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Das Kehlsteinhaus am Obersalzberg, das früher zum Sperrgebiet für die Nazi-Führung gehörte, ist in Flammen aufgegangen. Wie das Polizeipräsidium Oberbayern Süd mitteilte, trafen erste Rettungskräfte am Freitagabend um 21.52 Uhr vor Ort ein und stellten einen Großbrand fest. Die Löscharbeiten liefen "auf Hochtouren", teilte die Polizei mit. Sie ging nicht davon aus, dass Menschen verletzt wurden, da sich niemand im Kehlsteinhaus aufgehalten habe.
Die Löscharbeiten an dem in 1834 Metern Höhe befindlichen Gebäude gestalten sich schwierig, wie Polizeisprecherin Lisa Maier sagte. "Man kann nur mit schwerem Atemschutz in das Gebäude hinein", sagte sie. Etwa 150 Einsatzkräfte seien vor Ort. Zur Brandursache könnten noch keine Angaben gemacht werden. "Die kriminalpolizeilichen Ermittlungen laufen", sagte Maier.
Nach ihren Angaben schlug am Freitagabend ein Rauchmelder im Kehlsteinhaus an und alarmierte damit automatisch die Leitstelle in Traunstein. Die "Bild"-Zeitung berichtete, es bestehe der Verdacht auf Brandstiftung. Auf ihrem Weg zum Einsatzort sei den Beamten ein Motorradfahrer entgegen gekommen. Dieser sei später festgenommen worden, berichtete die Zeitung.
Das 1937/38 erbaute Kehlsteinhaus bei Berchtesgaden war Teil des Führersperrgebietes Obersalzberg und sollte Adolf Hitler als Repräsentationsgebäude dienen. Seit 1952 wird es als Gaststätte genutzt, eine Ausstellung erinnert an die Geschichte des denkmalgeschützten Hauses.
R.Schmid--NZN