Zürcher Nachrichten - Geplanter Überfall in Bochum: Urteil gegen "Ausbrecherkönig" vor Brüsseler Gericht verschoben

EUR -
AED 4.118085
AFN 72.327475
ALL 90.580734
AMD 404.578149
ANG 2.00694
AOA 1028.259752
ARS 1712.747989
AUD 1.598703
AWG 2.021198
AZN 1.903137
BAM 1.954737
BBD 2.257372
BDT 138.614608
BGN 1.959896
BHD 0.422928
BIF 3361.771555
BMD 1.12133
BND 1.431721
BOB 13.174834
BRL 5.665411
BSD 1.12079
BTN 106.199765
BWP 15.396626
BYN 3.314197
BYR 21978.070272
BZD 2.254074
CAD 1.570614
CDF 2597.000736
CHF 0.920786
CLF 0.028087
CLP 1105.418227
CNY 7.488298
CNH 7.481834
COP 3575.349861
CRC 511.47164
CUC 1.12133
CUP 26.89837
CVE 110.197694
CZK 24.281841
DJF 199.581449
DKK 7.474596
DOP 68.775847
DZD 151.142973
EGP 62.00673
ERN 16.819952
ETB 183.578653
FJD 2.508639
FKP 0.838026
GBP 0.837129
GEL 2.903798
GGP 0.838026
GHS 12.989935
GIP 0.838026
GMD 82.978397
GNF 9919.604792
GTQ 8.565303
GYD 234.442488
HKD 8.793319
HNL 30.086636
HRK 7.534896
HTG 146.849475
HUF 366.175937
IDR 20248.250369
ILS 3.491152
IMP 0.838026
INR 106.312468
IQD 1699.075884
IRR 2054697.270937
ISK 136.19673
JEP 0.838026
JMD 177.933223
JOD 0.79498
JPY 175.966951
KES 145.61615
KGS 98.059312
KHR 4559.377873
KMF 492.842984
KPW 1009.197061
KRW 1485.594095
KWD 0.348038
KYD 0.933992
KZT 502.066929
LAK 25227.279049
LBP 100365.711751
LKR 372.037651
LRD 191.095212
LSL 18.485046
LTL 3.310997
LVL 0.678282
LYD 7.180095
MAD 11.000817
MDL 20.129052
MGA 5082.235805
MKD 61.586768
MMK 2355.184548
MNT 4036.851961
MOP 9.051777
MRU 44.786641
MUR 52.713464
MVR 17.335666
MWK 1943.442974
MXN 20.998112
MYR 4.579406
MZN 71.602163
NAD 18.485046
NGN 1492.434425
NIO 41.247566
NOK 10.457865
NPR 169.903923
NZD 1.969269
OMR 0.431087
PAB 1.12079
PEN 3.850406
PGK 5.01927
PHP 71.105777
PKR 310.203282
PLN 4.377565
PYG 6426.504666
QAR 4.096754
RON 5.3474
RSD 117.507568
RUB 91.832024
RWF 1656.499041
SAR 4.209702
SBD 9.054269
SCR 15.747974
SDG 674.478168
SEK 11.115
SGD 1.432353
SHP 0.83797
SLE 25.734597
SLL 23513.736798
SOS 640.551608
SRD 42.217519
STD 23209.269443
STN 24.486682
SVC 9.806666
SYP 14579.533814
SZL 18.482947
THB 37.822525
TJS 10.305503
TMT 3.935869
TND 3.340268
TOP 2.699893
TRY 55.772268
TTD 7.605863
TWD 36.560186
TZS 2965.91809
UAH 50.505031
UGX 4802.388013
USD 1.12133
UYU 44.935159
UZS 13345.741339
VES 986.533792
VND 28976.852191
VUV 133.357612
WST 3.100149
XAF 655.957
XAG 0.020789
XAU 0.000279317907
XCD 3.03045
XCG 2.019901
XDR 0.792839
XOF 655.957
XPF 119.331742
YER 264.744902
ZAR 18.51282
ZMK 10093.325175
ZMW 22.499763
ZWL 361.06784
SSP 6442.957706
MXV 2.370051
  • Goldpreis

    -18.6000

    4041.8

    -0.46%

  • MDAX

    -118.7000

    29967.17

    -0.4%

  • Euro STOXX 50

    -36.6700

    6050.34

    -0.61%

  • SDAX

    -72.9700

    18125.63

    -0.4%

  • TecDAX

    -35.1700

    4025.26

    -0.87%

  • DAX

    -193.0000

    25178.75

    -0.77%

  • EUR/USD

    -0.0028

    1.1194

    -0.25%

Geplanter Überfall in Bochum: Urteil gegen "Ausbrecherkönig" vor Brüsseler Gericht verschoben

Geplanter Überfall in Bochum: Urteil gegen "Ausbrecherkönig" vor Brüsseler Gericht verschoben

Im Prozess gegen den als "Ausbrecherkönig" bekannten Kriminellen Antonio Ferrara wegen eines geplanten Raubüberfalls in Bochum ist die für Freitag geplante Urteilsverkündung kurzfristig verschoben worden. Das Brüsseler Gericht teilte ohne Angaben von Gründen mit, es werde seine Entscheidung erst am 5. November verkünden. Die Staatsanwaltschaft hat 18 Jahre Haft für Ferrara gefordert, der in Frankreich wegen mehrerer Raubüberfälle und versuchten Mordes sowie wegen zweier Gefängnisausbrüche bereits zu Gefängnisstrafen verurteilt worden war.

Textgröße:

Der vorsitzende Richter nannte keinen Grund für die kurzfristig verkündete Verschiebung der Urteilsverkündung. Die im September abgeschlossene Gerichtsverhandlung war von der wiederholten Diskussion über Verfahrensfragen und Beschwerden der Verteidigung geprägt gewesen. Deswegen waren die Verhandlungen bereits über den Sommer hinaus verlängert worden.

Ferrara wird vorgeworfen, zusammen mit mehreren Komplizen einen Raubüberfall auf ein Werttransportunternehmen in Bochum geplant zu haben. Ihr dafür vorgesehenes Waffenarsenal bestand laut Staatsanwaltschaft aus Sturmgewehren, Handfeuerwaffen, Granaten und Sprengstoff.

Der 53 Jahre alte Ferrara, ein in Italien geborener Franzose, ist zusammen mit neun weiteren Verdächtigen angeklagt, darunter Ferraras Bruder Massimiliano sowie Figuren aus Pariser Verbrecherkreisen. Für Antonio Ferrara und vier weitere Angeklagte, darunter der zusätzlich wegen Mordversuchs beschuldigte Algerier Yacine B., forderte die belgische Staatsanwaltschaft 18 Jahre, für die übrigen mindestens 10 Jahre Gefängnis.

Ferrara und seine mutmaßlichen Komplizen waren im Februar 2025 im belgischen Eupen nahe der Grenze zu Deutschland festgenommen worden. Nach Angaben der Ermittler hatte der Raubüberfall in Bochum kurz bevor gestanden. Bei Durchsuchungen fand die Polizei Sturmgewehre, Granaten, Sprengstoff und schusssichere Westen in gestohlenen Wagen, die offenbar für die Tat verwendet werden sollten.

Der Anklage zufolge hatte ein Teil der Gruppe von einer Ferienwohnung in Eupen aus den Tatort in Deutschland bereits ausgekundschaftet. Bei der Festnahme der Verdächtigen im Februar kam es zu einer Verfolgungsjagd mit mehreren Autos. Ein Polizist und einer der Verdächtigen wurden dabei verletzt. Ferrara saß rund acht Monate in Belgien in Untersuchungshaft, bevor er im November gegen Kaution freikam.

In dem Fall hatten die belgische und die französische Polizei zusammengearbeitet. Die Anklage stützt sich unter anderem auf abgehörte Telefonate und die Ergebnisse anderer Überwachungsmaßnahmen. Außerdem wurden nach Angaben der Ermittler DNA-Spuren von Ferrara auf mehreren Waffen gefunden.

Ferrara bestreitet die Vorwürfe allerdings. Sein Anwalt Olivier Martins machte geltend, dass die Ergebnisse der DNA-Analysen nicht zuverlässig seien. Die Reise seines Mandanten mit mehreren Freunden nach Belgien habe lediglich dem Kauf von Autos gedient. Der Verteidiger hob zu Beginn des Gerichtsverfahrens gegenüber der Nachrichtenagentur AFP zudem hervor, dass in Ferraras Fahrzeug keinerlei Waffen gefunden worden seien.

Ferrara war 2022 in Frankreich aus der Haft entlassen worden. Dort war er wegen mehrerer Raubüberfälle und versuchten Mordes sowie wegen zweier Gefängnisausbrüche zu Haftstrafen verurteilt worden.

Unter anderem sprenge er im Jahr 2003 in Frankreich die Gitter seiner Zelle in einem Gefängnis im Großraum Paris. Ein zehnköpfiges Kommando befreite ihn mit Hilfe von Raketenwerfern. Während Ferrara floh, hielten seine Komplizen die Wachtürme der Haftanstalt unter Beschuss. Vier Monate später wurde Ferrara in einem Pariser Café gefasst. Nach seinem ersten Gefängnisausbruch im Jahr 1998 hatte es vier Jahre gedauert, bis er wieder geschnappt wurde.

E.Leuenberger--NZN