Zürcher Nachrichten - Streit über teure Sicherheitsauflagen zu Fastnacht erreicht Mainzer Landtag

EUR -
AED 4.248121
AFN 75.768221
ALL 92.763067
AMD 422.722836
ANG 2.070312
AOA 1061.886388
ARS 1723.582978
AUD 1.637745
AWG 2.083576
AZN 1.957325
BAM 1.955443
BBD 2.326975
BDT 141.824111
BGN 1.962252
BHD 0.43572
BIF 3453.969514
BMD 1.156739
BND 1.47783
BOB 13.465542
BRL 6.040957
BSD 1.155389
BTN 110.192885
BWP 15.565159
BYN 3.514159
BYR 22672.08145
BZD 2.323676
CAD 1.605611
CDF 2629.267027
CHF 0.941195
CLF 0.026851
CLP 1056.797093
CNY 7.800122
CNH 7.801648
COP 3603.842156
CRC 519.805115
CUC 1.156739
CUP 30.65358
CVE 110.244876
CZK 24.210888
DJF 205.742444
DKK 7.473222
DOP 67.627655
DZD 152.300199
EGP 58.091696
ERN 17.351083
ETB 186.898684
FJD 2.584385
FKP 0.854872
GBP 0.855165
GEL 3.019414
GGP 0.854872
GHS 12.651691
GIP 0.854872
GMD 85.019022
GNF 10149.14738
GTQ 8.815391
GYD 241.675885
HKD 9.076586
HNL 30.972346
HRK 7.533034
HTG 151.122414
HUF 363.01915
IDR 20622.455882
ILS 3.418275
IMP 0.854872
INR 110.411295
IQD 1513.523722
IRR 1590038.761368
ISK 142.149117
JEP 0.854872
JMD 182.966601
JOD 0.820153
JPY 184.273091
KES 149.332741
KGS 101.156547
KHR 4675.146601
KMF 493.927398
KPW 1041.065304
KRW 1638.647715
KWD 0.357062
KYD 0.962824
KZT 536.112138
LAK 26076.240056
LBP 103462.813951
LKR 384.459821
LRD 209.701721
LSL 18.691288
LTL 3.415549
LVL 0.6997
LYD 7.356657
MAD 10.716044
MDL 20.034343
MGA 4974.092032
MKD 61.513771
MMK 2428.91053
MNT 4159.644874
MOP 9.338495
MRU 46.39953
MUR 54.55675
MVR 17.871782
MWK 2003.434294
MXN 19.676318
MYR 4.726322
MZN 73.927232
NAD 18.691288
NGN 1572.66743
NIO 42.522238
NOK 10.92262
NPR 176.308817
NZD 1.940024
OMR 0.441009
PAB 1.155389
PEN 3.896889
PGK 5.190053
PHP 71.098928
PKR 320.902423
PLN 4.30625
PYG 6934.734137
QAR 4.211831
RON 5.236212
RSD 117.318585
RUB 97.162264
RWF 1698.989867
SAR 4.337808
SBD 9.310109
SCR 15.912095
SDG 694.622044
SEK 11.020251
SGD 1.480283
SHP 0.856988
SLE 28.344406
SLL 24256.23441
SOS 660.279473
SRD 43.926585
STD 23942.158738
STN 24.495529
SVC 10.109155
SYP 15039.918412
SZL 18.688589
THB 38.337771
TJS 10.669752
TMT 4.060153
TND 3.387482
TOP 2.78515
TRY 55.370194
TTD 7.827571
TWD 37.040628
TZS 3061.741111
UAH 51.685265
UGX 4292.216501
USD 1.156739
UYU 46.29155
UZS 13754.489263
VES 890.815114
VND 30246.985806
VUV 136.42623
WST 3.163091
XAF 655.837284
XAG 0.017878
XAU 0.000264
XCD 3.126144
XCG 2.08222
XDR 0.817874
XOF 655.837284
XPF 119.331742
YER 274.374004
ZAR 18.657984
ZMK 10412.034601
ZMW 21.836014
ZWL 372.469438
  • Goldpreis

    0.0000

    4437.3

    0%

  • DAX

    140.6100

    26440.31

    +0.53%

  • TecDAX

    42.7500

    4105.87

    +1.04%

  • Euro STOXX 50

    -5.8800

    6539.59

    -0.09%

  • MDAX

    199.4900

    32464.39

    +0.61%

  • EUR/USD

    0.0039

    1.157

    +0.34%

  • SDAX

    80.4100

    18633.51

    +0.43%

Streit über teure Sicherheitsauflagen zu Fastnacht erreicht Mainzer Landtag
Streit über teure Sicherheitsauflagen zu Fastnacht erreicht Mainzer Landtag / Foto: DANIEL ROLAND - AFP/Archiv

Streit über teure Sicherheitsauflagen zu Fastnacht erreicht Mainzer Landtag

Der Streit über teure Sicherheitsauflagen bei Fastnachtsumzügen in Rheinland-Pfalz hat am Donnerstag den Mainzer Landtag erreicht. Landesinnenminister Michael Ebling (SPD) verteidigte in der Debatte das zugrunde liegende umstrittene Gesetz. "Wer weiter im Team Frohsinn spielen will, muss den Menschen sagen können, dass sie sicher feiern können", sagte er im Plenum. Die Opposition forderte finanzielle Entlastungen für Vereine und stimmte Karnevalsgesänge an.

Textgröße:

In Frankenthal, wo die Absage des Umzugs Anfang Januar die Debatte um stark gestiegene Sicherheitskosten in Gang gebracht hatte, seien beim Umzug 2020 zwei Menschen für die Sicherheit zuständig gewesen - bei 40.000 Besuchern der Veranstaltung, sagte Ebling. "Es hat eine Sensibilisierung stattgefunden, dass man so nicht feiern kann", fügte er hinzu.

Die am Montag begonnenen Gespräche mit den Vereinen würden fortgeführt. Bei Bedarf würden die Richtlinien überarbeitet. Er wolle beim nicht beim "1. FC Leichtsinn" der Opposition anheuern, sagte Ebling. Rückendeckung kam von der SPD-Fraktionsvorsitzenden Sabine Bätzing-Lichtenthäler. Veranstalter seien von jeher verantwortlich gewesen für die Sicherheit bei ihren Veranstaltungen, sagte sie.

Landesweit fänden zahlreiche Karnevalsveranstaltungen statt. Das 2021 novellierte Polizei- und Ordnungsbehördengesetz setze dafür den Rahmen. Bei Großveranstaltungen ab 15.000 Teilnehmern seien Sicherheitskonzepte laut Paragraf 26 verpflichtend. Ob für kleinere Veranstaltungen ebenfalls Auflagen gelten, liege im Ermessen der Behörden vor Ort. Es gehe nicht darum, jedes kleinste Detail zu regeln.

Das Gesetz bestimmt unter anderem, dass alle Zugteilnehmer spätestens drei Monate vor der Veranstaltung angemeldet sein müssen. Vereine müssen zudem ein Sicherheitskonzept vorweisen, das genau regelt, wer beispielsweise für den Brandschutz oder Straßensperrungen zuständig ist und wo Fluchtwege sind.

Dafür werden Ehrenamtliche gebraucht, die vielerorts fehlen - ebenso wie Geld angesichts rückläufiger Ticketverkäufe für die Veranstaltungen. Alle Zuständigen für die Sicherheit müssen etwa mit Funkgeräten ausgestattet werden, falls das Handynetz zusammenbricht. Das gilt für große und kleine Veranstaltungen. Da es ein rheinland-pfälzisches Gesetz ist, hat es keine Auswirkungen auf den Karneval in Nordrhein-Westfalen.

Während Eblings Rede schallte der Mainzer Fastnachtsruf "Ui-jui-jui, au-au-au" von den Oppositiosnbänken, der traditionell bei Büttenreden nach missglückten Pointen angestimmt wird. Die Opposition forderte finanzielle Entlastungen für die Vereine und eine Novellierung des Paragrafen 26. "Es ist ein Problem, in das die Landesregierung sehenden Auges hineingeschlittert ist", sagte CDU-Fraktionschef Christian Baldauf.

Aus den Hilferufen der Kommunen bei der Organisation von Weinfesten im vergangenen Jahr seien keine Konsequenzen gezogen worden. "Sie lassen unsere Vereine im Stich", warf Baldauf Ebling vor. Die Sicherheit müsse unbestritten gewährleistet sein, doch Veranstaltungen dürften nicht an zu hohen Auflagen scheitern.

Kritik kam auch von der AfD. Kommunen seien mit den Auflagen überfordert, sagte ihr stellvertretender Fraktionsvorsitzender Jan Bollinger. Schulungen allein seien nicht die Lösung. Für die diesjährige Saison kämen sie ohnehin zu spät. Ebling spiele im "Team Unsinn", sagte er mit Anspielung auf den "1. FC Leichtsinn". Joachim Streit (Freie Wähler) kritisierte ein überzogenes Sicherheitsdenken. "Wir können nicht jeden Punkt der Sicherheit vorher regeln - das Leben besteht aus Unsicherheit", sagte er.

S.Scheidegger--NZN