Zürcher Nachrichten - Spanien trotzt Trumps Strafdrohung

EUR -
AED 4.237821
AFN 74.424813
ALL 91.522025
AMD 419.062062
ANG 2.065964
AOA 1059.31184
ARS 1740.907125
AUD 1.618382
AWG 2.078524
AZN 1.955017
BAM 1.947714
BBD 2.325197
BDT 142.458577
BGN 1.94258
BHD 0.435302
BIF 3443.792479
BMD 1.153934
BND 1.463736
BOB 14.372271
BRL 5.912532
BSD 1.154432
BTN 110.248775
BWP 15.552702
BYN 3.506135
BYR 22617.114077
BZD 2.321821
CAD 1.60368
CDF 2662.126969
CHF 0.944755
CLF 0.027455
CLP 1084.086446
CNY 7.74088
CNH 7.740465
COP 3569.592187
CRC 520.052248
CUC 1.153934
CUP 30.579261
CVE 109.809597
CZK 24.288877
DJF 205.580976
DKK 7.47551
DOP 67.949377
DZD 154.098684
EGP 59.675003
ERN 17.309016
ETB 186.34999
FJD 2.550776
FKP 0.852912
GBP 0.855798
GEL 2.994344
GGP 0.852912
GHS 13.230018
GIP 0.852912
GMD 84.804653
GNF 10148.767588
GTQ 8.814445
GYD 241.526247
HKD 9.050793
HNL 30.984902
HRK 7.534501
HTG 150.887507
HUF 365.479295
IDR 20376.173488
ILS 3.527122
IMP 0.852912
INR 110.554534
IQD 1512.321532
IRR 1586198.215172
ISK 139.661137
JEP 0.852912
JMD 182.356101
JOD 0.818129
JPY 178.312896
KES 149.411882
KGS 100.911378
KHR 4681.685495
KMF 490.421895
KPW 1038.541319
KRW 1551.966792
KWD 0.356347
KYD 0.962027
KZT 520.938587
LAK 25829.10511
LBP 103382.092518
LKR 379.529301
LRD 201.441959
LSL 18.641053
LTL 3.407268
LVL 0.698003
LYD 7.301844
MAD 10.787867
MDL 20.006117
MGA 4969.455223
MKD 61.387184
MMK 2422.976028
MNT 4149.408524
MOP 9.325087
MRU 46.421286
MUR 54.373925
MVR 17.828045
MWK 2001.824037
MXN 19.683992
MYR 4.683127
MZN 73.747916
NAD 18.641214
NGN 1529.413168
NIO 42.484727
NOK 10.759255
NPR 176.401483
NZD 1.999312
OMR 0.443679
PAB 1.154402
PEN 3.882283
PGK 5.211365
PHP 72.532868
PKR 320.044455
PLN 4.337368
PYG 6836.764994
QAR 4.208148
RON 5.252365
RSD 117.375041
RUB 96.932589
RWF 1702.860017
SAR 4.328956
SBD 9.246483
SCR 15.777179
SDG 694.095753
SEK 11.271037
SGD 1.466287
SHP 0.854228
SLE 28.328792
SLL 24197.417857
SOS 659.772362
SRD 43.755466
STD 23884.112123
STN 24.399234
SVC 10.101283
SYP 15003.455254
SZL 18.644003
THB 38.352742
TJS 10.678376
TMT 4.05031
TND 3.369327
TOP 2.778397
TRY 56.107178
TTD 7.83564
TWD 36.674327
TZS 3044.226675
UAH 51.423106
UGX 4467.433898
USD 1.153934
UYU 46.467892
UZS 13575.581565
VES 959.436099
VND 29983.254266
VUV 135.300175
WST 3.157152
XAF 655.957
XAG 0.018253
XAU 0.000268
XCD 3.118565
XCG 2.080562
XDR 0.815891
XOF 655.957
XPF 119.331742
YER 273.53952
ZAR 18.742191
ZMK 10386.796588
ZMW 22.281078
ZWL 371.566403
SSP 6518.864303
MXV 2.232179
  • TecDAX

    -18.9900

    3961.49

    -0.48%

  • Euro STOXX 50

    -65.4300

    6259.7

    -1.05%

  • MDAX

    -475.6300

    31188.16

    -1.53%

  • SDAX

    -137.7500

    18208.83

    -0.76%

  • DAX

    -140.4300

    25428.13

    -0.55%

  • Goldpreis

    -80.7000

    4328.2

    -1.86%

  • EUR/USD

    -0.0059

    1.1542

    -0.51%


Spanien trotzt Trumps Strafdrohung




Im Frühjahr 2026 eskalierte der Konflikt zwischen Washington und Madrid. Die Regierung von Präsident Donald Trump hatte die USA nach 40 Tagen Krieg gegen Iran zu einem einseitigen Friedensplan gedrängt, während sie in der Region weiter militärisch vorging. Doch anders als beim letzten großen Krieg im Nahen Osten verweigerten wichtige NATO‑Partner diesmal den Gehorsam: Spanien schloss seinen Luftraum für amerikanische Kampfflugzeuge und untersagte die Nutzung seiner Stützpunkte für Angriffe. Außenminister José Manuel Albares erinnerte daran, dass die Straße von Hormus nicht zum Zuständigkeitsbereich der NATO gehöre und die Allianz sich nicht an einer „illegalen“ Offensive beteiligen werde. Diese beispiellose Entscheidung brachte Donald Trump in Rage und stieß eine Debatte über die Zukunft der Nordatlantischen Allianz an.

Spaniens Protest gegen den Krieg und die „Strafexpedition"
Die spanische Regierung machte frühzeitig klar, dass sie den von Washington und Jerusalem geführten Krieg für völkerrechtswidrig halte. Verteidigungsministerin Margarita Robles erklärte, man werde weder die Militärbasen Rota und Morón noch den spanischen Luftraum für Angriffe freigeben. Ministerpräsident Pedro Sánchez nannte den Krieg „zutiefst illegal und ungerecht“ und forderte die USA, Israel und Iran auf, die Gewalt zu beenden: „Man kann auf eine Illegalität nicht mit einer weiteren Illegalität reagieren“. Spanien gehört zu den wenigen Staaten Europas, die sich der US‑Forderung nach einer Militärpräsenz im Persischen Golf widersetzten; Madrid argumentierte, dass die NATO gemäß ihrem Gründungsvertrag nur zur Verteidigung ihrer Mitglieder zuständig sei und der Mittlere Osten außerhalb ihres Mandats liege.

Die Ablehnung hatte unmittelbare Folgen: Anstatt wie üblich von der andalusischen Basis Morón de la Frontera zu starten, mussten fünfzehn amerikanische KC‑135‑Tanker Ende Februar auf französische und deutsche Flugplätze verlegt werden. Die spanische Regierung betonte, dass die USA die Stützpunkte weiterhin für logistische Einsätze nutzen könnten, aber nicht für Kampfeinsätze, und wies Behauptungen über geheime Flüge zurück.

Die US‑Reaktion: Drohungen, Zölle und Forderungen
Trump reagierte mit wütenden Drohungen. Der Präsident beschimpfte Spanien und andere Verbündete als „Feiglinge“ und kündigte an, alle Handelsbeziehungen zu Madrid abzubrechen. Er machte seinen Unmut auch an der Verteidigungspolitik fest: Auf dem NATO‑Gipfel im Juni 2025 setzte er mit Hilfe einer knappen Mehrheit ein neues Ziel von 5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts für Verteidigungsausgaben durch. Während die meisten Staaten sich dem anschlossen, lehnte Spanien das Ziel ab und blieb beim bisherigen 2‑Prozent‑Ziel. Trump nannte Spanien einen „Nachzügler“ und stellte öffentlich in den Raum, das Land aus der NATO ausschließen zu wollen.

Um den Druck zu erhöhen, drohte der US‑Präsident mit Strafzöllen. Er erklärte, die USA würden ein Handelsabkommen aushandeln, bei dem Spanien „doppelt so viel zahlen“ müsse. Seine Regierung erwog sogar, die großen US‑Militärstützpunkte in Rota und Morón nach Marokko zu verlegen, und rief Senatoren dazu auf, die US‑Präsenz in Spanien zu überdenken. Gleichzeitig forderte Trump, die NATO‑Mitglieder sollten bis 2035 mindestens 5 Prozent ihres BIP für Verteidigung und militärische Infrastruktur ausgeben, sonst würde er den Austritt der USA aus dem Bündnis prüfen.

Spaniens Haltung: Sicherheit ja, aber nicht um jeden Preis
Ministerpräsident Sánchez verteidigte die Position seines Landes. Er betonte, Spanien könne die NATO‑Verpflichtungen mit einem Verteidigungsetat von rund zwei Prozent erfüllen. Eine Verpflichtung auf fünf Prozent sei „unvernünftig und kontraproduktiv“ und stehe im Widerspruch zur sozialen Ausrichtung des spanischen Wohlfahrtsstaats. Im Vorfeld des NATO‑Gipfels hatte Sánchez in einem Brief an Generalsekretär Mark Rutte vorgeschlagen, das Fünf‑Prozent‑Ziel optional zu gestalten oder Spanien davon auszunehmen. Daraufhin wurde Spanien in einer Nebenabsprache zugesichert, dass es das Ziel nicht erreichen müsse, wenn es die geforderten militärischen Fähigkeiten mit weniger Geld bereitstellen könne.

Spanien weist außerdem darauf hin, dass es seine Verteidigungsausgaben seit 2017 stark erhöht hat – von weniger als einem Prozent auf aktuell rund 2,1 Prozent des BIP – und damit die Grundlinie der NATO bereits einhält. Zudem hat die EU klar gemacht, dass Handels- und Zollpolitik in die Zuständigkeit Brüssels fallen. Kommissionsvertreter warnten, dass die Union auf einseitige US‑Zölle mit Gegenmaßnahmen reagieren werde.

Spaltung in der NATO und mögliche Folgen
Trumps Ultimatum hat die Spannungen innerhalb der NATO dramatisch verschärft. Einige Verbündete, etwa Italien und Deutschland, sympathisieren mit der spanischen Position oder lehnen eine direkte Beteiligung am Iran‑Krieg ab. Andere osteuropäische Staaten hingegen begrüßen Trumps Forderungen und sehen im höheren Verteidigungsziel eine Chance, ihre sicherheitspolitische Abhängigkeit von den USA zu festigen. Das neue 5‑Prozent‑Ziel stellt viele Länder vor erhebliche Haushaltsprobleme; selbst ein Kompromissvorschlag von 3,5 Prozent für Verteidigung und 1,5 Prozent für Infrastruktur gilt als ambitioniert.

Für die USA steht viel auf dem Spiel. Ohne Zugang zu spanischen Basen müssen sie ihre Luft- und Seeverbindungen über Frankreich oder Großbritannien umleiten – was den Einsatz im Nahen Osten erschwert. Die angedrohte Handelsblockade würde nicht nur Spanien, sondern auch US‑Unternehmen treffen, da Handelspolitik in der EU zentral geregelt ist. Die Debatte um einen möglichen NATO‑Ausschluss Spaniens setzt zudem ein gefährliches Signal: In einem Verteidigungsbündnis, das auf kollektiver Solidarität basiert, untergräbt die offene Drohung eines Ausschlusses das Vertrauen und könnte andere Staaten zu eigenen Überlegungen über ihren Verbleib bewegen.

Stimmen aus der Öffentlichkeit
In den sozialen Netzwerken und Kommentarspalten zeigt sich ein gespaltenes Bild. Viele Nutzerinnen und Nutzer befürworten die Entscheidung der spanischen Regierung, nicht an einem Angriffskrieg teilzunehmen und dem Völkerrecht den Vorrang zu geben. Sie loben Spanien und Italien dafür, sich trotz US‑Drucks an ihre verfassungsrechtlichen Beschränkungen zu halten und keine Beteiligung an einer illegalen Operation zuzulassen. Andere sehen Trump im Recht: Man könne nicht ständig vom US‑Militärschutz profitieren und gleichzeitig das Bündnis im Stich lassen. Besonders amerikanische Kommentatoren beklagen, dass Europa sich auf die USA verlässt und trotzdem nicht bereit ist, ihre Ausgaben zu erhöhen. Wiederum andere befürchten, dass die Eskalation zu einem Zerbrechen der NATO führt und damit nur Russland und China profitiert, während der Westen sich selbst schwächt. Der Tonfall der Debatten ist oft polemisch, doch in einem Punkt sind sich viele einig: Eine Allianz, die nur durch Drohungen zusammengehalten wird, steht auf wackligen Beinen.

Ausblick in die Zukunft
Wie es weitergeht, hängt von den nächsten Schritten beider Seiten ab. Sollte Trump seine Drohungen umsetzen und Zölle verhängen oder den Abzug von Truppen aus Spanien einleiten, könnte das zu einer Kettenreaktion führen: Europäische Staaten würden möglicherweise ihre Sicherheitsarchitektur neu denken, die Debatte über eine eigenständige EU‑Verteidigung erhielte neuen Auftrieb, und Russland hätte leichteres Spiel, die Spannungen auszunutzen. Umgekehrt könnte eine diplomatische Lösung den Streit entschärfen: Spanien könnte seine finanziellen Beiträge etwas erhöhen, während die USA ihre Forderungen realistischen Bedrohungsanalysen anpassen.

Die Zukunft der NATO ist damit ungewisser denn je. Spanien hat mit seiner konsequenten Haltung gezeigt, dass sich mittelgroße Länder gegen einen übermächtigen Verbündeten stellen können – und dafür breite Unterstützung in der europäischen Bevölkerung finden. Ob Trumps US‑Strafe die Allianz sprengen wird, hängt letztlich davon ab, ob die NATO‑Mitglieder einen Ausgleich zwischen nationalen Interessen und gemeinsamer Sicherheit finden können.



Vorgestellt


Wirtschaft: Ist Indien wegen Großbritannien so arm?

Die Wirtschaft von Indien stagniert, ein Großteil der Bevölkerung Indiens lebt in bitterer Armut, aber wo liegt der Grund? Ist die ehemalige Kolonialmacht Großbritannien schuld an der Armut von Indien?Schauen Sie sich das Video an, es könnte Sie interessieren....!

Wirtschaft: Afrika, das Milliarden-Grab von China

China ist der größte Kreditgeber in ganz Afrika. Aber aus einem bisher unerklärlichen Grund scheint Pekings Strategie in Bezug auf Afrika zu einem Ende zu kommen. Und die große Frage ist: Warum? Ist Afrika etwa zum finanziellen Milliarden-Grab von China geworden?Schauen Sie isch das Video an, Sie werden vielleicht erstaunt sein was Sie sehen...

Politik: Georgien als Marionetten-Staat von Russland?

Russland ist ein Terror-Staat, dies beweist der kriminelle Angriff der Russen auf das Nachbarland Ukraine; sein "Präsident" Wladimir Putin (72) ist ein ruchloser Kriegsverbrecher! Da passt es in das sprichwörtliche Bild, dass die Russen Marionetten als willfährigen Lakaien benötigen, ist Georgien und sind die Georgier ein solcher Marionetten-Staat der Terror-Russen? Proteste haben sich in ganz Georgien ausgebreitet. Die Regierung blickt zunehmend nach Moskau, während achtzig Prozent der Georgier den Westen wollen. Was bringt die Zukunft, ist Georgien der jüngste Triumph des Massenmörder Wladimir Putin?Schauen Sie sich das Video an, Sie werden vielleicht erstaunt sein...