7.747409
TWD 36.169655
TZS 3009.598021
UAH 51.002641
UGX 4461.062253
USD 1.137851
UYU 45.630753
UZS 13480.063729
VES 969.939714
VND 29542.017473
VUV 134.040061
WST 3.124217
XAF 655.957
XAG 0.018429
XAU 0.000272149604
XCD 3.075098
XCG 2.052721
XDR 0.804519
XOF 655.957
XPF 119.331742
YER 269.272166
ZAR 18.658851
ZMK 10242.018811
ZMW 22.203743
ZWL 366.387458
SSP 6500.076631
MXV 2.288281
  • TecDAX

    17.8500

    3975.48

    +0.45%

  • SDAX

    58.8000

    18124.5

    +0.32%

  • MDAX

    248.7500

    31031.35

    +0.8%

  • DAX

    142.1400

    25408.64

    +0.56%

  • Euro STOXX 50

    30.3200

    6302.82

    +0.48%

  • Goldpreis

    -115.5000

    4205.7

    -2.75%

  • EUR/USD

    -0.0015

    1.1378

    -0.13%

EZB hebt Leitzinsen erstmals seit 2023 wieder an - Einlagenzins bei 2,25 Prozent
EZB hebt Leitzinsen erstmals seit 2023 wieder an - Einlagenzins bei 2,25 Prozent / Foto: Kirill KUDRYAVTSEV - AFP

EZB hebt Leitzinsen erstmals seit 2023 wieder an - Einlagenzins bei 2,25 Prozent

Die steigenden Preise wegen des Iran-Krieges haben die Europäische Zentralbank (EZB) zur ersten Leitzinserhöhung seit September 2023 veranlasst. Der EZB-Rat beschloss am Donnerstag "einstimmig", die drei Leitzinssätze um jeweils 0,25 Prozentpunkte zu erhöhen, wie EZB-Präsidentin Christine Lagarde sagte. Der für Sparer wichtige Einlagenzins liegt damit bei 2,25 Prozent. Das Echo in Deutschland auf die Entscheidung ist geteilt - denn die Folgen des Krieges setzen auch die Wirtschaft unter Druck.

Textgröße:

Die Inflation sei "zu hoch", sagte Lagarde bei einer Pressekonferenz in Frankfurt am Main und bekräftigte, dass die EZB fest entschlossen sei, die Teuerungsrate auf mittlere Sicht wieder in Richtung des Zwei-Prozent-Ziels der Zentralbank zu bringen. Im Mai war die Inflation in der Eurozone auf 3,2 Prozent geklettert, vor allem wegen teurerer Energiepreise infolge des Iran-Krieges.

Die Bewahrung der Preisstabilität in der Eurozone ist die wichtigste Aufgabe der Zentralbank, wobei sich höhere Leitzinsen in der Regel dämpfend auf die Inflation auswirken. Analysten und Märkte hatten deshalb bereits im Vorfeld der EZB-Ratssitzung mit der ersten Leitzinserhöhung seit September 2023 gerechnet.

Wie die Zentralbank nun mitteilte, steigt der Einlagenzinssatz von 2,0 auf 2,25 Prozent. Auch die beiden anderen Leitzinssätze der EZB werden angehoben: Der Hauptrefinanzierungssatz, zu dem sich Geschäftsbanken Geld von der EZB leihen können, klettert auf 2,40 Prozent und der Spitzenrefinanzierungssatz zur kurzfristigen Beschaffung von Geld bei der Zentralbank auf 2,65 Prozent.

Für das Jahr 2026 geht die EZB einer neuen Projektion zufolge von einer durchschnittlichen Inflation in der Eurozone von 3,0 Prozent aus; im März hatte sie noch 2,6 Prozent erwartet und im Dezember gar nur 1,9 Prozent. Gleichzeitig geht die EZB mit Blick auf die Wirtschaft in der Eurozone von einer geringeren Wachstumsrate als zuvor aus: Erwartet werden nun durchschnittlich 0,8 Prozent für 2026; im März hatte die Zentralbank mit 0,9 Prozent gerechnet.

Der Bundesverband deutscher Banken begrüßte die Zinsentscheidung der EZB. Die Zentralbank habe "Fingerspitzengefühl" bewiesen, die Erhöhung sei "absolut nachvollziehbar und mit Blick auf die Preisentwicklung im Euroraum sehr passend", erklärte Hauptgeschäftsführer Heiner Herkenhoff. "Anders als während des starken Inflationsanstiegs in den Jahren 2021 und 2022 reagieren die europäischen Währungshüter diesmal auf der Höhe des Geschehens."

Die Deutsche Industrie- und Handelskammer bezeichnete die Erhöhung als "nachvollziehbar". Jedoch treffe sie die deutschen Unternehmen "in einer tiefen strukturellen und konjunkturellen Krise", gab Chefanalyst Volker Treier zu bedenken. "Während die Wirtschaft im restlichen Euroraum immerhin leicht wächst, stagniert die Wirtschaftsentwicklung in Deutschland bei steigenden Preisen."

Von Wirtschaftsverbänden befürchtet wird insbesondere, dass sich für Unternehmen durch die höheren Zinsen die Finanzierungsbedingungen für wichtige Investitionen verschlechtern könnten. Auch das Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung warnte vor einem Dämpfer für die Wirtschaft.

Der Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV), Ulrich Reuter, bezeichnete die EZB-Entscheidung indes als wichtiges Zeichen: "In einer Phase geopolitischer Spannungen und steigender Unsicherheit setzt die EZB ein Signal für Stabilität", erklärte er.

T.L.Marti--NZN