Zürcher Nachrichten - Madurosturz bringt Kubas Ende

EUR -
AED 4.191831
AFN 72.466956
ALL 91.291224
AMD 415.023564
ANG 2.04354
AOA 1046.672655
ARS 1728.389888
AUD 1.610792
AWG 2.055964
AZN 1.937671
BAM 1.950272
BBD 2.302872
BDT 140.411985
BGN 1.921496
BHD 0.431082
BIF 3435.292334
BMD 1.14141
BND 1.457382
BOB 12.577458
BRL 5.828383
BSD 1.143359
BTN 109.233322
BWP 15.485106
BYN 3.463781
BYR 22371.626841
BZD 2.299582
CAD 1.607361
CDF 2637.797286
CHF 0.939032
CLF 0.027382
CLP 1081.200354
CNY 7.647215
CNH 7.654412
COP 3664.689344
CRC 510.158362
CUC 1.14141
CUP 30.247353
CVE 109.953324
CZK 24.36341
DJF 203.612834
DKK 7.475473
DOP 67.97731
DZD 152.5461
EGP 58.740817
ERN 17.121143
ETB 184.910049
FJD 2.553564
FKP 0.85666
GBP 0.858437
GEL 2.962026
GGP 0.85666
GHS 13.217649
GIP 0.85666
GMD 83.891685
GNF 10051.595565
GTQ 8.725343
GYD 239.144211
HKD 8.952092
HNL 30.692
HRK 7.529074
HTG 149.437709
HUF 363.34433
IDR 20338.776463
ILS 3.439581
IMP 0.85666
INR 109.262001
IQD 1497.854146
IRR 1569038.614536
ISK 138.396191
JEP 0.85666
JMD 180.318864
JOD 0.809209
JPY 180.20174
KES 147.810899
KGS 99.816513
KHR 4638.891128
KMF 490.806018
KPW 1027.268942
KRW 1559.770153
KWD 0.352678
KYD 0.952799
KZT 511.33057
LAK 25613.395644
LBP 102390.062632
LKR 376.313293
LRD 197.811013
LSL 18.546827
LTL 3.370285
LVL 0.690427
LYD 7.28834
MAD 10.919443
MDL 20.106007
MGA 5007.804755
MKD 61.351629
MMK 2396.477618
MNT 4106.704251
MOP 9.236917
MRU 45.781627
MUR 54.650302
MVR 17.646367
MWK 1982.679847
MXN 19.83642
MYR 4.654691
MZN 72.928153
NAD 18.546827
NGN 1511.808893
NIO 42.081085
NOK 10.810072
NPR 174.771588
NZD 2.002122
OMR 0.438866
PAB 1.143369
PEN 3.862551
PGK 5.093606
PHP 71.428839
PKR 316.86032
PLN 4.366023
PYG 6803.714026
QAR 4.156418
RON 5.278676
RSD 117.400796
RUB 96.218282
RWF 1687.616242
SAR 4.286869
SBD 9.160968
SCR 15.709116
SDG 686.562371
SEK 11.247096
SGD 1.458299
SHP 0.853295
SLE 28.135795
SLL 23934.777929
SOS 653.447721
SRD 43.07657
STD 23624.87283
STN 24.431175
SVC 10.004641
SYP 14840.607035
SZL 18.541442
THB 37.937602
TJS 10.547793
TMT 3.994933
TND 3.369449
TOP 2.74824
TRY 55.743249
TTD 7.768978
TWD 36.163282
TZS 3018.917525
UAH 51.224996
UGX 4459.39835
USD 1.14141
UYU 45.910264
UZS 13508.707887
VES 971.729079
VND 29667.516574
VUV 135.083966
WST 3.14176
XAF 655.957
XAG 0.01745
XAU 0.000264
XCD 3.084717
XCG 2.060659
XDR 0.807036
XOF 655.957
XPF 119.331742
YER 270.000758
ZAR 18.555404
ZMK 10274.057212
ZMW 22.267879
ZWL 367.533404
SSP 6520.405256
MXV 2.248184
  • DAX

    -149.4500

    25429.4

    -0.59%

  • TecDAX

    -20.8900

    4010.12

    -0.52%

  • Euro STOXX 50

    -18.8000

    6305.92

    -0.3%

  • MDAX

    -204.5600

    31325.35

    -0.65%

  • Goldpreis

    -24.5000

    4351.9

    -0.56%

  • SDAX

    -35.1300

    18375.71

    -0.19%

  • EUR/USD

    -0.0036

    1.1417

    -0.32%


Madurosturz bringt Kubas Ende




Am 3. Januar 2026 nahm eine spektakuläre Operation der Vereinigten Staaten den venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro fest. Dieser Schlag trifft nicht nur Caracas. Kubas Führung hatte über Jahre enge strategische Bande zum chavistischen Venezuela geknüpft. Die Insel stellte Leibwächter, Geheimdienstmitarbeiter und Zehntausende Ärztinnen, Lehrer und Berater, während Caracas im Gegenzug täglich bis zu 100 000 Fass Rohöl lieferte, das die maroden Kraftwerke der Karibikinsel am Laufen hielt. Die Gefangennahme Maduros beendete diese Symbiose abrupt und traf Havanna ins Mark.

Ein tiefer Riss in der Allianz
Beim nächtlichen Angriff auf Caracas kamen 55 Militärangehörige aus Kuba und Venezuela ums Leben, darunter 32 Kubaner im Alter zwischen 26 und 67 Jahren. Sie gehörten der innersten Sicherheitsgarde des venezolanischen Machthabers an und sollten ihn vor Angriffen schützen. Kubas Außenminister reiste wenige Tage später nach Caracas, um den Gefallenen zu gedenken und die Solidarität mit dem Bruderstaat zu beschwören. Gleichzeitig schwor Washington, die strategische Partnerschaft der beiden sozialistischen Staaten zu zerschlagen. Regierungsnahe Kreise in Havanna räumen ein, dass die Gefangennahme Maduros die zentrale Stütze ihrer Außenpolitik beseitigt hat.

Von Öl abhängig – jetzt versiegt der Strom
Seit den Zeiten Hugo Chávez’ bestand zwischen beiden Ländern ein Tauschgeschäft: Kuba entsandte medizinisches Personal, Trainer und Geheimdienstler nach Venezuela, im Gegenzug floss subventioniertes Öl in die Karibik. Jahrelang lieferte Caracas etwa 100 000 Fass am Tag. Doch mit der wirtschaftlichen Misere in Venezuela schrumpften die Lieferungen. Interne Daten des Staatskonzerns PDVSA zeigen, dass Kuba 2025 im Schnitt nur noch rund 27 400 Fass täglich erhielt; im September lag die höchste Monatsmenge bei 52 000 Fass. Bereits vor dem Sturz Maduros gab es Berichte über eine Kürzung um 15 Prozent. Nach der Operation wird befürchtet, dass die neue venezolanische Führung die Förderung komplett stoppt oder dass US‑Schiffe die Tanker auf dem Weg nach Havanna blockieren. Eine einmalige Lieferung aus Mexiko von 80 000 Fass kurz vor Weihnachten konnte die Lücke kurzfristig lindern, doch Experten warnen, dass solche Hilfen teuer und unregelmäßig sind.

Der Rückgang der Ölimporte hat verheerende Folgen. Die alternden kubanischen Kraftwerke sind auf Schweröl ausgelegt und können ohne Zufuhr nicht produzieren. Die staatliche Elektrizitätsgesellschaft fährt daher einen rigiden Abschaltplan. In Städten wie Havanna dauern tägliche Stromausfälle vier bis fünf Stunden, manche Provinzen sitzen bis zu 20 Stunden im Dunkeln. Im vergangenen Jahr erlebte Kuba fünf landesweite Blackouts. Seit einer Panne im Februar 2025 steigt das Defizit im Stromnetz häufig auf über 1 500 Megawatt; Experten warnten bereits damals, dass eine Kettenreaktion das ganze Netz zum Einsturz bringen könnte. Weil russische Ölimporte von 600 000 Tonnen im Jahr 2022 auf 100 000 Tonnen 2024 fielen, gibt es keinen Ersatz. Mit der Gefangennahme Maduros droht das System zu kollabieren.

Wirtschaft am Abgrund
Die Energiekrise ist nur eine Seite der Misere. Kubas Wirtschaft befindet sich seit der Corona‑Pandemie im freien Fall. Nach offiziellen Angaben schrumpfte das Bruttoinlandsprodukt 2023 um zwei Prozent und 2024 um weitere 1,1 Prozent. Die UN‑Wirtschaftskommission für Lateinamerika rechnet für 2025 mit einem erneuten Rückgang um 1,5 Prozent. Gleichzeitig verharrt die Inflation zwischen 20 und 32 Prozent. Fast 90 Prozent der Familien leben in Armut, Löhne reichen nicht für die Grundversorgung. Lebensmittel, Medikamente und Benzin sind knapp, die Landeswährung verliert rasant an Wert und wird auf dem Schwarzmarkt gehandelt. Tourismus, eine der wenigen Devisenquellen, ist eingebrochen. Mehr als eine Million Menschen – etwa zehn Prozent der Bevölkerung – haben in den vergangenen fünf Jahren das Land verlassen.

Die Energieknappheit verstärkt diese Abwärtsspirale. In Fabriken verrottet Ware, weil Maschinen stillstehen, Kühlketten reißen und Investoren das Land meiden. Bauern verlieren ganze Ernten ohne die Möglichkeit, zu bewässern oder zu lagern. Krankenhäuser schalten Klimaanlagen ab und operieren mit Notstromaggregaten. Jede Stunde ohne Strom bedeutet Verluste, die sich summieren. Gleichzeitig blockieren langjährige US‑Sanktionen die Einfuhr moderner Technologie und Ersatzteile.

Proteste und Panik
Der Unmut der Bevölkerung wächst. Immer häufiger gehen Menschen auf die Straße, um gegen die stundenlangen Stromausfälle, Wasserknappheit und Gaskrisen zu demonstrieren. In der Küstenstadt Gibara mündete ein 20‑stündiger Blackout im September 2025 in spontane Proteste, bei denen Einwohner Töpfe schlugen und eine Stunde lang die Versorgungslage anprangerten; Vertreter der Behörden kamen und versuchten, die Lage zu beruhigen. Auch in anderen Provinzen gibt es Proteste; die Regierung hat Einsatzkräfte entsandt, aber bislang weitgehend auf Gewalt verzichtet. Dennoch fürchten viele, dass mit dem Zusammenbruch der Energieversorgung die Repression zunimmt.

An der Spitze des Staates herrscht Nervosität. Hochrangige Beamte geben zu, dass 2026 trotz geplanter Reparaturen und Investitionen keine Entlastung zu erwarten ist. Gleichzeitig nutzt das Regime nationalistisches Pathos, um die Bevölkerung zu mobilisieren. Der Außenminister betont in Erklärungen, man werde die Insel unter allen Umständen verteidigen und den „patriotischen Geist“ beschwören. Die Regierung macht die USA verantwortlich und erinnert an Jahrzehnte des Embargos. Seit dem Sturz Maduros warnt Washington seinerseits, dass Kuba ein „gescheiterter Staat“ sei, der ohne militärischen Eingriff zusammenbrechen werde.

Externer Druck und ungewisse Zukunft
Auf internationaler Bühne verschärft sich die Lage. Die USA und ihre Verbündeten haben bereits Tanker aus Venezuela beschlagnahmt und Sanktionen gegen die Rohstoffindustrie ausgeweitet. Der Einsatz gegen Maduro wurde von vielen Regierungen als Verstoß gegen das Völkerrecht kritisiert. Gleichzeitig drängen Hardliner in Washington darauf, den Druck zu erhöhen. Senatoren fordern, Venezuela müsse sich von Kuba lösen, und betonen, dass fast alle Leibwächter Maduros Kubaner gewesen seien. Das Weiße Haus erklärte, eine Invasion in Kuba sei vorerst nicht nötig, da das Regime „von allein untergehen“ werde.

Doch es gibt auch Stimmen, die vor einer humanitären Katastrophe warnen, sollte das Inselreich ohne geordnete Übergangspläne kollabieren. Beobachter sehen Parallelen zur Sonderperiode nach dem Zerfall der Sowjetunion, als Kuba seine wichtigste Bezugsquelle verlor und schwere Hungersnöte erlitt. Damals gelang es der Regierung, mit Hilfe venezolanischer Subventionen eine neue Stabilität aufzubauen. Diese Stütze ist nun weg. Ob Mexiko, China oder Russland die Lücke schließen können, ist fraglich. Ohne eine Diversifizierung der Energiequellen, eine Öffnung für private Unternehmen und die Aufhebung der US‑Sanktionen droht Kuba der wirtschaftliche Absturz.

Der Sturz Maduros hat mehr als nur einen Verbündeten getroffen – er könnte Kubas Schicksal besiegeln. Inmitten von Stromausfällen, einer schrumpfenden Wirtschaft und wachsender Panik kämpft die Regierung ums Überleben. Die nächsten Monate werden zeigen, ob die Insel das Ende ihrer jahrzehntelangen Abhängigkeit von venezolanischem Öl in eine neue Epoche der Selbstbestimmung verwandeln kann oder ob der Zusammenbruch unausweichlich ist.



Vorgestellt


Wirtschaft: Ist Indien wegen Großbritannien so arm?

Die Wirtschaft von Indien stagniert, ein Großteil der Bevölkerung Indiens lebt in bitterer Armut, aber wo liegt der Grund? Ist die ehemalige Kolonialmacht Großbritannien schuld an der Armut von Indien?Schauen Sie sich das Video an, es könnte Sie interessieren....!

Wirtschaft: Afrika, das Milliarden-Grab von China

China ist der größte Kreditgeber in ganz Afrika. Aber aus einem bisher unerklärlichen Grund scheint Pekings Strategie in Bezug auf Afrika zu einem Ende zu kommen. Und die große Frage ist: Warum? Ist Afrika etwa zum finanziellen Milliarden-Grab von China geworden?Schauen Sie isch das Video an, Sie werden vielleicht erstaunt sein was Sie sehen...

Politik: Georgien als Marionetten-Staat von Russland?

Russland ist ein Terror-Staat, dies beweist der kriminelle Angriff der Russen auf das Nachbarland Ukraine; sein "Präsident" Wladimir Putin (72) ist ein ruchloser Kriegsverbrecher! Da passt es in das sprichwörtliche Bild, dass die Russen Marionetten als willfährigen Lakaien benötigen, ist Georgien und sind die Georgier ein solcher Marionetten-Staat der Terror-Russen? Proteste haben sich in ganz Georgien ausgebreitet. Die Regierung blickt zunehmend nach Moskau, während achtzig Prozent der Georgier den Westen wollen. Was bringt die Zukunft, ist Georgien der jüngste Triumph des Massenmörder Wladimir Putin?Schauen Sie sich das Video an, Sie werden vielleicht erstaunt sein...