Goldpreis
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Vor allem wegen hoher Zinsen sind die Preise für Wohneigentum in Deutschland im dritten Quartal fast auf dem selben Niveau verblieben - die Mietpreise aber kletterten weiter. Eigentumswohnungen kosteten 0,3 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum, Ein- und Zweifamilienhäuser waren 0,4 Prozent teurer, wie das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) am Freitag mitteilte. In den sieben teuersten Städten sanken die Preise für Wohnungen binnen eines Jahres sogar um fast ein Prozent, Häuser wurden mehr als zwei Prozent günstiger.
Besonders deutlich sanken die Preise laut IW-Wohnindex in Stuttgart (minus 3,9 Prozent), Berlin (minus 2,0 Prozent) und in Köln (minus 1,3 Prozent). Insgesamt lagen die Preise für Wohnimmobilien im dritten Quartal gut zehn Prozent unter dem Höchststand von 2022. "Hohe Zinsen sorgen dafür, dass die Kaufpreise für Immobilien im dritten Quartal 2026 stagnieren", erklärte das Institut.
Hingegen zogen die Angebotsmieten weiter an und kletterten gegenüber dem Vorjahreszeitraum bundesweit um 4,5 Prozent. Einen besonders hohen Anstieg von 5,2 Prozent verzeichnete das IW bei Wohnobjekten im Umland der Metropolen. Unterdurchschnittlich stiegen die Mieten in den Metropolen mit plus 3,8 Prozent. Hamburg allerdings bildete eine Ausnahme, hier kletterten die Mietpreise dem Index zufolge stark um fast sieben Prozent.
Für die Mieten sah das IW einen weiteren Anstieg voraus: "Hohe Zinsen treiben zahlungskräftige Haushalte zurück auf den Mietmarkt", erklärte IW-Experte Michael Voigtländer. Darum steige die Nachfrage, ohne dass das Angebot wachse. Hinzu kommen demnach steigende Baukosten, da Bauen viel Energie verbraucht - die Energiepreise steigen aber seit Beginn des Iran-Kriegs. "Deshalb dürfte weniger gebaut werden, was die Mieten weiter in die Höhe treibt", prognostiziert das IW.
Voigtländer sprach sich für ein Gegensteuern des Staats aus, "etwa mit Bürgschaften für private Immobilienkredite". "Das kostet wenig und stabilisiert den Markt", erklärte der Immobilienökonom.
E.Leuenberger--NZN