Zürcher Nachrichten - "Klassenkampf von oben": Junge Union und Jusos streiten über Sozial-Kürzungen

EUR -
AED 4.351616
AFN 75.242508
ALL 96.404608
AMD 447.508288
ANG 2.120685
AOA 1086.570463
ARS 1657.97603
AUD 1.675237
AWG 2.132853
AZN 1.953432
BAM 1.954272
BBD 2.387133
BDT 144.966631
BGN 1.952326
BHD 0.446682
BIF 3504.0597
BMD 1.184918
BND 1.49583
BOB 8.219572
BRL 6.203523
BSD 1.185173
BTN 107.414998
BWP 15.578817
BYN 3.379157
BYR 23224.399688
BZD 2.383736
CAD 1.616039
CDF 2671.990875
CHF 0.911866
CLF 0.025896
CLP 1022.525
CNY 8.186186
CNH 8.158685
COP 4338.649639
CRC 571.553025
CUC 1.184918
CUP 31.400336
CVE 110.178836
CZK 24.263524
DJF 210.582926
DKK 7.470768
DOP 73.7823
DZD 153.712319
EGP 55.324547
ERN 17.773775
ETB 184.368018
FJD 2.599177
FKP 0.868327
GBP 0.869552
GEL 3.169591
GGP 0.868327
GHS 13.031809
GIP 0.868327
GMD 87.091827
GNF 10402.864587
GTQ 9.090891
GYD 247.966082
HKD 9.260552
HNL 31.322505
HRK 7.535256
HTG 155.138676
HUF 377.503372
IDR 19945.256642
ILS 3.666777
IMP 0.868327
INR 107.53531
IQD 1552.685744
IRR 49914.68574
ISK 145.010648
JEP 0.868327
JMD 185.37503
JOD 0.840145
JPY 181.855369
KES 152.890083
KGS 103.620795
KHR 4763.274948
KMF 491.741385
KPW 1066.435298
KRW 1710.619549
KWD 0.363343
KYD 0.987728
KZT 582.354578
LAK 25392.142435
LBP 106135.598161
LKR 366.593311
LRD 220.447602
LSL 18.9254
LTL 3.498756
LVL 0.716746
LYD 7.473156
MAD 10.835826
MDL 20.107275
MGA 5171.955346
MKD 61.610217
MMK 2487.919833
MNT 4224.908627
MOP 9.543237
MRU 47.302008
MUR 54.422987
MVR 18.25372
MWK 2055.192766
MXN 20.337823
MYR 4.623587
MZN 75.727783
NAD 18.9254
NGN 1600.326862
NIO 43.615891
NOK 11.253062
NPR 171.863597
NZD 1.964062
OMR 0.455614
PAB 1.185273
PEN 3.975091
PGK 5.090997
PHP 68.68145
PKR 331.355268
PLN 4.213179
PYG 7746.941614
QAR 4.319722
RON 5.095508
RSD 117.443225
RUB 90.940973
RWF 1731.04626
SAR 4.443675
SBD 9.532884
SCR 16.558269
SDG 712.726785
SEK 10.59767
SGD 1.496089
SHP 0.888996
SLE 28.971106
SLL 24847.1446
SOS 676.17121
SRD 44.780381
STD 24525.417534
STN 24.480855
SVC 10.37089
SYP 13104.693252
SZL 18.917206
THB 36.863046
TJS 11.182455
TMT 4.147214
TND 3.418327
TOP 2.852999
TRY 51.790526
TTD 8.036715
TWD 37.174413
TZS 3091.842972
UAH 51.224325
UGX 4195.718798
USD 1.184918
UYU 45.924086
UZS 14484.672467
VES 465.353067
VND 30772.329586
VUV 141.097928
WST 3.213755
XAF 655.444419
XAG 0.015474
XAU 0.000237
XCD 3.202301
XCG 2.13603
XDR 0.814706
XOF 655.444419
XPF 119.331742
YER 282.425459
ZAR 18.941989
ZMK 10665.693612
ZMW 21.780967
ZWL 381.543226
  • SDAX

    -42.4500

    17797.63

    -0.24%

  • Euro STOXX 50

    -6.3500

    5978.88

    -0.11%

  • TecDAX

    -1.3300

    3654

    -0.04%

  • MDAX

    65.5200

    31364.56

    +0.21%

  • DAX

    -113.9700

    24800.91

    -0.46%

  • Goldpreis

    -33.6000

    5012.7

    -0.67%

  • EUR/USD

    -0.0017

    1.1854

    -0.14%

"Klassenkampf von oben": Junge Union und Jusos streiten über Sozial-Kürzungen
"Klassenkampf von oben": Junge Union und Jusos streiten über Sozial-Kürzungen / Foto: John MACDOUGALL - AFP/Archiv

"Klassenkampf von oben": Junge Union und Jusos streiten über Sozial-Kürzungen

In der Debatte um die Reform der Sozialsysteme bahnt sich neuer Streit in der Koalition an. Der Vorsitzende der Jungen Union, Johannes Winkel, sprach sich in der "Neuen Osnabrücker Zeitung" vom Donnerstag für Einsparungen im Sozialbereich aus. Hier könnten "dutzende Milliarden im Jahr" gespart werden. Der Vorsitzende der SPD-Jugendorganisation (Jusos), Philipp Türmer, warf der Union einen "Klassenkampf von oben" vor.

Textgröße:

Winkel forderte die SPD auf, sich Einsparungen in den Sozialsystemen nicht entgegenzustellen. Der Sozialstaat müsse "effizienter gemacht werden", sagte der JU-Vorsitzende der "NOZ". Allein mit der Wiedereinführung des sogenannten Nachhaltigkeitsfaktors zur Dämpfung von Rentenerhöhungen "und klaren Prioritäten" ließen sich "Dutzende Milliarden im Jahr sparen für Sozialleistungen, die teilweise keiner braucht und die die Leute teilweise gar nicht wollen".

In der innenpolitischen Debatte sei die Union der SPD beim Sondervermögen für Infrastruktur und beim Rentenpaket sehr weit entgegengekommen, sagte Winkel weiter. "Deshalb ist die Erwartungshaltung an die SPD, dass nach diesen finanziellen Vorleistungen in diesem Jahr umfangreiche Reformen folgen."

Die Bundesregierung dürfe keine Angst davor haben, "den Leuten Belastungen zuzumuten", betonte der Vorsitzende der Jugendorganisation von CDU und CSU. Diese müssten nur fair verteilt werden.

Juso-Chef Türmer warf der Union Politik zulasten von Arbeitnehmern und sozial Schwachen vor. Die Union mache "Klassenkampf von oben", sagte Türmer dem Magazin Politico laut Meldung vom Donnerstag. Es gehe um eine Machtfrage in der Gesellschaft. "Kapital gegen Arbeit und auf welcher Seite man dabei steht", betonte der Juso-Vorsitzende. Das müsse beendet werden.

In einem Gastbeitrag für den "Tagesspiegel" schrieb Türmer, die SPD müsse den "Klassenkampf führen und gewinnen". Die Union wolle "die Interessen einer kleinen Gruppe von Arbeitgebern gegen 46 Millionen Beschäftigte durchsetzen", fuhr der Juso-Vorsitzende fort. "Der Klassenkampf ist längst da. Jetzt muss die SPD ihn mit führen und gewinnen. Eine SPD, die sich wieder traut, an der Spitze dieses Kampfes zu stehen, ist eine Sozialdemokratie mit Zukunft."

Der Juso-Vorsitzende forderte seine Partei auf, Erben stärker zu belasten und die Kapitalertragsteuer zu erhöhen. Kapitalerträge trügen "nichts zum Sozialsystem und wenig zum allgemeinen Steuertopf" bei. "Konzerne verschieben ihre Gewinne, bis nichts mehr zum Versteuern übrigbleibt, während der Handwerker nebenan brav Körperschaftsteuer zahlt." Die 25-prozentige Kapitalertragsteuer war unter dem früheren Finanzminister Peer Steinbrück (SPD) eingeführt worden.

Türmer sagte außerdem "leistungslosen Erben" den Kampf an. "Kaum versteuerte Gewinne, die zu großen Vermögen angewachsen sind, werden beim leistungslosen Erben marginal oder gar nicht besteuert", schrieb er in seinem Gastbeitrag: "Während Arbeitnehmer durch Abgaben und Verbrauchssteuern mehrfach zahlen, werden superreiche Erben nur belastet, wenn der Steuerberater einen Fehler macht." Nirgends sei der Konflikt zwischen Arbeit und Kapital greifbarer.

Ch.Siegenthaler--NZN