Zürcher Nachrichten - Neue Förderung soll E-Autos für breite Bevölkerung erschwinglicher machen

EUR -
AED 4.267353
AFN 72.628702
ALL 95.352135
AMD 427.709577
ANG 2.080471
AOA 1066.693735
ARS 1622.103994
AUD 1.632642
AWG 2.091557
AZN 1.977875
BAM 1.955827
BBD 2.340832
BDT 142.661967
BGN 1.940407
BHD 0.438406
BIF 3460.647704
BMD 1.161976
BND 1.488833
BOB 8.031111
BRL 5.833353
BSD 1.162216
BTN 112.134546
BWP 15.783353
BYN 3.167971
BYR 22774.72994
BZD 2.337432
CAD 1.598548
CDF 2614.446182
CHF 0.914934
CLF 0.026653
CLP 1048.973459
CNY 7.901728
CNH 7.911412
COP 4414.776821
CRC 525.807248
CUC 1.161976
CUP 30.792364
CVE 110.264622
CZK 24.294188
DJF 206.962853
DKK 7.472639
DOP 68.801541
DZD 153.973704
EGP 61.744383
ERN 17.42964
ETB 181.472602
FJD 2.564011
FKP 0.865744
GBP 0.86666
GEL 3.102646
GGP 0.865744
GHS 13.313184
GIP 0.865744
GMD 85.402093
GNF 10188.965077
GTQ 8.860122
GYD 243.153352
HKD 9.101381
HNL 30.910761
HRK 7.535177
HTG 152.133406
HUF 360.669805
IDR 20615.778499
ILS 3.388723
IMP 0.865744
INR 112.331301
IQD 1522.53409
IRR 1526836.486581
ISK 143.376636
JEP 0.865744
JMD 183.872535
JOD 0.823873
JPY 184.879103
KES 150.603525
KGS 101.614467
KHR 4662.104387
KMF 491.515595
KPW 1045.835913
KRW 1753.642484
KWD 0.359178
KYD 0.968522
KZT 547.317545
LAK 25476.35118
LBP 104077.534663
LKR 384.047031
LRD 212.694762
LSL 19.333066
LTL 3.431013
LVL 0.702867
LYD 7.401102
MAD 10.718748
MDL 20.10645
MGA 4876.067214
MKD 61.646115
MMK 2439.484969
MNT 4157.956679
MOP 9.37651
MRU 46.128842
MUR 54.903253
MVR 17.906319
MWK 2015.32778
MXN 20.151278
MYR 4.621525
MZN 74.254286
NAD 19.332651
NGN 1594.99791
NIO 42.769669
NOK 10.763326
NPR 179.415473
NZD 1.988001
OMR 0.446773
PAB 1.162216
PEN 3.977169
PGK 5.140071
PHP 71.7276
PKR 323.680662
PLN 4.243153
PYG 7117.944975
QAR 4.236467
RON 5.227031
RSD 117.374705
RUB 82.791554
RWF 1699.738058
SAR 4.360264
SBD 9.333291
SCR 15.683271
SDG 697.756771
SEK 10.909694
SGD 1.48866
SHP 0.867532
SLE 28.584011
SLL 24366.058541
SOS 664.209156
SRD 43.257458
STD 24050.557538
STN 24.500338
SVC 10.168965
SYP 129.512031
SZL 19.336267
THB 37.949553
TJS 10.791109
TMT 4.078536
TND 3.401703
TOP 2.797759
TRY 52.955429
TTD 7.879109
TWD 36.804457
TZS 3024.046072
UAH 51.335787
UGX 4382.060405
USD 1.161976
UYU 46.849839
UZS 13968.952121
VES 601.107039
VND 30628.525841
VUV 137.456089
WST 3.144841
XAF 655.971688
XAG 0.015297
XAU 0.000256
XCD 3.140299
XCG 2.094629
XDR 0.815885
XOF 655.96322
XPF 119.331742
YER 277.276602
ZAR 19.344557
ZMK 10459.181377
ZMW 21.879302
ZWL 374.155803
  • MDAX

    307.6900

    31747.78

    +0.97%

  • Euro STOXX 50

    39.7400

    5888.74

    +0.67%

  • DAX

    308.4200

    24616.34

    +1.25%

  • TecDAX

    57.4400

    3921.9

    +1.46%

  • Goldpreis

    -8.7000

    4549.3

    -0.19%

  • SDAX

    -16.3800

    18413.06

    -0.09%

  • EUR/USD

    -0.0038

    1.1624

    -0.33%

Neue Förderung soll E-Autos für breite Bevölkerung erschwinglicher machen
Neue Förderung soll E-Autos für breite Bevölkerung erschwinglicher machen / Foto: Ina FASSBENDER - AFP

Neue Förderung soll E-Autos für breite Bevölkerung erschwinglicher machen

Mit einem milliardenschweren Förderprogramm will die Bundesregierung mehr Menschen den Kauf von Elektroautos ermöglichen und damit zugleich den Neuwagenabsatz der kriselnden Branche ankurbeln. Die neue Prämie solle es auch Menschen mit mittlerem und geringem Einkommen ermöglichen, sich "umweltfreundlich, nachhaltig und kostengünstig zu bewegen", sagte Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) zum Start der Förderung am Dienstag. Dies sei nicht zuletzt angesichts der geopolitischen Lage "wichtiger denn je".

Textgröße:

"Die Fahrt zur Zapfsäule tut grad vielen Leuten weh, sie machen sich Sorgen", sagte Schneider mit Blick auf die durch den Iran-Krieg deutlich gestiegenen Preise für Benzin und Diesel. Die "fossile Energiekrise" sei noch lange nicht vorbei und könne jederzeit wiederkommen, fügte er bei einer Pressekonferenz in Berlin hinzu. Um unabhängiger zu werden gebe es jedoch "zum Glück" Alternativen: "Eine davon sind gute Elektroautos, insbesondere aus europäischer und deutscher Produktion".

Das Förderprogramm solle Elektromobilität nun "nicht nur für die Spitze der Gesellschaft", sondern auch für "breite Bevölkerungsschichten" ermöglichen, führte der Minister aus. "Wir tun mit diesem Förderprogramm etwas für die Umwelt, für die Autoindustrie und für die Haushalte, die sich sonst kein Elektroauto leisten könnten", erklärte er.

Konkret sieht das Programm vor, dass Privatpersonen mit einem zu versteuerndem Haushaltsjahreseinkommen von bis zu 80.000 Euro je nach Fahrzeug, Einkommen und Familiengröße eine Förderung von bis zu 6000 Euro über das Portal foerderzentrale.gov.de beantragen können. Die Förderung gilt dabei für gekaufte oder geleaste Neufahrzeuge mit Elektromotor - aber auch Autos mit Hybridantrieb oder sogenannten Range-Extendern werden gefördert, sofern die elektrische Reichweite bei mindestens 80 Kilometern liegt und die CO2-Emissionen einen bestimmten Wert nicht überschreiten.

Die Einkommensgrenze verschiebt sich für bis zu zwei Kinder (unter 18 Jahren) um 5000 Euro je Kind nach oben und liegt dann maximal bei 90.000 Euro. Auch Autos, die bereits seit dem 1. Januar dieses Jahres neu zugelassen wurden, können rückwirkend gefördert werden.

Bis 2029 stehen für die Prämie insgesamt drei Milliarden Euro aus dem Klima- und Transformationsfonds der Bundesregierung zur Verfügung. Bereits kurz nach dem Start des Förderprogramms zeichnete sich ein reges Interesse ab: Nur rund eine Viertelstunde nach dem Startschuss des Antragsportal waren bereits mehr als 1800 Anträge eingegangen.

Umweltminister Schneider hob hervor, dass sich niemand Sorgen machen müsse, dass die Fördermittel kurzfristig zur Neige gehen: "Die Mittel reichen für 800.000 Fahrzeuge in den nächsten drei bis vier Jahren", sagte er. Die Förderung könne zudem "bis zu ein Jahr nach Zulassung" beantragt werden.

Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) begrüßte die neue Prämie. "Es ist richtig, dass die Bundesregierung Menschen und Familien mit kleinen und mittleren Einkommen beim Kauf eines E-Fahrzeugs unterstützt", erklärte BDEW-Chefin Kerstin Andreae. "Im Sinne von Unabhängigkeit, Wettbewerbsfähigkeit, Wertschöpfung und Klimaschutz ist es wichtig, den Ausbau der Elektromobilität weiter konsequent voranzubringen."

Die Gewerkschaft IG Metall betonte die Bedeutung für die heimischen Autobauer. "Wir brauchen diesen Impuls, um den Markthochlauf zu beschleunigen, damit die Arbeitsplätze bei Herstellern und Zulieferern zukunftsfest werden", erklärte Gewerkschaftschefin Christiane Benner.

Die Linksfraktion im Bundestag kritisierte hingegen, dass die neue E-Auto-Prämie "an der sozialen Realität vieler Menschen vorbei" gehe, wie der verkehrspolitische Sprecher Jorrit Bosch erklärte. "Besonders absurd ist, dass Plug-in-Hybride und importierte Fahrzeuge gefördert werden, günstigere gebrauchte E-Autos aber außen vor bleiben." Sein Parteikollege Lorenz Gösta Beutin forderte die Förderung von Elektro-Gebrauchtwagen und eine sozial gestaffelte Leasing-Option.

Grundsätzliche Kritik äußerte Auto-Experte Ferdinand Dudenhöffer vom Center Automotive Research (CAM). "Schade um das Steuergeld, das nun an anderer Stelle wieder eingespart werden muss", sagte er der "Augsburger Allgemeinen" vom Dienstag. "Das Geld hätte man sich sparen können, das hätte der Markt selbst geregelt", fügte er hinzu. Die Nachfrage nach E-Autos sei nicht zuletzt wegen der durch den Iran-Krieg gestiegenen Spritpreise und sinkender Neuwagenpreise ohnehin bereits angestiegen.

Schneider widersprach: Es würden "ganz gezielt" diejenigen angesprochen, die bislang beispielsweise nicht von einer Dienstwagenförderung hätten profitieren können oder die über die Anschaffung eines Kleinwagens nachdächten. Das Ermöglichen kostengünstigerer und nachhaltiger Mobilität sei "nicht rein marktgetrieben", sagte der Minister.

W.F.Portman--NZN