Zürcher Nachrichten - Diskussion um Ladenöffnungszeiten an Sonntagen nimmt an Fahrt auf

EUR -
AED 4.179351
AFN 72.832566
ALL 91.792114
AMD 414.412929
ANG 2.037458
AOA 1044.695109
ARS 1735.184471
AUD 1.623101
AWG 2.048422
AZN 1.937298
BAM 1.953504
BBD 2.292905
BDT 140.085354
BGN 1.915777
BHD 0.429196
BIF 3428.869951
BMD 1.138012
BND 1.45449
BOB 13.951602
BRL 5.90412
BSD 1.138362
BTN 109.014872
BWP 15.50178
BYN 3.439557
BYR 22305.04424
BZD 2.289609
CAD 1.609798
CDF 2662.949461
CHF 0.941717
CLF 0.027719
CLP 1094.505754
CNY 7.639762
CNH 7.650221
COP 3810.621267
CRC 517.59166
CUC 1.138012
CUP 27.321888
CVE 110.135555
CZK 24.382488
DJF 202.721735
DKK 7.475883
DOP 67.70043
DZD 152.676555
EGP 59.004768
ERN 17.070187
ETB 184.678942
FJD 2.557398
FKP 0.859113
GBP 0.860501
GEL 2.975895
GGP 0.859113
GHS 13.222459
GIP 0.859113
GMD 83.645236
GNF 10012.232335
GTQ 8.693782
GYD 238.190048
HKD 8.92649
HNL 30.555088
HRK 7.526587
HTG 148.984894
HUF 365.481809
IDR 20386.469032
ILS 3.46873
IMP 0.859113
INR 109.041511
IQD 1491.347177
IRR 1564283.479305
ISK 136.857421
JEP 0.859113
JMD 180.108314
JOD 0.806872
JPY 178.946199
KES 147.536596
KGS 99.517144
KHR 4629.558747
KMF 492.759151
KPW 1024.211577
KRW 1541.142061
KWD 0.351236
KYD 0.948685
KZT 504.317261
LAK 25534.987994
LBP 101944.781368
LKR 375.87822
LRD 195.809859
LSL 18.57357
LTL 3.360255
LVL 0.688372
LYD 7.278445
MAD 10.92446
MDL 20.20725
MGA 5026.092689
MKD 61.502714
MMK 2389.100276
MNT 4092.479631
MOP 9.19759
MRU 45.798172
MUR 54.08996
MVR 17.582532
MWK 1973.979925
MXN 20.186631
MYR 4.636373
MZN 72.730692
NAD 18.57357
NGN 1509.437156
NIO 41.890765
NOK 10.873447
NPR 174.423994
NZD 2.011174
OMR 0.438784
PAB 1.138362
PEN 3.864658
PGK 5.072039
PHP 70.951664
PKR 315.453938
PLN 4.372454
PYG 6710.113411
QAR 4.149623
RON 5.268091
RSD 117.31212
RUB 96.099786
RWF 1682.522483
SAR 4.274276
SBD 9.104682
SCR 15.776305
SDG 684.514915
SEK 11.292617
SGD 1.454101
SHP 0.859202
SLE 28.051956
SLL 23863.543066
SOS 650.63529
SRD 42.866086
STD 23554.56031
STN 24.471238
SVC 9.961292
SYP 14796.43831
SZL 18.569175
THB 37.981121
TJS 10.501857
TMT 3.994424
TND 3.370139
TOP 2.740061
TRY 55.737
TTD 7.7429
TWD 36.107655
TZS 3021.348922
UAH 50.976985
UGX 4458.759492
USD 1.138012
UYU 45.606397
UZS 13473.164602
VES 970.077613
VND 29561.011693
VUV 134.727301
WST 3.124667
XAF 655.957
XAG 0.0177
XAU 0.000265551997
XCD 3.075536
XCG 2.051689
XDR 0.804634
XOF 655.957
XPF 119.331742
YER 269.311003
ZAR 18.547247
ZMK 10243.467756
ZMW 22.2069
ZWL 366.439548
SSP 6501.00077
MXV 2.287587
  • EUR/USD

    -0.0011

    1.1382

    -0.1%

  • Goldpreis

    -22.2000

    4299

    -0.52%

  • Euro STOXX 50

    30.3200

    6302.82

    +0.48%

  • SDAX

    58.8000

    18124.5

    +0.32%

  • DAX

    142.1400

    25408.64

    +0.56%

  • TecDAX

    17.8500

    3975.48

    +0.45%

  • MDAX

    248.7500

    31031.35

    +0.8%

Diskussion um Ladenöffnungszeiten an Sonntagen nimmt an Fahrt auf

Diskussion um Ladenöffnungszeiten an Sonntagen nimmt an Fahrt auf

Nach der Ankündigung der Regierung, die Öffnungszeiten für Bäckereien und Konditoreien an Sonntagen zu verlängern, nimmt nun auch die Diskussion um die allgemeinen Ladenöffnungszeiten an Wochenenden an Fahrt auf: Der Wirtschaftsausschuss des Bundestags sowie der Tourismuskoordinator der Bundesregierung plädierten am Dienstag für eine deutliche Aufweichung des derzeit geltenden Öffnungsverbotes. Von Gewerkschaftsseite kam dagegen Widerspruch: "Der Sonntag ist für die Beschäftigten der einzige verlässlich planbare freie Tag", erklärte Verdi-Bundesvorstandsmitglied Silke Zimmer.

Textgröße:

Für den Wirtschaftsausschuss des Bundestages sagte dessen Vorsitzender Christian von Stetten (CDU) der "Bild"-Zeitung: "Der Bundestag entscheidet über die Sonntagsarbeitszeiten und die Bundesländer über die Sonntagsöffnungszeiten." Er sei in beiden Fällen "für eine großzügige Ausweitung der bisherigen Regelungen." Zuvor hatte bereits der Hauptverband des Deutschen Einzelhandels (HDE) eine völlige Freigabe der Ladenöffnungszeiten an Sonntagen gefordert.

Der Tourismuskoordinator der Bundesregierung, Christoph Ploß (CDU), führte in den Zeitungen der Funke-Mediengruppe an: "Ob Urlauber sich für Deutschland entscheiden, hängt auch von attraktiven Geschäften und Verkaufsangeboten ab." Er könne die Argumente des Handels "auch aus tourismuspolitischer Sicht sehr gut nachvollziehen".

Die derzeitigen Regelungen stammten noch aus einer Zeit, "in der es keinen Online-Handel gab", sagte Ploß weiter. "Flexiblere Öffnungszeiten würden es den deutschen Einzelhändlern ermöglichen, im Wettbewerb mit den immer verfügbaren Online-Händlern mitzuhalten". Zudem würden liberalere Regeln "den deutschen Innenstädten einen Schub verleihen".

Auch der FDP-Vorsitzende Wolfgang Kubicki sagte der "Bild"-Zeitung: "Eine echte Flexibilisierung wäre dringend notwendig. Wer Läden zwangsweise geschlossen halten will, darf sich nicht über sterbende Innenstädte beschweren."

Dagegen erklärte Silke Zimmer von Verdi: "Auf den Vorschlag des HDE, die Sonntagspause im Handel komplett zu streichen, brauchte man nur zu warten - nachdem die Bundesregierung bereits weitere Sonntagsarbeit für Bäckereien und Konditoreien angekündigt hat." Dies sei aber "der falsche, arbeitsnehmerfeindliche Ansatz". Der Sonntag sei "für die Beschäftigten der einzige verlässlich planbare freie Tag, an dem Zeit für körperliche und mentale Entlastung in diesem anstrengenden Job bleibt".

Längere Ladenöffnungszeiten brächten nicht automatisch mehr Umsatz und auch keine lebendigen Innenstädte, sagte Zimmer. "Im Gegenteil: Sie sind ein starkes Instrument im Verdrängungswettbewerb der großen Handelskonzerne. Sie führen zur Verlagerung von Umsätzen vom Land hin zu den Städten und von kleinen mittelständischen Betrieben hin zu den Handelsriesen, die Sonntagsarbeit viel leichter organisieren können." Die Folge seien "immer trostlosere Innenstädte mit den immer gleichen Ketten".

Auch der Sozialverband Deutschland (SoVD) wehrt sich gegen eine Aufweichung des Sonntagsschutzes. "Der Sonntag ist verfassungsrechtlich geschützt und weit mehr als ein Wirtschaftsfaktor - er ist ein unverzichtbarer Tag für Erholung, Familie und gesellschaftlichen Zusammenhalt", sagte die Vorstandsvorsitzende Michaela Engelmeier den Funke-Zeitungen. Sonntagsarbeit sei dort notwendig, "wo sie der Daseinsvorsorge dient", also etwa im Gesundheitswesen oder bei Polizei und Verkehr. "In anderen Bereichen muss sie aber die Ausnahme bleiben", betonte Engelmeier.

Ausgelöst wurde die neue Diskussion von der Ankündigung der Bundesregierung, die Öffnungszeiten für Bäckereien und Konditoreien an Sonntagen zu verlängern. Laut einem in der vergangenen Woche veröffentlichten Beschlusspapier der Koalition sollen zum 1. Januar 2027 längere Sonntagsöffnungszeiten "für Bäckereien, Konditoreien und Bibliotheken" in Kraft treten. Im Entwurf aus dem Bundesarbeitsministerium hieß es dazu, Bäckereien sollen sonntags bis zu acht Stunden öffnen dürfen, öffentliche Bibliotheken bis zu sechs Stunden.

P.Gashi--NZN